Meine Omi

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von sophieswelt 10.11.10 - 17:27 Uhr

Hallo ihr Lieben

Meine Omi ist im März 2010 im Alter von 89 Jahren gestorben. Ihr ging es das dreiviertel Jahr sehr schlecht, sie hatte drei Schlaganfälle und litt an Demenz. Die Demenz hatte sie Gott sei Dank bloß das letzte Jahr, bevor sie starb. Es war auch noch nicht so ausgeprägt, dass sie uns nicht mehr erkannte. Ich hatte eine sehr enge Bindung zu ihr. Wir wollten immer, dass sie nie in ein Pflegeheim muss, das war ihr innigster Wunsch und mein Opa, mit dem sie 60 Jahre verheiratet war, hat ihr diesen Wunsch erfüllt. Alle Ärzte haben im davon abgeraten, sie zu Hause zu lassen, sie sagten, dann würde er noch vor ihr sterben. Aber er hat alles in die Wege geleitet, hat einen Pflegedienst organisiert, der dreimal am Tag kam. Somit hatte meine Omi die Möglichkeit, in Würde in ihrem eigenen Bett zu sterben. Darüber bin ich so glücklich!

Ich habe immer gehofft, dass sie mir ein Zeichen gibt, dass es ihr jetzt gut geht. Das mag vielleicht für einige etwas befremdlich klingen, aber ich glaube an sowas. Meine Mama und ich waren im Sommer diesen Jahres zusammen mit meinem Opi an der Ostsee, genau in dem Ferienhaus, in dem wir auch mit meiner Omi waren, als es ihr noch gut ging.
Mein Opa sagte dann eines Tages im Urlaub, dass er was erlebt hat, was er uns aber nich sagen will, da er Bedenken hätte, dass wir ihn für verrückt erklären. Ich hatte sofort im Gefühl, dass es um meine Omi geht. Er druckste etwas herum und sagte dann nach vielen Bitten meinerseits, dass er nachts aufgewacht sei, und sie neben seinem bett stand und "Na mein Schätzel" (so hat sie ihn immer genannt) gesagt hätte und seine Hand gehalten habe. Meine Mama hat gesagt, dass kommt davon, dass mein Opi so viele schöne Erinnerungen an die vergangenen Urlaube hat...ich bin da eher so, dass ich das schon glaube, ach, vielleicht will ich es mir auch bloß einreden, ich weiß es nicht.

Ich habe immer gehofft, dass ich sowas auch mal erlebe, auch wenn es mir Angst machen würde. Wenn ich von meiner Omi träume, dann immer schlimme Sachen, ich sehe sie immer nur, wenn es ihr schlecht geht und das macht mich so traurig...ich habe hier schon ab und zu gelesen, dass einige mit ihren Verstorbenen "kommuniziert" haben und ich bin so enttäuscht, dass mir das bis jetzt verwehrt blieb.

Das wollte ich mir bloß mal von der Seele schreiben. Ich danke euch. #herzlich

Beitrag von stoltze-mami83 10.11.10 - 17:41 Uhr

Hallo und zuerst möchte ich Dir mein Beileid aussprechen es tut immer ser weh einen lieben Menschen zu verliehren und die Frage nach den Warum bleibt für immer offen....

#kerze für Deine Omi

Und nun zu Deiner Aussage.
Ich verstehe Dich sehr gut und befremdlich ist mir das ganz und gar nicht,
aber weist Du vieleicht denkt Deine Omi Du bist noch nicht bereit für solch ein"treffen" gib Dir Zeit es wird der Zeitpunkt kommen an dem Sie Dir ein Zeichen geben wird. Und hab keine Angst davor es ist nicht schlimm sondern ganz im Gegenteil es ist schön und traurig zugleich.

glg