mord/totschlag....

Archiv des urbia-Forums Allgemeines.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Allgemeines

Aktuelles und Zeitloses rund um das (Familien-) Leben im Allgemeinen. Auch gesellschaftliche Themen sind in dieser Rubrik willkommen. Alles rund um den Internet-Handel, Versand etc. gehört in das Forum "Internet & Einkaufen".

Beitrag von mama-von3 11.11.10 - 18:37 Uhr

Ich schildere mal einen Fall:

Ein Mann geht her und reisst einen unschuldig hinzugekommenen einfach zu boden tritt und schlägt ihn mit Fäusten. Tritt dem wehrlos auf dem boden liegenden mehrmals gegeb den Kopf und in den Bauch. Immer und immer wieder bis das Opfer tot ist und haut dann ab.

Ist das Mord? Totschlag ? Körperverletzung mit todesfolge(glaub ich fast weniger denn das Opfer starb ja währen den tritten...)

Alles passiert im Alkoholrausch.

Das opfer hatte multible Kopfverletzungen und brüche und starb an ein pipention (einatmen körpereigener sekrete-blut speichel mageninhalt)

Also definitiv WEGEN dem Täter !

Mit was muß der Täter rechen? der Täter war schon mehrmals auffällig.Immer im zusammenhang mit Alk/schlägereien....ist angeblich auch schon mal gesessen....

danke für Antworten im vorraus

Beitrag von engel_in_zivil 11.11.10 - 18:43 Uhr

hi,

ich gehe mal von aus, dass die staatsanwaltschaft auf totschlag plädiert. bei mord muss meist ein vorsatz geboten sein und das ist oft schwer zu beweisen. auch wenn es für die nahestehenden ein mord ist...

lg

Beitrag von mama-von3 11.11.10 - 18:48 Uhr

also eher totschlag. klar für uns ist es mord !!!!
habe soeben erfahren das der Täter angeblich bei einer security ausgebildet war und dort ne zeitlang gearbeitet hatte..... kein wunder konnte er mit links einen Mann töten und den anderen ins kkh schlagen:-[

totschlag-ich hoffe er kommt laaaange hinter gitter

Beitrag von engel_in_zivil 11.11.10 - 18:52 Uhr

meist ist es so. leider ... aber es kann duchaus auch sein, dass die staatsanwaltschaft doch auf mord plädiert. aber es ist eben wirklich schwer, das in solch einem fall durchzubekommen.
aber auch für totschlag kann es "lebenslang" geben.

Beitrag von similia.similibus 11.11.10 - 19:11 Uhr

Hoffentlich!

Beitrag von triso 11.11.10 - 19:03 Uhr

In unserem Ort wurde vor 8 Jahren ein 24jähriger Mann während einer Party vor dem Lokal von 2 Männern totgetreten.
Die Zeugen wurden ebenfalls mit dem Tod bedroht und haben mehrere Wochen nicht ausgesagt, einem wurde mit einem Messer in den Hals geritzt, damit er dichthält.
Der Erwachsene hat 4 Jahre bekommen, der 21jährige 3 Jahre,
da sie alkoholisiert gewesen sein sollen (lt. Zeugenaussage).
Beide durften wegen der guten Sozialprognose früher raus.

Die Angehörigen haben lebenslang und die beiden drangsalieren inzwischen wieder munter weiter die Jugendlichen.

Da fehlt mir die Ausschöpfung der Möglichkeiten unseres Rechtstaates.:-(

Beitrag von mama-von3 11.11.10 - 19:05 Uhr

klasse:-[


ist es nicht unfair???????

ich will nicht dran denken..... ist zum speihen !!!!




ich würde mir echt wünschen das das Sch"""n sitzt so lange wie möglich !!!!!

Beitrag von parzifal 12.11.10 - 08:29 Uhr

Wegen was wurden die Täter denn verurteilt?



Beitrag von parzifal 12.11.10 - 08:31 Uhr

Sowohl Totschlag als auch Mord bedarf eines Vorsatzes.

Wenn ich z.B. plane einen Menschen zu töten und dies wohlüberlegt durchführe ist es zunächst nur ein Totschlag. Erst die Motive machen den Totschlag zu einem Mord.

Beitrag von mama-von3 11.11.10 - 18:51 Uhr

http://www.juraforum.de/wiki/totschlag


das hab ich grad gefunden. ich hoffe du hast recht. wenn er pech hat sitzt er na lange lange zeit !!!!!

Beitrag von engel_in_zivil 11.11.10 - 18:54 Uhr

also nach meiner ansicht ist der subjektive tatbestand durchaus gegeben... aber ich bin leider weder staatsanwalt noch richter...

Beitrag von mama-von3 11.11.10 - 18:58 Uhr

stimmt^^

ich googel seit tagen..... ich hoffe wirklich das er sein leben sitz!
Der junge Mann ist 24 jahre alt ! ich denke 15 jahre.... wär doch was :) wäre eine genugtung !
Wenn er dann rauskommt hat er keinen plan vom leben mehr !!!!!
Er kommt raus als totaler Depp !!!!!

Beitrag von engel_in_zivil 11.11.10 - 19:14 Uhr

ich will dir deine hoffnung nicht nehmen, aber schon "lebenslang" ist nicht mehr als 15 jahre und oft, aber nicht immer, kommen die leute nach 7, 8 jahren wegen guter führung raus... nicht nachvollziehbar...

ein bekannter einer guten freundin von mir hat mit nem anderen zusammen einen pädophilen verkoppt ... (die tat heiße ich nun auch nicht gut), aber er saß 4 1/2 jahre ... und er kam nicht früher raus...

so unterschiedlich kann das laufen.

Beitrag von kris86 11.11.10 - 20:58 Uhr

Hi,

aber schon "lebenslang" ist nicht mehr als 15 jahre und oft, aber nicht immer, kommen die leute nach 7, 8 jahren wegen guter führung raus...

Das ist ein Irrglaube und stimmt so nicht. 15 Jahre beträgt das Mindeststrafmaß. Nach 15 Jahren hat ein zu lebenslänglicher Freiheitsstrafe verurteilter Mensch erstmals die Chance, wieder auf freien Fuß zu gelangen.

Schau mal hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Lebenslange_Freiheitsstrafe

Ich habe mich aufgrund des "Mordes" an einer Bekannten, viel mit dem Thema beschäftigt und in der Ausbildung (Rechtsanwaltsfachangestellte) gehörte das auch zum Unterrichtsstoff.

LG

Beitrag von mama-von3 12.11.10 - 08:56 Uhr

wäre "schön" wenn er so lange sitzen müsste !!!!!!
Würde mir richtig gut tun !!!!!!

Beitrag von kris86 11.11.10 - 20:23 Uhr

Hallo,

schau mal hier:

http://archiv.mz-web.de/pasmz/articleShow.do?id=H-1999-05-07-DO052B23

http://archiv.mz-web.de/pasmz/articleShow.do?id=H-1999-05-08-FR052AE9

http://archiv.mz-web.de/pasmz/articleShow.do?id=HC-11-12-1999-080800001911DE

Da geht es um eine Bekannte, die von einem anderen Bekannten umgebracht wurde, weil sie seine Liebe nich erwiderte.

Die Anklage lautete erst auf Mord, aber dann war es doch "nur" Totschlag. Die Tat hat er Anfang Mai begangen, das Urteil wurde erst im November gesprochen! Er kam in eine forensische Anstalt. Sollte eigentlich 10 Jahre kriegen (in meinen Augen viel zu wenig)

Und weißt du was? Er war nach, ich glaube, 5 Jahren wieder draußen!

Es läuft mir heute noch eiskalt den Rücken runter, wenn ich an die Zeit damals denke#zitter

LG

Beitrag von fensterputzer 11.11.10 - 21:45 Uhr

gängige Rechtsprechung, da kein Vorsatz nachweisbar, Totschlag zwischen 7 und 15 Jahren.

Beitrag von parzifal 12.11.10 - 08:20 Uhr

Die Aussage ist vollkommen unbrauchbar.

Wie kommst Du ohne Vorsatz zu einem Totschlag.

Ein Totschlag kann (wie ein Mord) doch nur vorsätzlich begangen werden.

Ausreichend für einen Totschlag ist, dass man den Tod billigend in Kauf nimmt.

Bei einejm Mord geschieht die Tötung, weil ein zusätzliches Mordmerkmal erfüllt ist (häufigste sind aus niedrigen Beweggründen und zur Verdeckung einer Straftat).

Mir scheint Du kennt gar nicht die Voraussetzungen und Unterschiede zwischen Mord und Totschlag.

Beitrag von landmaus 11.11.10 - 22:48 Uhr

Hi,

die Frage, ob das ein Mord oder ein Totschlag ist, lässt sich mit so wenig Informationen gar nicht beantworten. Auf den Vorsatz kommt es bei der Unterscheidung eigentlich nicht an, weil man sowohl bei einem Mord als auch bei einem Totschlag vorsätzlich den Tod eines Menschen herbeiführen muss. Wenn man keinen Vorsatz hat, also nicht weiss, dass man einen Menschen tötet oder das nicht wirklich nicht herbeiführen wollte, ist man im Bereich der Körperverletzung mit Todesfolge.

Ein Mord ist einfach gesagt ein Totschlag mit einen Plus. In beiden Fällen ist am Ende einer Tod. Beim Mord kommt es darauf an, ob noch besondere sogenannte Mordmerkmale zutreffen. Das können tatbezogene oder täterbezogene sein. Diese Mordmerkmale stehen im Gesetz - § 211 StGB:

§ 211 Mord
(1) Der Mörder wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft.
(2) Mörder ist, wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen, heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, einen Menschen tötet.

Sonstige niedrige Beweggründe können zum Beispiel Gründe wie übersteigerte Eifersucht sein.

Sich mit den von Dir gegebenen Informationen auf einen Straftatbestand festzulegen oder gar ein Strafmaß zu bestimmen, ist schlicht unmöglich. Die Vorstrafen, wenn sie einschlägig, d.h. aus dem selben Bereich sind, spielen eine deutliche Rolle. Der Alkohol kann ab einem bestimmten Pegel strafmildernd wirken.

Viele Grüße

Beitrag von mama-von3 12.11.10 - 08:53 Uhr

Der Alkohol kann ab einem bestimmten Pegel strafmildernd wirken.




na der typ hatte angeblich 4 pro mille. klasse ich bekomm die kriese wenn das angerechnet wird und er deswegen weniger bekommt.
Er ist ja schon bekannt und kampftechnisch ausgebildet!(security) ich als Anwald würde mir versuchen ein plus zu verschaffen in dem ich dies hervorbringe-also der Täter hat sein "können" ausgenutzt und einen anderen zu schädigen/töten.

Er war um einiges größer und stärker! Er hat gleich 2 Menschen geschädigt ! einen getötet einen ins Kkh geschlagen !!! Die 2 hatten null chanse ! Motiv??? Es gab keins!!!! Er hat sich meinen Freund einfach gepackt ! Er kam hinzu und der Täter riss ihn OHNE vorwarnug zu boden und drosch auf ihn ein mit Fäusten und Füssen schön gegen den Kopf !!!! Sogar als er sich nicht mehr bewegte...immer schön weiter das schwein. Er bekam genau mit das er am ersticken war !!!!! Er hat ja erbrochen und geblutet und dies eingeatmet. Das hört man und sieht man !!!! Trotzdem trat er immer weiter !!!!
Also nahm er den Tod in Kauf:-[
Er ist kein unbeschriebenes Blatt ! Es gab immer Theater mit diesem Typen ! Immer alkohol im spiel ! Gegen vollzugsbeamte isser auch schon gegangen!!!!! Das ist ein Psycho !

Und unser Freund ist tot:-(:-( mit 46 Jahren !!!!
R.I.P.#kerze

Beitrag von cherry19.. 12.11.10 - 00:36 Uhr

Also ich hab ja beim Anwalt vor meinen Kindern gearbeitet:

So, wie ich es kenne, wäre es fortsätzliche Körperverletzung mit Todesfolge. Im Normalfall sitzt er dafür!

Wenn ich es so lese, hoff ich es für ihn!

Beitrag von parzifal 12.11.10 - 08:26 Uhr

Wenn der Täter den Tod des Opfers billigend in Kauf nimmt ist es Totschlag.

Es wird schwierig sein, bei solch einem Exzess damit durchzukommen, dass man den Tod nicht billigend in Kauf nahm (ausreichend hierfür ist, das man zwar den Tod nicht will es einem aber egal ist, wenn dies passiert).