Vom Wickeltisch gefallen

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Beitrag von bine1220 10.11.10 - 09:06 Uhr

Guten Morgen...

ich muss mich grade mal aufregen, weil ich so sauer und erschüttert über meine Freundin bin.

Sie rief mich gestern abend an, ganz aufgeregt, ihr Kleiner sei grad vom Wickeltisch gefallen. Im Hintergrund hat er geschrien. Was sie machen soll. Ich hab ihr gesagt, sie soll sofort ins KH mit ihm fahren! Er ist wohl auf dem Bauch gelandet, also angeblich nicht auf den Kopf gefallen... ich weiß es nicht.
Heute früh will ich sie anrufen, sie ist immer noch zu Hause #schock also nicht mehr ins KH gefahren. ich dachte ich höre nicht richtig!!!
Es sei nicht schlimmer geworden, er wäre normal, da brauch sie nicht fahren. AAAAAAAAAAAAHHHHHHHH!!!!

Wie kriege ich sie dazu doch noch zu fahren? das kann doch nicht wahr sein. Ich würde da garnicht lange überlegen. Ich ärger mich so über sie. Das hab ich ihr auch gesagt.

Es kann ja jeder Mutter mal passieren, dass sie einen Moment nicht hin schaut, aber wenn was passiert, das einfach zu ignorieren, dass begreif ich nicht.

Sorry, aber ich musste das los werden. Das regt mich einfach nur auf!

LG Bine

Beitrag von daisy80 10.11.10 - 09:11 Uhr

Wenn sie ihr Kind aufmerksam beobachtet hat und es keine Erscheinungen wie Verwirrtheit, Erbrechen, anhaltendes Schreien, das Kind ist "irgendwie anders" etc. zeigt, braucht man auch nicht zwingend ins Krankenhaus zu fahren.

Das muss sie schon selbst entscheiden, ob sie ins Krankenhaus fährt.

Beitrag von puffel0805 10.11.10 - 09:17 Uhr

Hallo,

ganz ehrlich? Ich würde auch nicht gleich ins Krankenhaus fahren. Meine Tochter ist auch mal vom Wickeltisch gefallen (nicht auf den Kopf). Sie hat kurz geschrien. ließ sich aber schnell beruhigen. Ich habe sie beobachtet und es war nichts ungewöhnliches festzustellen. Also bin ich zu Hause geblieben.

Ich glaube man kann selbst ganz gut einschätzen, ob man ins KH muss oder nicht. Ich gehe auch nicht wegen jedem Husten oder so zum Arzt.

LG Anett

Beitrag von bine3002 10.11.10 - 09:18 Uhr

Hm.... also von allen Kindern, die ich kenne (und das sind echt viele) sind neahezu 3/4 in den ersten 15 Monaten mal so richtig irgendwo runtergesegelt. Sei es vom Bett oder vom Wickeltisch oder vom Sofa. Und ALLE Eltern haben gedacht, dass ihnen so etwas NIE passieren würde.

Und von diesen Kindern ist keinem einzigen irgendwas ernsthaftes passiert. Eigentlich kenne ich nur ein Baby, dass sich die Schulter bei einem Sturz aus dem Bett gebrochen hat. Das war mein Cousin. Heute ist er erwachsen und es geht ihm blendend.

Einige der Kinder waren im Krankenhaus. Von daher weiß ich, was die da sagen: Beobachten, bleiben Sie über Nacht. Dann wird das Kind an einen Monitor angeschlossen (das ist Standard bei ALLEN kleinen Patienten), das Ding piepst ständig, eine Schwester nervt in der Nacht alle 3 Stunden... kurz gesagt: Man kriegt kein Auge zu. Dabei kann man auch zu Hause beobachten und auf Symptome wie Abgeschlagenmheit, Müdigkeit, Wesensverändeung, Erbrechen usw. achten. Mehr machen die im KH echt nicht oder glaubst Du, dass die das Kind gleich röntgen oder so?

Beitrag von bine3002 10.11.10 - 09:20 Uhr

Ach eine Sache noch: Mein Cousin war sofort nach seinem Sturz für 24 Stunden im Krankenhaus. Die haben seinen Schulterbruch nicht bemerkt. Das wurde dann erst zu Hause festgestellt, weil er so komisch krabbelte. Soviel also zum Krankenhaus

Beitrag von bine1220 10.11.10 - 09:26 Uhr

vielleicht würde ich mir da eher Sorgen machen, aber bei mir ist das anders. Ich habe schon mal ein Kind verloren und bin daher wohl wesentlich ängstlicher.
Aber meine Freundin ist total unbekümmert und das versteh ich halt nicht. Der Kleine war schon ein paar Mal im Krankenhaus mit seinen 8 Monaten! ua mit Beinbruch.
Wußte nicht, dass man so etwas im allgememeinen etwas lockerer sieht. ich weiß, dass die Kleinen viel aushalten können... aber wenn man sich dann so garnicht für interessiert und so tut als sei nix. mmh, ich könnts nicht. meine Freundin wohl schon...

Naja, danke fürs zu hören!

Beitrag von siebzehn 10.11.10 - 10:11 Uhr

Ich verstehe jeden, der aus Sorge oder auch nur Unsicherheit ins Krankenhaus fährt.

Aber wenn man das nicht macht, heißt das nicht automatisch, dass man sich nicht interessiert oder so tut als sei nichts.
Jedenfalls finde ich es übertrieben von Dir, dass Du Deine Freundin gleich so verurteilst. Du würdest anders reagieren, ok. Aber akzeptier auch die Entscheidungen anderer Leute.

Beitrag von miau2 10.11.10 - 09:38 Uhr

Hi,
der Sani, der unseren Erste-Hilfe-Kurs gemacht hat kam in seiner beruflichen Laufbahn natürlich auch mal zu Babys mit Herz-Kreislaufstillstand (war der Teil wo es um Wiederbelebung ging). Eines der Babys, die nicht überlebt haben war vom Wickeltisch gefallen.

Ich persönlich kenne eine Mutter, deren Baby von einer auf dem Boden liegenden Matratze (ca. 25cm) herunter gerollt ist. Das Baby hatte einen Schädelbruch. Auch wenn es dem Kind heute gut geht - es war damals durch einen Sturz aus dieser kleinen Höhe schwer verletzt.

Hier gab es einen Fall, der durch die Medien ging (warum ist nebensächlich) wo ein Vater sein Baby hochgeworfen hat (aus Spaß) und unglücklich aufgefangen hat. Das Baby ist nicht auf den Boden gefallen, und der "Sturz" war wesentlich weniger tief als vom Wickeltisch. Das Baby ist an inneren Verletzungen (keine Kopfverletzung) verblutet, wenn ich mich richtig erinnere an einem Leberriss.

Noch mehr Beispiele?

Ich hätte durchaus noch mehr.

Wir waren mit unserem Kleinen (da war er 3 Wochen alt) natürlich nach einem Sturz (von Papas Bauch) im KH. Und natürlich am Monitor (der übrigens bei uns nicht automatisch bei allen permanent läuft). Weißt du, WARUM wir dabehalten wurden, obwohl es Weihnachten war und ich noch ein kleines Kind zu hause hatte? Es ist extrem selten, dass etwas passiert, stimmt. Aber wenn kommt es evtl. auf jede Minute an bei so einem kleinen Kind. Und da ist es natürlich einfacher, wenn ein Monitor Alarm schlägt (was er übrigens bei uns nie dauernd getan hat) und man innerhalb von Minuten im OP ist.

Die Chance ist sehr niedrig, das stimmt schon. Aber bei Stürzen von mehr als Körperhöhe bzw. bei unter halbjährigen Kindern bei jedem Sturz wird hier von allen Ärzten dringend empfohlen, direkt zum Arzt zu gehen. Und das sicher nicht, weil die schwache Besetzung am Weihnachten nicht genug zu tun hätte.

Auch wenn es lästig ist - der einzige Grund übrigens, der gegen einen KH-aufenthalt sprechen würde. Wobei das für mich kein Grund wäre.

Die Schwester nervt übrigens nicht zum Spaß alle 3 Stunden (bei uns in der ersten Nacht - wir waren 2 dort - noch öfter), sondern um zu überprüfen, ob das Baby wirklich "nur" schläft oder eben doch nicht. Wer wirklich zu Hause aufpasst stellt sich alternativ für alle 2 Stunden den Wecker...nervt das wirklich soooo viel weniger? Und bei einem kleinen baby würde ich mir nicht zutrauen einzuschätzen ob das Schlafen für eine halbe Stunde mehr als üblich jetzt etwas mit dem Sturz zu tun hat oder schlicht und einfach damit, dass es ein Baby ist...

Ich renne definitiv nicht wegen jedem Pillepalle zum Arzt. Aber bei Stürzen aus derartiger Höhe im Babyalter (uns ist noch kein Kind vom Wickeltisch gefallen) wäre ich sofort gefahren. Und WENN es eine oder zwei nervige Nächte im KH bedeutet dann ist das halt so.

Viele Grüße
Miau2


Beitrag von babygirl2010 10.11.10 - 11:36 Uhr

Dem ist nichts hinzu zu fügen!!

#pro

Beitrag von siebzehn 10.11.10 - 09:46 Uhr

Unserem Kurzen ist vor ein paar Wochen der Kaufladen des großen Bruders auf den Kopf gefallen. Und soll ich Dir was sagen? Wir waren trotz Beule und Schramme nicht im Krankenhaus. Er hat kurz geschrien (keine zwei Minuten) und war anschließend wieder völlig normal.

Wenn man sein Kind gut beobachtet und es normal ist, muss man nicht immer sofort ins Krankenhaus rennen.

Beitrag von tragemama 10.11.10 - 09:50 Uhr

Ich würde auch nicht fahren, wenn das Kind nicht auf den Kopf gefallen ist und sich völlig normal verhält.

Beitrag von hanna21lars 10.11.10 - 09:55 Uhr

also mein darvin ist als kleines baby vom wickeltisch gefallen, ich habe ihn beobachtet, es war alles normal , wir sind nicht ins kh. heute ist er 4,5 jahre und hat keinen bleibenden schaden davon getragen...ausser...evtl sein sturkopf ;-) nein wirklich man muss das selber entscheiden , wenn DU mit deinem kind fahren würdest is das ok aber wenn man es erst beobachten will ist das auch ok.
lg hanna mit #baby jamie 3 mon

Beitrag von catch-up 10.11.10 - 10:05 Uhr

Kennst du den Spruch "Kinder und Besoffene haben immer Glück" ??? ;-)

Beitrag von kleiner-gruener-hase 10.11.10 - 10:09 Uhr

Wenn sich ihr Kleiner nicht anders verhält als sonst, sich nicht übergibt und sonst alles normal ist, warum sollte sie dann mit ihm ins KH fahren? Die machen auch nichts weiter als beobachten... #kratz

Beitrag von live.free 10.11.10 - 11:17 Uhr

Hi Bine! #winke

ich verstehe dich und deine sorge und ich hätte auch darauf gedrängt das sie ins kh fährt. ich wäre sofort gefahren.

aber es tut gut, die anderen erfahrungen und beiträge zu lesen. es lehrt mir, weniger angst und mehr vertrauen zu haben! :-)

aber ich hoff trotzdem, dass uns sowas erspart bleibt. #zitter

liebe grüße,
live.free, die übervorsichtige und überängstliche ;-)

Beitrag von hailie 10.11.10 - 14:02 Uhr

Solange das Kind nicht auf den Kopf gefallen ist und sich nicht auffällig verhält, wäre ich auch nicht ins KH gefahren.

LG