Flüssigkeit im Ohr - hört schlecht (4 Jahre)

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von meggie39 12.11.10 - 00:15 Uhr

Hallo ihr Lieben,

meine Große (4) ist mal wieder schwerhörig, weil sie nach einer Erkältung Flüssigkeit/Schleim im Ohr hat. Wir hatten das Problem schon im letzten Winter über mehrere Monate hinweg.

Der KiA verschreibt Hustenlöser und Nasenspray - das hilft zwar kurzfristig, aber nach spätestens zwei Wochen geht es wieder los. Ich kann das Zeug ja nicht dauerhaft geben.

Der Ohrenarzt ist eher von der alternativen Sorte und verschreibt Tropfen aus chinesischer Medizin. Das hat im letzten Frühjahr ganz gut geholfen, aber momentan bringt es gar nichts.

Eine Paukenröhrchen-OP lehnen beide Ärzte ab, weil es nur selten zu Entzündungen kommt. Und ich will da natürlich auch nicht drauf bestehen, weil so eine OP ja doch ein Risiko ist.

Aber ich weiß einfach nicht mehr, was ich machen soll. Zu Hause ist es schwierig, weil ich immer ganz laut mit ihr reden muss, und die Erzieherinnen im KiGa haben mich auch schon darauf angesprochen, dass sie vieles nicht mitkriegt.

Habt ihr irgendwelche Tipps?

#danke und liebe Grüße
Meggie

Beitrag von sterni84 12.11.10 - 07:39 Uhr

Hallo!

Den ultimativen Geheimtipp habe ich auch nicht - aber wir haben gerade dasselbe Problem. Außer das Leonie (3,5) trotz des Paukenergußes nicht schlecht hört - also wir müssen nicht lauter mit ihr reden.

Leonie hat schon mehrere Paukenergüsse hinter sich und die sind bisher immer alle wieder von alleine verschwunden. Das dauert manchmal bis zu 3 Monate - bei Leonie gings immer nach spätestens 4 Wochen wieder weg.

Wir sind zur Zeit bei einer Heilpraktikerin in Behandlung!

LG Lena

Beitrag von mckiki 12.11.10 - 08:55 Uhr

Hallo Meggie,

also ganz ehrlich, ich würde auf eine Paukenröhrchen OP bestehen. Der ganze Spracherwerb hängt doch mit dem Hören und Verstehen zusammen. Und wenn es sowohl euch, als auch den Erzieherinnen im Kindergarten auffällt stimmt etwas nicht.

Bei uns sind sowohl Henning als auch Julia operiert worden.

Es ist nur eine ganz kurz Operation. Das Schlimmste war nur die Aufwachphase nach der Op. Ansonsten waren sie gleich wieder recht fit.

Bei Henning war das Trommelfell wohl schon an einer Stelle am Ohr festgeklebt. Beide Kinder hatten große Probleme zu hören und Julia hatte auch dadurch eine Sprachentwicklungsverzögerung.
Sie ist mit fast 4,6 Jahren operiert worden, Henning mit 2,9 Jahren. Und wir sind froh, dass wir es bei ihm so früh haben machen lassen.

Im Übrigen hätte es bei einer Nichtoperation durchaus passieren können, dass sie auf dem betreffenden Ohr taub werden.

Du kannst dir ja die Meinung eines weiteren HNO Arztes einholen. Ich habe nichts gegen alternative Medizin, manchmal muss es aber dann doch herkömmlich behandelt werden.

Liebe Grüße
Heike mit Julia Sophie (fast 5,6) und Henning (3,6)

Beitrag von mausi_7792 12.11.10 - 09:52 Uhr

Hallo Meggie,

ich kann dir leider auch nur zur OP raten - hat bei uns Wunder bewirkt #freu Sieh mal, hab im April mal einen etwas längeren Beitrag dazu verfasst, da wir leider sehr schlechte Erfahrungen in der Familie gemacht haben #schmoll

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=4&tid=2605382&pid=16533102

Liebe Grüße
Tina + Marvin *28.01.2007)

Beitrag von wurzelkatze 12.11.10 - 10:50 Uhr

Hallo!

Bin auch -wie die Ärzte- gegen die OP!
Meine Tips:

1. Otovowen- Tropfen

oder

2. Homöopathisch!

Meine Grosse hat durch die Globuli die Röhrchen-OP gespart,die Polypen-OP gespart,und die OP wegen zu grosser Naseninnenmuscheln!

Inzwischen ist sie 9 Jahre alt,mit Schuleintritt hat sich das "Problem" verwachsen!

LG Claudia

Beitrag von rain72 12.11.10 - 11:51 Uhr

Hallo,
also den ultimativen Tipp habe ich auch nicht. Kann Dir nur erzählen, wie es bei uns war: Unsere Tochter hatte auch ständig mit Paukenergüssen zu kämpfen und hat daher sehr schlecht gehört. Eine Mittelohrentzündung hatte sie übrigens ebenfalls NIE. Aber die Schwerhörigkeit machte ihr (und uns) doch sehr zu schaffen. Wie Du auch geschrieben hast, führte das eben dazu, dass sie im KiGa immer die Hälfte nicht mitbekam und wir sie zu Hause regelrecht "angeschreien" mussten, damit sie uns akustisch versteht. Leider Gottes wird man dabei selbst automatisch innerlich aggressiv, also nicht schön....:-(
Ich wollte unserer Maus auch zuerst immer eine OP ersparen und habe mit Globuli von unserem HNO "herumgedoktert", wir waren auch noch bei einer Homöopathin, außerdem hatten wir diesen Nasenballon, haben oft Nasentropfen gegeben usw.... Es gab auch immer mal wieder kurze Besserung, aber im Endeffekt denke ich, dass es eben immer dann besser wurde, wenn die jeweilige Erkältung von allein nachlies oder der Frühling kam. Häufig war es nach ein paar Tagen wieder genauso schlecht wie vorher.
Nach langem hin und her haben wir uns dann doch zur OP entschieden. Unsere tochter hatte allerdings auch seeehr stark vergrößerte Nasenpolypen, die entfernt wurden. Bei der OP wurde ein Schnitt ins Trommelfell gemacht und das Sekret abgesaugt, außerdem die Nasenpolypen entfernt. Ob Röhrchen gesetzt werden sollten, sollte während der OP aufgrund von Menge und Konsistenz des Sekrets entschieden werden. Die war wohl so, dass der HNO in anderen Fällen Röhrchen gesetzt hätte, aber er meinte, dass die Polypen rieeesig waren (der war ehrlich beeindruckt), weshalb er meinte, dass vielleicht auch schon die durch die Polypen-OP gewonnene Belüftung ausreicht. Sie hat also keine Paukenröhrchen bekommen.
Lange Rede#bla kurzer Sinn: Seit dieser OP (ziemlich genau ein Jahr her) hört sie wie ein Luchs, bekommt alles mit und hat nie wieder Probleme damit gehabt. Ein Traum! Ich würde das immer wieder so machen - ich mache mir allenfalls Vorwürfe, dass wir es so lange "alternativ" probiert haben und ihr nicht gleich diese Erleichterung verschafft haben!
Frag doch noch mal einen weiteren Arzt nach seiner Meinung. Ich bin auch nicht diejenige, die immer gleich nach einer Operation schreit, aber in unserem Fall war es absolut gerechtfertigt (und Eurer hört sich ähnlich an). Natürlich ist so eine Op auch kein Spaziergang (Vollnarkose), aber das hat unsere Tochter bestens verkraftet und war nach einem Tag wieder die alte (oder doch eine "Neue", weil sie plötzlich ALLES hören konnte).
Alles Gute für Euch!
rain72

Beitrag von meggie39 13.11.10 - 02:11 Uhr

Hallo,

vielen Dank für eure Antworten, die ich sehr interessant fand! Mir hat bis jetzt keiner der Ärzte gesagt, dass ein chronischer Paukenerguss auch dauerhafte gesundheitliche Schäden nach sich ziehen kann. In der Sprachentwicklung ist meine Große bisher immerhin normal (sie war allerdings sprachlich schon immer ihrem Alter voraus, sodass es vielleicht nicht auffällt, wenn sie durch die Schwerhörigkeit zeitweise Rückschritte macht).

Ich werde es jetzt erstmal mit Otovowen-Tropfen probieren (danke für den Tipp!). Wenn das innerhalb der nächsten zwei Wochen nicht hilft, gehe ich zu einem anderen Ohrenarzt mit ihr und werde das Thema OP auch nochmal bei unserem KiA ansprechen.

#danke
Meggie