Wohnen mit 2 Wohnsitzen

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von hejama 10.11.10 - 23:50 Uhr

Hallo
ich wollte mal fragen, wer wohnt wie ich mit Kind an 2 Wohnsitzen.

Während der Woche wohnen wir in eine Stadtwohnung (Nähe zu Kita und Arbeit), Ab Freitag bis Montag (mein freier Tag) wohnen wir auf dem Dorf in einem alten Haus mit Bauerngarten.

Unsere Tochter ist jetzt 2,5 Jahre und hat alles bislang gut mitgemacht. Ich finde dieses Leben manchmal schön, aber auch ziemlich anstrengend. Ach ja ich und meine Partner arbeiten beide 75%

Bin gespannt, ob es noch ähnliche Familienkonstellationen gibt.

Gruß
hejama

Beitrag von fensterputzer 11.11.10 - 09:44 Uhr

Meine Partner und Beide?? Du mußt bei meine Partner ja mindestens 2 haben.

Beitrag von redrose123 11.11.10 - 09:59 Uhr

Schlecht drauf heut?

Sie meint das sie beide 75 % Arbeiten ;-) Hat wohl das wir vergessen :-P


Nein so wöllte ich wohl nicht leben wäre mir zu stressig und zu teuer im Unterhalten beider Wohnungen....

Beitrag von spuddel2002 11.11.10 - 10:54 Uhr

Oh, das interessiert mich sehr!#pro

Hallo Hejema,

wir wohnen derzeit in Lübeck. Da ich die Stadt liebe und mein Mann das Land , haben wir das auch überlegt.

Wie weit liegen Eure "Zu Hauses" auseinander?
Ist es wegen der Fahrererei so anstrengend? Oder fehlen immer mal Sachen?
Warum habt Ihr Euch so entschieden? Hat sich Eure Entscheidung so zu leben rückwirkend gelohnt?
Wie macht Ihr das mit Euren Freunden? Habt Ihr überall welche? Seid Ihr in beiden Umgebungen gut integriert?

Also ich kann Dir leider nicht so viel Erfahrung von mir sagen, aber Lust hätte ich dazu auch sehr. :-D
Vielen lieben Dank, wenn Du meine Fragen beantwortest, weil meine Familie, wir überlegen auch schon.

Achso, lebt Ihr in einer Eigentumswohnung und in einem eigenem Haus?

Ich grüße Dich!#winke

Beitrag von hejama 15.11.10 - 11:01 Uhr

Hallo zu deinen Fragen,

sowohl unsere Wohnung (meine ehem. Singlewohnung) und auch sein Haus (über 100 Jahre alt) gehören uns als Eigentum

Die Entscheidung hat sich dadurch ergeben, dass wir uns nicht besonders lange kannten bevor unser Sommerbaby kam und ein Umzug davor sowieso nicht möglich war, das alte Haus mit Garten zu verkaufen ist schwierig, weil es ein Familienerbe darstellt und mein Partner sehr daran hängt, ich mir aber wirklich beim besten Willen nicht vorstellen kann dort dauerhaft zu Wohnen.
Haus und Wohnung liegen knapp 40 km auseinander. Zwischen Wohnung und Haus fahren wir je nach Tageszeit und Verkehrsmittel zwischen 40 Min und 1. Stunde.

Die Integration finde ich schwierig. Es ist für unsere Tochter schwierig am Wochenende auf dem Land Freunde zu treffen, weil sie dort nicht integriert ist über Kindergarten, Spielgruppe und am WE auch die Eltern dort mit ihren Kindern ihr eigenes Famiilienprogramm haben. Wir sind für unsere Bekannte in der Stadt nicht spontan erreichbar (wenn alle Zeit haben am WE, und auf dem Land haben wir keinen Alltag, sondern nur WE

Schwierig ist es 2 Haushalte zu führen, man putzt immer doppelt, man zahlt doppelt (z.B. GEZ, im Winter müssen beide Wohnsitze beheizt werden) und man organisiert doppelt (Einkaufen., was ist noch in
welchem Kühlschrank). Zeit und Geld sind unökonomisch eingesetzt

Wir haben sogut wie alles doppelt und die Haushalte sind in sich komplett, das ist schon ok. Dass wir immer irgendwo was vergessen, nehmen wir eigentlich mittlerweile ganz gelassen.

Freiwillig würde ich die Konstruktion nicht wählen, der Aufwand ist - finde ich zu hoch- man kommt nie richtig an und wenn andere Freitags nachmittag ihr Wochenende anfange, putze ic noch die Wohnung in der Stadt und fahren ne knappe Stunde aufs Land.

Wenn Du noch was genaueres Wissen möchtest, melde dich einfach

Gruß
hejama

Beitrag von heiho 11.11.10 - 11:48 Uhr

Hallo,

wir haben so ein Jahr gelebt, wegen arbeit, Hauskauf und ganz langsamen Umzug..... Mein Kleiner ist jetzt auch 2 1/2 Jahre alt, er hat es nicht soooo gut weggesteckt. Zuerst gings, da war er kleiner und konnte noch nicht viel dazu sagen, aber später hat er oft geweint, egal von welchem ort wir weggefahren sind und wollte immer da bleiben, wo er gerade herkam. Jetzt wohnen wir nur noch an einem Standort auf dem Land, er vermisst die Stadt (ich und mein Mann auch), doch es kehrt lansam aber sicher Ruhe ein, was auch nötig war. Wir müssen eh noch oft in Das Haus in der Stadt fahren, um den Rest "umzuziehen", so sehen wir wie sich das haus langsam leert und das ist gut so, dann fällt der Abschied nicht so schwer. Es war im Nachhinein ein ungeheurer Kraftakt für uns drei, das pendeln, was mir in der Situation selbst gar nicht so aufgefallen ist.
LG

Beitrag von regentropfen123 11.11.10 - 13:14 Uhr

Hallo !

ach ich hab mir das gerade so schön vorgestellt...die Woche über in der Stadt und am Wochenende ein romantisches Häuschen auf dem Lande...
Aber das sieht nur in meiner Phantasie schön aus.

Ich/Wir machen das schon seit 10 Jahren. Und.......ich hasse es irgendwie.

Mein Partner hat sich mal in seinem Elternhaus bei seinem Vater eine Wohnung ausgebaut. Diese haben wir auch komplett eingerichtet.

Mein Wohnort ist 45km entfernt.
Nun sieht es die ganzen Jahre so aus das wir die Woche über in meiner Wohnung verbringen und am Wochenende dann in die andere fahren. Jedes Wochenende 90km insgesamt.

Die Woche über sind wir hier in der Kleinstadt und am Wochenende dann dort auch in der Kleinstadt (eher dörflich).
Das einzige positive ist das wir dort einen Garten/Grundstück haben.
Für die Kinder natürlich schön.

Aber es nervt mich. Jeden Freitag Tasche packen. Den Kühlschrank leer räumen (also das was aufgebraucht werden muss) und alles runter buckeln zum Auto. Und dann die Fahrt.

Dort alles wieder ins Haus schleppen und auspacken.
Es es wird eigentlich immer etwas vergessen.
Mal fehlt mein Shampoo, mal die Zeitung die ich gerne lesen wollte, mal den Wein den ich fürs Wochenende besorgt hab usw.

Die Kinder maulen auch weil sie nur ein paar Kleinigkeiten mitnehmen können und ausgrechnet dann mit was anderem spielen wollen.

Und am Sonntag wird dann wieder gepackt und es geht zurück. Wieder alles ins Auto. Die Fahrt zurück und wieder alles nach oben schleppen und auspacken.

Zusätzlich muss man auch sehen das man doppelt putzen muss.
Jeden Sonntag bevor wir fahren, saugen und wischen wir alles, machen den Spüler fertig, räumen alles weg bzw. auf, Bad putzen, Müll raus...

Bad putzt man doppelt, die Fenster, man bezieht doppelt Betten, wischt doppelt Staub und und und...na und nen Garten hat man ja dann auch noch

Also 2 komplette Haushalte zu versorgen.

Beitrag von fensterputzer 11.11.10 - 13:19 Uhr

Ein großer Wohnwagen ist deutlich billiger.

Beitrag von aeni 12.11.10 - 07:31 Uhr

Huhu...

Ich hab keine erfahrung damit....eine freundin meiner mutter allerdings schon....bei ihr ist es aber etwas anders wie bei dir...

Sie wohnt unter er woche mit ihren 4 kindern (9-2) bei ihren eltern in einer 5 häuser dorf im wald....bushalte 3km weg....ort mit kiga und schule ca 7km weg....
Ihr mann arbeitet in einer stadt ca 100km von dort weg...zusammen haben beide ein haus dort wo er herkommt....von ihren eltern ca 200km entfernt....sie fäht fast jedes we von fr mittag bis so abend ins gemeinsame haus...in den ferien ist siefast komplett mit den kindern bei ihm...

Ich kann sie nicht verstehen....ihre eltern wollen eig garkeine hilfe von ihr.. Sie sagt aber sie kann nicht von den eltern weg weil sie ihnen helfen muss...sie wohnt dort mit ihren 4 kindern in 2 kleinen zimmern...bei ihrem mann hätte jedes kind ein zimmer...die schule und der kiga wären nur 5 gehminuten weg...aber sie mag die schwiegereltern nicht die gegenüber wohnen...

Leider ist meine mama schon 13 jahre tot...sie hätte ihr sonst mal den marsch geblasen...sie sagt selbst dass die kinder keine freunde haben weil sie in den ferien und am we nie dort sind wo sie zur schule oder in den kiga gehen...abr ihre kinder brauchen keine freunde...weil sie sind ja zu viert....

Wie gesagt...leicht andere situation...aber für mich völlig undenkbar...

Lg

Beitrag von sinastern 12.11.10 - 08:14 Uhr

ja wir werden das bald so machen ich und die kleine ziehen in die stadt in ne kleine wohnung und der papa bleoibt in unserem haus wohnen...so 1-2 jahre müssen wir das machen, mal sehen wies klappt#gruebel