Frage zu Elterngeld und LSK

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Beitrag von sacoma 13.11.10 - 21:30 Uhr

Hallo,

im Februar bekommen wir unser zweites Kind, damals als Biene (vor 7 Jahren) auf die Welt kam, gab es ja nur die 300€ Erziehungsgeld und gut war.

Ich bekomme ja nach der Entbindung 8 Wochen lang 12€/d von der Krankenkasse und den restlichen Betrag, der zu meinem Gehalt fehlt, von meinem AG. Bekomme ich da zusätzlich auch das Erziehungsgeld??? Also Mutterschaftsgeld + Erziehungsgeld?

Ich blicke da nicht so richtig durch und im Netz habe ich auch noch keine konkrete Antwort drauf gefunden!

Lonht es sich bei mir, dass ich in die LSK 5 Wechsel? Ich bekomme um die 670€ Erziehungsgeld? Oder ist das eher unvorteilhaft.

Danke für eure Antworten, vielleicht blicke ich ja langsam mal durch!

LG sacoma

Beitrag von zwiebelchen1977 13.11.10 - 21:35 Uhr

Hallo

Nein, bekommst erst die 2 Monate Mutterschaftsgeld und dann 10 Monate Elterngeld.

LG
Bianca

Beitrag von sacoma 13.11.10 - 21:42 Uhr

Aha, dann ist es ja eigentlich geschummelt, dass man ein Jahr Erziehungsgeld bekommt. Denn die 8 Wochen nach der Geburt sind ja gesetzlich geregelt und müssen genommen werden, ob man will oder nicht!

Naja aber, ist ja meistens alles ne Mogelpackung! ;-)

Danke Dir für deine Antwort!
LG Sacoma

Beitrag von sonne_1975 13.11.10 - 21:50 Uhr

Es heisst Elterngeld.
Und es gibt viele Frauen, die keine 8 Wochen was bekommen. Wenn sie nämlich nicht gearbeitet haben. Sie bekommen dann 12 Monate.

Die LSK kannst du wechseln, wenn du im Mutterschutz bist. Ab dann ist es irrelevant.

LG Alla

Beitrag von windsbraut69 14.11.10 - 08:16 Uhr

Nein, das ist keine "Mogelpackung.
Es gibt Frauen, die kein Mutterschaftsgeld bekommen und somit 12 Monate Eltergeld bekommen, bzw. unter Umständen sogar 14 Monate.

Es heißt übrigens ELTERNgeld.

LG,

W

Beitrag von miau2 14.11.10 - 14:16 Uhr

Hi,
wenn du nicht nach Erziehungsgeld, sondern nach Elterngeld googelst solltest du schnell fündig werden. Ist auch hier eigentlich täglich Thema.

Elterngeld und Mutterschaftsgeld sind beides Lohnersatzleistungen. Da der Lohn nicht doppelt ersetzt wird gibts natürlich nicht beides gleichzeitig - mit dem Mutterschaftsgeld wird ja schon das alte Netto zu 100% ersetzt, was soll da denn noch zusätzlich ersetzt werden?

Das Elterngeld wird mit dem Mutterschaftsgeld verrechnet, wenn das Mutterschaftsgeld höher als das EG ist gibts in dieser Zeit kein Elterngeld.

MIt Mogelpackung hat das nichts zu tun, es ist ganz einfach so, dass dir bis zum ersten Geburtstag eine Lohnersatzleistung zusteht. Und DAS tut es ja.

Ob sich ein Steuerklassenwechsel lohnt bzw. sinnvoll ist kann dir niemand pauschal beantworten. Wenn du JETZT noch in die 5 wechselst wird dein EG weniger. DAS lohnt sich vermutlich nicht (das EG wird ja nach dem durchschnittlichen Netto der letzten 12 Monate vor Mutterschutz berechnet, und mit Klasse 5 hättest du ja weniger Netto - ergo weniger EG). Der Wechsel in Klasse 3 würde dein EG erhöhen, aber natürlich würde dein Mann dann in die 5 wechseln, dass sollte nicht vergessen werden.

NACH der Entbindung bzw. eigentlich schon zu Beginn vom Mutterschutz könnt ihr überlegen, ob sich ein Wechsel du in die 5, dein mann in die 3 lohnt. Hätte zur Folge, dass er mehr Netto erhält. Aber eine Nachzahlung - auch wegen dem Progressionsvorbehalt vom EG - ist dann erheblich wahrscheinlicher als wenn er in der 4 ist. Auch da kann dir niemand etwas pauschal empfehlen. Letztendlich kommt unterm Strich das gleiche raus über den Steuerbescheid. Die Steuerlast ist in beiden Fällen identisch.

Viele Grüße
Miau2