hochbegabtes kind: wer hat eins, wie wird getestet

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von hundemutti 10.11.10 - 11:42 Uhr

im kindergarten ist ein kind, welches 4 jahre ist und hochbegabt sein soll. deswegen wird es nächstes jahr mit meiner tochter zusammen eingeschult, mit fünf jahren, meine tochter ist dann 6 jahre.

die mutter hat erzählt, dass ein psychologe sie getestet hat und sie einen iq von 144 hat.

nun kenne ich die mutter nicht und finde sie auch sehr unsympathisch, deshalb möchte ich sie nicht ausfragen.

aber hat hier jemand ein hochbegabtes kind und kann mir erklären wie man ein kind in dem alter testen kann? mir ist das schleierhaft.

lieben gruss anni

Beitrag von mellika 10.11.10 - 12:05 Uhr

Hallo anni,

der Sohn meiner Freundin ist hochbegabt. Dort wurde es über eine spezielle Psychologin festgestellt bzw. er wurde von ihr getestet.
Der Junge musste verschiedene Sachen machen und dann wurde geguckt, wie alt Kinder sind, die die gleichen Dinge geschafft haben. Dabei kam dann raus, dass Sveni einen IQ von 132 hat. Den höchsten IQ hat er in Mathe. Dort beträgt er 146.
Er hat sich selbst lesen und schreiben beigebracht und bei der Psychologin kam auch noch raus, dass er das kleine 1x1 schon kann.
Sveni kommt wahrscheinlich nicht zur Schule (er wird im Januar 5) da nicht nur das kognitive sondern auch das sozial Verhalten zählt. In der Schule geht es nämlich etwas herber zu als im Kiga.

LG

Melanie

Beitrag von doris72 10.11.10 - 12:37 Uhr

Hallo Anni,

meine Mittlere Tochter hat sich mit 4 Jahren das Lesen und Schreiben selbst beigebracht. Der Arzt hat dann auch eine frühere Einschulung empfohlen, weil eine Begabung in diesem Bereich vermutet wurde.

Ich habe es nicht gemacht und sie auch nicht testen lassen. Zu der Zeit kam die große Schwester in die Schule und ich vermutete da den Zusammenhang. Sie hat es einfach mitgelernt.
Die Begabung (der Vorsprung vor den anderen Kindern) wurde dann auch immer weniger und heute ist sie eine durchschnittliche Schülerin mit besseren Noten in Deutsch, Englisch und Französisch. Dafür braucht sie Mathenachhilfe.

In dem Alter wäre ich da eher vorsichtig, da es oft wie bei meiner Tochter Entwicklungsvorsprünge gibt, die nichts aussagen. Ich muß auch nicht wissen wie hoch der IQ ist. Aber das ist nur meine Meinung. :-)

LG von Doris

Beitrag von kati543 10.11.10 - 12:43 Uhr

Das wird beim Kinderpsychologen getestet. Es gibt spezielle IQ-Tests für Kinder. Mein Großer musste einen machen. Der dauerte 3 Tage und war wegen seinen Schwierigkeiten im Bereich Sprache, nonverbal. Das Kind ist dabei allein beim Psychologen - Mama wartet draußen.
Für die Kinder ist das einfach ein Spiel. Die merken gar nicht, dass es ein Test ist. So habe ich das meinen Jungs auch immer "verkauft".
Armes Kind, hochbegabt zu sein, ist nicht einfach. Der IQ sagt eigentlich gar nichts aus. Man wird dadurch nur sehr schnell in eine Schublade gesteckt.

Beitrag von engelchen28 10.11.10 - 13:36 Uhr

klingt in meinen ohren, als ob du neidisch wärst und das ergebnis anzweifelst.

warum interessiert's dich überhaupt, wenn du die mutter nicht sympathisch findest und das kind nur mit deinem zusammen eingeschult wird?

Beitrag von sandramutti 10.11.10 - 14:51 Uhr

hallo!

ich wundere mich immer wieder, wie diese hochbegabten kinder zur zeit wie die pilze aus dem boden schießen... wieviele davon herumlaufen...#winke

ja diese test`s gibt es schon, u.a. wurde bei meiner maus empfohlen einen "hawiwa-test" zu machen, den machen psychologen. (grund, sie ist seit ein paar tagen 4 und ein wenig auffällig, sie schreibt auch eben auch schon selbst wörter, denkt sich wörter aus, fängt gerade zu lesen an, rechnet aber spricht erst seit kurzem wirklich und ist etwas schüchtern).
ob nun dieser test aussagekräftig ist oder nicht ist mir auch schleierhaft. ich habe erstmal den test sein lassen, denn meine kleine mit ihren frischen 4 ist auch sehr schüchtern und warum auch, habe ihr das ganze ersparen wollen...mir ist es egal ob mein kind einen iq von 90, 100 od. 150 hat. sie ist süß, lieb, schlau und das reicht mir zu wissen. ;-)

außerdem ein richtig aussagekräftiger iq-test kann frühestens mit 6 gemacht werden.#kratz

hier etwas zum lesen:

http://www.begabungen.de/00000095b60e9801a/00000099d11191d01/index.html

was mich aber nun mehr interessiert, wie alt ist das kind? wann hat es geburtstag? mit frischen 5 einzuschulen finde ich schon heftig, da gerade die kinder, die sehr intelligent sind, meist im sozialen bereich ein paar defizite haben...

mein gedanke, wenn ich von soetwas höre ist halt eben:
alle eltern wünschen sich ein besonders schlaues kind, zb. sieht man 4jährige die schon perfekt klavier spielen, 5 jährige die dressurreiten wie erwachsene, 6jährige die selbst lieder schreiben und vor publikum vorsingen usw. usw.
aber wollen das auch die kinder? die schlauesten, tollsten, besten, schnellsten, begabtesten sein??? oder einfach nur kind sein... spielen und die eh schon zu kurze kindheit genießen...?

vg, sandra!

Beitrag von kati543 10.11.10 - 18:20 Uhr

Es gibt Tests, die man auch früher machen kann. Bei uns mussten wir den Test machen, weil bei unserem Sohn nicht die Gefahr der Hochbegabung, sondern eher das gegenteil im Raum stand. Soll ein Kind auf eine Sprachheilschule gehen, ist ein durchschnittlicher IQ Voraussetzung - und damit ein professionell durchgeführter IQ-Test. Mein Sohn wurde übrigens nach dem SON-R getestet...mit knapp 4 Jahren.

http://de.wikipedia.org/wiki/SON-R_5_1/2-17

Beitrag von kleinjano 11.11.10 - 12:03 Uhr

Hallo,

DIE hochbegabten Kinder gibt es nicht. Ihre Charakter- und Interessenbandbreite ist ebenso weit wie die der überdurchschnittlich oder normalbegabten.

So ist deine (vermutlich rhetorische) Frage was die Kinder wollen gar nicht pauschal beantwortbar.

Ich hätte liebend gerne, dass meine Mittlere mehr spielt und mehr Kind ist. Sie dürfte von mir aus den ganzen Tag spielen, toben...
Aber es ist einfach so ihre Sicht: Spielen MÜSSEN und LERNEN dürfen, das erwartet hier keiner von ihr und beigebracht hat's ihr auch keiner.

Meine Kleine ist auch clever (keine Ahnung wie sehr in IQ Punkten), aber sie spielt mit Hingabe. Sie geht im Spiel auf und ich genieße es, ihr dabei zu zu sehen. Es wäre ein Verbrechen, sie vorzeitig einzuschulen, ebenso wie es bei der Mittleren nicht gepasst hätte sie noch in den Kindergarten zu zwingen.

Gruß kleinjano