Stimmungsschwankung oder gar Depressionen

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von katy08 11.11.10 - 16:07 Uhr

Hallo,
ich weiß nicht mehr wirklich wo ich um Rat fragen kann ich habe seit einigen
Monaten wirklich stake Stimmungsschwankungen die bis große Zukunfstägste gehen, dieser Babyblues scheint es aber nicht zu sein, ich mag mein Baby sehr gerne auf dem Arm und kann meine Finger nicht von Ihm lassen:-p
Es ist eher mein 2 Jähriger der mir die Moral nimmt er ist seeeehhhr anstrengent#schwitz
Und momentweise überkommt mich auch ein wirklich schlechtes gefühl das ich nicht richtig einordnen kann.
Bislang hielt ich nichts von Antidepressiva doch so langsam ändert sich meine Meinung, weil es hierbei nicht nur um mich geht sindern auch um meine Kinder, und da ich deswegen keine Gedult mehr habe und für nichts zu haben bin leiden sie natürlich.
Wer kann mir Tipps geben, ausser zum Psychater zu gehen#kratz

LG Sandra

Beitrag von julis8 11.11.10 - 16:32 Uhr

also ich denke Du wirst um eine Beratung nicht rum kommen. Es ist keine Schande sich einen Meinung von einem Psychater/Psychologen zu holen. Er oder sie kann Dir eine fundierte Meinung geben.

Probiere es einfach aus. Oft warten die Menschen zu lange und dann wird es nicht besser sondern schlimmer.

alles gute
lg
julis

Beitrag von julibraut 12.11.10 - 00:03 Uhr

Hol dir bitte Hilfe. Wie alt ist denn dein Kleiner? Wenn es geht, ruf am besten deine Hebamme an und frag sie, ob sie dir nicht eine Beratungsstelle/Therapeuten empfehlen kann.
Ich hatte auch nach der Geburt eine postpartale Depression (auch ich habe unseren Kleinen von Anfang an geliebt und konnte zu ihm eine wunderbare Beziehung aufbauen). Dank meiner Hebamme und meiner Psychiaterin habe ich das Ganze jetzt gut im Griff. Ich bin zwar noch nicht ganz "geheilt", aber ich möchte nicht wissen, wie es mir ohne die Hilfe heute ging.

Beitrag von joulins 12.11.10 - 11:10 Uhr

Hallo Sandra,

postpartale Depressionen können im gesamten ersten Jahr nach der Geburt auftreten und müssen nicht zwingend mit negativen Gefühlen für das Baby einhergehen.

Vielleicht ist es auch ein Mother-BurnOut. Ich hatte auch einen irre anstrengenden Zweijährigen, als mein kleiner Sohn geboren wurde - ich weiß, es kostet sehr viel Kraft, und Pausen gibt es quasi nicht. Entweder kräht der eine, oder andere, oder beide. Aber es wird besser!

Dennoch solltest du einen Fachmann aufsuchen, und wähle am besten gleich den Weg zum Psychiater oder Neurologen, denn die können dich auf ein leichtes Medikament einstellen ... halte dir immer vor Augen, je schneller du dir Hilfe suchst, desto schneller geht es dir besser. Ein Erschöpfungszustand kann auch in eine Depression umschlagen.

Ich wünsch dir gute Besserung, und viel Kraft und gute Nerven in der nächsten Zeit!

Joulins #klee

Beitrag von herrlucci 12.11.10 - 16:29 Uhr

Hallo,

profamilia bietet sehr gute Beratungsmöglichkeiten, und Du hast nicht das Gefühl beim Psychologen zu sitzen...
Ich war selbst mal dort, und alleine die Möglichkeit mal ein bißchen von der Traurigkeit / Problematik zu erzählen hat mir sehr geholfen!
Die Beraterin war eine Dipl. Sozialpädagogin und mit allem sehr betraut!

Trau Dich nur!

Viele Grüße Katja

Beitrag von katy08 12.11.10 - 17:56 Uhr

Dank Euch allen,
war heute beim Hausarzt der
hat mir erst mal Energie Preperate aufgeschrieben, mal abwarten!

LG Sandra

Beitrag von paula74 16.11.10 - 13:50 Uhr

Hallo Sandra

Ich kenne wirklich viele viele Psychiater (und mit dem Besten von ihnen bin ich verheiratet :-) ). Scheu Dich nicht davor, zu Ihnen zu gehen. Es sind ganz normale, nette Menschen! Sie werden Dich bestimmt nicht komisch anschauen, wenn Du Ihnen Deine Probleme schilderst. Das ist ihr tägliches Brot und bei Dir gibt es ja sogar einen ganz einfachen organischen Hintergrund: die Hormonumstellung nach der Geburt.

Psychiater sind ja auch die einzigen, die sowohl medikamentös als auch psychotherapeutisch behandeln können und dürfen. Antidepressiva würde ich mir sicherlich nicht vom Hausarzt verschreiben lassen, sondern wenn nötig eben vom Psychiater. Aber gerade direkt nach der Geburt (stillst Du?) sind ja auch nicht-medikamentösen Behandlungsmethoden genauso wichtig, in denen sie auch in der gesamten Facharztausbildung (5 Jahre) geschult wurden.

Also los, lass Dir einen Termin geben und los!

Alles Gute, Paula