Hat jemand Erfahrungen mit blutigen Stühlen?

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Beitrag von petit-filou 13.11.10 - 22:15 Uhr

Hallo!

Unser Süßer hat seit der 16.Woche blutige Stühle (tlw. sichtbar/ tlw. nur mit haemocult nachweisbar). Er ist heute fünf Monate alt geworden.

Wir waren schon ne Woche im KH, aber es kam nur raus, dass es nichts "schlimmes" sein kann, kein Infekt nachweisbar ist und keine Verletzungen da sind...

Jetzt haben wir, da ich voll stille eine Woche getestet, ob er vielleicht eine Kuhmilchallergie hat. In der Woche, in der ich auf Milch etc. verzichtet habe, hatte er jeden Tag Blut im Stuhl.
Dann wurde er per Blutabnahme auf Allergien getestet und raus kam eine Kuhmilchallergie???

Wir warten jetzt auf einen Termin in Bonn. Bin jetzt langsam doch verunsichert. Eigentlich wollte ich heute mit Beikost anfangen, jetzt warte ich erst mal ab, ob er tatsächlich ne Allergie hat, denn dann läuft ja alles ganz anders... :(

Hat jemand Erfahrungen damit?

Wie bekommen Kinder Allergien, wenn die Eltern keine Allergie haben?


Vielen Dank und liebe Grüße, würde mich über Antworten freuen.










Beitrag von chrissy-86 13.11.10 - 22:36 Uhr

Hallo,

meine große Tochter hat auch eine Kuhmilchallergie, soweit kommt sie ganz gut damit klar, aber als sie klein war war es doch ziemlich anstrengend weil jeder es besser wissen wollte und ihr ständig Essen gegeben hatte mit Kuhmilch drin und ich war dann jedesmal die Leidtragende die ein kleines Mäuschen mit Bauchkrämpfen und Durchfall hatte und sie musste es ja auch selber erst lernen was sie Essen darf und was nicht.

Aber zu deiner Frage...Allergien kann jeder bekommen egal ob die Eltern welche haben oder nicht. Bei uns liegt es leider in der Familie mit den Allergien aber ich habe eine Freundin da hat niemand in der Familie Allergien und ihr Kind hat gggaaaannnzzzz viele davon abbekommen, die haben es schon sehr schwer.

Wir nehmen anstatt Kuhmilch Ziegenmilch, es gibt auch Ziegen- bzw. Schafjoghurt und auch Ziegenkäse und ganz viele andere Sachen, erkundige dich am besten mal in einem Reformhaus die können die eig. ganz gut weiterhelfen.

Ich drück euch ganz doll die Daumen und hoffe das ihr einen Weg für euch findet.

Ganz liebe Grüße

Beitrag von steffi0413 13.11.10 - 22:49 Uhr

Hallo,

Blut im Stuhl (oft verbunden mit schleimigem Stuhl, quarkartigem Spucken) bei Stillbabys ist fast immer ein Zeichen für Kuhmilchallergie.

Hast Du alle Milchprodukte KOMPLETT - auch in Speisen (Käse, Joghurt, Butter, Pfannkuchen, Cremesuppe) - weggelassen?

Die Experten sagen, die Regeneration der Darmflora (beim Weglassen von allen Milchprodukten) kann sogar 6 Wochen dauern. Das kann unterstützt werden, wenn das Baby viel fette Hintermilch bekommt, also keinesfalls schnell Brust wechseln.

So lange würde ich nicht mit dem Beikost anfangen.

Die Allergie kommt daher, dass die Darmflora noch sehr schutzlos gegen Allergene ist, die meisten Kinder "verwachsen" diese Allergie bis dem 3.-5. Lebensjahr.

LG
Steffi

Beitrag von nashivadespina 14.11.10 - 13:12 Uhr

Gut dass ihr den Test machen lassen habt. Wenn er eine sensibilisierung auf Kuhmilch hat ist es wichtig dass du in der Zeit wo du dein Kind noch stillst auch auf Kuhmilch verzichtest (nicht nur eine Woche- nach einer Woche ab Verzicht ist gerade mal dein Körper Kuhmilchfrei)
Vergiss nicht, dass auch Kuhmilch zb in Wurst vorkommt (meist steht dann Lactose o.ä. dabei) Joghurt, Käse usw. also auch weg lassen.

Wenn dein Kind auch zusätzlich auf Muttermilcheiweiß reagiert (das wurde per RAST- oder PRICK-test wohl auch nicht mit getestet) kann der Arzt dann deinem Kind Neocate verschreiben..das ist Flaschennahrung und ausschließlich für Kinder gedacht die eine Micheiweißunverträglichkeit haben. Die kosten werden auch zum Teil von den Krankenkassen übernommen.

Zu deiner Frage ob dein Kind Allergien /Unverträglichkeiten entwickeln kann obwohl in der Familie sowas nicht vorkommt:
Natürlich!
Allergien/Unverträglichkeiten können auch plötzlich oder spontan entstehen. Sie sind nicht ausschließlich vererbbar.
Übrigens hat jedes 4. Kind eine Laktoseintoleranz. Ihr seit also nicht alleine mit dem Problem. Versuche es positiv zu sehen wenns irgendwie geht-das gibt Kraft. Ihr wisst schon was euer Kind nun für eine Intolleranz hat. Ihr könnt das Allergen weg lassen und deinem Kind wird es so bald viel besser gehen :-) Es wird auch mittelfristig erstmal nicht das Gefühl haben auf etwas verzichten zu müssen wenn ihr es Milchfrei ernährt denn es ist es nicht groß anders gewohnt. (Neocate kommt der Milch übrigens sehr nahe.. auch vom geschmack her)

beikost würde ich auch aufjedenfall vorerst weglassen. Sonst könnt ihr ja nicht richtig auf die Verträglichkeit testen.

Liebe Grüße
Nashivadespina (mit einem Kind das chronische Urtikaria und zahlreiche Allergien hat und bei dem noch nicht alle Auslöser gefunden wurden)

Beitrag von nashivadespina 14.11.10 - 13:14 Uhr

achso..nochmal zu der milchfreien ernährungsumstellung. schau IMMER auf die zutatenliste ebim Einkauf. In Fertigprodukten, Gewürzen, Aufschnitt, Süßigkeiten und so weiter ist sehr oft Laktose enthalten.

Beitrag von petit-filou 14.11.10 - 21:52 Uhr

Ganz lieben Dank für die vielen Beiträge, jetzt weiß ich schon Mal etwas mehr...

Es ist total schwer sich vernünftig zu informieren, weil jeder was anderes sagt und es sooooo viele Quellen gibt :)!