Beim Psychologen das Fremdgehen des Mannes aufarbeiten?

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von _Hilfesuchende_ 10.11.10 - 16:54 Uhr

Ich habe Ende April/Anfang Mai des Jahres herausgefunden das mein Mann mich an einem WE im März betrogen hat.
Angeblich wollte er das WE bei seinem besten Kumpel sein den er wegen großer Entfernung lang nicht gesehen hat.
Aber wie ich dann rausbekam war er bei einer alten Bekannten. Mit dieser hatte er vor mir mal einen kleinen Flirt.

Sie fingen wohl im Februar an sich über Messi zu schreiben, telefonierten auch ( er ist unter der Woche auf Montage gewesen damals ).
Jedenfalls fuhr er gezielt zu ihr zum vögeln wohl.

Ich hatte ihm als ich es rausbekam eine Mail geschrieben. Das ich Bescheid weiß und damit die Beziehung als beendet sehe etc.
Er schrieb zurück das des längst aus sei - es sei eine einmalige Sache gewesen. Er würde nur mich und unser Kind lieben, und es täte ihm verdammt leid.

Mein erster Gedanke war die Trennung. Aber dann hab ich den Verstand eingeschaltet und eingesehen das eine Trennung nicht so leicht ist, schon gar nicht wenn da finanziell einiges dran hängt.
Jedenfalls haben wir und nach und nach wieder angenähert.
Er ist mir ein respektvoller und liebender Ehemann, und unserem Sohn ein liebevoller Vater.

Aber niemals haben wir ein weiteres Wort darüber verloren - er redet nicht mit mir darüber.
Ich hab es vor ein paar Wochen noch mal versucht - wieder in einer Mail, da er halt ungern redet.
Habe ihm geschildert das ich ständig drüber nachdenke und ich ihm so gern wieder vertrauen würde. Aber leider kam kaum eine Reaktion von ihm.

Ich liebe ihn, ja. Ich kann ihm vielleicht auch verzeihen - aber ich kann es einfach nicht vergessen!
Immer und immer wieder seh ich es vor mir: wie er diese Frau küsst und vögelt. Es tut so weh.....allein der Gedanke das er auf ner Anderen lag löst fast einen Brechreiz bei mir aus.

Ich hab echt Angst das ich bald daran kaputt gehe - zumal ja auch unser Eheleben darunter leidet weil ich Probleme hab mit Zärtlichkeiten seitdem.

Wäre es vielleicht sinnvoll mit einerm Psychologen oder Psychater über das Ganze zu reden?
Wie läuft das ab? Zum Hausarzt und eine Überweisung holen?
Oder einfach da anrufen und Termin machen?
Läuft das ganz normal über die Krankenkasse?

Beitrag von jans_braut 10.11.10 - 17:17 Uhr

Hallo,

ihr solltet ersten direkt miteinander darüber reden und zweitens eine Paartherapie anstreben.

Gruss

Beitrag von _Hilfesuchende_ 10.11.10 - 17:21 Uhr

Ich schrieb doch bereits: er redet nicht darüber!

Und eine Paarhtherapie täte er sicher nicht so einfach mitmachen - zumal er dann ja ständig dafür frei nehmen müsste.

Für ihn scheint alles i.O. zu sein

Beitrag von jans_braut 10.11.10 - 17:27 Uhr

Hallo,

für dich aber nicht. Also sieh zu, dass die Kinder am Wochenende fremdbetreut werden und ihr Zeit für eine Aussprache habt. Setz ihm die Pistole an die Brust - du kannst nicht mehr, gehst daran kaputt.
Die Alternative wäre eine spannungsgeladene Ehe oder die Trennung. Er sollte dir entgegenkommen.
Eine Mail reicht nicht zum Aufbereiten.

gRuss

Beitrag von _Hilfesuchende_ 10.11.10 - 17:37 Uhr

Kind fremdbetreuen lassen geht nicht.
Keine Verwandten, keine Freunde, kein "Babysitter"
Sohnemann ist schwerbehindert und bedarf besonderer Pflege.

Mein Mann täte mir eh versichern das es eine einmalige Sache war und nie wieder vorkommen wird.
Aber mein Problem ist halt ihm zu glauben. Mittlerweile werd ich schon fast zwanghaft eifersüchtig auf seine beiden "Tippsen"

Und dabei wird mein Mann mir kaum helfen können.

Beitrag von gh1954 10.11.10 - 17:54 Uhr

Dein Mann macht es sich sehr leicht.

Er hat Mist gemacht, will nicht drüber reden und damit ist der Fisch für ihn gegessen und du leidest.

Du kannst bei deinem Hausarzt eine Überweisung holen, musst du aber nicht.
Dein Hausarzt kann dir sicher Adressen nennen.
Du kannst dann einen Termin machen und wenn der Psychologe der Menung ist, dass du eine Behandung brauchst, bezahlt das die Krankenkasse.

Beitrag von _Hilfesuchende_ 10.11.10 - 18:32 Uhr

und wo ist der Unterschied zwischen Psychologe und Psychater?
Was wäre da denn der ideale Ansprechpartner?

Beitrag von silk.stockings 10.11.10 - 18:43 Uhr

Ein Psychiater ist ein Arzt, er darf gegebenfalls auch Antidepressiva und andere Medikamente verschreiben, eine Psychologe hat Psychologie studiert ...

Ich würde zu einem Psychologen gehen.

Beitrag von gh1954 10.11.10 - 19:15 Uhr

>>>Ich würde zu einem Psychologen gehen. <<<

Hätte ich auch empfohlen.

Beitrag von lisasimpson 10.11.10 - 19:52 Uhr

der ideale ansprechpartner wäre entweder ein Psychotherapeut oder eine psychosoziale Beratungstelle (diese sind in der regel kostenlos)

lisasimpson

Beitrag von badguy 10.11.10 - 20:08 Uhr

Dir ist klar, das da ganz unerwartete Ergebnisse bei rum kommen können, wenn man ernsthaft bei der Sache ist?

Beitrag von _Hilfesuchende_ 10.11.10 - 20:23 Uhr

was meinst du mit unerwartete Ereignisse?

Beitrag von badguy 10.11.10 - 23:54 Uhr

Eine Therapie soll ja einen gewissen Erfolg bringen.

Vergleich es mit einem Medikament. Es hat einen Nutzen und eine Nebenwirkung.

Dir können Dinge bewußt werden, die dich bis ins Mark treffen...

Beitrag von _Hilfesuchende_ 11.11.10 - 06:55 Uhr

Ach so.
Da wird es wohl nicht wirklich viel geben was mich umhauen könnte.....bzw. schocken könnte

Beitrag von gh1954 10.11.10 - 20:36 Uhr

Das ist das "Risiko" jeder Psychotherapie.

Beitrag von badguy 10.11.10 - 23:54 Uhr

So isset!

Beitrag von sorrymusssein 11.11.10 - 02:10 Uhr

***

Beitrag von _Hilfesuchende_ 11.11.10 - 06:54 Uhr

Dann gib mir doch mal einen Tip wie ich plötzliche krankhafte Eifersucht ablegen kann. Wie ich die Fressattaken unterbinden kann. Wie ich die Einschlafprobleme in den Griff bekomme. Und wie ich die immer wiederkehrenden gleichen dummen Träume loswerde.

Beitrag von du auch? 11.11.10 - 09:34 Uhr

Wurdest du schon betrogen??

Beitrag von sorrymusssein 11.11.10 - 21:20 Uhr

Ja. Ein Psychologe hätte daran auch nichts geändert oder verbessert. Sowas klärt man mit seinem Mann.

Beitrag von medina26 11.11.10 - 10:00 Uhr

Eine Logik die begeistert! #augen

Beitrag von gh1954 11.11.10 - 10:05 Uhr

Ein Beitrag, den die Welt nicht braucht.

Ich schlage vor: Ab sofort bezahlt die Krankenkasse keine selbstverschuldeten Dinge wie z.B. das gebrochene Bein vom Skifahrer oder den Lungentumor des Rauchers... #augen

Beitrag von medina26 11.11.10 - 10:11 Uhr

<<<Wenn jeder einen Psychologen aufsucht der einmal betrogen wurde haben wir bald die doppelten Krankenkassenbeiträge. >>>

Soll sie erst beim zweiten Fremdgehen den Psychologen aufsuchen damit es sich für dich lohnt oder wie? #rofl

Beitrag von sorrymusssein 11.11.10 - 21:23 Uhr

Man sollte sehen das man das mit seinem Mann klärt. Ein Psychologe kann ihn weder festbinden noch treu machen. Oder noch schlauer den Mann verlassen.

Beitrag von medina26 12.11.10 - 08:48 Uhr

Ein Psychologe kann ihr aber helfen es zu verarbeiten, genau deshalb weil sie ihn ja nicht verlassen will!

Das sollte jeder für sich selbst entscheiden!

  • 1
  • 2