Nackenfaltenmessung ja oder nein?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von mona221 10.11.10 - 13:53 Uhr

hallo,
mir kreist seit enigen tagen die frage im kopf herum, ob ich eine nackenfaltenmessung machen lassen soll oder nicht #augen
eigentlich war ich der ganzen zeit der überzeugung das ich eine machen lasse, aber in letzter zeit hab ich immer wieder von so vielen fehldiagnosen gelesen, was mich jetzt ein wenig krübeln lässt. was mach ich denn dann bei einer negativen diagnose, gleich eine fruchtwasseruntersuchung? da besteht ja dann auch noch die gefahr einer fg. was ist wenn ich eine fruchtwasseruntersuchung machen lasse, dabei raus kommt das alles o.k. ist und dann ne fg hab. ich glaub ich bekomm die krise #schwitz
hab auch mal meine fa auf die berichte im internet hingewiesen, dass auch so viele von fehldiagnosen schreiben, sie sagt nur dazu das das nicht alles so stimmt und ich nicht soviel im internet lesen soll, dass mich das ganz verrückt macht. irgendwo hat sie ja recht, aber irgendwo kommen ja auch die erfahrungen her. ich weiß ich bin vllt. ein wenig überängstlich aber das ist mein 1. kind und wir sind jetzt endlich nach 2 jahren schwanger und im moment mach ich mir mehr sorgen als das ich mich freuen kann.
hui ich weiß, dass ist alles ein wenig viel aber ich hoffe, dass mir hier jemand etwas die angst nehmen kann bzw. mir seine erfahrungen mitteilt.
Dankeschön fürs lesen. :-D

Beitrag von pegsi 10.11.10 - 13:59 Uhr

Ich habe es nicht gemacht, weil das Ergebnis für mich nichts daran geändert hätte, das Kind zu bekommen.

Ich gehe in der 22. SSW zur Feindiagnostik wie bei der ersten, damit ich mich seelisch schon mal darauf einstellen kann, wenn von mir mehr gefordert wird als von anderen Müttern. (Natürlich hoffe ich auch intensivst auf ein gesundes Kind!)

Du bist aber auch noch fast 10 Jahre jünger als ich, da hast Du ohnehin noch weniger Risiko - statistisch gesehen. Also warum irre machen?

Beitrag von daniela2605 10.11.10 - 14:00 Uhr

Hallo!

Ich bin in der gleichen Situation wie Du und habe mich dagegen entschieden. Ich habe auch mega viel gelesen und bei meiner Schwägerin wurde was festgestellt und im Endeffekt hat sie einen gesunden Jungen zur Welt gebracht.

Ich habe jetzt noch 2 Wochen Zeit bis zu dem Termin. Ich gehe allerdings davon aus, dass ich es bei meiner jetzigen Entscheidung belassen werde.


LG

Beitrag von drea-84 10.11.10 - 14:02 Uhr

Hallo zusammen,

gleiches Spiel bei mir und auch ich habe mich dagegen entschieden - aufgrund der vielen "Fehlmeldungen"!

Klar, man kann sich wegen allem möglichen verrückt machen - ABER ich sehe es genauso wie du... irgendwoher müssen die Erfahrungen ja kommen.

LG
Drea

Beitrag von kamelefant 10.11.10 - 14:02 Uhr

Da die Aussagekraft der Untersuchung doch eher unsicher ist, bzw. man die Sicherheit, ob wirklich was nicht stimmt, erst durch eine Fruchtwasseruntersuchung bekommt, würde ich mir die NFM schenken.

Falls bei deinem Kind ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko besteht und das für dich nicht tragbar wäre, ist eine Fruchtwasseruntersuchung zwar risikoreicher, dafür aber halt auch aussagekräftiger.

Falls gar kein erhöhtes Risiko vorliegt, sondern der Wunsch nach einer Kontrolle aus einer Angst heraus enstanden ist, würde ich es mal mit ein wenig mehr Vertrauen in deinen Körper und vielleicht mit Yoga oderso probieren.;-)
Alles Gute...

Beitrag von mamamaus90 10.11.10 - 14:04 Uhr

Wir haben auch 2 Jahre gebraucht, bis ich endlich schwanger wurde! :-)

Ich habe mich gegen die Nackenfaltenmessung entschieden!

Ich persönlich konnte und kann mir nicht vorstellen ein behindertes Kind großzuziehen, dafür hätte ich nicht die Kraft. Ich bewundere Leute, die den Mut dazu haben, aber leider gehöre ich nicht dazu.

Ich denke wenn ich die Untersuchung hätte machen lassen und ein negatives Ergebnis dabei rausgekommen wäre, dann hätte ich nicht damit umgehen können. Die Aussage ist niemals 100%ig und nur weil es eine Vermutung gibt hätte ich nicht mein eigenes Kind abtreiben wollen, auf das ich so lange gewartet habe!

Ich habe mir immer vorgestellt, was sein würde, wenn nach der Abtreibung rauskäme, dass das Kind doch 100%ig gesund gewesen wäre. Das hätte ich mir niemals verzeihen können!

Aber ich denke jeder muss das für sich selbst entscheiden! Wenn du natürlich zu einer Risikogruppe gehören solltest, dann ist das nochmal was anderes.

Ich wünsche dir, dass du für dich die richtige Entscheidung triffst! #liebdrueck

Lg, Meli

Beitrag von tonip34 10.11.10 - 14:45 Uhr

Hi, ich glaube die wenigsten Menschen koennen sich vorstellen ein behindertes Kind zu bekommen. Ich arbeite auch mit behinderetn Kindern, viele davon haben Ihre Schaeden bei der Geburt bekommen durch O2 Mangel, da hat man voher alles abklaeren lassen und dann passiert sowas und so ein Kind kann man ja dann auch nicht zurueckgeben.
Was ich damit sagen will, das viele Behinderungen erst spaeter entstehen und das man als Eltern dann auch damit leben muss. Aber ich kann auch verstehen wenn man bei der Fruchtwasseruntersuchtung festellt , das es z.B eine Trisomie 13....oder 18 ist, das man sich fuer einen Abruch entscheidet.


lg toni

Beitrag von lotosblume 10.11.10 - 14:21 Uhr

Kommt drauf an was das Ergebnis für euch bedeutet.

Hätte ein krankes Kind für euch keine Konsequenzen, dann lass es...mach für das Geld lieber später einen 3D US.

Möchtet ihr Gewissheit, dann ist das die erste Möglichkeit um einen Einblick zu bekommen ob für euch weitere Maßnahmen wie Fruchtwasseruntersuchung notwendig werden.

Beitrag von simplejenny 10.11.10 - 14:56 Uhr

Ich staune, Du hast sehr sehr viele schöne Antworten bekommen.

Einige haben es ja geschrieben: Du bekommst eben kein JA oder ein NEIN gesagt. Du bekommst ein 1:300 oder ein 1:2000 oder so ähnlich. Ich wäre mit so einer Entscheidung überfordert gewesen - mal ganz zu schweigen von dieser Fruchtwassenpunktion.

Liebe Grüße
Jenny

Beitrag von asturis 10.11.10 - 16:17 Uhr

Hallo,

also ich hab dieses mal keine NFM machen lassen.
Mein erstgeborener Eric ist gesund (bis auf die Hypospadie II.) auf die Welt gekommen und ich vertraue darauf, das es auch beim zweiten so sein wird.

mach dich nicht verrückt!! wenn du der Meinung bist, du möchtest das Kind sowieso austragen, dann lass die NFM nicht machen.

lg, Asturis mit Eric (24.01.08) und Bauchzwerg 16 ssw.

Beitrag von mona221 11.11.10 - 08:21 Uhr

Guten Morgen,
vielen lieben Dank für die vielen Antworten. #winke
Zum Glück hab ich noch ein wenig Zeit bis zu dem Termin der NFM. Weiß zwar jetzt immer noch nicht genau ob ja oder nein aber irgendwann muss ich da wohl eine Entscheidung treffen. Mein Freund hat da ja auch noch was dazu zu sagen.
Bin mir echt nicht sicher ob ich/wir (falls es soweit käme) ein behindertes Kind "möchte" jedoch andererseits ist es ein richtiges Wunschkind und ob ich mich dann noch dagegen entscheiden könnte weiß ich auch nicht. Und da ist ja dann auch noch diese Fehlerquote. Ach will euch damit jetzt nicht nerven. Ich denke wir werden für uns schon die richtige Entscheidung treffen.
Danke fürs zuhören und noch einen wunderschönen Tag #sonne

Beitrag von tonip34 11.11.10 - 14:20 Uhr

Eine verdickte Nackenfalte heisst doch nicht gleich ein behindertes Kind...daher ist es eigentlich ja keine Fehlerquote. Davon koennte man eher bei der FWU sprechen. Wenn Dein Kind eine extreme Nackenfalte hat, faellt dies dem Arzt auch schon beim normalem Untraschall auf , mein Gyn hat es einfach mitgemacht und ich war auch beim Praenatal Diagnostiker.

Es ist nur eine Risikoberechnung, die man nicht so genau einstufen darf.
Du kannst auch bei der Messung top Werte haben und das Kind ist trotzdem behindert. Oder auch eine FWU kann gut sein und man kann ein Kind mit einem Syndrom bekommen was aber genetisch ok ist, kein Arzt kann einem die Garantie fuer ein gesundes Kind geben. Darueber sollte man sich kalr sein.

lg Toni

Beitrag von feelilly 11.11.10 - 11:52 Uhr

hallo,

also fehldiagnosen werden bei der nfm eigentlich nie gestellt, denn es ist ausschliesslich eine risikoberechnung und bringt keine diagnose!!!

aus genau diesem grund habe ich eigentlich auch keine nfm machen lassen wollen, aber da der dottersack mit 5,7mm laut FÄ zu groß war (aber insgesamt eigentlich alles gut aussah), haben wir uns zur nfm entschieden (gefährdet das kind und den fortbestand der ss nicht) und die brachte eine dicke von 2,9mm zu tage was leider auch wieder erhöht ist...
zusammen mit den blutwerten ergab sich ein risiko von 1:13 für trisomie 21 #schock - ohne weiter groß für und wider abzuwägen stand für uns dann fest, dass wir eine chroniozotenbiopsie machen lassen!

das kurze ergebnis (24stunden) brachte die ersehnte erleichterung: keine trisomie, weder 21, noch 13 oder 18....
das ergebnis der langzeitkultur steht noch aus (ca 10-14tage), aber ich kann mich nach 4 wochen des bangens und hoffens endlich fast uneingeschränkt freuen!!!#huepf

das errechnete 1:13-risiko konnten wir zwar lügen strafen, aber es war keine fehldiagnose - wahrscheinlichkeit, statistik, durchschnitts- und erfahrungswerte.... können eben doch keine tatsachen abbilden!