Jetzt brauche ich auch mal Hilfe

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von dodo0405 10.11.10 - 22:25 Uhr

Hallo,

jetzt brauche ich auch mal Hilfe, Tipps oder zumindest Meinungen.
Meine Tochter wird im Dezember 4 Jahre alt und geht seit September 2009 in den Kindergarten.
Schon von Beginn an schwärmten die Erzieherinnen immer, dass sie sich Lieder, Gedichte etc. so gut merken könne und generell ein sehr aufgewecktes, wissbegieriges Kind ist.
Kann ich ja bestätigen und freut mich ja auch... nur mittlerweile weiß ich nicht, ob das alles noch altersgerecht ist.

Ein Beispiel: Meine Tochter ist ein Zahlen- und Buchstaben-Fan. Okay, die Mama ist Journalistin, da ist der Nachahmungs-Effekt mit dabei. Aber sie will nur noch schreiben, schreiben, schreiben. "Mama, wie geht das, was ist das für ein Buchstabe", etc. etc.
Sie "erkennt" mittlerweile schon Ziffern (0-9) und weiß, wenn der kleine Zeiger auf der 8 steht und der große auf der 12 dann geht's ins Bett (oder am Morgen in den Kindergarten...). Sie schreibt ihren Namen, Oma, Opa, Mama und will immer und immer wieder neue Wörter schreiben lernen. Sie weiß, dass auf Dienstag der Mittwoch folgt und Samstag und Sonntag kein Kindergarten ist.

Aber - ich will das nicht. Sie ist noch nicht mal 4 Jahre alt und malt jetzt schon Schränke, die reden können und Flugzeuge, die auf dem Wasser landen. Wenn ich abends nach der 3. Geschichte nicht mehr vorlesen mag, fängt sie an, mir ein Märchen zu erzählen ("Es war einmal vor langer langer Zeit eine Prinzessin, die hieß Lisa....") und erfindet die wildesten Geschichten.
Manchmal erzählt sie mir Dinge, von denen ich mir denke, die müssen wahr sein, sowas kann man nicht erfinden: "Mama, die Anna die bekommt ein Baby und das kommt auf die Welt wenn der Osterhase kommt..." #schwitz Im Endeffekt war's wieder geschwindelt.

Ich frag mich jeden Tag aufs Neue wo sie das alles in ihrem kleinen Kopf eigentlich unterbringt und ob ich als Mutter nicht irgendwas falsch mache, weil ich so komplett überfordert bin mit diesem Wissensdurst.

Ich liebe meine Tochter wirklich von ganzem Herzen und natürlich macht mich das alles ganz furchtbar stolz.
Aber sollte ich sie nicht irgendwie "bremsen"? Ich hab auch Angst dass ihr das irgendwann mal "schaden" wird, in der Schule zum Beispiel oder auch gegenüber anderen Kindern...

Mach ich mir vielleicht auch einfach zu viele Sorgen und ist das normal?
Die Kinder meiner Freundinnen sind halt irgendwie ganz anders und wollen mit ihr jetzt schon gar nicht mehr richtig spielen. Sogar beim Barbie spielen wird es zum Streiten weil meine Tochter Dialoge führen will, mit denen die anderen Mädels nichts anfangen können :-(

Wie gehe ich damit um? Soll ich einfach stolz sein und meine Tochter machen lassen? Oder soll ich ihre Energie irgendwie "umlenken"? (Wohin auch immer...)

Dankeschön



Beitrag von sonne_1975 10.11.10 - 22:45 Uhr

Also, ich finde, sie ist ein ganz normales (fast) 4jähriges Mädchen.
Zahlen und Buchstaben - da interessieren sich sehr viele 3-4 jährige dafür. Es heisst ja nicht, dass sie gleich lesen können, nur weil sie Buchstaben kennen.

Sich Lieder merken - eigentlich auch ganz normal, mein 4,5jähriger bombardiert mich schon lange mit den ganzen KiGa-Liedern (5-6 Strophen).
Flugzeug, das auf dem Wasser landet - wo ist da was ganz Aussergewöhnliches?

Vielleicht sind einfach die Kinder deiner Freundinnen anders und haben andere Interessen, aber ich finde dein Mädchen vollkommen normal.

Gut, Geschichten erzählen tut mein Sohn nicht, er ist halt nicht der Typ dafür.

Ich würde da gar nichts bremsen und alle ihre Fragen beantworten. Es sind sowieso Phasen, monatelang interessiert sich mein Grosser für Buchstaben, und dann plötzlich wochenlang gar nicht mehr.

LG Alla

Beitrag von joshua0709 10.11.10 - 22:46 Uhr

Hallo,
hast Du den Eindruck,dass es ihr schadet? Sie irgendwie quält, dass andere mit ihr weniger spielen? Dann würde ich mir Gedanken machen, aber so lange das nicht der Fall ist, würde ich ihren Wünschen nachkommen. Frage doch mal im Kindergarten, ob die das als "abnormal" oder verstörend für Deine Kleine empfinden.
Wenn ja, wie solltest Du sie bremsen, ohne dass Ihr persönlicher Drang zu hart untergraben und für sie quälend unterbrochen wird?
Was sagt sie selber dazu? Wenn Du mit ihr über ihre Wünsche und Gefühle sprichst? Wie warst Du als kleines Kind? Ich würde mir mal so ein paar Kernfragen aufschreiben und für mich beantworten.
Ich habe dieses "Problem" bei der Motorik meines Großen (3 Jahre). Der klettert und springt, baut schon unheimlich gut und interessiert sich dafür wie die Dinge funktionieren. Aber ich sehe das Leuchten in seinen Augen und es fühlt sich völlig richtig so an. Ich muss oft die Hände und Beine still halten um ihn in seinem Drang nicht aus zu bremsen, aber diesen Wunsch muss ich mit mir selber ausmachen. Das "Problem" besitze ich, nicht er!
Vielleicht ist es bei euch ähnlich.
LG
Joshua0709

Beitrag von asimbonanga 10.11.10 - 22:54 Uhr

Hallo,
mit vier Jahren beginnt ja auch z.B.die musikalische Früherziehung.Meine Kids waren in dem Alter auch noch in einer Bastelgruppe und Spielgruppe der Gemeinde.Meine Jüngste hat angefangen Bilderbücher zu malen.Kinderturnen , Englisch im Kiga- eigentlich gab es fast schon zu viele Förderangebote.Irgendwo wird sie schon Spielkameraden finden , die zu ihr passen.

L.G.

Beitrag von bine3002 10.11.10 - 23:05 Uhr

Meine Tochter ist im Großen und Ganzen genauso.

Der einzige Unterschied ist, dass sie nicht ganz so sprachgewandt ist. Sie hat in diesem Bereich noch einige Defitzite und kann einige Lautkombiantionen wie BR, GR, GL nicht richtig sprechen (sie sagt z. B. Waun statt Braun). Das hindert sie aber keinesfalls daran, schon zu lesen und zu schreiben. Und witzigerweise kann sie diese Lautkombinationen einwandfrei schreiben und beim Lesen erkennen, d.h. wenn sie BRAUN liest, sagt sie WAUN, weiß aber, dass die Farbe gemeint ist. Wie sie das macht, ist mir ein Rätsel.

Das Interesse kommt von ihr. Sie fragt, wie man das und das schreibt und wir fragen sie wie es sich anhört, nachdem wir es ihr monatelang vorgesagt und das Prinzip erklärt haben. Mittlerweile spricht sie es sich nochmal selbst deutlich vor, trennt es in Silben und schreibt es dann nach Gehör, da kommt dann so etwas raus wie GEBURZTAG für Geburtstag, also verstanden hat sie es. Im Moment beherrscht sie die meisten Großbuchstaben, aber nur einige wenige Kleine. Deswegen ist das Lesen auch etwas "rückständig", weil eben die meisten Bücher in Groß- und Kleinbuchstaben geschrieben sind,. Der Ehrgeiz ist aber da, es zu können (siehe unten). Auch für Zahlen interessiert sie sich und kann schon etwas rechnen. Die vollen Stunden kann sie lesen.

Ich finde das zwar früh, weiß aber, dass es schon mal vorkommt. Wegen der Schule mache ich mir keine Gedanken. Nur ein blödes Beispiel: Ein kleiner Junge aus dem Bekanntenkreis interessiert sich für die Sterne und wünscht sich ein Teleskop. Da sagt doch auch niemand: "Warte bis zur Uni, da hast Du dann dein Teleskop." Interessengebiete sind einfach sehr individuell. Und bei uns ist es eine Mischung aus meinem Mann und mir (Schriftsetzer, der als Programmierer arbeitet und Mediengestalterin mit guten Deutschnoten und einem Papa, der Gedichte schreibt). In der Schule kann sie sich dann mit Schönschrift beschäftigen, falls sie sich langweilt. Das Interesse dafür werden wir dann schoin irgendwie wecken können.

Meine Tochter erfindet auch, genau wie deine, sehr phantasievolle Geschichten und Rollenspiele. Sie spielt sie auch am Liebsten mit älteren Kindern. In ihr "Beuteschema" fallen Mädchen mit langen Haaren, die mindestens 10 sind. Und interessanterweise kann sie die auch voll für sich einnehmen. Bei meinen Eltern hat sie einige solcher "Freunde" in der Nachbarschaft, die sich buchstäblich um sie reissen. Trotzdem ist sie auch immer noch eine normale 4jährige, die sich für lila, rosa und Glitzer begeistert und ihre 4jährige Freundin im Kindergarten über alles liebt.

Außerdem ist meine Tochter mittlerweile sehr ehrgeizig. In diesem Bereich stand es bisher "unentschieden": Mein Mann, der Geduldige und ich, die Ungeduldige. Sie geht seit Sommer zum Ballett und dort hat sie gelernt, dass man für seinen Erfolg arbeiten muss. Die Ballettlehrerin ist wirklich toll und schafft eine gelungene Mischung aus "Wir-Gefühl" und Ehrgeiz. Neuerdings möchte sie auf eigenen Wunsch hin Rollkunstlaufen. Beim Ballett habe ich sie noch begleitet (obwohl sie auch das selbst wollte, aber noch sehr viel kleiner und unsicherer war). Jetzt lasse ich sie alleine herausfinden, wie man sich in eine bestehende Gruppe integriert... als Kleinste, als Anfängerin. Ich saß nur da und habe sie beobachtet und war erstaunt von diesem Feuer in ihren Augen: "Ich WILL das jetzt auch können." Sie fiel z. B. hin und hat sich das Weinen verkniffen, stand auf und übte weiter wie eine Irre. So etwas kenne ich von mir selbst gar nicht. Da scheint mein Mann, der unendlich Geduldige und mein Papa, der Bockige durchzukommen. Ein bißchen unheimlich ist das schon, aber ich weiß: Das ist jetzt SIE, ein individuelles Wesen!!!

Und weil das so ist, werde ich auch nichts daran ändern. Ob das in der Schule gut ankommt, ist mir herzlich egal. Notfalls müssen wir eine passende Schule finden.

Stolz ist allerdings auch unangebracht. Ich kann ja nichts dafür. Ich habe sie zwar "produziert", aber nicht gemacht, sie macht sich selbst. Und das macht mich glücklich, aber nicht stolz. Ich freue mich über jedes Kind, dass irgendwie ein eigenes ICH ausstrahlt.

Beitrag von schwarzesetwas 11.11.10 - 00:01 Uhr

Vielleicht willst Du hören, dass Dein Kind ein Wunderkind ist.
Kommt zumindest bei mir so an.

Laß Dein Kind so wie sie ist.
Mehr kannst Du eh nicht tun.
Freu Dich drüber, wenn sie schon mehr kann, als andere Kids.

Aber, meine Kleine ist grad zwei geworden. Sie kann schon 20 (!) Lieder singen.
Spricht wie ne dreijährige.

Glaubst Du, sie wird in der Krippe ausgegrenzt?
Nein.
Sie ist die Große dort. Und gut.
Die Kinder sind zum Großteil älter als sie, aber keiner, sogar mit drei, hat so einen Wortschatz.
Glück für sie, aber auch Pech für sie.
Die Erzieher erwarten auch anderes von ihr.

Komm runter.
Ich denke, es liegt einfach viel an den Erwartungshaltungen der Eltern.

Lg,
SE

Beitrag von ayshe 11.11.10 - 09:05 Uhr

Hallo,

für mich klingt es auch normal :-)
Sicher, manche interessieren sich nur für Zahlen oder nur für Buchstaben oder auch noch gar nicht dafür.
Aber mit 4 können doch fast alle ihren Namen schreiben, vllt noch leichte von Freunden dazu, kennen die Buchstaben usw.
So jedenfalls, die Kinder, die ich so kenne und auch meine Tochter.

Und die Phantasie kommt dann auch durch, Monster, Gespenster, Hexen, Prinzessinnen.
Und wer ein "Plappermäulchen" hat, der hört dann auch Geschichten.

Bremsen klappt sicher nicht, führt nur zu Frust und ich habe das auch nie gemacht.
Ich habe und mache es eben auch heute noch, immer Fragen beantwortet, alles gezeigt, was sie wissen wollte, erklärt usw.
Eben immer auf ihre Anfrage hin.

Gib deiner Tochter Futter, wie asimbonanga schon sagt, such dir mal im Umkreis Möglichkeiten heraus, die deiner Kleinen gefallen könnten und gib ihrer Gier nach.



Meine Tochter ist jetzt 6,5 und eingeschult.
In der Klasse ist ein Mädchen (gut 7), das schon lesen konnte.
Also mit 4 kann man wirklich nicht sagen, daß es so weitergeht und das Kind dann lesend eingeschult wird, so viele sind das nicht.

UNd es schadet dem Mädchen wirklich nicht.
Bei uns bekommen alle so viel Stoff, wie sie eben brauchen.
Wer weiter ist oder eben schnell seine Aufgaben fertig hat, kann sich so viele Zusatzaufgaben nehmen, wie er will.
Also es läuft echt ganz gut so.

Beitrag von lisasimpson 11.11.10 - 09:13 Uhr

Hallo!

ich verstehe dein Problem gerade nicht ganz.
hast du ein Problem damit, daß deine tochter sich entwickelt?
hast du ein Problem mit ihrem Sozialverhalten?
oder hast du ein problem damit, daß deien idee von Entwicklung sich gerade in der praxis anders darstellt?

dann würde ich dir vielleicht kurz auf alle drei (mutmaßlichen) probleme antworten

1. ja, für jede mutter ist ein es wunder, wie aus dem Säugling ein kleinkind und dann eben ein Kindergartenkind wird und wie ransant diese entwicklung ist. da jedes Kind besondere stärken hat, vergleichen wir häufigdie stärken unsere kinder mit anderen (und lassen die punkte beim verlgeich außer acht, in denen unsere kinder dem durchschnitt entsprechen)- daher kommt uns die entwicklung unserer eigenen kinder häufig grandios vor:) und das ist denke ich gut so!

2. wenn du das gefühl hast, daß sich probleme in ihren Soziualen kontakten anbahen, dann würde ich dies mit den Erziehern im Kiga bespreche nund vielleicht gemeinsam schauen, wie man ihr helfen kann. vielleicht lädst du freundinnen nach hause ein und schaust, wie sie sich im gemeinsamen spiel verhält. wenn dir auffällt, wo das problem liegen könnte, kannt du z.b. im rollenspiel mit ihr andere verhaltensalternativen durchspielen

3. ja, Kinder entwicklen sich nicht so,m wie uns unser schulsystem glauben machen will.
Kinder im alter von 6 jahren tun sich erheblich viel schwerer als Kinder mit 4 jahren wenn es um das erlenen von zahlen und buchstaben geht.
auch wenn man es meinem Geschreibsel vielleicht nicht anmerkt:)- meine Kinder kommen auch aus einem Haus, in dem Sprache (auch geschriebene) eine besondere bedeutung hat. und daher sicher auch von anfang an großen einfluß auf die kinder. mein großer hat schon mit 2 jahren ellenlange gedichte aufgesagt, ob zu geburstagen , den nikolaus usw...
er hat sich quasi im alleingang alle buchstaben beigebracht und schreibt mit etwas hilfe (welcher buchstabe kommt nach dem "P"?) schon einge worte.
das ist nicht verwunderlich- sondern eher normal.
Maria Montessori hat dies schon vor 100 jahren erkannt- unser bildungssystem reagiert nur marginal darauf (ich sehe in vielen Kindergärten mittlerweile schreibwerkstätten- leider bringen viele erzieherinnen nicht die notwenige ausbildung mit, um Kinder in diesem prozess gut belgeiten zu können)
also von daher- ja, lass sie machen, das ist eine völlig normale entwicklung.
steh ihr nicht im wege- erklär ihr, wenn sie was wissen möchte und lass sie ansonsten machen

ja- und auch das "lügen" fängt nun langsam an. konnten sich kinder zuvor nicht vorstellen, daß sie eine Information haben, die ds gegenüber nicht teilt, so beginnt nun eine phase, in der sie entdecken, daß es informationen gibt, die nur sie haben und so den anderen täuschen können.
diese erkenntnis ist unglaublich spannend, denn sie eröffnet eine ganz neue welt!

lisasimpson

Beitrag von ayshe 11.11.10 - 09:18 Uhr

##
ja- und auch das "lügen" fängt nun langsam an. konnten sich kinder zuvor nicht vorstellen, daß sie eine Information haben, die ds gegenüber nicht teilt, so beginnt nun eine phase, in der sie entdecken, daß es informationen gibt, die nur sie haben und so den anderen täuschen können.
diese erkenntnis ist unglaublich spannend, denn sie eröffnet eine ganz neue welt!
##

#rofl Ja, Lisa, unheimlich spannend, besonders auch für die Eltern ;-)

Und es wird anstrengender, dem Kind gedanklich einen Schritt voraus zu sein, um den Überblick zu behalten :-)

Beitrag von lisasimpson 11.11.10 - 09:23 Uhr

ach was- wir eltern müsse nuns einfahc damit abfinden, daß sich so langsam das blatt wandelt - wir die vertottelte Elterngeneration werden un die kleinen und pfiffig aufs kreuz legen können.

wenn du das erst mal akzeptiert hast, gehts dir besser:)

lisasimpson

Beitrag von ayshe 11.11.10 - 09:34 Uhr

Nein, nein, nein, ich will aber noch nicht #heul


Im Grunde muß ich ja oft schmunzeln, was die Kleine sich so ausdenkt und was sie dann auf welche Weisen versucht durchzuziehen.
Es freut mich ja, daß sie da gut mitdenkt, aber man muß eben immer auf der Hut sein.

Und ich mache mir auch den Spaß, es ihr knallhart ins Gesicht zu sagen, wenn ich weiß, was sie vorhat und verheimlichen will.
Und knattert der Kopf und sie sucht sich schnell irgednwelche Ausreden, um das zu leugnen und sie wird immer besser ;-)

Beitrag von dodo0405 11.11.10 - 12:13 Uhr

Ich danke euch für eure Antworten. #danke

Vielleicht hab ich mich von den Äußerungen anderer Mütter, dass meine Tochter nicht normal sei in ihrer Art und das später mal arge Probleme geben würde, einfach komplett verunsichern lassen... #gruebel

lg


Beitrag von rmwib 11.11.10 - 12:25 Uhr

Ich finde auch sie klingt wie ein ganz normales Vierjähriges Mädchen.

#pro

Beitrag von dodo0405 11.11.10 - 12:51 Uhr

Ganz schön anstrengend, so ganz normale vierjährige Mädchen #schwitz

Beitrag von rmwib 11.11.10 - 13:42 Uhr

Ich find meinen Zweijährigen auch oft anstrengend #schwitz#zitter die können einen echt fertig machen.

Er kann übrigens auch schon Zahlen lesen- seit er 18 Monate war, oder weiß der Geier wie lange vorher schon, aber mit 18 Monaten hat er das das erste Mal durchblicken lassen #schock

Und er kann auch ganze Bücher auswendig #schwitz ist der Wahnsinn wenn man überlegt, in welcher rasanten Geschwindigkeit aus so einem liegenden, hilflosen Bündel so ein Schlaufuchs wird.

Ich wünschte manchmal, ich könnte auch noch so schnell und mühelos lernen wie er. Meine Mama sagt, ich konnte auch so früh alles was man mir vorgelesen hat nach 2-3 Mal wiedergeben und hab dann stundenlang so getan als würde ich lesen #schwitz
Mein Kurzer fährt vor allem auf Sachen ab, die sich reimen, die merkt er sich besonders gut-

Wann ging das bei euch mit dem Lügen los? Er benutzt das jetzt auch schon, aber vor allem um zu verzögern oder damit ich komme (z.B. dass er behauptet, er müsste mal auf Toilette - da weiß er, dass ich renne um ihm zu helfen- oder er sagt das auch abends im Bett, damit er nochmal aufstehen darf #rofl das hab ich als Kind auch gemacht- LANGE- ich erinner mich da noch gut dran...)

Beitrag von kaffetante 11.11.10 - 14:06 Uhr

Also - entgegen der Meinung der Anderen User finde ich schon, dass Deine Tochter sehr weit ist. Da herrscht hier vielleicht immer ein Schatten von "Missgunst" oder der dringende Drang solche Postings ins negative zu reden.

Ich finde auch, dass Kinder sehr interessiert sind und auch meiner konnte mit vier fast ohne Fehler bis 100 zählen. Er lernt auch sehr schnell und ist recht fix in logischem Denken. Ich finde das für ein Kind in diesem Alter alles andere als normal. Fast erschreckend. Ich will mich keineswegs damit brüsten, wie gesagt - ein bisschen mehr Kindsein ist mir lieber, der Ernst kommt noch früh genug. Mein Mann war auch so wie Deine Tochter. Durch die Grundschule kam er ohne einen Finger krum zu machen, danach hat er sich auf dem Gymnasium und der Uni tierisch schwer getan, weil er nie gelernt hat zu lernen. Er war es einfach gewohnt, dass ihm alles zufliegt, dass hat ihm hinterher echt Probleme bereitet.

Das Ende vom Lied ist nämlich, dass er nun im nächsten Jahr in die Schule soll und das mit 5,5 Jahren. Das macht mir schon Angst, denn keiner will ihm mehr im Kindergarten noch 2 Jahre beschäftigen, aber ich sehe da noch viele, viele Baustellen neben einfachem "Wissen".

Ich würde auch nicht bremsen, aber es im Auge behalten.

LG

Beitrag von sonne_1975 11.11.10 - 18:35 Uhr

Aber wenn alle hier bestätigen können, dass ihre Kinder auch so ähnlich weit sind, genau wie deins, hast du vielleicht einfach falsche Vorstellungen, wie ein 4jähriger zu sein hat?

Hier von Missgunst zu sprechen finde ich unverschämt. Wir kennen unsere Kinder schliesslich besser.

Ich habe auch in der Schule wenig lernen müssen, an der Uni genau so wenig. Warum muss jeder nach der Grundschule Probleme bekommen, weil er etwas intelligenter ist als der Rest?

Jetzt mit 35 würde ich nie den Stoff in der Zeit (2-3 Tage) lernen können wie damals mit 20, nicht mal in der Woche oder 2.. Aber Kinder und Jugendliche sind da noch ganz fit.

Beitrag von kaffetante 11.11.10 - 19:33 Uhr

Nein - ich denke, dass da in der heutigen Zeit viel zu viel "Wert" darauf gelegt wird, was die Kinder können. Schon mit 3 Jahren werden sie gefördert, was das Zeugs hält. Ich nehme mich da nicht vollkommen aus, aber mir fehlt heutzutage ein wenig die Kindheit. Der Ernst des Lebens kommt noch früh genug.

Ich habe auch wenig lernen müssen - sowohl an der Schule als auch an der Uni - aber ich weiß, dass ich weder schreiben noch rechnen noch sonstwas konnte, als ich in die Schule kam. Ich war weder in der Musikschule noch im Englischuntericht.

Ganz ehrlich? Ich möchte in der heutigen Zeit kein Kind mehr sein. Wir haben auch keine Kinder mehr, sondern kleine Abziehbilder von uns. Wie gesagt, ich nehme mich da nicht aus, weil ich mich diesem "Trend" auch nicht ganz entziehen kann und will. Aber manchmal wird es übertrieben. Ich denke sehr wohl, dass ich weiß, was ein vierjähriger können muss. Und eine gute Erzieherin und ein Kinderarzt wird Dir das bestätigen. Vielleicht nicht unbedingt die Menschen, die Kapital aus so dem Förderwahn schlagen.

Und ich finde schon, dass jede Mutter, die ihr wagt Ihr Kind als "besonders" zu sehen hier als "blinde Kuh" abgestempelt wird. Vielleicht sind hier alle Kinder Genies - aber ich bleibe dabei, normal ist das nicht.

Ich bin selbst froh, dass mein Kind pfiffig ist, aber das heißt nicht, dass es perfekt ist - ich bin froh, dass ich mich dann auf die Schwächen konzentrieren kann und nicht noch gezielt das vermeindlich "Selbstverständliche" fördern "muss".

LG

Beitrag von sonne_1975 11.11.10 - 20:29 Uhr

Hm, also ich kann mich von dem Wahn rausnehmen. Mein Kind geht zum Mutter-Kind-Turnen und das war es. Ansonsten ist er bis 13 Uhr im KiGa und nachmittags wird nur gespielt. Nicht "gefördert".

Wir wohnen aber auch auf dem Land, da ist man viel ruhiger, was Förderwahn (wo ich dir zustimme, ein Kind soll Kind sein dürfen) angeht.

Trotzdem interessiert er sich seit langem für Buchstaben, Lesen kann er aber noch nicht (muss auch natürlich nicht). Genau so für Zahlen, ich glaube, einiges kommt vom Kindergarten, denn er weiss plötzlich, welche Zahl grösser ist als die andere, das haben wir ihm nie beigebracht oder so.

Ich habe in vielen Dingen, die TE gepostet hat, mein Kind wiedererkannt und ich halte mein Kind für ein normales wissbegieriges Kind. Vom KiGa wurde mir auch noch nie etwas anderes gesagt, eher werden die Schwächen aufgezählt (mag nicht malen, wobei es sich seit ein paar Wochen geändert hat, er hat Rakete über dem Meer gemalt, deswegen hat mich das Flugzeug am Wasser nicht gewundert).


Ich konnte damals mit 4 lesen, ich erinnere mich selbst, dass ich im KiGa Bücher gelesen habe. Rechnen konnte ich auch vor der Schule, ich weiss, dass ich bis 10 (also Ergebnis 10) multiplizieren konnte, 2x3 und so.

Keiner hat mich "gefördert", es kam von selbst.

Beitrag von kaffetante 12.11.10 - 08:38 Uhr

Mhhh, ok - ich gebe Dir auch recht. Trotzdem finde ich manches nicht normal und ich finde auch, dass man ein Auge darauf haben sollte.

Meiner lernt beispielsweise haufenweise Telefonnummern auswendig. Er kann alle Familienmitglieder und seine Kindergartenfreunde inklusive Handy- und Faxnummern. Das finde ich geht zu weit. Er malt nicht im KIGA, er schreibt "Telefonbücher" Numer, Name, Nummer, Name. Das finde ich geht zu weit. Er wird bald 5 und vor einem Jahr hielt ich es auch für normal - da tat er genau das - er interessierte sich für Zahlen und Buchstaben.

Verstehst Du jetzt, was ich meine? Ich halte mein Kind keineswegs für hochbegabt, aber wenn Du jetzt schreibst, das sei normal, würde ich Dir schon wiedersprechen.

Gestern war meine Freundin mit Ihrem Sohn da, sie beschwert sich ständig, dass Ihr vierjäjhriger "nichts" kann. "Stimmt" er ist "normal" - er spielt Rollenspiele, Autos und hat einen wunderbaren Wortschatz und eine tolle Fantasie. Er ist ein Kind.

So, jetzt wünsche Ich Dir einen schönen Tag, MUSS meinen Sohn jetzt vorsichtshalber in der Schule anmelden, weil sie ihn "loswerden" wollen.

LG

Beitrag von sonne_1975 12.11.10 - 14:07 Uhr

Da hast du Recht, Telefonbücher mit Name und Nummer ist echt nicht "normal", im Sinne von verbreitet.

Ich verstehe jetzt, was du meinst, aber die TE ist ja schon fast in Panik verfallen, weil sich ihre Tochter für Zahlen interessiert und DAS ist ja wirklich normal bzw. weit verbreitet.

Muss er echt in die Schule? Mit 5,5 dann?

Wir wohnen ja in Hessen, da ist und bleibt der Stichtag 01.07., was ich für richtig halte.

Beitrag von kaffetante 12.11.10 - 14:24 Uhr

Hallo,

wir kommen gerade von der Schule.

Auch sie sind der Meinung, dass er schon jetzt nicht mehr in den KIGA gehört. Er schrieb seinen vollen Vor- und Nachnamen und rechnete mit der Rektorin, ich wusste gar nicht, dass er das kann. Sie meinte, sowas hätte sie in dem Alter nicht jeden Tag. Aber sie meinte, dass meine Bedenken auch nicht unberechtigt wären.

Naja, jetzt sind nur noch wir Eltern der Meinung ihm noch Zeit geben zu wollen.Ich habe ihn angemeldet, werde ihn aber zu 90% wieder abmelden, das geht wohl bis einen Tag vor Schulbeginn, da er ein Kann-Kind ist. Pfiffigkeit hin oder her, er trotz allem noch sehr (körperlich klein) und das Selbstbewusstsein muss sich noch ein wenig festigen. Aber verstehst Du, wa ich meine? Ich halte, nochmal nciht für hochbegabt, aber wenn wir seine "Fähigkeiten" ausser acht lassen und es als "normal" hinnehmen, können in dieser Hinsicht auch Fehler gemacht werden.

Schönes Wochenende, wir gehen jetzt Laternenlaufen#huepf - endlich mal wieder Tobewetter.

LG

Beitrag von sonne_1975 11.11.10 - 20:31 Uhr

Ach so, noch was.

Ich finde auf keinen Fall, dass ein 4jähriges Kind es können "muss". Jeder hat andere Interessen, unsere sind eher auf Buchstaben, Logik usw. Andere haben was anderes, was unsere nicht so können (meiner kann kaum 40 Teile puzzeln und auch nur im Rahmen).

Beitrag von gismomo 12.11.10 - 08:20 Uhr

Hallo,

mein Sohn war im sprachlichen Bereich den anderen gleichaltrigen Kindern immer ca. 2 Jahre voraus. Dafür war er im sozialen Bereich hinterher - was nicht heißt, dass er ein unsoziales Verhalten aufgewiesen hätte, aber er war dort definitiv "unreifer" und kindlicher als Gleichaltrige, und was andere Kinder ganz selbstverständlich "einfach so" gemacht haben, musste ich ihm immer erklären bzw. einfach akzeptieren, dass er noch nicht so weit war (z.B. ohne mir irgendwo hinzugehen).

Ausgewirkt hat es sich so, dass es wenige Kinder gab, die gleiche Spielinteressen hatten wie er. Mein Sohn wollte immer Rollenspiele machen und das ging nur dann gut, wann a) ein anderes sprachlich interessiertes Kind da war (das waren im Normalfall sowieso nur Mädchen) und b) sich die anderen Kinder auf sein "Theaterstück" eingelassen haben, da es kein Kind gab, das sich von sich aus die Rollen ausgedacht und formuliert hat, das hat er übernommen und gut ging das nur, wenn das andere Kind bereit war da mitzumachen.
Einzig wenn meine Nichte (vier Jahre älter) da war, waren die beiden "auf einer Ebene" und haben sich das Stück zusammen ausgedacht.

Ich musste mir auch von anderen Eltern blöde Kommentare anhören... zuerst hat es mich sehr gekränkt und mir wirklich weh getan, inzwischen weiß ich, dass es bei uns im Wohngebiet einfach üblich ist, dass die Kinder und ihre "Leistungen" miteinander verglichen werden (es wohnen hier sehr viele Akademiker und man ist schon sehr ehrgeizig, was die Förderung des eigenen Kindes angeht).
Ich erinnere mich an eine Situation, als durch Zufall herauskam, dass mein Sohn am Anfang der zweiten Klasse innerhalb eines Tages drei Bücher gelesen hatte - die Reaktion der Mütter war die, dass sich alle unter Zugzwang fühlten und mir den Vorwurf machten, ich hätte "die Messlatte" für ihre Kinder so hoch gelegt. Dabei ging es gar nicht darum, dass die Kinder alle so viel lesen können sollten, sondern es ging um eine freiwillige Teilnahme bei Antolin, und mein Sohn wollte da halt mitmachen und da er sehr viel und schnell liest hat er halt drei Bücher gelesen und mitgemacht. Da die Klassenlehrerin das in der Klasse kommuniziert hat, kam es heraus. Das reichte aus, um die anderen Mütter zu verunsichern - aber keiner hatte von ihnen oder ihren Kinder verlangt, dass das bei ihnen auch so sein müsste.

Lange Zeit hab ich dann nur noch über die Defizite meines Sohnes geredet, um keine Neidgefühle mehr zu wecken. Inzwischen ist mir das zu blöd und ich stehe dazu, dass mein Sohn eben auch seine Stärken hat.

Schwierig ist es immer noch mit den Spielkameraden. Die Mädchen haben so langsam keine Lust mehr, mit den Jungs zu spielen (was ja normal ist), aber es gibt wenig Jungs, die gleiche Interessen haben wie mein Sohn. Er wird jetzt allerdings auch von sich aus ein bisschen "wilder" und jungstypischer.

Ich würde deine Tochter machen lassen und sie in ihren Stärken unterstützen. Mein Sohn ist z.B. sehr gerne ins Kindertheater gegangen und hat schon immer Bücher aller Art (Geschichten und Sachbücher) verschlungen. Er hatte eine große Verkleidungskiste und Kasperlefiguren und hat tolle Theaterstücke damit gespielt. Von jeder Bekannten musste ich mir anhören "Dein Sohn wird bestimmt mal Schauspieler", aber ich habe das gelassen gesehen.

Warum ich meinen Sohn unterstützt habe in dem, was ihm wichtig ist und was er gut kann? Weil ich will, dass er ein Mensch ist/wird, der ein gesundes Selbstwertgefühl aufbauen kann und der spürt, was er im Kern wirklich ist und was ihn ausmacht. Er wird später kein Schauspieler werden. Vielleicht wird er mal Lehrer, oder er wird Forscher (sein Traumberuf) und ist dann in der Lage, sehr gut Präsentationen vorzutragen. Es schadet ihm also nicht, dass er jetzt das macht, was er gern macht und gut kann. Er wird auf jeden Fall glücklich sein, weil er nicht verbogen wurde (ich könnte ihn ja auch dazu zwingen, Fußball zu spielen, weil das Jungs eben so machen und er dadurch vielleicht eher Freunde finden würde), und ich glaube, es ist eins der wichtigsten Dinge überhaupt, dass Kinder zu dem werden können, was in ihnen angelegt ist und was sie von Geburt an mitbringen.

Vielleicht findet deine Tochter ältere Kinder, die mit ihr auf einer Ebene sind und gleiche Spielinteressen haben. Oder Kinder, die es mögen, wenn sie den Ton angibt und den anderen Kindern sagt, was sie für Dialoge sprechen sollen. So war es bei meinem Sohn, das waren dann halt nicht zehn Kinder aus der Kiga-Gruppe, sondern nur drei.

Im Übrigen - auch wenn ich das nie jemandem gesagt habe, nicht mal meinem Sohn - finde ich es wunderschön, dass er auch so gerne liest und so großes Interesse an der Sprache hat wie ich. Auch wenn ich meine Beiträge hier nur runterschreibe und nicht sorgfältig formuliere, liebe ich Sprache und ein Leben ohne lesen könnte ich mir nicht vorstellen, das wäre nur ein halbes Leben. Deshalb ist es einfach schön zu sehen, dass er das ebenfalls mitbekommen hat und diese "Schätze" sowohl entdecken als auch würdigen kann, sie bereichern sein Leben ebenso wie meines.
Freu dich also daran, dass es bei euch ebenfalls so ist!
Warte mal ab, bis deine Tochter lesen kann - es ist toll zu sehen, wie das eigene Kind Bücher entdeckt und völlig darin versinkt. Vielleicht hört in diesem Moment die Unsicherheit auf, ob es richtig ist, das Kind in seinen sprachlichen Interessen zu bestärken.

lg
K.

Beitrag von gismomo 12.11.10 - 08:23 Uhr

Nachtrag: Was das Auswendig-Merken von Gedichten und Reimen angeht, war mein Sohn auch so. Heute hat das den Vorteil, dass er eine nahezu perfekte Rechtschreibung hat und dass er problemlos Dinge auswendig lernen kann. Für die Schule ein absolutes Plus. Sei froh darüber, dass deine Tochter hier fit ist, das erleichtert in der Schule mal vieles.

lg
K.

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