Wie bekomme ich mehr Milch???

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von nadine020609 10.11.10 - 21:11 Uhr

Hallo,

ich bin am verzweifeln:-[#heul!
Ich würde unseren Kleinen ( 18 Tage ) gerne voll Stillen, jedoch hab ich nicht genug Milch#heul!

Das war von Anfang an das Problem. Ich habe dann angefangen Milupa HA Ppe bezufüttern.

Jetzt hab ich seit gestern das Gefühl das die Milch noch weniger wird und ich hab sowieso nur alle 3-4 Stunden ca.30ml:-(!

Hat jemand einen Tipp was ich noch machen kann damit es mehr wird?
Ich nehme schon alle 2Stunden Pytolacca Globuli (je 5 Stück)
außerdem massiere ich die Brust mit Stoll-Öl !

Ich bin viel auf den Beinen, am räumen, putzen#putz und unterwegs ect.ist das schädlich, kann deswegen die Milch zurückgehen?

Vielen Dank für eure Antworten
LG Nadine

Beitrag von tragemama 10.11.10 - 21:14 Uhr

Such Dir eine Stillberaterin.

Hör auf zuzufüttern.

Sperr Dich mit Deinem Kind ein paar Tage ein und mach nichts andres, als anzulegen, anzulegen, anzulegen.

Dazu kannst Du versuchen, Stilltee und Malzbier zu trinken.

Alles Gute,
Andrea

Beitrag von juditherl 10.11.10 - 21:15 Uhr

Hör zu putzen auf!
Schnapp dir dein Baby, leg dich mit ihm ins Bett und leg es an! Und zwar laufend und ständig!

Warum pumpst du ab?

Lass alles andere liegen und kümmer dich nur um deinen Schatz, dann wird auch die Milch mehr.

Iss gut, trink ausreichend (ca 2l tgl), 2-3 Tassen Stilltee, Malzbier oder alkfreies Weißbier.

Und nicht zufüttern!!!!!!!!!

LG
Judith

Beitrag von thalia.81 10.11.10 - 21:16 Uhr

Zufüttern ist der Anfang vom Abstillen.

- oft anlegen, stündlich
- Stilltee
- Malzbier trinken
- Brust-Massagen
- eine positive Einstellung
- Flasche weglassen

Die Nachfrage regelt das Angebot. Klar hast du weniger Milch, wenn du Flasche gibst.

Woher weißt du, dass 30ml kommen? Pumpst du ab? Das ist nie so effektiv wie Stillen!

Beitrag von nadine020609 10.11.10 - 21:20 Uhr

Mir wurde empfohlen abzupumpen damit ich sehe was an Milch da ist!
Und am Anfang hat der Kleine sich nicht anlegen lassen, selbst mit Stllhilfe von den Kinderkrankenschwestern im Krankenhaus hat es nicht geklappt!

Jetzt klappt das anlegen einwandfrei!
Ohne zufüttern hab ich am Anfang eine Woche lang versucht und den kleinen nie ruhig bekommen. Ich hatte nie länger als 2 Stunden schlaf Nachts und da wurde mir geraten nach dem Stillen die Flasche anzubieten und ihn noch das trinken zu lassen was er möchte!

Seitdem schläft der Kleine auch und ist viel Ruhiger und entspannter!


LG Nadine

Beitrag von simplejenny 11.11.10 - 08:18 Uhr

"Mir wurde empfohlen abzupumpen damit ich sehe was an Milch da ist! "

Bitte nicht auf alles hören, was so erzählt wird. Man muss nicht unbedingt abpumpen, denn du erzielst nicht das gleiche Ergebnis.

So ein kleines Baby alle 2 Stunden anlegen ist doch nicht viel. Stillen ist ein Übungsprozess und muss sich erst einspielen. Wenn du es mit dem Stillen schaffen willst, dann halte dich an die Punkte die dir die Mädels vor mir schon geschrieben haben.

Zufüttern ist der Anfang vom Abstillen
Liebe Grüße
Jenny

Beitrag von wunder-geschehen 10.11.10 - 21:17 Uhr

Hallo Nadine,

ich hatte leider das gleiche Problem und stille mitlerweile leider garnicht mehr. Beim nächsten Kind mach ich es auf jeden Fall anders!
Ich kann dir als Tip noch geben, eine Stillberaterin auf zu suchen. Außerdem hab ich noch Stilltee und Malzbier (igittigitt) getrunken. Außerdem halt so oft wie möglich anlegen und eigentlich (so wie ich gehört habe) garnicht zu füttern.
Das ist echt besch.... Das erste Kind und von Anfang an ist keiner da, der einem so richtig beim Stillen unterstützt #schmoll

P.S. das was bei der Pumpe kommt, soll angeblich mit der Menge die das Kind direkt aus der Brust dringt nicht übereinstimmen, sondern mehr sein.

Beitrag von blami1977 10.11.10 - 21:38 Uhr

Hallo,

bitte verzweifel nicht! Meine Maus kam 4 Wochen zu früh und musste beigefüttert werden, weil sie zu schwach war zum Trinken an der Brust. Nebenbei habe ich abgepumpt, damit sie nicht zuviel Fertigmilch bekommt und natürlich um meinen Milchfluss anzuregen.
Also, wie schon mehrere geschrieben haben: Nachfrage regelt das Angebot. Lass den Haushalt liegen und gönn Euch beiden die Zeit. Leg immer wieder an und pumpe nebenbei, frag dazu eine Stillberaterin oder Deine Hebamme.
Vom Putzen und Rumwirbeln wird die Milch nicht weniger, nur vom zu seltenen anlegen. Du kannst auch alkoholfreies Bier trinken wie Clausthaler.
Also mein Tipp:
Baby meldet sich, ruhig hinsetzen und stillen. Wenn Du Angst hast, es kommt zu wenig Milch, dann gib ruhig Fläschchen, pumpe aber im Anschluss. Am Anfang wird vielleicht wenig bis gar nichts kommen, es wird aber stetig mehr. Manchmal gibt es kleine Schwankungen in der Menge, aber wenn Du erst mal alles ins Laufen gebracht hast, dann brauchst Du die Pumpe nicht mehr und Dein Schatz erledigt alles :)
Die abgepumpte Milch ist im Kühlschrank 24 Stunden haltbar und kann einmal warmgemacht werden.

Meine Marie war nach 4 Wochen so weit, alleine zu trinken und ich konnte Pumpe und Flasche weglassen.

Viel Erfolg und liebe Grüße

Beitrag von lucaundhartmut 10.11.10 - 22:25 Uhr

Liebe Nadine,

Folgendes kann manchmal helfen:

- Kind öfter (nicht länger!) an beiden Brüsten anlegen
- vor der Brustgabe feuchte, warme Wickel auf die Brüste legen
- 2 bis 3 Liter am Tag trinken (davon 5 Tassen Fenchel-, Kümmel-, Anistee, kein Schwarz-, Salbei- und Pfefferminztee, nichts Kohlensäurehaltiges, keinen Kaffee)
- 5 vollwertige/ausgewogene Mahlzeiten am Tag zu sich nehmen
- viel Ruhe, Zweisamkeit mit dem Baby, keinen Stress (suche Dir Hilfe für Haushalt, Betreuung etwaiger Geschwisterkinder und Haustiere)
- evtl. ein Präparat mit Bockshornkleesamen aus der Apotheke (bitte unbedingt vorher fachkundig beraten lassen durch Apotheker, Frauenarzt, Hebamme etc.)
- per Brusternährungsset zufüttern, so lange es nötig ist (Anwendung bitte unbedingt von einer besonders guten Hebamme oder einer Beraterin für Brusternährung, auch "Stillberaterin" genannt)
- viel, lange und ausreichend schlafen, am besten mit dem Baby im selben Zimmer (nicht mit im Bett)


LG
Steffi

Beitrag von klaerchen 11.11.10 - 09:26 Uhr

Erst einmal: Alles wird gut!

Stress ist sicherlich nicht hilfreich bei der Milchbildung, ebenso zufüttern. Trotzdem ist nicht alles verloren. Mach dich nicht verrückt, sondern konzentrier dich auf dein Kind!
Gibt es irgendwelche medizinischen/ biologischen Gründe, warum du nicht genügend Milch haben solltest?

Wenn nicht, gibt es ein paar Kleinigkeiten, die du machen kannst, um die Milchproduktion anzukurbeln:
anlegen, anlegen, anlegen - immer, wenn dein Kleiner es will. Das kann am Anfang gefühlte 100.000x am Tag sein oder alle 15 Minuten. Aber das regelt sich mit der Zeit.
Entspann dich mal. Bleib einfach mit deinem Kleinen mal zuhause und sitz ein Loch in die Couch.
Milchbildungsshake:
Mandelmus 1 EL
Sesammus (Tahin) 1 TL
Weizenkleie 1EL
Banane
Milch

Beitrag von knallschote 11.11.10 - 11:42 Uhr

Hallo,

ich kann den Anderen Mamas nur zustimmen.
- Ruhe, Ruhe und nochmal Ruhe
- Nicht abpumpen
- Nicht zufüttern
- Stillen, Stillen und noch mal Stillen
und eine Stillberaterin
La Leche Liga Stillberaterinnen machen das ;-) kostenlos ;-) !!!
La Leche Liga Deutschland e.V. Tel: 0571 48946

Gruß und nicht aufgeben

Beitrag von blami1977 18.11.10 - 23:51 Uhr

Zu dem Thema "nicht abpumpen" : was wenn die Milch tatsächlich nicht ausreicht und das Kind unterversorgt ist? Wie gesagt, es gibt ja auch Mütter (wie mich) die zufüttern müssen, weil das Kind zu schwach war um alleine zu trinken und die Produktion anzuregen? Es kam übrigens zu keiner Saugverwirrung oder dergleichen.
Ich will ja hier nicht unken, aber es kann ja so schlimm nicht gewesen sein.
Marie ist eine fleissige Brusttrinkerin mittlerweile :)