Was mach ich wenn meine Milch nicht mehr reicht ?

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von mirkonadine 12.11.10 - 20:38 Uhr

Hallo ihr lieben,

meine Maus ist jetzt 15 Wochen alt und ich stille noch voll jetzt mach ich mir Gedanken was ist wenn ihr meine Milch nicht mehr reicht, da sie absolut die Flasche verweigert ?
Hab es eben wieder mit Flasche probiert da meine beiden Brüste schon Butterweich waren und sie gequengelt hat, aber da hat sie wie am Spieß geschrien als ich ihr die Flasche in Mund steckte, als ich sie wieder an die Brust legte war Ruhe auch wenn kaum noch Milch drin war, jetzt schläft sie friedlich.

Klar zur Not kann ich bald mit Beikost anfangen aber ich möchte schon volle 6 Monate stillen und wenns meine kleine dann will mit Brei anfangen.

Hab so Panik das ihr meine Milch bald nicht mehr reicht, sie ist auch nicht so die super trinkerin, manchmal denke ich das sie akzeptiert wieviel Milch ich habe und wenn es halt nicht mehr gibt, ist das halt so aber das ist blödsinn oder ?


Wenn sie Hunger hat wird sie dann auch die Flasche nehmen, was denkt ihr ?

lg mirkonadine

Beitrag von zweiunddreissig-32 12.11.10 - 20:43 Uhr

Wenn sie nach dem Stillen an butterweichen Brüsten eingeschlafen ist, reicht deine Milch völlig aus! Es ist nicht so, dass sie nur die Milch bekommt, die sich zwischen den Mahlzeiten gesammelt hat. Die meiste Menge wird während des Trinkens produziert, egal wie sich deine Brüste anfühlen.
Sie weisst schon selber, was sie braucht. Deine Milch reicht nur dann nicht aus, wenn sie abnimmt, kaum nasse Windeln hat und schlapp / blass wirkt, ständig vor Hunger schreit und allgemein nicht "gedeiht";-)

Beitrag von steffi0413 12.11.10 - 21:02 Uhr

Hallo Mirkonadine,

wenn Du in den ersten 4-6 Wochen genug Milch hattest, dann kann es nicht sein, dass die später nicht mehr reicht. Die Milch geht nicht ohne Grund zurück und deine Kleine trinkt nach der 4.-6. Woche nicht wesentlich mehr.

Weiche Brüste sind gut. :-) Einerseits bedeutet, dass das Gleichgewicht zwischen Nachfrage-Angebot eingespielt hat, andererseits je öfter die Brüste weich sind, desto mehr Milch wird produziert, drittens je weicher die Brust ist, desto fetter die Milch. ;-)

Wie meine Vorschreiberin schon geschrieben hat, die Brust ist nie leer, die meiste Milch wird erst gebildet während dein Baby trinkt.

Wenn sie ungeduldig beim Trinken ist, kannst Du ihr helfen den Milchspenderflex auszulösen und den Milchfluss zu stimulieren.
Du kannst beim Stillen C-Griff versuchen: drück (Daumen oben, andere Finger unten) deine Brust hinten dem Bruswarzenhof -zusammen und halte ein bisschen so. Stark, aber weh tun darf es nicht.

Und als Beruhigung: ein gesundes Baby ist noch nie freiwillig verhungert. ;-)

LG
Steffi

Beitrag von sparklingrose86 13.11.10 - 00:14 Uhr

Super Antwort!!!!

#huepf #huepf #huepf

#winke

Beitrag von matsel 12.11.10 - 21:42 Uhr

warum sollte deine milch nicht mehr reichen?

1.weiche brüste sind kein zeichen das etwa keine milch mehr da ist
2.nachfrage regelt das angebot. also OFT und nach bedarf anlegen, das bringt die milchproduktion in gang.
mach dir bitte keine sorgen. es gibt wachstumschübe und brustschimpfphasen und man kommt sicher auch an seine grenzen bei denen man denkt: ist hier eigentlich noch milch drinne? such dir vielleicht vor ort professionelle beratung und unterstützung. wenn du dich gut ernährst, dein kind immer anlegst wenn du den eindruck hast es hat hunger und sich dein kind gut entwickelt ist doch alles supi. wie gesagt, wenn du oft anlegst steigerst du die milchproduktion und wenn dein kind einen mehrbedarf an milch hat, wird es dadurch wiederum auch satt werden.
laß dich nicht durch dein umfeld unter druck setzen. solche aussagen ....die milch wird bald weniger...die milch reicht sowieso nicht...das dünne zeug...sind enorm konntraproduktiv. flasche würde ich erst gar nicht probieren.
lg

Beitrag von sparklingrose86 13.11.10 - 00:16 Uhr

#pro #huepf #winke

Beitrag von ficus 12.11.10 - 23:09 Uhr

Hallo,

das was oben rein kommt, kommt auch (meistens) unten wieder raus. Also wenn deine Tochter genug nasse Windeln produziert (5 bis 8 nasse Windeln sollten es sein in 24 Std., i.d.R. sind es 5), dann bekommt sie auch genug Milch von dir.
Bei ner Flasche siehst du, was dein Kind trinkt, bei der Brust nicht. Das verunsichert viele, muss aber nicht sein.

LG
ficus

Beitrag von wunki 13.11.10 - 13:27 Uhr

Ich habe mich letztens noch mit einer Hebi und Stillberaterin um das Thema: "Meine Milch reicht nicht", "ich konnte nicht stillen, weil Milch zu wenig war", etc. unterhalten (weil ich finde, dass man sowas viel zu oft liest. ich für mich habe damit keine Probleme). 98 % der Frauen wären physisch in der Lage ohne Probleme zu stillen...das Problem ist aber der Stress. Und du machst dir gerade selber Stress. Deine Milch reicht. Meine Brüste sind auch oft total weich. Aber wenn Jonas paar mal gesaugt hat, dann schießt die Milch nur so raus. Mach dir nicht so viele Gedanken und lass die Flasche weg. vielleicht hat deine Maus Blähungen, nen schlechten Tag oder, oder, oder...Schau, ob sie oft genug nasse Windeln hat; der KiA überprüft ja auch das GEwicht. Du warst doch jetzt bestimmt vor kurzem bei der U4 oder musst bald hin, oder? Dann hast du Gewissheit.

LG

Beitrag von lucaundhartmut 14.11.10 - 22:00 Uhr

Hi mirkonadine,

wenn Dein Kind aus den Brüsten allein seinen Bedarf nicht mehr decken kann, ist es ratsam, Abgepumptes oder Premilch zu füttern. Denn Beikost ist meist erst ab 7 Monaten zu empfehlen.

Du könntest noch Folgendes versuchen, um Deine Milchmenge zu erhöhen:

- 4 bis 6 Tassen Fenchel-, Kümmel-, Anistee am Tag trinken
- 1 Flasche Malzbier pro Tag trinken
- insgesamt auf eine tägliche Trinkmenge von 2 bis 3 Litern kommen (möglichst ohne Schwarz-, Salbei- und Pfefferminztee, Kaffee, Kohlensäurehaltiges)
- 5 ausgewogene Mahlzeiten am Tag zu sich nehmen
- Stress vermeiden
- evt. aus der Apotheke etwas Bockshornkleesamenhaltiges besorgen
- das Kind öfter (nicht länger) an beiden Brüsten anlegen

LG
Steffi