Muss das Kind die Mutter "aushalten"?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von casssiopaia 12.11.10 - 00:40 Uhr

Hallo #blume,

ich habe eine Frage zu einem Thema, bei dem ich mich selbst - zum Glück - nicht auskenne.

Mein Mann ist mit der Nachbarstochter Petra (Name von der TE geändert ;-)) aufgewachsen, das Verhältnis war und ist so eng, dass Petra eigentlich wie eine Schwester für die Familie meines Mannes ist. Deshalb machen sich einige Gedanken über folgende Situation.

Petra ist vor 35 Jahren gemeinsam mit ihrer Mutter in die USA ausgewandert. Petra kam vor 20 Jahren wieder zurück, die Mutter blieb in den USA.

Jetzt ist vor kurzem Petras Opa (der Vater der Mutter) gestorben, weshalb die Mutter nach Deutschland gekommen ist und beschlossen hat, hier zu bleiben.

Die Mutter ist inzwischen 61 Jahre alt, ziemlich mittellos und leider wohl auch medikamentenabhängig.
Sie hat vor 35 Jahren hier in Deutschand ca. 3 Jahre gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt.

Die Mutter geht zwar davon aus, aber ich denke nicht, dass sie Anspruch auf eine Rente in Deutschland hat, oder?

Wie siehts denn mit Hartz IV aus? Bekommt sie das?

Petra hat ein sehr, sehr schlechtes Verhältnis zu ihrer Mutter und befürchtet nun, dass sie für ihre Mutter zahlen muss. Petra ist alleinstehend, hat keine Kinder, verdient gut und hat das Haus des Opas (schuldenfrei, aber renovierungs- und sanierungsbedürftig) geerbt. Wird Petra zur Kasse gebeten? Muss sie ihrer Mutter Unterhalt zahlen?

Bevor die Mutter dem Staat auf der Tasche liegt, würde Petra vermutlich für sie auskommen. Aber mich und die anderen würde trotzdem interessieren, wie es rein rechtlich betrachtet aussieht.

Am Liebsten wäre allen Beteiligten dennoch, dass es sich die Mutter doch noch anders überlegen und wieder in die USA verschwinden würde, so hart das leider klingt...

Ich danke euch schon vorab für eure Antworten!

VG
Claudia #sonne

Beitrag von weltenbuergerin2 12.11.10 - 01:56 Uhr

Wenn die Mutter Deutsche ist, wird sie wohl der deutschen Sozialkasse zur Last fallen.
Sollte die Mutter ein Pflegefall werden, wird deine Freundin zur Kasse gebeten werden.
Da gibt es gerade jetzt einige erstaunliche Urteile.

Beitrag von sassi31 12.11.10 - 03:14 Uhr

Hallo,

wenn Petra finanziell in der Lage ist, ihre Mutter zu unterhalten, dann wird sie wohl nicht drum herum kommen.

LG
Sassi

Beitrag von peanutbutter 12.11.10 - 08:54 Uhr

Hallo,

in meiner Familie ein ähnlicher Fall. Eltern von meinem Onkel geschieden. Vater hat sich nie gekümmert, ist jetzt eine Pflegefall. Nun wurden seine Kinder angeschrieben und mußten Ihre finanzielle Situation darlegen.

Die zwei anderen Geschwister meines Onkels mußten nicht zahlen. Haben einen Hauskredit abzuzahlen. Mein Onkel hat das nicht, aber zwei Kinder in der Ausbildung...er ist der einzige der zahlen muß....kannst die vorstellen, wie sie sich freuen.

Auf der anderen Seite, denke ich kann man aber auch nicht erwarten, daß die Allgemeinheit dafür bezahlt....

Wie das ist, wenn die Mutter kein Pflegefall ist, also woher sie dann Geld erhält, weiß ich leider nicht.

Peanut

Beitrag von manavgat 12.11.10 - 10:07 Uhr

Dieser Unterhaltsfall ist so speziell, dass hier eine Anwältin befragt werden müsste.

Alles andere ist Kaffeesatzleserei.

Gruß

Manavgat

Beitrag von ppg 12.11.10 - 13:45 Uhr

Warum hat Petra das Haus vom Opa geerbt?

M.E. hat die Mutter Anspruch auf Auszahlung des Pflichteils ( 3/4 des Hauses???)

Laßt das durch einen Anwalt klären, sobald Post mit Forderungen kommt z. B. von der ARGE.

Ute

Beitrag von casssiopaia 12.11.10 - 13:56 Uhr

Das hat der Opa schon zu Lebzeiten geregelt, "geerbt" ist also eigentlich der falsche Ausdruck. Das Haus wurde Petra glaube ich schon vor ein paar Jahren überschrieben.

Der Opa wollte ausdrücklich NICHT, dass seine Tochter das Haus oder auch nur einen Bruchteil davon bekommt. Wie das mit einem Pflichtteil aussieht, weiß ich allerdings nicht.

VG

Beitrag von ppg 12.11.10 - 14:03 Uhr

Ist die Überschreibung länger als 10 Jahre her???

Wenn nicht werden Schenkungen von Amts wegen ungültig, d.h. die Mutter muß ihren Pflichtteil bekommen und erst mal verlben.

egal was der Opa ausdrücklich wollte. kinder können nur bei groben Unbil ( z. B. mordversuch am erblasser 9 von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen werden.

Das ist alles sehr tricky

ute