fast keine Freunde---was kann ich tun?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von angelinchen 12.11.10 - 17:20 Uhr

Hallo
mein Sohn tut sich schon immer schwer mit anderen Kindern. Ich bin mit ihm immer in Kindergruppen gewesen, aber vll. ahbe ich ihm was falsches vorgelebt, ich bin selber auch nicht der Typ der es braucht viele Leute um sich zu haben, bzw. ich kann selber schlecht Kontakte knüpfen...
bei ihm beschränkt es sich nun seit 1 Jahr auf genau 2! Freunde. Mit denen ist er ganz anders als ich ihn sonst kenn, selbstbewusst, eher in Roichtung Anführer. Die beiden sind knapp über 5 und der eine wird im Januar erst 5 Jahre. beides Rabauken, haben viele andere Kinder mit denen sie spielen, aber im Zweifelsfall spielen sie am liebsten mit ihm.
Das freut mich ja, aber er versteift sich wirklich nur auf die beiden. Hier in der Siedlung gibt es so viele Kinder, aber er geht nie zu denen um mitzuspielen, steht immer abseits und guckt zu. er scheint innerlich in nem ganz großen Konflikt, ob er hingeht oder nicht. aufmuntern bringt da leider auch nix, und dann spielt er wieder nur mit sich bzw schaut eben weiter zu und geht dann traurig weg...

ich weiss, man sollte das akzeptieren, aber es fällt mir so schwer. Ich selber komme so auch schlecht in Kontakt zu Mamis, weil er eben völlig blockiert mit deren Kindern. Hatte schon einige Kontakte, wo er aber nie hinwill, weil er nicht mit den Jungs spielen will. Und da ich die Kleine (3) auch meist dabei habe, gibts eh immer Stress.

will jemand anderes mit ihm spielen als seine 2 Spezis, dann nur mit Widerwillen und wenn dann nur bei uns daheim. dann wird die Schwester geärgert, rumgeblödelt usw. aber wirklich auf die Jungs einlassen kann oder will er sich nicht.

Wir haben es mit Vereinen versucht, aber auch da geht er nicht hin. Fussball kann er super spielen, aber in den Verein will er nicht mehr, weil die Kinder da zu wild sind. Er steht da auch immer nur bedröppelt rum, und setzt sich einfach nicht mal durch oder kämpft um den Ball oder so. Ebenso sieht es mit dem Schlittschuhkurs aus, und zu den Pfadfindern will er auch nur, wenn mindestens einer seiner Freunde dabei ist...

ICH bin total traurig, für ihn und auch für mich, weil es echt verdammt schwierig ist alles.

Hat noch jemand so ein Kind, oder kann mir wer Tips geben?
sicher habe ich hier auch nicht alles geschrieben, das würde ja den Rahmen sprengen, aber einen kleinen Einblick ins "Dilemma" konnte man ja vll. gewinnen.

LG Anja

Beitrag von momplonoel 12.11.10 - 19:49 Uhr

Hallo Anja,ja das kenn ich von meinem Großen!!!Du beschreibst ihn fast haargenau.

Er ist im Sept.6 geworden und hat nur einen guten Freund mit dem er sich auch schonmal außerhalb des Kiga trifft...

Im Fußballverein dasselbe wie bei Euch.Entweder er stand da nur auf dem Feld rum oder er setzte sich einfach auf den Rasen...

Beim Schwimmkurs auch.Der Schwimmlehrer sagt was und er soielte dann mit den Poolnudeln#augen

Außer Zuhause,da ist er ein richtiger Wirbelwind.Rennt durch die Wohnung,ärgert gerne seinen kleinen Bruder oder provoziert uns ganz gerne auch mal.Ich frag ihn dann immer,ob er das im Kiga auch so macht,worauf er immer mit neien antwortet...


Ich hoffe sehr,daß sich in der Schule etwas bessert und er er dann in den Pausen nicht allein auf dem Hof steht#zitter

Aber ich bin auch nicht sooo´n Kontaktbolzen-hab auch nur 2 gute Freundinnen....Er kommt halt nach seiner Mama:-DMein Kleiner hat übrigens absolut keine Probleme damit,auf andere zuzugehen...


Alles Gute für Euch#winke

LG Melek

Beitrag von mare88 12.11.10 - 20:11 Uhr

Meiner ist auch so einer! Wir Eltern haben auch nicht den riesen Freundeskreis.

Mein Sohn ist nun 7 Jahre und hat erst seit Mai dieses Jahr einen richtigen Freund. Die beiden sind unzertrennlich und manchmal gehen sie sich sogar gegenseitig etwas auf den Zeiger; dann muss mal wieder eine Pause her.

Er war in dem Alter, wo andere beginnen, sich für andere Kinder zu interessieren, noch völlig mit sich selbst beschäftigt und hat da irgendwie den Anschluss verpasst. Er konnte sich auch nur schwer in größeren Gruppen zurecht finden. So viele Kinder konnte er einfach nicht sortieren, da verstand er nur Bahnhof. Lange Zeit war er das schwarze Schaf in der Gruppe, machte negativen Kontakt (schubsen, zwicken, ärgern, usw.). Er wusste nicht, wie man es besser machen kann.

Im letzten Jahr wurde bei ihm eine hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens festgestellt. Seit dem kriegt er Verhaltenstherapie.

Und erst jetzt, wo er in der Schule ist, scheint es bei ihm klick gemacht zu haben. Es gibt zwar immer noch nur diesen einen Freund, aber er macht kontakte nun eher positiv und wird sicher nie so ein Kind werden, das alle um sich schart.

Das ist schwierig mit anzusehen, wenn man seinem Kind nicht die Schwierigkeiten wünscht, die man selber hatte und es kommt doch so. Aber ich erwarte nichts mehr; habe keine "soziales Ziel" für mein Kind vor Augen. Vielmehr freue ich mich über jeden kleinen positiven Fortschritt.

liebe grüße
Mare88

Beitrag von kruemel1010 12.11.10 - 21:00 Uhr

h ja das kenn ich. Unsere Große(4) geht erst seit diesem Jahr in den KiGa und sind letztes Jahr im Dez. erst hierher gezogen. Daher hat sie außerhalb vom KiGa kaum Kontakt zu anderen Kindern(in der Ecke wo wir wohnen gibts auch nicht so viele) und im KiGa spielt sie öfters allein und die Erzieherin meinte das sie bis jetzt 1 Freundin im KiGa hat sich die Kontakte aber alle noch festigen müssen.
Wenn ich daran denke das meine Maus öfters allein spielt könnte ich heulen.

Hoffe das ändert sich bald und sie hat bald Freunde. So einfach KOntakt zu finden gestaltet sich als äußerst schwierig.

LG