Verweigerte OP wegen Hakenkreuz

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Beitrag von morjachka 13.11.10 - 16:03 Uhr

http://www.westfalen-blatt.de/start.php?id=43690&artikel=reg

Hallo!

Dieses Thema kam heute bei uns in den Nachrichten, man sagte, die Meinung der Bevölkerung sei gespalten.

Was meint ihr dazu? Kann man aus solch einem Grund eine OP verweigern? Und ist das überhaupt ein Thema für die Medien?

Ich denke, der Arzt hat richtig gehandelt, was hätte es gebracht, wenn er wegen der Tätowierung vollkommen nervös operiert hätte? Es war ja kein Notfall und der Mann ist seine Schilddrüse losgeworden.

Gut, hätte der Chirurg den Patienten bei einer Voruntersuchung gesehen, hätten sich die beiden natürlich über das Hakenkreuz unterhalten können und dann eventuell gemeinsam eine Entscheidung treffen können. Aber er schlief ja schon...

Wäre nett zu lesen, was ihr so denkt!

Beitrag von fensterputzer 13.11.10 - 16:09 Uhr

Wer nach 65 Jahren wegen eines Tatts nervös wird dem gehört die Approbation entzogen, mit anderen Worten : der Arzt hat eine echte Vollmeise.

Beitrag von morjachka 13.11.10 - 16:14 Uhr

...oder vielleicht entsteht da eher Wut, als Nervösität!

Weiß nicht wie ich gehandelt hätte, wenn ich der Arzt gewesen wäre, warscheinlich wäre des Erwachungsgespräch für diesen Menschen nicht sehr erfreulich geworden.

Beitrag von fensterputzer 13.11.10 - 16:23 Uhr

Na da wärest du bei mir richtig. Ich rege mich auch nicht darüber auf ob der Arzt Pimmelverkrüppelt ( beschnitten ) ist! Nebenfrage hatte der sog. Arzt wenigstens Schläfenlocken und lebt absolut koscher???

Beitrag von jabberwock 13.11.10 - 16:59 Uhr

Oh, du bist ja ein Vorbild der Toleranz, du würdest dich sogar von einem Juden behandeln lassen!

Allein die Idee, so einen Vergleich zu konstruieren, ganz abgesehen von der Wortwahl, lässt ja tief blicken.

Beitrag von morjachka 13.11.10 - 19:29 Uhr

Hallo, da bin ich wieder!

Da zu der Zeit gläubige oder ungläubige Juden vernichtet wurden, ist es egal ob der Arzt sich koscher ernährt oder ein Anhänger von Käse-Schinken Pizza ist. Das er den Patienten innerlich ablehnt ist in beiden Fällen gerechtfertigt.

Beitrag von roll-over-beethoven 13.11.10 - 16:22 Uhr

Wenn möglicherweise (in dem Artikel steht davon nichts expliziet) vor 65 Jahren Verwandschaft oder sonstige Angehörige von dir in den Gaskammern umgekommen wären, und du unvermittelt mit dieser Vergangenheit konfrontiert wirst, würdest du dir bestimmt sagen: Ach Gott, das ist alles so lange her, also Schwamm drüber, ich hab ja keine Vollmeise.

Außerhalb einer akuten Notsituation hat ein Arzt natürlich das Recht, seine Dienste zu verweigern wenn ein Patient, z.B. wie im vorliegenden Fall, zu Sympathisanten derer zählt, die die Seinigen ausrotten wollten.

Beitrag von jabberwock 13.11.10 - 16:55 Uhr

Wer sagt denn, dass er "nervös" geworden ist?

Er hat vielleicht einfach keinen Bock gehabt, einem Mann der so rumläuft zu "helfen", lag ja auch kein Notfall vor. Davon ab, hat seine Weigerung die OP nicht verhindert. Alles im Lack also.

Ich hätte das an Stelle des Arztes btw auch so gemacht.

Was heißt überhaupt "nach 65 Jahren"? Hakenkreuze sind für dich inzwischen okay, oder was?

Beitrag von fensterputzer 13.11.10 - 17:00 Uhr

ein nazihakenkreuz ist eine Perversion des uralten Sonnenrades und weltweit nicht verboten, außer in D und evtl. Israel, aber da weiß ich es nicht

Beitrag von jabberwock 13.11.10 - 17:18 Uhr

Ah, du meinst, der Patient war Anhänger einer indischen Religion? #aha

Na dann, so ein dämlicher Arzt aber auch... #augen

Beitrag von fensterputzer 13.11.10 - 17:21 Uhr

indisch, germanisch, keltisch.. es ist alles Möglich drin.

Beitrag von roll-over-beethoven 13.11.10 - 17:42 Uhr

Wohl weniger......

Der Lorbeerkranz und der Reichsadler als Garnierung des Hakenkreuzes identifizieren ihn - auch wenn du das wohl anders sehen wirst - als unverbesserlichen Anhänger einer unmenschlichen Diktatur, wenigstens aber als Dummkopf, der sich über die Wirkung solcher Symbole nicht im Klaren ist.

Beitrag von fensterputzer 13.11.10 - 17:45 Uhr

wenigstens aber als Dummkopf, der sich über die Wirkung solcher Symbole nicht im Klaren ist.

Na DAS ist ja wohl Fakt!!!

Beitrag von fernande 13.11.10 - 19:01 Uhr

Jemand der das Hakenkreuz unterm Reichsadler tätowiert hat, der hatte sicher nicht einfach eine Swastika im Sinn.

Außerdem ist das Hakenkreuz nicht nur in Deutschland und eventuell Israel verboten, sondern in vielen Ländern.

Ob und wo es verboten ist spielt in meinen Augen auch keine Rolle.

Der Patient war nicht in einer Notlage, er wurde auch nicht umsonst in Narkose versetzt, sondern die OP wurde von jemanden anderem übernommen.


Beitrag von fensterputzer 13.11.10 - 19:02 Uhr

Deshalb hat der Arzt trotzdem eine Vollklatsche. (genau wie sein Patient!)

Beitrag von jesus-saves 13.11.10 - 19:28 Uhr

Eine Erklärung, warum der Arzt eine "Vollklatsche" hat, bist du schuldig geblieben.

Dir passt das Verhalten des Arztes icht, das ist eine Sache, ihm deswegen eine "Vollklatsche" (du meinst vermutlich im Sinne von "nicht ganz dich unterm Helm") unterzujebeln, kann ich an keiner Stelle nicht nachvollziehen.

Beitrag von fallen-angel89 13.11.10 - 20:26 Uhr

Jetzt mal etwas überzogen dargestellt: Der nächste Arzt will den Punk nicht operieren weil es ihn daran erinnert das jemand aus seiner Familie durch "so" einen gestorben ist, den nächsten erinnert der Namen des Patienten an etwas was passiert ist etc. pp.

Meine Güte, die haben beide einen an der Klatsche. Der Arzt weil er sich so anstellt und der Typ weil er sich sowas überhaupt hat stechen lassen.

Und wenn wir mal wieder dabei sind diskutieren wir doch mal darüber was die Hunnen, Römer etc. schreckliches getan haben.

Lg

Beitrag von fernande 13.11.10 - 19:31 Uhr

Warum?

Beitrag von mauz87 16.11.10 - 07:48 Uhr

Und selbst, wenn er denn A.H auf dem Herzen getragen hätte selbst dann hätte der *Arzt* diese OP nicht verweigern DÜRFEN nur weil der Mann solch ein Bild gehabt hätte.

Absoluter Schwachsinn, entweder ein Arzt kann operieren egal ob Ihm der Mann oder die Frau gefällt oder Er kann es eben nicht ganz einfach!


Für mich nicht nachvollziehbar.

Nun wird nur noch der auf den OP Tisch gelassen, der dem Arzt gerade passt

:-D ...


Beitrag von dominiksmami 13.11.10 - 20:43 Uhr

Huhu,

ich kanns gut verstehen.

1. weil ich einfach verstehen kann das er das nur ungern gemacht hätte und es lag ja kein Notfall vor

und

2. man möge sich, mit dem Wissen behaftet dass das Hakenkreuz geschmückt von Pleitegeier und Gestrüpp eben doch ein Indiz dafür ist das der Träger des Tattoos bekennender Schwachkopf ist und das der Arzt Jude ist, vorstellen während der OP ginge irgendetwas schief, was immer und bei wirklich jeder OP passieren kann.
Ich denke irgendjemandem würden dann spontan einfallen..."der ist ja Jude, das hat der mit Absicht gemacht"

Wäre mir als Arzt auch zu riskant.

lg

Andrea

Beitrag von fernande 13.11.10 - 21:19 Uhr

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich von meinem Operateur erwarten würde, dass er nach einer Alternative sucht, wenn irgendetwas an mir ihn aus der Fassung bringen würde.

Ich finde, der Arzt hat absolut richtig gehandelt, besonders da seine Weigerung ja überhaupt keine negativen Folgen für den Patienten hatte.

Die einzigen die darüber urteilen dürften, ob das Verhalten des Arztes tragbar ist, ist das Krankenhaus für das er arbeitet, da er dort den Ablauf durcheinander gebracht hat. Aber offensichtlich steht das KH hinter ihm, also ist doch alles in Ordnung.

Gruß
f

Beitrag von jabberwock 13.11.10 - 21:20 Uhr

Yipp. Selbst ohne dass etwas schief geht, konnte der Arzt ja annehmen, dass es dem Patienten nicht unbedingt gefallen würde, von einem Juden behandelt zu werden...

Jugendsünde hin oder her - so einen Dreck kann man sich auch einfach wieder entfernen lassen wenn man wirklich nicht mehr dazu steht. Zur Not ausbrennen #aerger

Beitrag von king.with.deckchair 13.11.10 - 21:25 Uhr

#pro

Beitrag von morjachka 14.11.10 - 01:12 Uhr

"Ich denke irgendjemandem würden dann spontan einfallen..."der ist ja Jude, das hat der mit Absicht gemacht" "

Noch ein Argument, soweit habe ich gar nicht gedacht!

Beitrag von liki 14.11.10 - 13:53 Uhr

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LG, Liki