Geht es nur mir so oder läuft bei uns etwas falsch?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von eumele76 11.11.10 - 21:40 Uhr

Hallo zusammen,

ich hoffe mal das ist die richtige Rubrik.

Wir haben zwei Kinder, knapp 3,5 Jahre alt und 8,5 Monate alt.

Wir leben in der Schweiz, ohne Familie hier zu haben. Der Grosse ist auch bis auf einmal die Woche nonstop zuhause, da hier der Kindergarten erst mit frühestens 4 Jahren beginnt, er kann also wenn es klappt erst nächstes Jahr im August dorthin gehen.

Und ich muss sagen das ich langsam am Anschlag bin, bzw. das Gefühl habe nichts auf die Reihe zu bekommen. Er hat natürlich wie alle Kinder in diesem Alter Trotzanfälle. Soweit so gut. Seit der Geburt der Kleinen hab ich keine Nacht mehr durchgeschlafen und habe das Gefühl ich zerreibe mich total für die Familie.

Der Haushalt ist an manchen Tagen ein absolutes Chaos. Dadurch das ich den ganzen Tag alleine bin mit beiden mach ich den Haushalt eher so nebenher. Ansonsten spiele ich mit den Kindern, koche, wir gehen 1-2 x täglich raus. Und ich hab ständig das Gefühl der Tag hat einfach nicht genug Stunden für alles.

Zudem meint der Grosse das ich für ihn Nonstop-Alleinunterhalter spielen soll. Stundenlang malen, Bücher lesen usw. Aber das geht nun einfach nicht.

Mittagsschlaf macht er schon seit 1,5 Jahren keinen mehr, eine Zeit um alleine zu spielen funktioniert nicht. Er fühlt sich dann wohl abgeschoben und boykottiert das ganze absolut.

Die Kleine läuft so mit, Exklusiv-Zeit unterm Tag gibt es für sie fast garnicht.

Ich hab ständig ein schlechtes Gewissen und bin heilfroh wenn mein Mann endlich abends irgendwann heimkommt.

Ist das auch bei anderen so oder nur bei uns?

Manchmal beneide ich die deutschen Mamis, deren Kinder mit 3 in den Kindergarten gehen...

LG,
Nina

Beitrag von schwarzesetwas 11.11.10 - 22:01 Uhr

Ich hab da neulich noch mit meinem Mann drüber gesprochen.
KiGa in der Schweiz erst ab 5.

Und seine Meinung war: Warum nicht? Länger bei der Mama...
Ich nur: Äh... Du bist ja nie da, er braucht KiGa. Seitdem er drei ist, kann ich ihn eh nicht vernünftig fördern.
Er braucht andere Kinder um sich rum. Auch den Drill, den sie im KiGa haben, als Vorbereitung auf die Schule.
Leyla (2) ist ja auch noch da.
Er: Gut... Stimmt. Hast bestimmt recht.

Und Nina, ich fand es ab drei unerträglich mit ihm.
Zusammenspielen mit Schwester (damals 1, die beiden sind 1,5 auseinander) ging alles nicht.
Nur ich sollte ihm seine Autos so hinspielen, wie er Bock drauf hatte usw.
Freies Spielen ging gar nicht mehr, Basteln usw. war auch doof... Zumal ich nicht gern bastel und so.
Sobald seine Schwester nur ein Auto berührt, geht es los...
Durch die Trennung (Leyla in der Krippe, er im KiGa) verstehen sie sich besser. Mittlerweile UNTERHALTEN sie sich richtig. Sie sitzen in der Toillette auf ihren Klos und quatschen. Wahnsinn.
Danach spielen sie super usw.
Wäre nicht möglich, wenn sie den ganzen Tag aufeinander hängen würden.

Ich verstehe das in der Schweiz nicht.
Gibt es keine Alternativen dort?

Lg,
SE

Beitrag von eumele76 11.11.10 - 22:10 Uhr

Ja, das mit dem KiGA ist echt blöd gelöst hier. Regulär können die Kinder ab 4 Jahren gehen, wenn sie bis Mitte Mai 4 Jahre alt geworden sind. Er ist Anfang Juni geboren, wir müssen sogar einen Antrag stellen und der KIA muss dann noch entscheiden ob er "reif" genug ist.

Es gibt Spielgruppen, da geht er in eine einmal in der Woche. Aber das ist auch teuer. Wir zahlen umgerechnet ca. 290 Euro im Quartal dafür. Das sind 4 Stunden inkl. Mittagessen einmal die Woche.

Mehr ist nicht drin.

LG,
Nina

Beitrag von sina236 11.11.10 - 22:08 Uhr

ich bin zwar hier in deutschland und habe auch nur 1 kind, aber ich verstehe dich. meine tochter ist in der krippe gewesen mit 2 jahren, danach mit 3 kindergarten und es ist gut so. sicher, die krippe hätte noch nicht sein müssen, aber ich wollte das so, weil ich wieder arbeiten wollte. geschadet hats definitiv nicht. im gegenteil. sie ist heute so ein frohes kind, mit all den kindern im kiga, hat ihre beste freundin, ich bin so froh drüber. sie besuchen sich ständig gegenseitig, das erleichtert es ja auch enorm unter den müttern , denn so ein netzwerk entsteht ja auch erst, wenn man die leute trifft und das ist im kiga nun mal morgens und nachmittags der fall. ic h bin sicher, dass meine kleine grosse (5) mir die hölle heiss machen würde, dürfte sie aus irgendeinem grund nicht mehr in den kiga. sie geniesst die ruhigen zeiten zu hause sehr, ferien, meine freien tage, wo ich sie dann auch zu hause behalte oder zeit mit oma in urlaub zu fahren. aber nach 3 wochen sommerferien kommt schon öfter mal ein "mama, ich freu mich schon so auf den kindergarten". ich finde auch, das ist in der schweiz reformbedürftig. aber der staat spart ja enorm geld. die betreuung geht eben voll auf private kosten. kindergärten müssten finanziert werden. ist doch toll, wenn man das allein den eltern zuschieben kann ;-).

Beitrag von eumele76 11.11.10 - 22:18 Uhr

Der Kindergarten ist staatlich, das kostet kein Geld.

Dafür ist er wie Schulpflicht, also die Kinder müssen da hin. Und man ist auch bis auf zwei Jokertage im Jahr an die Schulferien gebunden.

Nur alles davor und auch Krippen kostet Geld. Spielgruppen sind teuer, Krippe kann sich nur leisten wer entweder super verdient und Mami trotzdem daheim bleibt. Oder wer bereit ist 80-90% seines Gehalts in die Kinderbetreuung zu stecken.

Beitrag von sina236 11.11.10 - 23:06 Uhr

das meine ich ja damit: der staat spart unheimlich geld, weil die kinder eben nicht 4 oder 6 jahre betreut werden, sondern nur 1 oder 2 vor der schule. hier ist das ja anders. ich zahle zwar auch 250 euro pro monat für den kigaplatz, das ist aber wohl nur ein teil der kosten. den rest, sowie das gebäude, die anderen kosten wie strom, versicherungen,teilt sich staat mit kirchen, bei anderen eben nur staat. glaub mir, die schweiz spart mit diesem konzept enorm an kosten.

Beitrag von simone_2403 11.11.10 - 22:59 Uhr

Hallo Nina (hübscher Name ;-) )

Ich weiß nicht ob ich von dir nach meinem Posting auch noch ne Antwort mit Herzchen bekomm aber ich seh das anders als meine Vorschreiberinnen.

Im Grunde bist DU verantwortlich für die Misere in der du steckst.

Du reibst dich auf,wundert mich nicht denn du willst es allen und jeden REcht machen,an erster Stelle deinem Sohn.Er fordert dich als Alleinunterhalter und du spielst dieses Spielchen mit,warum? MEinst du er entzieht dir seine Liebe wenn er von dir mal ein "Nein,Mami kann jetzt nicht versuch bitte alleine dies oder jenes..."hört?

Du gehst 1-2 std TÄGLICH mit den Kindern raus.Warum? Frische Luft ist gut aber warum jeden Tag wenn du andere Dinge mal erledigen willst?Warum so ein straffer Plan?

Du opferst dich auf und denkst dabei keine Sekunde an dich,das ist der falsche Weg.Ich möchte nicht wissen wo ich bei 5 Kindern stünde (mittlerweile nur noch 2 kleinere zu Hause die anderen 2 sind 16 und 11) wenn ich das so machen würde wie du.Klappse ich komme....

Hör auf mit dem Versuch perfekt zu sein,der Scuss geht nach hinten los UND du bist KEINE schlechte Mutter wenn du deinem Sohn beibringst sich auch mal alleine zu beschäftigen ;-)

lg

Beitrag von eumele76 12.11.10 - 10:44 Uhr

Ein Herzchen kriegst du trotzdem ;-).

Ich gehe so oft raus, weil der Grosse sonst abdreht hier. Er braucht das, die Bewegung. Draussen Laufrad fahren, die Luft etc.

Er braucht einfach einen anderen Anspruch hab ich das Gefühl. Und den kann ich ihm nicht bieten. Er geht einmal die Woche in die Spielgruppe (heute) und die Kleine schläft grad. Die Nacht war bescheiden weil beide erkältet sind.

Aber ich versuche jetzt mal ein bisschen zu entspannen...

Beitrag von simone_2403 12.11.10 - 11:50 Uhr

DU hast das Gefühl.....hast du mal darüber nachgedacht das es vieleicht auch etwas anders sein könnte? Nur so als Anreiz ;-)

Ich kenne die Situation von unserem Leon.Er war seit seiner Geburt immer etwas "Besonderes" wurde dementsprechend auch so behandelt,völlig unbewußt auch von mir,denn meine Älteren Kinder habe ich so wie Leon,nicht "erzogen" ;-)Je mehr ich Leon gab um so mehr foderte er,irgendwann ging ich auf dem Zahnfleisch und zwar dann,als Nina geboren wurde (jetzt weißt du warum Nina ein hübscher Name ist ;-) )mit den Nerven runter. Leon KONNTE sich nicht alleine beschäftigen,er hat es ja nie "gelernt.Leon forderte seinen täglichen Spaziergang zum Spielplatz,weil er es so gewohnt war,versuchte ich mich durchzusetzten,quittierte er mir das mit Wutausbrüchen,die mir wiederum ein schlechtes Gewissen machten #schmoll

Ich zog die Notbremse.Ich fing an seine "Ausbrüche" zu ignorieren und vorallem MIR das schlechte Gewissen auszureden bzw nicht zuzulassen.Ich fing an Leon auf das alleine spielen vozubereiten in dem ich mit ihm gemeinsam anfing und mich dann Stück für Stück löste.Es dauerte nicht lange und Leon begriff das alleine spielen garnicht mal so übel ist.Nach gut 14 Tagen konnte ich Leon alleine in seinem Zimmer lassen und mich um andere Dinge kümmern.Natürlich kam ich wenn er mich rief,als ich aber merkte das er auch daraus ein Spielchen machte,ging ich dazu über nur noch aus der Ferne zu antworten und siehe da es hat geklappt.

Was ich damit sagen will...."verknechte" dich nicht deinem Kind,es wird emotional nicht gleich verkümmern wenn es lernt das Mama eben nicht immer gleich springt.Du tust dir und deinem Kind damit nur einen Gefallen wenn du auch mal an dich denkst.

lg

Beitrag von oekomami 12.11.10 - 15:13 Uhr

Hallo

ich muss sagen ich finde 1 bis 2 Stunden total wenig.

Ich kann es überhaupt nicht verstehen wie Kinder oft tagelang nur drinne sind oder nur ein Einkaufszentrum sehen.

Ich gehe morgens 1bis 2 Stunden raus und nachmittags im Sommer mindestens 2 Stunden im Winter aber auch 1 bis 2 Stunden.

Kinder müssen sich doch austoben und radfahren und so lernen.

Wenn es finanziell geht such dir einen Babysitter und schau was die Gemeinde so anbietet

Beitrag von xyz74 12.11.10 - 22:17 Uhr

Du gehst 1-2 std TÄGLICH mit den Kindern raus.Warum? Frische Luft ist gut aber warum jeden Tag wenn du andere Dinge mal erledigen willst?Warum so ein straffer Plan?
--------------

Ich kann das gut verstehen.
Mache das genau so.
Zuhause sein mit 2 Kleinen Kids ist purer Stress.
Mein Großer (24 1/2Monate) kann sich draußen richtig auspowern.
Die Kleine ( 4 1/2Monate) schläft draußen super und liebt es ebenfalls draußen herum zu gucken.
Wenn wir dann Heim kommen, fällt der Große ins Bett, die Kleine ist von der frischen Luft ebenfalls platt. Ich hab dann locker 2Std in denen ich etwas die Beine hoch lege und in Ruhe aufräumen kann.
Mal davon abgesehen, tut mir die frische Luft und die Bewegung draußen ebenfalls gut.

Beitrag von sonne_1975 11.11.10 - 23:08 Uhr

Ich würde in deiner Situation bestimmt durchdrehen. Wir haben einen grösseren Abstand (3 Jahre 8 Monate) und mein Grosser geht schon seit über 2 Jahren in den KiGa (ist jetzt 4,5).

Ich bin heilfroh, dass vormittags im KiGa ist, so hat man seine Ruhe und der Kleine hat die Mama.

Dass du 1-2 Mal am Tag rausgehst, kann ich vollkommen verstehen. Der Grosse dreht zu Hause durch, weil es ihm langweilig ist. Unterwegs ist er beschäftigt. Und die Kleine kann im KiWa schlafen.

Als ich mit Kindern 2 Wochen alleine in Schweden war (Besuch) sind wir auch 2 Mal am Tag rausgegangen, so war der Grosse gut beschäftigt. Der Kleine hat nur in der Nacht im Bett geschlafen.:-D

Du hast also mein volles Mitgefühl, 3,5 ist ja auch noch ein Alter, wo sie sich nicht soooo alleine beschäftigen können, wenn sie nicht der Typ dafür sind (nein, es ist NICHT Erziehungssache).

Aber mit 4,5 ist es bei uns wirklich besser geworden, ich hätte es vor 1 Jahr wirklich nicht gedacht. Ich weiss, es ist dir kein Trost...

LG Alla

Beitrag von jujo79 12.11.10 - 08:31 Uhr

Hallo!
Oh je, das hört sich blöd an, aber ich kann dir sagen, es geht vorbei. Mein Sohn kam mit etwas über 3 in den Kindergarten (für Berliner Verhältnisse ja sehr spät) und vorher war ich 10 Monate mit den beiden (also ab Geburt der Kleinen bis zum nächsten Sommer) zu Hause. Ich fand es auch nicht ohne, zumal mein Sohn auch zu dem Zeitpunkt nie allein gespielt hat. Und auch ich habe sehnsüchtig darauf gewartet, dass mein Mann nach Hause kommt - so richtig Hausfrauchen mäßig #rofl, aber zu dem Zeitpunkt fand ich's nicht so witzig... Ich habe mir für ein Mal die Woche eine Leihoma gesucht, damit ich mit der Kleinen zum Pekip konnte und einfach mal Zeit für sie hatte. Das hat uns allen gut getan. Vielleicht wäre das etwas für euch?
Außerdem waren wir 1x die Woche beim Spielkreis. Das ging auch gut mit der Kleinen. Das gibt es doch in der Schweiz sicher auch, oder? Es gibt ja auch Spielkreise, bei denen nach einer Zeit die Eltern auch wegbleiben. Vielleicht findest du sowas auch. das wäre eine tolle Vorbereitung auf den Kindergarten und für dich die Gelegenheit, auch mal etwas Zeit mit der Kleinen zu haben.
Also Leihoma oder/und Spielkreis, wäre das was für euch? Dasd würde zumindest einige Tage entspannen ;-).
Grüße JUJO

Beitrag von nicole36 12.11.10 - 10:26 Uhr

Hallo Nina,
ich weiss wie Du Dich fühlst.
Wir sind vor 3 Jahren in die Schweiz gezogen, da war meine Tochter noch nicht mal 2 und als ich hörte, dass sie frühestens mit 5 in den Kindergarten kommen wird, bin ich fast umgefallen.

Aber es gibt doch hier so viele Möglichkeiten die Kinder vor dem Kindergarteneintritt mir anderen Kindern zusammen zu bringen und dir ein wenig Luft zu verschaffen.

Erkundige dich doch mal in deiner Gemeinde, es gibt doch überall diese Mütterzentren hier, die fast alle diesen Hüterli-Dienst anbieten. Da kannst du dein Kind 2 Stunden hinbringen und kannst einkaufen gehen oder einfach Zeit mit deinem kleinen Kind verbringen.

Wenn es kein finanzielles Problem ist, melde Dein grösseres Kind doch in einer Spielgruppe an. Meine Tochter ging mit 2 das erste Mal dahin und hat es geliebt. Dort habe ich dann auch schnell Kontakte mit anderen Müttern geknüpft und so mein soziales Netzwerk aufgebaut.

Ich weiss nicht wo du wohnst aber mir hat das Buch "in and around Zurich with Kids" sehr geholfen. (Gibt es nur auf Englisch). Da stehen so viele Adressen drin, wo es Einrichtungen gibt, die Kinder schon vor dem Kindergarteneintritt betreuen und die sind oftmals gar nicht so teuer.

Auch über das Internet gibt es so viel input.

Es ist hier etwas komisch was den Kindergarten betrifft aber wenn man möchte und vor allem, wenn man wirklich was an der Situation ändern will, findet sich sehr viel ;-)

Halt die Ohren steif und und gute Nerven für die nächsten 1.5 Jahre,

Nicole

Beitrag von starshine 12.11.10 - 11:12 Uhr

Hier in der Schweiz gibt es Spielgruppen! Such Dir eine in Deiner Naehe. Kontakt ueber's Internet oder den lokalen Frauenverein. Sind zwar immer nur ein paar Stunden am Tag, aber besser als nix.

Dann kriegst Du etwas Luft und Dein Grosser wird etwas besser ausgepowert.

http://www.spielgruppe.ch/p473.html

Da kannst Du nach Kanton und Gemeinde suchen.

#stern

Beitrag von starshine 12.11.10 - 11:16 Uhr

fast vergessen: ueber www.lilliput.ch findest Du auch fast alles was Du so brauchen koenntest :-)

Beitrag von alex_22_nrw 12.11.10 - 15:32 Uhr

Hey,

mein großer hätte mit drei in den Kiga gekonnt, da kam der kleine auf die Welt und ich habe ihn bewußt zu hause gelassen. Damit er nicht "abgeschoben" wird.

Und mein kleiner ist vier, der hat bisher keine handvoll Mal durchgeschlafen!
Da gewöhnt man sich dran ;-)

Also irgendwie klappt alles

LG

Beitrag von male04 12.11.10 - 16:04 Uhr

Hallo

Geh ins Muki Turnen oder erkundige dich ob der Frauenverein bei euch im Ort einen Hütedienst anbietet, der ist nicht teuer und du hast ein paar Stunden Luft. Ich weiss, es ist nicht einfach, aber versuche dir ein Umfeld zu schaffen. Wenn du Kontakt zu anderen Müttern mit Kinder im Alter deines Sohnes hast, kann er da mal hin zum Spielen oder die Kinder kommen zu dir und er hat auch eine Abwechslung.

Spann abends auch mal deinen Mann ein und mach was für dich, du hast auch Zeit für dich verdient.

Lieber Gruss

Male04

Beitrag von derhimmelmusswarten 12.11.10 - 21:35 Uhr

Oh Gott. Ich bemitleide dich ernsthaft. Meine Tochter ging mit 12 Monaten halbtags in die Kita. Jetzt ist sie 16 Monate und so quirlig, dass sie mir den ganzen Tag zu Hause die Bude auseinanderreißen würde. Sie entwickelt sich super und ist glücklich in der Kita. Das finde ich ja extrem schlecht geregelt in der Schweiz! Könnt ihr euch nicht mal nen Babysitter nehmen? Au Pair?

Beitrag von paula74 15.11.10 - 12:49 Uhr

Hallo Nina

Unsere zwei Kinder sind auch in der Schweiz geboren (aber ohne den roten Pass...).
Ich bin halt früh wieder arbeiten gegangen und habe die zwei jeweils mit knapp einem halbem Jahr für 2-3 Tage pro Woche in die (zwar superteure, aber fantastische) Krippe gegeben.

So hat sich unsere Tochter gerade im Sozialen wirklich super entwickelt! Sie ist eine tolle grosse Schwester, die aber auch viel Programm fordert (wobei sie auch alleine spielt, aber nicht immer dann, wenn man es selbst gerne hätte).

An meinen 2 komplett freien Tagen mache ich folgende Dinge mit den Kindern: Einkaufen (macht beiden Kindern Spass), Wäsche waschen (muss nebenher laufen), raus gehen (finden auch beide super), kochen (nicht immer, manchmal essen wir auch für 10 Franken im Gemeinschaftszentrum zu Mittag oder im Zoo oder wir verabreden uns mit Freunden und kochen zusammen), Basteln, Bücher vorlesen, Lego spielen, lange in der Badewanne planschen lassen, beim Bettenbeziehen eine Riesenhöhle bauen,...

Der Kleine geniesst es, einfach im Trubel dabeizusein und braucht momentan noch keine Exklusivzeit (die holt er sich nachts ;-)). Wenn er schläft, dann mache ich mit meiner Tochter schöne Sachen, wo er stören würde. Hauptsache, ich bekomme mittags meine Tasse Kaffee dazu!

An guten Tagen, läuft alles super. An schlechten geht es auch schon mal drunter und drüber.

Wunderbar ist, dass wir uns eine Putzfrau leisten können, so dass der schlimmste Teil vom Haushalt wegfällt.

Wenn wir noch mehr Zeit hätten, dann würde ich bestimmt noch 1 oder 2 Freizeitaktivitäten wie Mutter-Kind-Turnen oder Singen oder so für die Grosse suchen. Ab 3 Jahren gibt es doch schon wirklich viele Angebote.

Aber um diesen langen Sermon kurz zusammenzufassen: Am Schönsten ist es für uns alle, mit anderen etwas zu machen. Und oft lassen wir uns wirklich etwas treiben und schauen, was der Tag so bringt.

LG Paula