Sohn 2 offener Ductus,steht Ende Nov.OP an...

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von brixi2003 12.11.10 - 14:13 Uhr

Hallo zusammen,

eigentlich gehören wir ja gar nicht hier her,aber ich habe den Tip bekommen mal hier nach zu hören,da bei den Frühchen so eine OP öfter gemacht wird.

mein Sohn hat seit seiner Geburt einen offenen Ductus,der sich nicht von alleine verschließt und dieser soll jetzt Ende November operativ behoben werden.Es ist zwar nicht dringend notwendig,aber die Folgererkrankungen wären schlimmer....

Hat schon mal jemand diese OP mit gemacht und kann mir erzählen was in den Tagen danach passiert??Ich habe zwar am 24.11 noch die Voruntersuchung,aber is dahin habe ich mich wahrscheinlich ganz verrückt gemacht..im Internet steht dass das Bein,wo der Katheter durch geht erstmal fixiert wird...da weiß ich gar nicht was ich an Anziehsachen mitnehmen soll....

Ach mann,
LG Nadine mit Annkathrin(19.03.06)+Alexander(06.08.08)

Beitrag von svejuma 12.11.10 - 14:57 Uhr

Hallo Nadine,

unser Sohn Matti hat diese OP hinter sich.
Matti hat die OP wirklich gut durchgestanden und war hinterher ziemlich schnell wieder der alte. Bei Matti wurde diese OP durchgeführt, da war er ca 820 g schwer. Das war natürlich schon ein sehr leichtes Gewicht, aber er hat das wirklich prima gemeistert (und das, obwohl er bei dieser Vollnarkose gleich 2 EIngrife hat über sich ergehen lassen müssen...) Am meisten erstaunt hat mich, wie schnell er wieder "fit" war... (sofern man von "fit" bei einem so kleinen Würmchen sprechen kann.)
Allerdings ist bei Matti das Endoskop in der Achsel, durch den Brustkorb geschoben worden... und einen fixierten Katheter hatte er auch nicht... (meine ich, er hatte allerdings damals generell mehrere Infusionen und Sonden... vielleicht habe ich das auch verdrängt.)
Bei Matti war das der Ductus ateriosus, vielleicht ist das bei Euch ein anderer?
Oder operieren die von Bundesland zu Bundesland (Klinik zu Klinik) unterschiedlich? Wir kommen aus Ba-Wü!

Also, das schaffen die Kleinen viel besser, als man denkt!
Wir drücken Euch fest die Daumen....
Das klappt!

Liebe Grüsse
Julia und Matti
#winke

Beitrag von brixi2003 12.11.10 - 15:35 Uhr

Hallo Julia und Matti,

danke für eure Antwort.Bei uns handelt es sich auch um den Ductus ateriosus....Ich bin davon ausgegangen dass es durch die Leiste geht,das höre ich des öfteren und habe auch am meisten davon gelesen...Vielleicht gehen sie aber auch durch die Achsel...wir haben ja noch unsere Voruntersuchung wo ich solche Fragen noch los werden kann....aber je näher der Termin jetzt rückt,desto nervöser werde ich..auch weil ich mich eh immer schon frage ob die Entscheidung richtig ist und war....


LG Nadine mit Annkathrin(19.03.06)+Alexander(06.08.08)

Beitrag von svejuma 12.11.10 - 16:12 Uhr

Huhu ihr drei,

ich kann nur sagen, bei uns war es die richtige Entscheidung. Matti ist damals in der Blutsauerstoffsättigung immer abgefallen, weil eben nicht gewährleistet war, dass das sauerstoffhaltige Blut komplett in den Kreislauf gepumpt wird, danach war das kein Problem mehr... Gott sei Dank...

Aber ich kann total verstehen, dass Du Dir Sorgen machst und hin- und herüberlegst, ob das die richtige Entscheidung ist.
Frag auf jeden Fall bei der Vorbesprechung wirklich alles, was Dir Sorgen macht bzw Dich beschäftigt. Ich hatte sogar ein Zettel mit Fragen dabei, weil ich so aufgeregt war.
Beruhigend fand ich damals, dass das ganze endoskopisch gemacht wird und keine offene OP ist. Das hat mir viel geholfen!

LG
Julia und Matti

Beitrag von sabrina-b 12.11.10 - 21:07 Uhr

Hallo,

mein Sohn Noah wurde damals nach gut 14 Tagen(nach geburt in der 24+3SSw) operiert. ER wog zu dem Zeitpunkt gerademal 500g.

Ich muss sagen er hat es wirklich sehr gut überstanden.

Wir haben während der Zeit die Hölle durchgemacht aber es hat sich gelohnt. Es ging ihn schnell super und ab da stabilisierte sich sein Zustand deutlich.

Lg Sabrina

Beitrag von sasa78 12.11.10 - 23:07 Uhr

Hallo Nadine,

mein Sohn hat die Op im April bekommen. Er war ein Frühchen (27. SSW), jetzt ist er zwei Jahre. Wir haben es auch machen lassen wegen den Folgeerkrankungen und nicht weil es ihn irgendwie beeinträchtigt hätte.

Wir waren in St. Augustin. Die Op verlief völlig komplikationslos. Am Tag der Op hat er viel geschlafen. Die ersten 24 Stunden durfte er nur liegen und dann mußte er noch 5 Stunden im Bett bleiben und durfte nur sitzen. Ich hab mich völlig verrückt gemacht und mir vorgestellt wie schlimm die 29 Stunden werden würden aber was soll ich sagen, es war einfach nur super. Ich mußte nur ein paar mal sagen das er bitte liegen bleiben soll und er hat das alles einfach so hingenommen. Ich kann dir nicht sagen wieso weshalb warum, er hat es einfach gemacht. Normalerweise ist er ein richtiger Wirbelwind aber da...

Wir haben ihm eine Magnettafel gekauft die er nach der Op geschenkt bekommen hat und er konnte sich ewig mit dem Teil beschäftigen. Als er sitzen durfte haben wir ihn in den Kinderwagen gesetzt und sind mit ihm spazieren gegangen.

Er hatte ganz normale Klamotten an. Am ersten Tag ein Schlafanzug und dann Jogginganzug. Da gibt es nicht viel zu beachten.

Bleib ganz ruhig. Die Kleinen nehmen das einfach hin wie es ist, auch wenn ich es mir vorher gar nicht hätte vorstellen können (Übrigens war ich nicht die einzige Mama die so erstaunt von ihrem Kind war, anstrengender waren die älteren Kinder. Auch wenn man es nicht glauben mag).

Als er wieder aufstehen durfte ist er in den Flur gerannt zu den anderen Kindern und hat gespielt als wäre nichts gewesen. Man hat ihm weder vor noch nach der Op irgendetwas angemerkt.

Mach dich nicht so verrückt. Wenn du noch was wissen willst frag einfach.


Liebe Grüße
Saskia

Beitrag von brixi2003 13.11.10 - 09:55 Uhr

Hallo Saskia,

danke für deine ausführliche Antwort....weißt du wenn es eine OP wäre die dringend gemacht werden müßte,weil es ihn beeinträchtigt odr schadet,würde ich da gar nicht drüber nachdenken...

Wir gehen ins Herzzentrum Duisburg und die sind auch wirklich alle ganz nett da..

Ich hoffe dass er das liegen auch so hin nimmt,meist ist er kaum zu bändigen...deswegen habe ich da einige Bedenken.....und dann habe ich mich ja instinktiv für die richtigen Anziehsachen entschieden.....

Sag mal wie lange wart ihr insgesamt im KH und wie lange habt ihr blutverdünnende Medis genommen??

LG Nadine