Gewöhnt man sich an den Streß? Heulposting

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von nina1984 12.11.10 - 20:29 Uhr

Hallo ihr,

ich gehe seit 11 Monaten wieder Vollzeit arbeiten, mein Kleiner ist 23 Monate. Er war seit dem Kitastart ständig krank, an den Abenden bin ich dann wenn mein Mann Zuhause war arbeiten gegangen. Ich habe hohe Ansprüche an mich als Mutter, Hausfrau und Angestellte, die ich auch nicht runterschrauben will!
Nun gehe ich seit 10 Wochen 2 Mal die Woche laufen abends, seit 2 Wochen gehe ich einmal die Woche zum Nähkurs für drei Stunden (der geht nur noch 2 Mal). Das alles mach ich wirklich gerne. Danach wird Wäsche aufgehängt, Spüli eingeräumt, gebügelt o.ä. halt der Haushalt organisiert.
Das alles ist ja jetzt noch gar nicht so anstrengend, manche Mütter machen wesentlich mehr, aber ich geh langsam auf dem Zahnfleisch, obwohl ich mir das alles selber ausgesucht habe.
Nun meine Frage -> Gewöhnt man sich an dieses Pensum oder muss ich wirklich zurückschrauben? Wie soll das werden, wenn wir mal ein 2. Kind haben? Irgendwie ein Silopo aber ich musste das mal loswerden;-)

LG Nina

Beitrag von ikarya 12.11.10 - 20:33 Uhr

Macht Dein Mann genau so viel im Haushalt wie Du? Wenn nicht, warum nicht? Ihr arbeitet ja beide Vollzeit.

Liebe Grüße!

Beitrag von nina1984 12.11.10 - 20:37 Uhr

Er kümmert sich um das Katzenklo und hängt auch mal die Wäsche auf, wenn ich es ihm sage. Er meint immer, für ihn muss das nicht so sauber sein, wenn es mich stört, soll ich es halt wegmachen.

Irgendwann wollte er mir mal aufzeigen, dass er genauso viel macht wie ich. Da hat er 3 tage eine Liste geführt und auf einmal alles mögliche im Haushalt gemacht, das hielt dann 2 Wochen an und nun ist es ihm wieder egal:-(

Beitrag von ikarya 12.11.10 - 20:43 Uhr

Dann liegt wahrscheinlich genau da Dein Problem. Du sollst 2 Jobs machen plus Kind und Dein Mann macht sich nen faulen Lenz.

Beitrag von nina1984 12.11.10 - 20:35 Uhr

Habe noch vergessen, dass mein Kleiner auch sehr anstrengend ist. Er macht grundsätzlich das Gegenteil von dem, worum ich ihn bitte. Schreit ständig rum. Nörgelt manchmal den ganzen Tag mit eine "öhhhhhhhhhhhhhh", das kann er wirklich stundenlang machen. Egal was man ihm bietet, er findet alles nach 2 Minuten langweilig...

Beitrag von knutschy 12.11.10 - 20:35 Uhr

Hallo,

also ich würde sagen, an dieses große Pensum gewöhnt man sich devinitiv nicht wirklich.

Und wenn dann geht es auf kosten der Gesundheit früher oder später.

Versuch einen Gang runter zu schrauben.

Sonst ist es wirklich "Selbstgewolltes Elend" ;-)

Liebe Grüße Anja

Beitrag von nina1984 12.11.10 - 20:39 Uhr

Bin momentan krank, deshalb kam mir die Idee, dass es meinem Körper zu viel wird... Manche machen aber doch noch viel, viel mehr - wie schaffen die das?

Beitrag von knutschy 12.11.10 - 20:42 Uhr

Hallo,

ich weiß es nicht wie Sie es schaffen.

Ich könnte es leider nicht, habe eine chroniche Darmerkrankung und reagiere schon bei wenig Stress mit einem erneuten Schub #schmoll

Aber ich hab mir auch trotz der Krankheit ein sehr hohes Pensum auferlegt gehabt, na ja und es hat sich leider gerecht. So das ich dann halt gezwungen war zurrück zu schalten.

Beitrag von nuckelspucker 12.11.10 - 20:35 Uhr

hey du,

bei meinem großen hab ich alles irgendwie spielend gemeistert. okay, der haushalt hat gelitten, aber ansonsten war alles super, obwohl niclas im ersten und auch zweiten KIGA-jahr sehr oft krank war und ich fast meine arbeit verloren hätte, obwohl ich mich mit meinem mann in die krankentage geteilt hatte.

seit wir lucas, unseren zweiten, haben, ist alles schwerer und ich merke, dass ich älter geworden bin. #schwitz

es hat 10-11 monate gedauert, bis ich mal 6-8 stunden am stück schlafen konnte, vorher war der reinste wahnsinn.

dazu kamen bisher 4 augenoperationen bei meinem mann, das heißt, ich war dann mit den kindern alleine, auch hinterher, weil er nichts machen durfte, den kleinen nicht mal heben usw...

ich war fix und fertig und hab sehr viel abgenommen. jede jeans, die ich kaufte, rutschte nach einiger zeit vom po #schwitz

seit lucas 1 jahr alt ist etwa, geht es besser. mein großer ist mir ne große hilfe und unterstützt mich, wo er kann.

JA, man gewöhnt sich an den stress und wächst mit seinen aufgaben.

wenn meine kinder mich anlächeln, ist das sooo eine große belohnung für meine mühe und der stress ist kurze zeit vergessen.

also ich sag nur, augen zu und durch, bald sind sie pflücke, ziehen in die erste eigene wohnung und wir werden rotz und wasser heulen.

lg claudia + niclas (5) + lucas (1)

Beitrag von cocojumbo 12.11.10 - 20:38 Uhr

Man wächst mit seinen Aufgaben. Habe zwei Kinder 6 und 1 und arbeite seit Montag wieder 19,50 Stunden die Woche. Habe auch das Gefühl das mich schon wieder alles überrollt. Die letzten Monate habe ich 10 Std. in der Woche gearbeitet und auch nie über Langeweile geklagt. Mir geht es wie dir. Ich kann und will meine Ansprüche an Haus, Garten etc. nicht runterschrauben. DArüber hinaus ist es mir wichtig viel Zeit für die Kinder zu haben, immer informiert zu sein was im Kiga passiert usw. Ich habe mir angwöhnt seit 6 Jahren morgens um 5 Uhr aufzustehen, jeden Tag. Manchmal bleibt morgens Zeit in Ruhe zu duchen und einiges zu erledigen. Im Moment ist die Kleine im 5 Uhr schon auf, aber dann haben wir Zeit für uns, neben den Sachen die auch schon morgens zu erledigen sind. Viele halten uns für bekloppt. Aber ich bestehe drauf jeden Tag frisch zu kochen, den Garten in Ordnung zu haben, im HAus alles Top zu haben usw. Viel Zeit für mich bleibt da nicht. Mein Mann unterstützt mich sehr, macht was im aushalt etc. Zeit als Paar gibt es mangels Babysitter und Schichtdienste auch kaum. ABer wir sind glücklich, genießen die wenige Zeit als Familie, und machmal so wie heute ich auch alleine die Zeit.

Beitrag von sabine7676 12.11.10 - 20:42 Uhr

hallo,

also ich weiß ja nicht, wie deine arbeitszeiten aussehen. allerdings muss ich sagen, als ich noch vollzeit arbeiten war (ging um 6.30 uhr aus dem haus und kam abends um 19.00 uhr nach hause) war ich schon fix und foxi. ich war froh, wenn die küche aufgeräumt war und ich meine ruhe hatte. im winter zumindest, im sommer wars nicht so schlimm. also ehrlich, ich bewundere dich für deinen tatendrang, kann es aber nicht nachvollziehen. mir wäre das zuviel! und ich bin nicht faul, wenn das jetzt auch so rüberkommt. ;-)
mal was anderes, wann hast du denn da noch zeit für dein kind???

vlg

Beitrag von nina1984 12.11.10 - 20:51 Uhr

Also ich bin von 07:40 bis 17:30 Uhr außer Haus.
Meinen Kleinen seh ich dann bis 18:45 (geht er eh ins Bett)
normalerweise seh ich ihn dienstags, donnerstags, freitags von 17:30 Uhr bis 18:45 Uhr und am Wochenende den ganzen Tag.

Beitrag von sabine7676 12.11.10 - 21:04 Uhr

naja, wenn du erhlich bist, viel zeit ist das nicht gerade für so ein kleines kind. vielleicht ist er ja auch deswegen ein bisschen anstrengend #kratz

nimm es bitte nicht persönlich!

vlg

Beitrag von nina1984 12.11.10 - 21:09 Uhr

Das weiß ich auch, aber ich arbeite ja Vollzeit und einen Abend die Woche bin ich nicht da. Mehr Zeit kann ich ja nicht mit ihm verbringen, wenn er so früh müde ist...

Beitrag von sabine7676 12.11.10 - 21:18 Uhr

bitte versteh mich jetzt nicht falsch, ich schreib jetzt einfach was ich denke, ohne deine situtation zu kennen. ich möcht dich in keinem fall verurteilen oder dir zu nahe zu treten!!!
wäre es denn möglich nur teilzeit zu arbeiten?
dann hättest du mehr zeit für dich und auch für deinen sohn.
es wäre mit sicherheit für deine gesundheit auch besser.
aber wie gesagt, ich kenne deine situation nicht, es ist leicht gesagt, aber auch du hattest ja bestimmt gründe dafür, daß du wieder vollzeit arbeiten "musst" bzw. "willst".

alles gute!

Beitrag von dany2410 12.11.10 - 20:46 Uhr

Hallo,

also wenn ihr beide vollzeit arbeitet ist das bestimmt anstrengend - wobei für dich laufen und der nähkurs bestimmt ein ausgleich sind mal abzuschalten,...

aber warum stellst du nicht eine putzfrau ein ? einfach ein paar stunden oder wenigstens jemanden der deine wäsche bügelt?!

wir haben 2 kinder (fast 3 und 5 monate) bin allerdings noch zu hause habe aber auch dazwischen gearbeitet ,.. allerdings nur 18 stunden/woche... ich denke ich werde auch nicht so schnell wieder vollzeit arbeiten gehen! das wäre mir persönlich zu viel und finanziell muss ich das auch nicht!

lg Dany

Beitrag von nina1984 12.11.10 - 20:53 Uhr

Das geht finanziell leider nicht, jedenfalls im Moment.

Werde versuchen im nächsten Jahr einen halben Tag frei zu nehmen und evtl. eine Putzhilfe einzustellen.

Beitrag von derhimmelmusswarten 12.11.10 - 21:11 Uhr

Selbst schuld. Mann kann sich das Leben auch selbst schwer machen... Ich gehe vormittags 4 Stunden arbeiten, danach esse ich was und dann lege ich mich erstmal auch hin, wenn die Kleine schläft. Wäsche wird danach gemacht. Einkäufe auch. In der Zeit passt dann meine Oma auf die Kleine auf. Was andere Mütter machen, interessiert mich herzlich wenig. Ich habe jedenfalls keine Lust, mit 40 nen Herzinfarkt zu kriegen, nur weil ich anderen vermeintlichen Supermüttern nacheifern will.

Beitrag von derhimmelmusswarten 12.11.10 - 21:16 Uhr

Und mit so kleinem Kind würde ich niemals Vollzeit arbeiten gehen und mein Kind nur ne Stunde am Tag sehen! Das soll kein Angriff auf dich sein, ich weiß ja nicht, welche Kosten ihr habt, die das nötig machen. Ich für meinen Teil würde lieber halbtags arbeiten und in einer kleinen Mietwohnung leben, aber für mein Kind da sein als beispielsweise in einem großen Haus mit Garten. Dafür würde ich auch auf Urlaub, schicke Klamotten, notfalls ein zweites Auto verzichten. Wirklich auf jeglichen Luxus. Mir fällt das nicht sonderlich schwer. Kannst du nicht die Stunden etwas reduzieren? Deinem Kind zu liebe?

Beitrag von meetic 12.11.10 - 22:16 Uhr

#pro

Ist zwar ein wenig schroff geschrieben, aber trifft den Nagel auf den Kopf.