Wie kann man trauernden helfen?

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von kyra07 10.11.10 - 16:09 Uhr

Hallo,

anfang Oktober ist der Cousin (29) meines Mannes durch einen Autounfall ums Leben gekommen.
Mein Mann hat sehr dran zu knabbern, haben einen großen Teil Ihrer Kindheit miteinander verbracht, aber am schlimmsten sind doch die engeren Angehörigen betroffen.
Vorallem die Eltern und die Oma sind am Boden zerstört.
Mit der Oma haben wir regelmäßig Kontakt aber zu den Eltern recht wenig.

Wir denken sehr oft an die Eltern und rätseln wie man denen ein wenig die Trauer und vorallem den Schmerz nehmen kann.
Die Eltern hatten ein ganz tolles Verhältnis zu Ihrem Sohn.

Gibt es ein schönes Buch für trauernde Eltern?
Kann man sonst was machen?

LG Yve

Beitrag von dimitpo 10.11.10 - 20:43 Uhr

Hallo,

Ich habe meinen Papa vor ein paar Monaten verloren,sein Kind zu verlieren ist aber viel,viel schlimmer.
Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen und sagen das es mir gut tut Menschen um mich zu haben auch an schwierigen Tagen, die mir auch erlauben ueber ihn zu reden, wann immer mir danach ist.
Menschen die ohne schlechtes Gewissen bei mir sind. Fuer viele war es schwer mich trauern zu sehen und dachten es waere besser weg zu bleiben.
Dabei hatte ich ihre Naehe gebraucht.
Besucht sie mal, lasst sie nicht alleine in ihrem Schmerz. Nicht jeden Tag aber ab und wann. Es ist nicht schoen zu trauern und zu fuehlen dass man deswegen alleine gelassen wird.
Ich weiss nicht ob das das Richtige ist, ich spreche halt aus eigener Erfahrung.

Wunsche euch allen viel Kraft und hoffentlich nur noch gute Nachrichten.

lg,

Dimitra

Beitrag von lieke 10.11.10 - 20:48 Uhr

Hallo,

ja, Bücher gibt es sicher, kann dir leider keine deutschen Titel nennen.
Laß dich doch mal in einerBuchhandlung beraten.
Diese Bücher sind aber nicht nur für die Trauernden, sonder auch für die, die mit ihnen zu tun haben sehr gut! Vielleicht schaust du/ihr mal rein?

Es hilft dir, zu verstehen, was in verwaisten Eltern vorgeht, wie Trauer überhaupt funktioniert und wie man Trauernde unterstützen kann.

Ich hätte es toll gefunden, wenn ich mich nicht immer so fürchterlich hätte erklären müssen in meiner Trauer!

Ansonsten denke ich, ruhig reden, über den Sohn, nicht schweigen, aus Angst, man könne Wunden aufreissen. Die Wunde ist sowieso da und tut höchstens noch mehr weh, wenn das Kind totgeschwiegen wird. Zeigt/Schreibt/sagt ihnen, dass ihr an sie denkt. Vielleicht könnte ihr ihnen auch bei praktischen Dingen helfen? Grabgestaltung? Wohnung des Verstorbenen? Es ist verdammt schwierig, wieder zum Alltag über zu gehen, aber viele Dinge müssen doch weiterlaufen.

LG