Ist mein Sohn unterfordert/überdurchschn.begabt?

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von mahdina 10.11.10 - 11:01 Uhr

Mein Sohn(6) hat sehr früh gesprochen, normal angefangen zu laufen. Konnte sich schon früh gut ausdrücken. Im KIGA war er oft in der Lernwerkstatt, Zahlen bis 20 und alle Buchstaben konnte er schon dort. Er interessiert sich brennend für alle technischen Sachen – so studiert er z.b. die Betriebsanleitung unseres Kaffeeautomaten, im Fernsehen zieht er Sendungen wie Galileo allem anderen vor. Er zeichnet Stromkreise! Inzwischen ist er eingeschult und ihm ist langweilig! Er macht teilweise ziemlichen Blödsinn dort. Er macht dort alles mit links und schnell, aber manche Aufgaben, die ihm zu pippig erscheinen kriegt er nicht fertig (wieder Notiz von der Lehrerin) Sozial gesehen muss er immer der Bestimmer sein (was nicht bei allen Kindern ankommt) und weiss immer alles besser(weiss er aber tatsächlich) Am liebsten ist er mit Älteren zusammen. Trotzdem ist er sensibel und sehr lieb und besorgt um seine Mitmenschen. Ungerechtigkeiten sorgen bei ihm für starke Entrüstung. Weil er an allem interessiert ist und sehr lebhaft ist es manchmal etwas anstrengend mit ihm, er will tausend Sachen auf einmal wissen und machen. Wir fördern ihn mit z.b. „Wissen macht Ah“ Kurse, teilweise sind ihm aber diese Versuche etc. auch schon wieder zu leicht. Wir fragen uns, ob wir handeln sollen – andere Schule z.b? Einen Test oder so haben wir noch nicht gemacht, mit den Lehrern haben wir demnächst ein Gespräch – bis jetzt kommt aber von da immer nur, dass er stört und auffällt! Wer hat einen Rat? Habt ihr auch so ein Kind? Was macht ihr? LG Mahdina

Beitrag von leopoldina1971 10.11.10 - 11:24 Uhr

http://www.urbia.de/magazin/schulkind/ist-mein-kind-hochbegabt

LG

Beitrag von dani240381 10.11.10 - 12:11 Uhr

Zu diesem Thema wirst du wohl im Forum nicht die richtige Antwort erhalten, weil dieses Problem einfach viel zu individuell ist.
Ich hatte die Fragestellung gerade auch, denn meine Tochter ist am 24.10.2005 gerade erst 5 geworden und es häuften sich auch viele Fragen zu Sonnensystem und ähnlichem, sie kann Wörter mit großen und kleinen Buchstaben sogar Umlauten lesen, ist extrem selbständig und hat im Sommer ihr Bronzeabzeichen im Schwimmen gemacht. Des Weiteren hat sie nur Vorschul- und Schulkinder als Freundinnen. Und noch mehr was ich hier gar nicht so ausführlich beschreiben kann.
Nunja wir haben sie testen lassen, aber nicht weil wir sie für hochbegabt hielten, sondern um von unabhängiger Stelle eine Beratung zu bekommen ob wir sie früher einschulen sollten, da unser KIGA zwar von ihrer Schulfähigkeit überzeugt ist, aber dennoch Angst hatte, dass die Schule nein sagen könnte und sie deshalb aus Vorsicht nicht als Vorschülerin anerkannt haben. Seit dem wir den Bericht (zwei Seiten ausführlich beschrieben) haben, gehen wir mit ihr viel lockerer um. Es ist schön zu wissen, dass sie Gott sei Dank nicht hochbegabt aber sehr intelligent ist. Sie hat einen IQ von 120 und ist in vielen Dingen 12 und mehr Monate weiter als gleichaltrige.
Wir haben viele Tips bekommen sie zu fördern, an die wir normal nie gedacht hätten (obwohl ich schon sehr kreativ bin in solchen Dingen).
Der Test war das reinste Vergnügen für sie und deshalb sehe ich sowas auch nicht als bedenklich an. Wir haben ihr es so erklärt, dass da ein Mann ist, der ihr Aufgaben und Rätsel gibt (fast wie in der Schule, denn drauf freut sie sich ja) um mal zu sehen was sie alles schon kann, und dass sie auch Fehler machen darf.
Der Test wurde auf zwei mal 1.25 Std. verteilt, das war super.

Viele Grüße Dani

Beitrag von otto123 10.11.10 - 12:15 Uhr

Hallo,
kannst du vielleicht mal so ein paar Förder-Tipps rausrücken, wäre daran sehr interessiert.
Danke schon mal vorab
Gruß
Ottilie

Beitrag von lucy15 10.11.10 - 13:48 Uhr

Nun, wenn der Psychologe euch ausführlich beraten hat, dann wisst ihr sicher, dass in dem Alter ein IQ noch überhaupt nicht aussagekräftig ist.

Erstens gibt es Entwicklungsvorsprünge, bzw. auch wird ein gut gefördertes Kind deutlich besser abschneiden als ein Kind ohne Förderung. Das würde heißen, der wahre IQ kann deutlich niedriger liegen.

ABER (und darum geht es mir in deinem Fall): der Test, der meist in dem Alter angewandt wird (K-ABC) differenziert sehr gut im unterdurchschnittlichen Bereich, für die Differenzierung im oberen Testbereich ist er nicht so gut geeignet.

Lange Rede kurzer Sinn: ob deine Tochter wirklich "nur" sehr intelligent oder doch hochbegabt ist wird erst die Zeit zeigen. Beobachte sie aufmerksam und schau, dass sie genug geistiges Futter bekommt.

LG,
Lucy
die hier aus eigener Erfahrung spricht. Zwischen dem Wert mit 5 Jahren im K-ABC und dem WErt mit 7 im Hawik lagen knapp 20 (!) Punkte nach oben.

Beitrag von kati543 10.11.10 - 18:40 Uhr

Wie kommst du darauf, dass der K-ABC in dem Alter am Meisten angewendet wird? Bei uns im SPZ gibt es andere Tests - von dem ist weit und breit nichts in Sicht.

Beitrag von lucy15 10.11.10 - 21:50 Uhr

Was habt ihr dann?

CPN? Hawiwa?

Fakt ist, wirklich stabil ist der Test erst im Alter von ca. 12 Jahren.

Der K-ABC ist (trotz aller Schwächen) einer der wenigen Sprach-unabhängigen Tests und schließt somit schon einige Fehlerquellen aus.

LG;
Lucy

Beitrag von sacoma 10.11.10 - 13:56 Uhr

Hallo,

erstmal ist es so, dass alle Mütter denken, dass ihre Kinder was besonderes sind, dass ist einfach sooooo natürlich...

Ich findes es nicht ausergewöhnlich und es ist einfach normal, dass sind Kinder für solche Sachen auch manchmal überdurchschnittlich interessieren!

Unsere Tochter konnte mit 4 Jahren Klavierspielen, mit 5 einfache Aufgaben ausrechnen, mit 6 perfekt multiplizieren/diffidieren/Wurzelziehen und Plus/Minus rechnen... Sie hat eine Fabel für Zahlen und Noten. Spielt mittlerweile mehrere Instrumente perfekt.
Sie ist nicht hochbegabt, es wurde getestet! Sie ist einfach nur überdurchschnittlich in diesem Bereich, geht ganz normal in die erste Klasse, wird aber in Mathe anders beschult... Da kennt sie ja schon alles. In Deutsch ist sie wie jedes andere Kind!

Warte doch erstmal eine Zeit ab, denn am Anfang ist immer alles leicht und zeigt noch keine Hochbegabung! Viele Kinder in Bienes Klasse langweilen sich aber das dauert nicht lang.

LG Sacoma

Beitrag von rossi67 10.11.10 - 18:08 Uhr

multiplizieren/diffidieren/Wurzelziehen und Plus/Minus

dividieren!

Deine Tochter konnte mit sechs Wurzelziehen? Sie wusste also die Wurzel aus 169? und so weiter? Oder konnte sie vielmehl die Wurzel aus 9, 16, 25? Das ist dann doch wohl eher auswendig gelernt, oder?

Außerdem finde ich es erstaunlich, dass du der Schreiberin gute Ratschläge in Bezug auf Hochbegabung gibst, aber dein Kind hast selber testen lassen.


r.

Beitrag von himbeere_11 10.11.10 - 21:28 Uhr

mit 6 Jahren MEHRERE Instrumente perfekt? Also Hut ab und schwer vorstellbar.
und dann auch noch dividieren/multiplizieren und Wurzelziehung. "Überdurchschnittlich weit" in diesen Bereichen halte ich dann aber für stark untertrieben. Ich bin sprachlos - habe gerade von einem Jungen im Spiegel gelesen, der mit 14 sein Abi gemacht hat. Das hört sich an, als könnte Deine Tochter das noch unterbieten! Wirklich wahnsinn wenn es stimmt.

Beitrag von mahdina 12.11.10 - 09:09 Uhr

Danke für Deinen Beitrag - du wirst dich sicherlich viel mit dem Thema beschäftigt haben - wie ich auch. Allerdings ist mein beschriebener Fall eher grenzwertiger wie Deiner! Was Deine Tochter mit 4 und 5 schon konnte ist sehr überdurchschnittlich. Ich kann diesem Test nicht richtig glauben - pass auf, dass ihr sie richtig fördert. Es gibt ja auch Teilbegabungen.
Außerdem muss ich auch sagen - du sagst, warte erst mal die Zeit ab, hast aber selbst diesen Test gemacht. Natürlich denkt jede Mutter, ihr Kind ist was besonderes, aber in deinem Fall ist das wirklich so und auch in meinem Fall wird immer deutlicher, dass andere Kinder z.B. nicht 6 Jahren mit ihren Eltern diskutieren, wohin man den Atommüll bringen könnte, den keiner haben will!;-)
LG Mahdina

Beitrag von erstes-huhn 12.11.10 - 11:05 Uhr

Danke für deinen Beitrag.

Mir geht es mit meinem Sohn ähnlich, wie dir mit deiner Tochter. Ich habe ihn nicht testen lassen und werde es auch nicht tun.

Ich denke nämlich auch, er hat eben Spass an solchen Sachen deshalb beschäftigt er sich damit und deshalb kann er es auch.

Unterm Strich ist er ein ganz normales Kind.