Eine Geschichte, die einfach nur fassungslos und wütend macht!

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Forum: Politik & Philosophie

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Beitrag von king.with.deckchair 10.11.10 - 20:22 Uhr

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,727654,00.html

Ihr kennt mich, ich bin keine, die schnell "Unsere blödsinnige Justiz mal wieder!" plärrt - aber diese Geschichte macht doch einfach nur noch fassungslos!

Ich will nun spontan schauen, wie man dieser Frau und ihren Kindern eine Geldspende zukommen lassen kann...

LG
Ch.

Beitrag von dodo0405 10.11.10 - 20:47 Uhr

Vielleicht schaue ich zuviele Krimis, aber wäre es in so einem Fall nicht besser, die gute Frau und ihre Familie mal die nächsten 2-3 Jahre unter Polizeischutz zu stellen und den Kerl auf frischer Tat zu ertappen?

Beitrag von king.with.deckchair 10.11.10 - 20:54 Uhr

Ich bin keine Fachfrau in solchen Sachen, aber ich denke, so etwas müsste sicher noch schwerer auszuhalten sein als das Untertauchen. #gruebel

Ich verstehe allerdings auch nicht wirklich, warum hier keine Gründe für die nachträgliche Sicherungsverwahrung vorliegen sollen. Immerhin macht der Kerl doch auch aktuell mehr als deutlich, dass von ihm weiter große Gefahr ausgeht. Und wenn nicht für sein früheres Opfer, dann sicher bald für andere Frauen...

Außerdem scheint man ihn ja wohl für so gefährlich zu halten, dass man der Frau diesen Identitätswechsel ermöglicht - besser: zumutet. Und den Kindern. Meine Güte, was für ein Mist. Diese Familie tut mir wirklich unheimlich leid.

lg
Ch.

Beitrag von accent 10.11.10 - 23:59 Uhr


Mal angenommen bzw. sehr wahrscheinlich: Dieser brutale kranke Schlägertyp wiederholt seine Gewalttaten an einer anderen Frau und wird wieder inhaftiert - was passiert dann mit Frau G.? Wird dann ihre neue Identität wieder zurückgenommen und sie darf wieder ihr altes, ihr ursprüngliches Leben aufnehmen? Das ist doch alles hochgradig schizophren.
Linda

Beitrag von betty38 11.11.10 - 22:30 Uhr

...besser umbringen...

Beitrag von similia.similibus 11.11.10 - 11:42 Uhr

Das ist ja unglaublich! Ich verstehe nicht, warum es nicht möglich ist, diesen Mistkerl für immer hinter Gittern zu bringen. #aerger

Beitrag von radiocontrolled 11.11.10 - 13:10 Uhr

Hmm schade, dass Sie da Ihre Operrolle so annimmt.

Es soll vermutlich auch Menschen geben die sich in einer solchen Situation nicht von einer abgelehnten Waffenbesitzkarte abschrecken lassen würden. Es soll vermutlich auch Menschen geben, die ihre Kinder auf diese Situation vorbereiten würden und es soll sogar Menschen geben die eher eine Rache für sich einfordern würden anstatt sich und ihre Kindern auf ewig in Angst leben zu lassen.

Ich wünsche der Frau alles erdenklich Gute aber weglaufen ist meines Erachtens bestimmt nicht der beste Weg. Die Frau wird auf diesem Wege immer und immer wieder aus Ihrem Leben gerissen werden und in beständiger Angst vor dem Typ sein. Sowas kann auf Dauer ein Mensch nur schwer ertragen.

Beitrag von redrose123 11.11.10 - 13:50 Uhr

#kratz Sie hat Angst und solange nichts passiert kann die Polizei nichts machen, soll sie warten bis er sie Umbringt oder eins der Kinder oder alle? Oder wie meinst du das?

Beitrag von radiocontrolled 11.11.10 - 14:16 Uhr

Ich meine damit, dass es durchaus Frauen geben soll die in einer ähnlichen Lage nicht diesen Weg gewählt hätten. Ich meine damit, dass dieser Text doch schon klarstellt, dass die Dame gebrochen ist egal ob Sie jetzt flieht oder nicht. Ich meine damit, dass diese Ereignisse in dieser Konstellation jetzt auch Ihre Kinder beeinflussen.

Glaubst Du wirklich die ziehen um und alles ist gut? Die Mutter wird beständig in Angst leben. Ihre beste Freundin wird evt. sterben oder ihre Eltern oder was auch immer und dann ist der Typ an der Beerdigung. Was macht Sie dann ? Wieder umziehen ? Wie wirkt sich das auf die Kinder aus? Zu wissen, dass man nicht sicher ist ?

Ich finde das sehr sehr schwierig und darum schrieb ich, dass es da durchaus Frauen geben soll die anders gehandelt hätten.

LEtzten Endes muss jeder für sich klaeren ob er in Angst leben möchte oder nicht.

Aber lass uns dochmal postulieren. Was würde passieren wenn Sie sich am Tag der Haftentlassung vor Ihn hinstellt und sagt: Hier bin ich und jetzt? Rastet er aus, bringt er Sie um, schlägt er sie zusammen ?

Was waere dann ? Sie waere entweder tot oder eine sehr gebrochene Frau aber das ist sie jetzt schon oder wird es werden wenn Sie die restlichen Jahre ihres Lebens auf der Flucht sein muss mit einem beständigen Damoklesschwert im Nacken.

Was ist mit Ihren Kindern? Der Typ wandert mit einer Sicherheitsverwahrung in den Knast und kommt nicht mehr raus. Sie müssten sich nicht trennen, sie müssten nicht in Ohnmacht leben und Sie würden Ihre Mutter als eine unglaublich mutige Frau wahrnehmen anstatt eine Gebrochene die alles hinnimmt.

Es gibt da kein Schwarz und Weiss. Jeder muss für sich selbst wissen inwieweit er bereit ist seine Würde zu behalten.

Das meine ich damit als ich schrieb dass es mit Sicherheit Frauen geben würde, die nicht flüchten würden.

Beitrag von asimbonanga 12.11.10 - 15:49 Uhr

Also wie anders hätten andere Frauen gehandelt?

<<<Aber lass uns dochmal postulieren. Was würde passieren wenn Sie sich am Tag der Haftentlassung vor Ihn hinstellt und sagt: Hier bin ich und jetzt? Rastet er aus, bringt er Sie um, schlägt er sie zusammen ?<<<<

Also soll sie ihr Leben oder ihre Gesundheit opfern ------einen Mut zeigen, den kaum jemand aufbringen kann nach diesen Erlebnissen?

<<<Ich finde das sehr sehr schwierig und darum schrieb ich, dass es da durchaus Frauen geben soll die anders gehandelt hätten. <<<

Welche Möglichkeiten siehst du denn?


<<<Es gibt da kein Schwarz und Weiss. Jeder muss für sich selbst wissen inwieweit er bereit ist seine Würde zu behalten. <<<<

Gequirtle Schei.........#klatsch
Die Frau ist ein OPFER

Hauptsache mal kluggescheissert.

Beitrag von zeitblom 12.11.10 - 16:22 Uhr

"Die Frau ist ein OPFER "

Ja, aber auch Opfer ihrer Angst... und die bekaempft und ueberwindet jeder anders. Ich denke, das war die Aussage, die ich nicht fuer gequirlte wasauchimmer halte.

Beitrag von asimbonanga 12.11.10 - 16:29 Uhr

Irgendwelche anderen Vorgehensweisen konnte ich bisher nicht lesen----------

wie solche tätlichen Angriffe ( allein das einsteigen durchs Kellerfenster während man unter der Dusche steht )überwunden werden können ,kann ich nicht beurteilen.
Aber jetzt noch von der Wiedererlangung ihrer Würde zu sprechen-finde ich daneben .

Beitrag von radiocontrolled 12.11.10 - 17:12 Uhr

Hallo junge Dame,

wenn Du mit mir über Opferrollen diskutieren möchtest solltest Du dich an die normalen Gepflogenheiten im Gespräch halten. Kraftausdrücke gehoeren da sicherlich nicht her und disqualifizieren dich nur für ein vernünftiges Gespräch.

Viele Grüße

RC

Beitrag von asimbonanga 12.11.10 - 18:37 Uhr

Meine Fragen hast du leider nicht beantwortet.Es hätte mich nur wirklich interessiert , wie andere Frauen gehandelt hätten.
Eine Diskussion über Opferrollen halte ich hier für sinnlos-------deine Antworten finde ich kritisierend und wenig einfühlsam.

Beitrag von radiocontrolled 12.11.10 - 19:37 Uhr

Kernthese und wie auch von Zeitblom richtig erkannt ist folgender Satz: "Was würde passieren wenn Sie sich am Tag der Haftentlassung vor Ihn hinstellt und sagt: Hier bin ich". Was waere wenn Sie sich ihrer Angst stellt? Was könnte im schlimmsten Falle passieren?

Ich finde meine Antworten nicht kritisierend. Jetzt steht Aussage gegen Aussage und wir haben nichts gewonnen. Bitte versuche deine Thesen mit Argumenten und Beweisen zu unterlegen.

Überspitzt und vollkommen lösgelösst von diesem tragischen Fall würde ich gerne noch folgende Frage in den Raum stellen.

Ich persönlich glaube, dass ein jeder für sich selbst entscheiden muss wo er als Mensch steht und was seine Werte sind. Indem Moment wo ich persönlich vor der Frage stehe ob ich das Leben meines Kindes schütze ohne Rücksicht auf mein Eigenes hoffe ich das ich eben den Mut besitze dies zu tun. Ich denke in der Geschichte gibt es sicherlich genug Beispiele das dies Mütter oder Väter bereits getan haben.

Bitte betrachte dies als akademische Frage jenseits des aktuellen Falles.

Beitrag von asimbonanga 13.11.10 - 00:34 Uhr

Es war mir nicht möglich ,dies als akademische Frage und losgelöst von diesem Einzelschicksal zu sehen.
Ich möchte das auch jetzt nicht tun.Generell halte ich diese Überlegungen und Abwägungen, die Handlungsmöglichkeiten dieses Opfers nach den geschilderten Vorfällen, für mehr als eingeschränkt. Diese Fragen mag man sich generell stellen können-es bleibt theoretisch .
" Was wäre wenn sie sich ihrer Angst stellt "-----------
ich wage zu bezweifeln, das ein Gewaltopfer in der Lage ist,
sich diese und andere Fragen zu stellen.Beweise, publik gewordene Einzelschicksale kann ich nicht anführen.Nur meine Erfahrungen aus mehr als 20 Jahren Arbeit im sozialen Bereich einer Großstadt.
Ich weiß nur ,das Frauen ,die weniger schwerwiegende Gewalttaten erlebten, mehr als eingeschränkt handlungsfähig wurden.
Außerdem haben ( zum Glück ) wenige Menschen schon einmal eine unmittelbare körperliche Bedrohung erlebt.Als ich z.B. beruflich-obwohl es mir widerstrebt persönlich zu werden-von einem völlig außer Kontrolle geratenen Mann mit einem Messer bedroht wurde, war ich sehr überrascht von meinen körperlichen Reaktionen und Einschränkungen.
Hätte ich mich doch theoretisch deutlich beherzter eingeschätzt.
Mag sein , das wenn mein Kind dabei gewesen wäre,ich über mich hinausgewachsen wäre.
Generell habe ich aus dieser und anderen erlebten bedrohlichen Situationen den Schluss gezogen, das es anders abläuft als in Kriminalfilmen-und das man sein "Mut" -Potenzial nicht zu hoch einschätzen sollte.
Es steht wohl außer Frage, das man das Leben seines Kindes schützen würde und wie du geschrieben hast, hofft den Mut in dieser Situation aufzubringen.
"In der Geschichte"ist das sicherlich einigen Müttern und Vätern gelungen-------als Beispiel für diesen Einzelfall kann dies aber nicht herangezogen werden.Diese Frau dürfte am Ende ihrer Kräfte angelangt sein.
Alle Anderen können aus ihrer körperlichen und seelischen Unversehrtheit heraus hoffen , das sie den Mut aufbringen würden.

Beitrag von king.with.deckchair 13.11.10 - 09:51 Uhr

"Generell habe ich aus dieser und anderen erlebten bedrohlichen Situationen den Schluss gezogen, das es anders abläuft als in Kriminalfilmen-und das man sein "Mut" -Potenzial nicht zu hoch einschätzen sollte."

Diese Erfahrung habe ich auch schon gemacht, beruflich wie privat. Interessanterweise hat sogar der schauspielernde Polizist beim Deeskaltionstraining seine Sache so gut gemacht, dass er mir (und allen anderen Teilnehmern) klar gemacht hat, dass wir dann doch eher zum Kaninchen vor der Schlange werden denn zur wehrhaften Katze, die selbst in aussichtslosesten Situationen noch faucht, buckelt, kratzt, beißt. Der hatte mich beim Videotraining im Nullkommanix am Hals unterm Kinn mit dem Rücken an die Wand gedrückt - und ich war handlungsunfähig, vor allem mental.

Es gibt Taten und Verhaltensweisen, die bringen einen durchschnittlichen Menschen (damit meine ich Menschen, die wie die meisten von uns nicht im Umgang mit Gewalt, Bedrohung und dem "sich Wehren" geschult sind) an den Rand seines Verstandes. "Flucht" ist oft der einzige Reflex. Meist auch der gesündeste.

Sicher, es wäre eine schöne Vorstellung, diese Frau ließe die Situtaion eskalieren, stellte sich am Entlasstag vor die JVA und spräche zu ihm "Da haste mich, nun mach." und er schlüge sie am besten noch vor der JVA zusammen, so dass er stante pede wieder einführe oder ihr die Gelegenheit bliebe, ihm so eins in die Visage zu geben, dass er nicht mehr aufsteht. In den USA würde man so etwas mit Angelina Jolie verfilmen, bei uns mit Veronica Ferres oder Christine Neubauer.

Und das ist es nämlich: Nichts als eine aus zuviel Filmgeschichten geborene Idee. Ich wage zu behaupten, dass 99 % aller Gewaltopfer, Männer wie Frauen, in der Situation an sich und auch danach so paralysiert sind, dass sie zur offenen Gegenwehr nicht fähig sind. Diese offene Gegenwehr quasi zu verlangen und der Frau quasi zwischen den Zeilen vorzuwerfen, sie sei selbst schuld, dass sie nun mit den Kindern untertauchen müsse und dass ihre Würde perdu sei, ist der blanke Hohn.

LG
Ch.

Beitrag von radiocontrolled 13.11.10 - 11:23 Uhr

Ich stimme Dir vollkommen zu, dass 99% aller Opfer zu paralysiert sind um zu handeln. Nichtsdesto trotz kann man es aber auch nur jedem Wünschen zu den 1% zu gehoeren die es nicht sind.

Filmgeschichte? Ich weiss nicht. Ich bin vor einiger Zeit über eine Diplomarbeit gestolpert die sich mit den Frauenschicksalen aus der Nachkriegszeit auseinander gesetzt haben. Ich habe da teilweise eine unglaubliche Stärke in Ihrem Handeln gesehen. Sicherlich ausnahmen wenn nicht noch weniger als 1% aller aber ich denke man sollte den Mut dieser Menschen nicht ins Reich der Fantasie verbannen.

Sie sei selbst schuld ? Ich weiss nicht. Eher menschlich. Wenn es bei Dir anders angekommen sein sollte entschuldige.

Beitrag von leopoldina1971 13.11.10 - 11:35 Uhr

#pro

Beitrag von radiocontrolled 13.11.10 - 11:15 Uhr

Ich stimme Dir vollkommen zu. Es bliebt jedem zu wünschen, dass man nie in solche Situationen geraten wird. Es bleibt jedem zu wünschen, dass wenn man in solche Situationen gerät, den Mut besitzt das richtige zu tun (was auch immer das in jeder Situation sein mag). Es bleibt aber absolut menschlich wenn man es nicht schafft.

Ich wünsche zumindest einigen der Beteiligten das Beste und ich denke da sind wir ja eh der gleichen Meinung.

Beitrag von king.with.deckchair 13.11.10 - 09:36 Uhr

#pro

Beitrag von leopoldina1971 12.11.10 - 21:25 Uhr

<<...wenn Sie die restlichen Jahre ihres Lebens auf der Flucht sein muss mit einem beständigen Damoklesschwert im Nacken...>>


Wenn sie sich ihrer Angst und der Gefahr stellt, würde das Damoklesschwert wohl nicht mehr über ihr schweben? Eine Sicherungsverwahrung, die als eine Lösung von dir genannt wird, steht im hiesigen Fall überhaupt nicht zur Disposition. Da hilft wohl doch nur noch Selbstjustiz? Oder habe ich andere Optionen überlesen?
Es sind und bleiben Tatsachen, da hilft das Philosophieren auch nicht weiter. Wie du schon sagtest, bleibt dir zu wünschen, nicht jemals selbst diesbezügliche Entscheidungen treffen zu müssen.


LG

Beitrag von radiocontrolled 13.11.10 - 00:25 Uhr

Zuerst einmal bleibt uns wohl allen zu wünschen, dass wir solche Entscheidungen niemals treffen müssen.

Eine Sicherheitsverwahrung stünde dann zur Disposition wenn Sie bewusst den Kontakt suchen würde auf die Gefahr hin ihr Leben zu riskieren.

Selbstjustiz?
Das vermag ich nicht zu entscheiden. Aus ihrer abgelehnten Waffenbesitzkarte schliesse ich, dass Sie sich mit der Möglichkeit der Selbstverteidung auseinander gesetzt hat. Ob sie jetzt daraus sich die Freiheit nimmt dennoch eine Waffe zu besitzen kann und muss Sie selbst entscheiden.


Beitrag von parzifal 15.11.10 - 10:35 Uhr

Eine Waffenbesitzkarte nützt ohnehin nichts, wreil sie nicht zum Führen einer Waffe berechtigt.

Beitrag von redrose123 11.11.10 - 13:49 Uhr

So ein Mensch gehört nicht für immer weggesperrt sondern aus die Maus, ich kann nicht verstehen das solche Dreckxxxxx xxxxxx rauskommen aus dem Knast noch das sie ein Recht auf Leben haben.....Entschuldigung

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