Im Bett einschlafen - 3 Monate alt - ich glaub ich habs versaut was nu

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von esperanza2010 12.11.10 - 00:19 Uhr

Hallo,

mein Kleiner ist nun heute schon 3 Monate alt und irgendwie hab ichs mit dem Schlafen total versaut...
Ich weiss er ist noch klein aber weil wir von Anfang an keinen festen Rythmus/Tagesablauf hatten schlaeft er einfach nicht in seinem Bett ein.

Anfangs hat er bei uns im Bett geschlafen aber auch nicht allein. Wenn er dann muede wurde haben wir ihn im Schaukelstuhl gewippt und dann ins Bett getragen oder noch schlimmer ab in den Kinderwagen und den in der Wohnung immer hin und her geschoben da dauerte es nicht lange und er schlief und man konnte ihn ins Bett (seins) legen wo er weitergeschlafen hat.
Aber auch nur bei Festtagsbeleuchtung, mit kleinem Nachtlicht keine Chance...
Tja, nun bekomm ich die Quittung :-(

Selbst bei uns im Bett schlaeft er inzwischen nicht mehr ein, er hat auch keinen festen Rythmus oder Schlafenszeiten weil ich danach gegangen bin er holt sich was er braucht.
Momentan gehts nur noch ab in den Kinderwagen und da hin und herschieben auch kein Schaukelstuhl mehr.
Tja und wenn man ihn dann von Kinderwagen ins Bett (egal welches) legt ist er meistens wieder wach und macht dann noch locker mal 4 Stunden.
Kein schreien, aber noergeln und hellwach sein und spielen wollen. Ist ja auch kein Ding, also spiel ich ihn muede aber dann muss er in den Kinderwagen sonst schreit er sich die Seele aus dem Leib nichtmal Trage hilft.

So kann es aber nicht weitergehen auf Dauer, ich weiss ja ich sollte zumindest abend festes Ritual einfuehren und immer um die selbe Zeit die Flasche geben. Da er aber keinen Rytmus hat ist es schwierig ich kann ihn ja auch schlecht schreien lassen bis er wieder was kriegen darf.
Das selbe im Bett, wenn ich ihn hinlege faengt er ja nach einer Weile an zu schreien ich kann ja schlecht sagen dann schrei mal.

Hauptproblem ist aber nun das 1.er gar nicht mehr bei uns im Bett schlaeft wenn dann wacht er dauernd auf und noergelt und schlaeft unruhig er braucht zum schlafen seine Ruhe.
2. Die Kinderwagentasche inzwischen schon zu klein ist mit seinen 70cm und ich ihn ja auch nicht die ganze Nacht im KiWa liegen lassen kann selbst wenn ich nen neuen mit groesserer Tasche kaufe.

Hat jemand ne Idee wie ich ihn dazu bringe in seinem Bett einzuschlafen? Streicheln, Hand halten, Musik bringt nix dann wird er aufgedreht er braucht Ruhe beim einschlafen.

#danke

Beitrag von muehlie 12.11.10 - 02:11 Uhr

Mein Sohn ist damals von Anfang an alleine in seinem Bettchen eingeschlafen. Das hat ca. 4 Monate geklappt und dann von einem Tag auf den anderen nicht mehr.
Du hast also gar nichts versaut, weil man in dem Alter einfach noch nichts versauen kann. Die Bedürfnisse deines Sohnes haben sich geändert, und sie werden sich noch öfter ändern. Nun ist es an euch herauszufinden, was er zum Einschlafen braucht und wie ihr das am besten mit euren Bedürfnissen in Einklang bringt.
Ein Rhythmus ist toll, sofern er funktioniert. Hier gibt es viele Mütter, deren Kinder im gesamten ersten Lebensjahr keinen Rhythmus hatten, und es war trotzdem okay: die Kinder gehen eben dann ins Bett, wenn sie müde sind.
Rituale finde ich gut, sie können dem Kind helfen, sich im Tagesablauf ein wenig zurecht zu finden. Du kannst ein Ritual haben, ohne dich an eine feste Tageszeit zu binden. Ritual bedeutet ja nur, dass du den Kleinen immer mit demselben Ablauf ins Bett bringst.

Zum Einschlafen: schläft er bei der Flasche ein? In oder auf deinem Arm? Hast du ihn schon mal gepuckt? Wenn er generell in deiner Nähe, aber nicht in eurem Bett gut schläft, dann hilft vielleicht ein Babybalkon oder - bei seiner Größe wohl angebrachter ;-) - sein Bett mit offener Gitterseite an deiner Bettseite.

Egal, was du machst: solange es funktioniert und für alle Beteiligten erträglich, ist es okay. :-)

Beitrag von syrki 12.11.10 - 10:29 Uhr

hey

ich sehe das etwas anders als meine vorrednerin...

meine kleine ist jetzt 6 Wochen alt und schläft alleine ein. das hat mich auch ein paar tränen und nerven gekostet..ich erzähl mal wies kam.

meine mama hat gemerkt, dass die kleine viel weint und ich sie dann in den schlaf trage. sie meinte, ich soll gucken obs ihr gut geht, sie also gefüttert und frisch gewindelt ist etc. und wenn ich merke, dass sie müde ist, soll ich sie hinlegen. wenn sie dann weint immer wieder hingehen und streicheln und mit ihr reden aber nicht hoch nehmen. es hat 15 minuten gedauert dann war sie eingeschlafen. zu hause mache ich das abends jetzt auch immer so und es klappt prima. wenn sie anfängt zu weinen warte ich noch einen augenblick (manche kinder brauchen einen kleinen augenblick länger um sich selbst zu beruhigen)
meine hebamme hat mir das bestätigt. sie meinte, dass ich die erwachsene bin und kinder im alter von 3 oder 4 jahren noch überfragt sind, wenns um die frage geht, was es zu essen geben soll. soll heißen, dass sie gewisse sachen nicht selbst entscheiden können.
für mich macht das sinn, wir sind beide entspannter, sie weiß ganz genau wos langgeht und hat dadurch sicherheit. für mich ist ein ritual auch an eine feste uhrzeit gebunden.

und wegen der festen essenszeiten, die sie ja noch nicht hat. wie wärs denn wenn du ihm dann nur ne halbe flasche gibst? dann würde er sich langsam an die spätere zeit gewöhnen...schreien lassen wegen hunger wär natürlich böse!

du hast ja schon selbst erkannt, dass es so nicht weiter geht. und da es nicht schlimmer werden kann, kannst du es ja mal versuchen.
versaut hast du es bestimmt nicht!!!!

LG
Syrki #winke

Beitrag von muehlie 12.11.10 - 14:42 Uhr

Liebe Syrki,

du hast, glaube ich, einen ganz entscheidenden Teil meines Beitrags überlesen: das alleine Einschlafen hat bei meinem Sohn ca. 4 Monate prima geklappt, und dann war's plötzlich vorbei. Ich glaube nicht, dass du mit deinem Baby von gerade mal 6 Wochen davon sprechen kannst, dass du irgendwas wirklich nachhaltig bei ihr erreicht hast. ;-) Babys schlafen so, wie sie schlafen: manche schaffen es - zumindest zeitweise - alleine, andere nicht. Und sobald ein größerer Schub ansteht, sie etwas gravierend Neues lernen, Zähne bekommen, mobil werden, schmeißen viele Babys alle "erlernten" Einschlafmethoden und ihr Durchschlafverhalten wieder übern Haufen.
Ich habe zwei Kinder und lese hier schon sehr lange. Ich kann dir daher versichern: du bist noch lange nicht übern Berg. Du solltest vielleicht schon jetzt anfangen, bzgl. des Schlafs deiner Kleinen etwas lockerer zu werden, dann gibt es eventuell später auch kein so böses Erwachen. :-)

Übrigens: ein Baby, das weint, würde ich nicht einmal für eine Minute alleine lassen.

Beitrag von schwilis1 12.11.10 - 12:25 Uhr

2 Schreiberinnen. 2 Meinungen. ich schließe mich aber zu 100% der ersten Schreiberin an.
Babys brauchen Nähe und Geborgenheit. so ein eigenes Gitterbett mag ja was tolles sein, vorallem für die Hersteller von eben diesen, aber kaum ein Baby moechte von Natur aus alleine einschlafen und schlafen.
Sie sind es gewohnt durch die welt getragen zu werdn und das ist auch gut so :)
ich wuerd emienemn kind immer die nähe geben die es braucht. immer.
hoer auf dein bauchgefuehl und du wirst alles richtig machen :D

Beitrag von felix.mama 12.11.10 - 12:40 Uhr

Die erstem 3 Monate ist mein Sohn ist mein Sohn auch entweder in Kinderwagenwanne (hatte keine Tasche), dem Sofa oder meinem Arm eingeschlafen. Er hatte keine Rhytmus, weil ich das nicht als nötig empfunden habe, denn er hat eh viel geschlafen.
Dann habe ich langsam angefangen den Tagen mehr Struktur zu geben - immer stück für stück, bis er dann irgendwann bei mir im Bett eingeschlafen ist - jedoch durch mich oder meinem Mann begleitet. Das hat zwar immer gedauert, aber irgendwann hat sich das dann eingespielt.
Mach dir keinen stress, denn das merkt ein Baby. Versuche ein Ritual einzuführen was für euch alle gut ist und für alle vertretbar ist.