Um Beikostreife macht sich hier keiner Gedanken..

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von wir3inrom 12.11.10 - 08:53 Uhr

Hallo zusammen!

Wißt ihr, was mich wundert?
Dass hier in Italien von den Kinderärzten zur Ernährung folgendes empfohlen wird:

Mit 2 Monaten Plasmonkekse mit in die Milch (das sind so Kekse, die sich in Milch sofort auflösen und die Milch damit breiiger machen).
Mit 3 Monaten eine Mahlzeit durch crema di riso ersetzen (also Reisbrei) und/oder durch Fruchtbrei.

Mich schauen hier alle mit #schock-Augen an, wenn ich sage, dass ich mein Kind bis zur Vollendung des 6. Lebensmonats stillen will und dann erst mit der Beikost anfange.

Da frage ich mich: sind die Italiener (und damit meine ich nicht die Mütter, sondern vor allem die Ärzte) nicht hinreichend aufgeklärt (so von wegen Darmreife etc.) oder sind die Deutschen zu übervorsichtig?

Versteht mich nicht falsch, ich zweifle nicht daran, dass es wichtig ist, mit der Beikost zu warten! Aber ich kenne auf der anderen Seite hier auch keinen, dessen Kind großartige Beschwerden hatte, weil die Mutter nach der 8. Lebenswoche schon breiiger gefüttert hat. #kratz

LG aus Italien
Simone, die ihrer Tochter entgegen Kinderarztempfehlung auch erst mit 7 Monaten mal Karotte anbieten wird.

Beitrag von qrupa 12.11.10 - 09:05 Uhr

Hallo

die 6 Monate für den beikoststart sind ja ofizielle WHO Empfehlung. Interessiert aber auch hier aber die wenigsten KiÄ. Und natürlich bekommt nicht jedes Baby nach einem (sehr) frühen Beikoststart probleme, aber es ist ein Risiko das besteht und evtl auch erst nach 10, 20, 30 Jahren sich tatsächlich bemerkbar macht.

Beitrag von berry26 12.11.10 - 10:01 Uhr

Hi,

ist ja schon mal gut zu wissen das die Ärzte in Italien genauso wenig Ahnung haben wie die in Deutschland.;-)
Hier wird allgemein Beikost mit 4 Monaten empfohlen wenn man zum Kia geht und abstillen mit 6 Monaten.

Ich denke wir sind alle mit früher Beikost aufgewachsen. Das war vor 20-40 Jahren nunmal so und viele von uns haben keine Probleme. Einige von uns (nicht gerade wenig) leiden unter Allergien, Reizmagen, -darm und steigende Krebserkrankungen. Natürlich kann man nicht absolut sicher sagen, das dies alles Folgen der frühen Beikost sind, aber es gibt Anzeichen dafür. Allein deswegen würde ich schon kein Risiko eingehen.

LG

Judith

Beitrag von perserkater 12.11.10 - 10:04 Uhr

Hallo

Die Empfehlungen sind denke ich überall gleich aber so wie in Frankreich oft mit Fisch angefangen wird so sind hier die Möhrchen.

Ich habe mit 8 Wochen Brei reingeschaufelt bekommen, Glück gehabt ich bin gesund. Mein Mann hat die frühe Beikost aber geschadet, sein Magen-Darm-Trakt ist im Eimer und er reagiert auf vieles allergisch.

Mach es so wie du es vorhast, dann kannst du auch nichts falsch machen. Denn wenn eines sicher ist, dann dass du kein Risiko eingehst wenn dein Baby mit 7 Monaten "erst" Beikost bekommt.

LG

Beitrag von matsel 12.11.10 - 11:14 Uhr

vielleicht hat das auch was mit der italienischen kultur zu tun? sind die nicht tradizionsverbundener, so unter demmotto: "das haben wir schon immer so gemacht"? und mama hat sowieso recht? ich würde den kia schon mal frageb ob er die who und deren richtlinien kennt, falls er meint er muß sich noch ma.l zur säuglingsernährung äußern.
lg

Beitrag von monab1978 12.11.10 - 11:48 Uhr

Hi!

ich kenns nur aus den USA, da wird das ähnlich gemacht und ich brauch dir sicher nicht erzählen, dass dort die meisten Übergewichtigen leben, die meisten Allergiker und Diabetes-Kranken....

Die setzen Kids auch mit ein paar Monaten hin und ja, der Ami an sich leidet auch stark an Rückenproblemen. Dennoch, einen Kausalzusammenhang herzustellen ist verdammt schwierig und manche Leute kapieren es nicht, wenn das Kind nicht sofort grün anläuft. "hat es super vertragen" #bla

Lieber Gruss
Mona

Beitrag von leboat 12.11.10 - 13:07 Uhr

hallo,
also ich finde hier in deutschland wird mit allem was schwangerschaft und baby betrifft absolut übertrieben und es nervt auch sehr.jeder will es immer besser wissen und sich an alle "vorschriften" halten...manchmal frag ich mich,ob diese mütter unbedingt bessere mütter sind,wenn sie nachts alle stunden ein hungriges baby stillen müssen weil sie ja bloß noch nicht zufüttern wollen...da bin ich doch lieber eine entspannte mutter,mit einem entspannten,satten und zufriedenen kind.
das heisst jetzt nicht,dass ich gegen das stillen bin! ..
LG

Beitrag von wir3inrom 12.11.10 - 14:14 Uhr

Naja, dann hätte ich ja meinem Baby vom ersten Tag an Brei zufüttern müssen, wenn ich nachts nicht hätte aufstehen wollen..

Beitrag von leboat 12.11.10 - 14:19 Uhr

NEE so war das nicht gemeint.aber ich kenne viele,die lange voll stillen und deren kinder schlafen alle nacht gar nicht oder immer nur ne stunde...
klar wird ein kind auch nachts wach,wenn es nicht gestillt wird!

Beitrag von xyz74 12.11.10 - 16:29 Uhr

Eine Freundin von mir erzählt mir immer ganz stolz was sie ihren Kindern (23, 17) als Säuglinge schon alles gegeben hat und bemitleidet meine Mäuse, die 6 Moante vollstillen ertragen müssen #augen total.
Mich wundert seit ihrem Aussagen nun nicht mehr warum ihre Kinder so üble Allergien haben #schwitz

Beitrag von xyz74 12.11.10 - 16:37 Uhr

ach ja, selbige Freundin ist Italienerin