Sozialhilfe und Kinderzuschlag abgelehnt

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Beitrag von haffi77 12.11.10 - 15:13 Uhr

Kann mir vielleicht jemand helfen?
Ich bin z.Zt. in Elternzeit, die Auszahlung des Elterngeldes ist jetzt beendet. Bekomme also nur noch Kindergeld. Ich kann momentan noch nicht wieder arbeiten gehen, da mir die Betreuungsmöglichkeit für mein Kind fehlt und wir erst einen Kindergartenplatz ab August 2011 haben. Mein Lebensgefährte (Vater des Kindes) macht zur Zeit eine Umschulungsmassnahme und zahlt Unterhalt für seinen Sohn aus erster Beziehung. Das Geld reicht hinten und vorne nicht. Habe Antrag auf Wohngeld und Kinderzuschlag gestellt - Wohngeld wurde bewilligt, Kinderzuschlag abgelehnt, weil das MINDESTEINKOMMEN unterschritten ist. Bei Anfrage beim Sozialamt wurde mir die Frage nach "Hilfe zum Lebensunterhalt" abgelehnt, da wir angeblich ZUVIEL Einkommen haben, um es beantragen zu können. Ich verstehe jetzt die Welt nicht mehr, dafür zu viel, dafür zu wenig... Bringt mir auch nichts zu Essen auf den Tisch! Was kann ich noch tun, wo was beantragen? Kann mir jemand helfen?? Bin verzweifelt! #zitter

Beitrag von kati543 12.11.10 - 15:39 Uhr

Wenn das Mindesteinkommen unterschritten ist, gibt es doch eigentlich ALG2 oder ergänzendes ALG2. Wieso bekommt ihr Wohngeld?

Beitrag von nobility 12.11.10 - 17:06 Uhr

Na klar. "Verhüten" vergessen. Kind in die Welt setzen. Vielleicht noch welche hinterher. Danach die Oma und den Sozialstaat rufen, damit die Allgemeinheit dafür aufkommen soll.

Das nenne ich doch mal gut daneben geplant. Da wird der der 3. Schritt vor dem ersten gemacht.

Beitrag von hexlein77 12.11.10 - 17:32 Uhr

#augen

Genau DAS hilft ihr jetzt weiter!

Unmöglich!

Beitrag von krokolady 12.11.10 - 17:36 Uhr

hab ich irgendwas überlesen?
Da steht doch nur das der Vater des Kindes ne Umschulungsmassnahme macht.........aber nicht was er vorher für nen Job hatte, oder Sonstiges.

Und das nicht jeder nen KiGa-Platz bekommt ist halt nunmal so......das weiss man ja wohl kaum wenn man schwanger wird.

aber in den Augen der meisten User hier sollte jeder sein Kind abtreiben lassen wo der Mann nicht mindestens 2000 Euro netto hat - natürlich nen Vertrag über mindestens 10 Jahre......und natürlich muss mindestens die Oma bereit sein das Baby zu hüten damit Mama ja nur schnell wieder arbeiten gehen kann.
Und sollte während der Schwangerschaft was schief laufen und man plötzlich in ne dumme situation kommen sollte man natürlich lieber das Baby zur Adoption freigeben.......

Beitrag von hexlein77 12.11.10 - 20:09 Uhr

#pro

Genau so sehe ich das auch! Leider eine sehr sehr weitverbreitete Meinung hier bei Urbia!

Und du hast noch nicht mal übertrieben!!!! #schock

Beitrag von haffi77 17.11.10 - 14:21 Uhr

Danke für deinen Beitrag! Mein Lebensgefährte ist krank und kann deswegen nicht mehr in seinem alten, GUT BEZAHLTEN Job arbeiten, daher die Umschulung. Man kann sein Leben nun mal nicht 100% im Voraus planen. Der ein oder andere Kommentar auf meine Frage zeugt für mich nur von fehlender Intelligenz und dank deines Beitrags ist meine Wut verflogen, DANKE!

Beitrag von hexlein77 12.11.10 - 17:33 Uhr

Hast du die Ablehnung schriftlich bekommen?

Wenn ja, widerspruch einlegen! Zur Not zum Anwalt für Sozialrecht gehen und den mal drüberschauen lassen!

Wenn nein, nochmal beantragen und schriftlichen Bescheid FORDERN! Steht euch zu! Und dann das o. g.!

Lg und alles gute!

Beitrag von haffi77 17.11.10 - 14:15 Uhr

Vielen Dank für den Tip (habe keinen schriftlichen Bescheid) und noch viel mehr für die moralische Unterstützung! Ich könnte kotzen, wenn einer meint, sich seinen Sozialfrust von der Seele tippen zu müssen, ohne die Lebensumstände eines anderen zu kennen: Habe drei Fehlgeburten gehabt und bin froh endlich Mutter zu sein. Zum Zeitpunkt der Schwangerschaft war noch gar nicht von einer Umschulung die Rede, man kann ja nix dafür, wenn man krank wird und seinen alten Beruf (in dem er übrigens gut verdient hat) nicht mehr ausüben kann. Dann hätten wir die Probleme nicht. Ich habe nach meinem Abitur sofort eine Ausbildung gemacht und bis jetzt IMMER gearbeitet, da könnte man so aus der Haut fahren, wenn man so einige bescheuerte Kommentare liest. Danke, dass es Menschen wie dich gibt!

Beitrag von king.with.deckchair 12.11.10 - 18:08 Uhr

Hä?! "Hilfe zum Lebensunterhalt"?! Wer von Euch ist denn nicht erwerbsfähig oder über 65?! Denn Leistungen vom Sozialamt bekommen diese Menschen.

Wart ihr denn nicht bei der ARGE?! Und: Habt Ihr die Unterhaltsverpflichtung deines Partners bei der Antragstellung nachgewiesen?

Beitrag von stephka 12.11.10 - 18:57 Uhr

vielleicht findet ihr ja zur überbrückung auch noch eine Tagesmutter. Die werden ja auch ganz gut bezuschusst und sind dann garnicht mehr so teuer.

ändert zwar nichts an deinem momentanen problem aber vielelicht ist das ja auch eine alternative ?

LG

Beitrag von zwillinge2005 12.11.10 - 21:46 Uhr

Hallo "haffi77",

anstatt verzweifelt zu sein, solltest Du arbeiten gehen.

"Ich kann momentan noch nicht wieder arbeiten gehen, da mir die Betreuungsmöglichkeit für mein Kind fehlt und wir erst einen Kindergartenplatz ab August 2011 haben."

Genau für diese Situation bezahlt das Jugendamt Tagesmütter.

LG, Andrea

Beitrag von katrinredrose 13.11.10 - 11:53 Uhr

darüber macht man sich aber vorher gedanken BEVOR man SS wird wie man dann sein LEbensunterhalt bezahlt.

Kann ja kein Kind in die Welt setzten wenn ich es nicht bezahlen kann.

sorry aber da bist du selberschuld da macht man sich wie gesagt vorher gedanken drüber