plötzlich sehr schüchtern

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von camargo 10.11.10 - 18:09 Uhr

hallo liebe Muttis,

meine Frage ist hatten eure Kinder schon mal eine Phase dass sie plötzlich besonders schüchtern sind?

Mein 3 Jähriger war immer etwas schüchtern, und es besserte sich. Er grüßte die Nachbarn und sagte Danke und so. Konnte auf dem Spielplatz spielen auch wenn nicht direkt mit anderen Kindern doch wenigsten nebenbei.

Doch jetzt hängt er nur ein meiner Hand/Bein er kann nicht Danke sagen bei fremden oder Hallo oder zum Abschied mal winken. Er erinnert gerade an eine kleines Hündchen welches sich zitternd an Herrchens Bein drückt. Wie kann ich ihm helfen? Ich will ihn nicht unter Druck setzen, ich merke wie sensibel er ist.

Als Ursache finde ich nichts, wir hatten keine große Veränderung bei uns, außer dass wir einie Male Besuch von Kindern hatten die sehr laut und ...ähm ich drücke mich mal vorsichtig aus anders erzogen sind als mein Sohn. Aber er schien Spaß zu haben. Bis dahin hatten wir nie Kinderbesuch bei uns.

Ist es vielleicht nur eine Phase die normal in diesem Alter ist oder muss ich mir Sorgen machen???

Beitrag von cori0815 11.11.10 - 20:27 Uhr

Ob das normal ist oder nur eine Phase, kann ich dir leider nicht beantworten. Aber ich kann dir verraten, dass wir gerade das gleiche Problem zuhause haben:

Mein Sohn (4,5) war schon immer eher zurückhaltend. Aber eigentlich war es eine ganze Zeit lang (also ca. seit er 3,5 Jahre alt ist) kein Problem, ihn - wenn er bei einem Freund spielen wollte - dort für 2-3 Stunden allein zu lassen. Seit Ende der Sommerferien ist er allerdings total panisch, wenn ich ihn bei seinen Freunden "abgeben" will (was er ja eingefädelt hat), klammert sich an meinen Bauch und an meine Beine und fängt an, bitterlich zu weinen. Es ist ihm auch kein Stück peinlich, dass die anderen Jungen (beim Fußball) und seine Freunde gucken.

Es gab auch bei uns keinen Anlass, den ich als solchen erkennen könnte.

Mittlerweile ist es so weit, dass er sich nur noch mit Freunden verabredet, wenn ich verspreche, dass diese Freunde zu uns kommen können und nicht er zu ihnen "muss".

Beim Fußballtraining sitze ich jetzt tatsächlich immer 1,5 Stunden mit meiner Tochter in der Halle und warte #schmoll So hatte ich mir das eigentlich nicht vorgestellt.

Komisch ist, dass diese Veränderung bei meinem Sohn konform geht mit der Abnabelung meiner Tochter (3): sie geht gern zu ihren Freundinnen zum Spielen, lässt sich von anderen Müttern mit zum Tanzen nehmen und hat auch keine Probleme, sich von mir zu trennen. Je offener sie wird (früher auch eher anhänglich), desto klammeriger wird er.

Ich bin zwar genervt, habe aber beschlossen, es zu ignorieren und einfach so zu ertragen. Ich bin mir sicher, dass es vorbei geht. Ich denke, es ist einfach ein Entwicklungsschritt, dass er jetzt ganz anders realisiert, dass ich weg bin und welche Folgen es für ihn hätte, wenn ich nicht wieder käme (was ich bis jetzt natürlich immer pünktlich getan hab).

Trotzdem lasse ich ihn beim Schwimmkurs allein im Kursbecken (abgetrennt durch Glas vom restlichen Schwimmbad) und ziehe meine Bahnen, statt auf der Bank daneben zu sitzen. Auch wenn es die ersten Wochen Tränchen gab - da muss er durch. Er muss ja einfach merken, dass es okay ist, sich von mir kurzfristig zu trennen. Und es klappt zumindest beim Schwimmen schon recht gut. Wir arbeiten also (unterschwellig) daran.

LG
cori