***Text ist lang***Rat wegen Jugendamt!

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Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von nena73 14.11.10 - 16:05 Uhr

Hallo zusammen,

wir haben da ein ernsthaftes Problem mit unsere pupertierende Tochter.
Ich möchte nicht viel ausschweifen, wäre etwas zu ausgiebig.

Sie hat uns in der Vergangenheit das eine oder andere Mal angelogen und auch schon hintergangen, wahrscheinlich für Aussenstehende Kleinigkeiten aber gerade für mich oftmals ein Schlag ins Gesicht. Wir haben schon etliche Verbote ausgesprochen aber alles ohne Erfolg.
Mittlerweile habe ich auch einfach keine Nerven mehr mich mit ihr auseinander zusetzten. Man hat es im Guten und in Bösen (Reden) versucht aber es kommt bei ihr einfach nichts an.
Da wir auch noch kleinere Kinder haben und ich selbst jetzt in der 30SSW bin, sehe ich auch nicht mehr ein Rücksicht auf ihre angeblichen Bedürfnisse zunehmen. Die nimmt sie nämlich auf die Familie bezogen schon lange nicht mehr.
Jetzt kommt auch noch dazu das sie sich einfach aus dem Haus begibt um ihren neuen Freund zutreffen.
Gestern das erste Mal, obwohl wir ihr es nicht erlaubt haben. Wenn mein Mann nicht bei ihren Freund zu Hause angerufen hätte wäre sie wahrscheinlich noch später gekommen. Und sie hatte mal von allem anderen abgesehen die Zeit eh überschritten.
Heute habe ich ihr nur gesagt das sie sich das besser nicht nochmal erlauben sollte, weil sie ihre Grenze im Ganzen sowieso schon überschritten hat.
Und was soll ich noch sagen, sie nimmt als vorwand das sie ihren Müll rausbringt und verschwindet einfach.
Nur einen Zettel das sie sich mit ihren Freund trifft und noch anderen und sie sich das zu allem anderen nicht auch noch verbietet läßt.
Ich kann das kaum Glauben das sie es wirklich drauf anlegt uns noch weiter zu provozieren. Wie weit würde sie denn noch gehen??

Naja, jetzt ist es doch noch mehr geworden als ich eigentlich wollte.

Meine Frage die ich stellen wollte war, ob jemand von euch ähnliche Umstände hat/hatte und das Jugendamt zur Hilfe geholt hat.
Das ist so mein letzter Hoffnungsschimmer, auch wenn ich riskiere sie noch mehr zu verlieren. Aber all das halten ich und unsere Familie nicht mehr aus.

Ich muß aber trotzallem gestehen das ich vor diesen Schritt Angst habe, weil ich nicht weiß was dann passiert. Ich meine was die Jugendämter für Hilfen anbieten.

Ich hoffe auf eure Mithilfe, Infos alles was dazu gehört.

Lieben Dank das ihr die Gedul zum Lesen hattet ;-).

Lg nena73


Beitrag von leiahenny 14.11.10 - 17:05 Uhr

Äh, wie alt ist deine Tochter ?

Beitrag von nisivogel2604 14.11.10 - 18:06 Uhr

Wie alt ist denn das Mädchen?

Beitrag von swiper 14.11.10 - 19:06 Uhr

Hallo Nena!
Würde mich auch interessieren, wie alt deine Tochter ist.
Ich habe ähnliche Probleme mit meiner 15 jährigen Tochter. Da mein Mann und ich uns auch keinen Rat mehr wußten und auch die anderen Kinder schon drunter gelitten haben, habe ich mich auch an Jugendamt gewendet. Ich finde es immer wichtig und richtig sich Hilfe zu holen, wenn man selber nicht mehr weiter weiß und bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist.
Bei uns ist es so, das wir erstmal eine Erziehungberatung haben, die sich mit uns und meiner Tochter auseinander setzt und das somit eine bessere , erträglichere Situation entsteht.
Ich kann dir nur dazu raten. Es ist kein Zeichen von Schwächen oder eine Schande und es ist auch nicht so, als wenn sie dir das Kind entziehen....es kann nur besser werden. Versuche es.
Viel Glück und starke Nerven!

Beitrag von nena73 14.11.10 - 20:42 Uhr

Meine Tochter ist 14 Jahre alt.

Beitrag von asimbonanga 14.11.10 - 21:58 Uhr

Ich würde dir auch raten Kontakt mit einer Erziehungsberatungsstelle aufzunehmen, die gibt es in jedem Ort.Je früher desto besser.

L.G.

Beitrag von ippilala 15.11.10 - 02:27 Uhr

Das Problem kenn ich, das Jugendamt musste nicht zur Hilfe geholt werden.

Meine Eltern haben irgendwann verstanden, dass unser Verhältnis nur dadurch entspannt werden kann, wenn sie mir Freiheiten einräumen.
Bzw. es mit Gelassenheit sehen, wenn ich mir solche nehme.

Vielleicht wäre das ja auch ein Weg für euch.

Lade ihren Freund zum Essen ein, bitte sie, wann immer sie geht, dir zu sagen, wo sie hingeht. Bietet ihr an, sie abzuholen, wenn sie unterwegs ist und sorgt immer dafür, dass sie genug Geld auf dem Handy hat um euch anzurufen.

Ich denke nicht, dass sie euch provozieren will, sie will einfach nur Freiraum haben. Dass euch das nicht gefällt, nimmt sie in Kauf.

Es ist schade, wenn du sagst, dss du nun nicht mehr Rücksicht auf ihre Bedürfnisse nimmst und es ist schade, dass du diese als angeblich abstempelst. Natürlich hat sie Bedürfnisse, diese sind aber in der Pubertät nunmal meist nicht sehr familienfreundlich, sondern egoistisch. Sie muss sich schlißlich erst finden, pubertärer Egoismus ist normal und gesund.
Sei für sie da, gerade in einer Phase in der sie sich so verändert.


Das Jugendamt würde ich einschalten, wenn sie kriminell wird oder dauerthaft die Schule schwänzt.

Beitrag von leiahenny 15.11.10 - 08:30 Uhr

Mit 14 Jahren sucht sie ihren Weg und da ist kein Kind wirklich sozial.

Vielleicht überlegt ihr mal zusammen, was wichtig ist und wo vielleicht zuviel
Verbote da sind ?

Du schreibst: "für Aussenstehende Kleinigkeiten aber gerade für mich oftmals ein Schlag ins Gesicht. Wir haben schon etliche Verbote ausgesprochen aber alles ohne Erfolg. "

- Eben viele Verbote führen nur dazu, dass sie alle ignoriert werden.
weil zumeist wichtiges und unwichtiges verboten wird und es machmal nur um Macht und nicht nicht um Grenzen geht.
Das deine Tochter einen Zettel hinterläßt zeigt, sie möchte euch nicht in Angst versetzen, aber sie möchte auch ihren Freund sehen.
Hast Du generell etwas gegen diese Freundschaft ?
Versuch Ihr das Gefühl zu geben, auch ihr Freund ist willkommen.

Wenn Du das Gefühl hast du bist überfordert, dann wende dich an eine Erziehungsberatungsstelle. Diese muss nicht staatlich sein Caritas und andere bieten hier Hilfen.

Beitrag von juniorette 15.11.10 - 08:57 Uhr

Hallo,

"Sie hat uns in der Vergangenheit das eine oder andere Mal angelogen "

in welchen Situationen hat sie euch denn angelogen?
Ich habe als Teenager meine Eltern öfter mal angelogen, was meine Schulnoten betraf, was aber nur die logische Konsequenz aus der überzogenen Motzerei meiner Mutter war.

"und auch schon hintergangen, wahrscheinlich für Aussenstehende Kleinigkeiten aber gerade für mich oftmals ein Schlag ins Gesicht"

Was meinst du mit "sie hat dich hintergangen"?
Und wenn du selber schon zugibst, dass die Vergehen deiner Tochter für Außenstehende Kleinigkeiten wären, dann kommt das rebellische Verhalten deiner Tochter vielleicht von deiner überzogenen Anspruchshaltung an sie.
Deine Tochter ist alt genug, um zu wissen, dass die Eltern ihrer Freundinnen (und Freunde) sich nicht so sehr über Kleinigkeiten aufregen, und sie euer Verhalten entsprechend unfair finden wird.

"Mittlerweile habe ich auch einfach keine Nerven mehr mich mit ihr auseinander zusetzten. "

Deine Tochter hat aber ein Recht darauf, dass du dich mit ihr auseinnander setzt. Sie weiß doch momentan selber nicht, warum sie nur provoziert (zumindest ging es mir in meiner Pubertät so).
Deine Tochter braucht vernünftige Leitung durch euch Eltern, das heißt aber auch, dass sie gewisse Freiheiten bekommen muss, da sie kein kleines Kind mehr ist, sondern eine Jugendliche.

"sehe ich auch nicht mehr ein Rücksicht auf ihre angeblichen Bedürfnisse zunehmen. Die nimmt sie nämlich auf die Familie bezogen schon lange nicht mehr. "

Du meinst, du müsstest keine Rücksicht auf die Bedürfnisse deiner Tochter nehmen, weil sie ja auch keine Rücksicht auf die der Familie nimmt.
Du als Erwachsene (und Mutter) stellst dich auf dieselbe Stufe wie ein pubertierender Teenager? Aha.

"obwohl wir ihr es nicht erlaubt haben. "

Interessant wäre zu wissen, warum ihr ihr das nicht erlaubt habt.
Ist doch logisch, dass eure Tochter heimlich abhaut, um ihren Freund zu sehen, wenn ihr es ihr nicht erlaubt. #kratz

"Nur einen Zettel das sie sich mit ihren Freund trifft "

Was soll ich sagen? Ein wirklich schwer erziehbarer Teenager hätte seinen Eltern nicht einen Zettel dagelassen, damit sich die Eltern keine Sorgen machen.
Statt dass du immer nur das Negative siehst, solltest du an der Stelle mal das Positive sehen.

"Ich kann das kaum Glauben das sie es wirklich drauf anlegt uns noch weiter zu provozieren. Wie weit würde sie denn noch gehen?? "

Meine Güte, das ist doch normal, dass Teenager provozieren. Pubertät wird ja nicht umsonst als die 2.große Trotzphase bei Kindern bezeichnet.
Es ist völlig normal, dass Pubertierende irgendwann sagen "dies und das lasse ich mir von euch nicht mehr verbieten"

Alles in allem liest sich dein Posting für mich so, dass ihr Eltern keinen Bock habt, euch mit eurer ältesten Tochter auseinander zu setzen, weil sie eben deutlich anstrengender ist als die lieben jüngeren Kinder und du als Schwangere eh schon gestresst genug bist.

Und es klingt für mich danach, als wenn ihr eurer Tochter zu wenig Freiraum lasst.

Eine Erziehungsberatung wäre hilfreich. Aber nicht, weil ich deine Tochter für schwer erziehbar halte (für mich ist sie eine normale 14Jährige), sondern weil ich denke, dass ihr als Eltern in der Vergangenheit einiges falsch gemacht habt bzw. zu große Erwartungen an eure Tochter habt.
Und weil deine Einstellung (keine Nerven mehr, sich mit ihr auseinander zu setzen und keine Rücksicht mehr auf sie nehmen) nur dazu führen wird, dass ihr euch gegenseitig hochschaukelt.

LG,
J.

Beitrag von sandra7.12.75 15.11.10 - 09:43 Uhr

Hallo

Klasse Antwort.

lg

Beitrag von nena73 15.11.10 - 17:17 Uhr

@juniorette

Hallo,

dein Text beeindruckt mich am meisten. Deswegen antworte ich dir als erstes.
Du schreibst ja wirklich so als wäre meine Tochter deine beste Freundin und sie erzählt dir alles.

Also nichts für ungut, ich bin für alles offen. Nehme jede Meinung die hier geschrieben wird ernst, auch deine. (Ich habe noch nicht alle gelesen).
Es ist auch sicherlich nicht alles verkehrt was du schreibst aber du oder eigentlich alle die mir Antworten kennen weder mich noch meine Tochter oder sonstiges in der Familie.
Natürlich ist es immer schwer sich den Rat und Hilfe von aussenstehenden zu suchen, wenn man nicht genügen Infos über diese Situation hat aber ich würde mich nie so weit aus den Fenster wagen einer anderen Mutter zu sagen sie hätte in der Vergangenheit etwas Falsch gemacht.

Sicherlich macht jede Mutter/Eltern etwas falsch, sowas wird auch erst im späteren Leben des Kindes sichtbar.

Ich möchte an dieser Stelle festhalten das alle meine Kinder, ob groß oder klein, mein ein und alles sind.
Meine Tochter ist mittlerweile seit sie 11 Jahre alt ist in der Pupertät und turbolenzen gab es da auch schon aber was jetzt abgeht und ich glaube nicht das ich da die einzige MAMA bin, geht einfach nicht mehr.
Das können auch unterm Strich nur wir selber wissen.

Und wenn ich sage "für aussenstehende mag es Kleinigkeiten sein", heißt es nicht das es das für uns so ist, vielleicht für euch dann auch nicht.
Auch mag ich zwar schwanger sein, dass heißt aber nicht as ich mit meiner Situation überfordert bin. Im Gegenteil wohl eher aber wir als Eltern dürfen uns doch auch mal daran erfreuen wieder Eltern zu werden oder?!
Mir wäre es doch auch lieber meine Tochter hat daran Teil, weil diese Zeit wird nicht wieder kommen aber ich kann sie nicht dazu zwingen und daher muß ich doch dann für mich auch mal Abstriche machen. Das mag hart für euch klingen, in meiner Situation ist es das aber nicht.
Ich werde sie egal was käme doch nicht vor die Tür setzen, nur weil ich mir Hilfe suche.

Ich bin der Meinung das, ob Pupertät oder nicht, man für Kinder egal welchen Alters Grenzen benötigt. Wenn ich wieder arbeiten gehe kann ich doch nicht auch da tun und lassen was ich will. Das hat auch nichts damit zutun ob ich mich mit ihr auf einer Stufe stelle oder nicht. So ist es nun mal im Leben und was wäre ich denn für eine Mutter wenn ich nicht mein Bestes dafür tue damit sie in ihren späteren Leben viell. annährend den richtigen Weg geht.

Naja gut, es beruhigt mich erstmal das wenn man sich bei den Ämtern Hilfe sucht, nicht direkt gesteinigt wird ;-).

Lg nena73


Beitrag von sini60 15.11.10 - 17:49 Uhr

Jugendamt ist hier nicht zuständig sondern eine Erziehungsberatungsstelle. Jugendamt greift dann ein, wenn massive Dinge passieren. Solche Probleme wie ihr hat jede zweite Familie. Stell dir doch vor wieviel Personal und Geld ein Jugendamt benötigt, wenn sie da überall helfen wollte.

Beitrag von nena73 15.11.10 - 18:12 Uhr

@ sini60

Das ist ja hier mehr oder weniger meine Frage gewesen.

Danke dir.

Lg nena73

Beitrag von carina65 15.11.10 - 13:31 Uhr

Hallo,

mit Verbote will du ja nur zeigen da du die Macht hast.
Laß die Verbote und vereinbare zusammen eine Zeit die beide passen. Und sei froh das sie Freunde hat.

Vielleicht sucht sie bei ihre Freunde die Aufmerksamkeit die sie zuhause nicht kriegt, wegen Geschwister und SS.

Carina

Beitrag von nena73 15.11.10 - 17:32 Uhr

@ carina65

"Lass die Verbote, ich will ihr zeigen das ich die Macht habe???"

Was glaubt ihr denn was wir für Eltern sind?

Erstens gibt es soviele Verbote auch wieder nicht und zweitens wir haben auch einige Vereinbarungen mit ihr besprochen.

Das entresultat wäre hier einfach zu ausgiebig. Würde mich doch hier in Bezug auf die Probleme nicht weiterhelfen, oder?

Direkt mal im Anschluß für alle.
Ihren Freund hat sie erst ne Woche. Wir hatten doch von ihr noch nicht die Gelegenheit ihn kennenzulernen. Was sie sich mit solchen Aktionen doch auch nicht einfacher macht.

Lg nena73

Beitrag von ballroomy 15.11.10 - 15:35 Uhr

Hallo,

lies doch mal die "Familienkonferenz" von Thomas Gordon. Vielleicht ist dann der Gang zum Jugendamt nicht mehr nötig.
Das Buch ist wirklich sehr gut und kann Dir helfen, aus der Situation rauszukommen.

Viele Grüße
ballroomy

Beitrag von nena73 15.11.10 - 18:10 Uhr

@ ballroomy

Danke für den Tip. Werde mich mal drum kümmern.

Lg nena73

Beitrag von karna.dalilah 15.11.10 - 16:21 Uhr

Wir haben einen Sohn in dem Alter und es ist sicher nicht immer einfach.
Obwohl mein Mann mehr darunter "leidet".
Gelogen haben sie wohl schon fast alle und das auch schon mal als Kind und nun als Heranwachsende.
Das ist nervig und auch nicht in Ordnung.
Habt ihr mal hinterfragt, aus welchem Grund sie lügt.

Wir haben immer "Ursachenforschung" betrieben.
Aus den lieben Kleinen sind nun schon Jugendliche die nicht mehr Kind und noch nicht erwachsen sind.
Das ist nicht nur für die Eltern schwierig.

Unser Sohn hat sich abzumelden mit den Auskünften, wohin er verschwindet, wann er wiederkommt und das er das Handy dabei hat.
Ich finde es wichtig, dass er seinen Weg geht und ohne mich seine Freizeit plant.

Gespräche haben viele Missverständnisse und unausgesprochene Wünsche Erwartungen offengelegt und damit die Möglichkeit geschaffen, diese zu erfüllen.

Unser Sohn möchte seinen Namen nicht abgekürzt haben, er möchte dies und jenes nicht usw.
Er weiß was wir von ihm einfordern und es liegt im Erfüllbaren Rahmen.
Ganz wichtig ist: flexibel bleiben, aber bei Verhaltensreglungen und Hilfeeinforderung festhalten und klar definieren.

Aber Hilfe beim Jugendamt holen ist keine schlechte Idee.
Ich denke das unbeteiligte Dritte schneller eine Entspannung in eure Familie bringen können, als ihr selber.
Auch deine Tochter wird sich vielleicht eher einem anderen anvertrauen als euch, da ihr offensichtlich mehr gegeneinander arbeitet als miteinander.

Es ist nun mal an der Zeit die Kinder erste Ausflüge machen zu lassen, wichtig ist es dass sie wissen, dass sie bei uns immer sicher landen und ihren Platz haben werden.
"Befehlen" läßt sich unser Sohn auch nichts, aber er kann denken und fühlen und hat Werte die wir ihm vorgelebt haben, dazu gehört in der Familie ist man füreinander da, beteiligt sich an den anfallenden Arbeiten, sagt sich was zu sagen ist, aber bitte in einem vernünftigen Umgangston.
Wer genervt ist, darf das auch mal sein- solange das kein Dauerzustand ist ;-)

Vielleicht liegt die Lösung schon in der Änderung eurer Sichtweisen...

Viel Glück
Karna

Beitrag von nena73 15.11.10 - 18:31 Uhr

@ karna.dalilah

Hallo,

Natürlich lügt jedes Kind mal, dann würde ich ja mir selbst jetzt in die Tasche lügen wenn ich was anderes behaupte ;-).

Und natürlich haben wir auch versucht zu hinterfragen warum sie lügt aber auch wenn man ihr ja versucht entgegenzukommen macht sie es wieder.
Und umso öfter umso schwieriger wird es doch auch für uns Eltern.

"Unser Sohn hat sich abzumelden..." das ist doch unser Reden. Man will es ihr doch auch nicht abschlagen aber genauso gut gibt es Dinge die man von ihr erwartet. Das denke ich ist nicht viel verlangt.

Alles was du sagst/schreibst spricht mir aus der Seele. Ist ja genau mein Reden, doch leider kommt davon bei meiner Tochter nichts an.

Ich werde mir hier einiges an Rat von euch mitnehmen, das ist sicher.

Danke euch allen.

L nena73

Beitrag von karna.dalilah 15.11.10 - 19:19 Uhr

Oh die Gründe haben wir nicht oft erfahren, zumindest für das Lügen.
Wir haben ihn allerdings nie im unklaren darüber gelassen, dass wir wissen das er gelogen hat.
Außerdem haben wir ihm ganz klar gesagt, dass er damit allen die Basis eines entspannten Miteinanders entzieht und mit der Frage ob er es prickelnd fände, wenn wir ihn schon in so banalen Dingen anlügen würden, haben wir ihn stehen lassen... Er lügt auch heute hin und wieder...
Ich weiß ja nicht welcher Art die lügen sind.
Bei uns war das Familienleben auch eine Zeitlang mehr als angespannt und wir wollten mit ihm zu einer Erziehungsberatungsstelle.
Seit einigen Wochen läuft es wieder relaxter, so das der Plan auf Eis liegt.
Es gibt zwar immer wieder Punkte wo wir anecken, aber sie sind im Rahmen, vielleicht sind wir auch dickhäutiger geworden und machen eine Ansage, auf einige Kommentare antworten wir gar nicht mehr in der Situation.
Manchmal kommen wir später auf das Thema zurück.
Mein Großer ist nun umgänglicher geworden und ich hoffe er läß uns noch ein bisschen Zeit mit der nächsten Etappe, damit wir alle nochmal erholsam durchatmen können.
Leider übernehmen ja die lieben Kleinen die Verhaltensweisen der großen Geschwister sehr schnell.... arrgh was waren das für Kämpfe....
Hier gibt es auch einen Club für Eltern von Pubis :-)
Ansonsten kann ich dir nur raten immer über den Frust reden, niemals aufstauen lassen.
Ich wünsche dir viel Kraft und lass von dir hören wie es weitergeht mit deinem Töchterchen :-)
Karna

Beitrag von nena73 16.11.10 - 15:59 Uhr

@ Karna

Ich weiß genau von was du redest.

Ich habe mir vorgenommen die Leinen loszulassen. Bei meiner Tochter ist es schon von klein an so, dass sie nicht ihr Altersentsprechend ist wie andere. Das ist nicht tragisch, so ist sie nun mal aber ich habe mir über die Jahre angeeignet sie auch bis heute wie ein Kleinkind (in mancher Hinsicht) mit ihr umzugehen. Natürlich liegen die Fehler auch nicht nur bei ihr, ich habe mir auch oft etwas vorgeworfen.

Im moment ist die Situation wieder entspannter, warum auch immer. So ist es meistens. Ich habe schon oft vor diesen Entschluß gestanden mir Hilfe zu suchen und wieder verworfen. Ich muß auch mal sagen das wir von der Caritas ein Gespräch hatten und das entresultat (meiner Meinung nach) war nicht so toll. Die ersten Tage ging es und danach waren "wir" wieder im alten Trott und meine Tochter fühlte sich eigentlich noch bestärkt und legte manche Dinge zu ihren gunsten aus. Wobei mir klar ist das ein Gespräch nicht alles verändert.
Leider ist mir die "Therapeutin" mit etwas entgegengekommen wo ich mir persö. sage, das hätte nicht vor meiner Tochter geäußert werden dürfen. Sie hätte mir das unter vier Augen sagen können bzw. mich danach fragen können. Dadurch bin ich ein wenig verunsichert wurden. Jetzt bin ich die ganze Zeit an überlegen ob ich wieder hingehe.
Ich habe mir vorgenommen alleine zugehen und vorab das Thema nochmal anzusprechen. Und dann sehe ich weiter.
*****
Mal zu dieser ganzen Diskussion hier,auch andere Theard die so ähnlich sind (ich lese ja ab und zu mit), wollte ich mal sagen...
Wenn einige "Mütter" schreiben, "als ich noch Teeny war...blablabla"
dann finde ich die Äußerung dazu sehr unpassend. Das will doch keine Mutter in so einer schwierigen Situation hören:-(.
Und nur mal angenommen ich würde meine Tochter mit mir vergleichen, hätte sie eine scheiß Kindheit haben müßen, zuhause alles im Haushalt machen dürfen und und und.
Das kann man mit einen garnicht selber vergleichen, jedes Kind ist nun mal anders und auch die Schwierigkeiten werden von jeden anders gelöst.

Das wollte ich einfach mal loswerden.
*****

Lieben Dank an euch.
nena73

Beitrag von moni66 15.11.10 - 19:29 Uhr

Hallo
ich habe selbst eine 13jährige Tochter, die schön pupertiert.
Ich kann dir nur eines sagen, strafen nutzt überhaupt nichts.
Versuche für sie da zu sein, versuche sie zu verstehen, der Körper der macht einiges mit ihnen womit sie nicht klar kommen und sie mögen sih einfach selbst nicht anders kann man es nicht bezeichnen.
Gewähre ihr Freiraum mit Massen natürlich, und an die soll sie sich halten
Bespreche es mit ihr, was sie sich vorstellt und sage dann was ihr euch vorstellt und dann einigt euch. beide SEiten haben sich daran zu halten, das klappt bei uns gut, seit wir es so machen, wir haben auch ausgemacht, wenn sie sich nicht daran hält folgen Konsequenzen, dass weiss sie und ist dann auch ok so
Das sie einen Zettel hinterlassen hat, zeigt mir, dass sie verantwortungsbewusst ist deine Tochter, damit ihr bescheid wisst wo sie ist
Es ist nicht leicht dass weiss jeder der pupertierende Kinder hat. Aber wir haben auch pupertiert und wenn ich manchmal daran zurückdenke, was ich so manches mal gemacht habe.....
Aber da müssen wir durch.
ich würde es so mal versuchen, dann könnt ihr immer noch zur Erziehungsberatung gehen. Aber ganz wichtig ist, dass du ihr Verständnis entgegenbringst.

Alles gute
LG
Moni

Beitrag von nena73 16.11.10 - 16:11 Uhr

@ moni66

Erstmal danke für deine offene Worte.

Es ist auch toll zu hören wenn diese Gespräche die du mit deiner Tochter hast zum Erfolg führen.
Ich weiß auch ehrlich nicht was ihr für eine Vorstellung habt was ich mit ihr mache aber nur mal so am Rande, die Gespräche haben wir auch zum Erbrechen (entschuldige meine Ausdrucksweise) geführt. Beiderseis wurden Einigungen getroffen aber wenn es dann drauf ankam, war alles für die Katz.
Irgendwann hat man auch als Elternteil keine Nerven mehr auf dieses Spiel. Ich habe auch noch kleinere Kinder und wie ja schon oben erwähnt, schauen sie sich das ab und denen habe ich auch eine Verantwortung gegenüber.
Das kann doch wohl auch eine 14jährige verstehen und vielleicht einfach mal ein wenig Rücksicht nehmen. Die Rücksicht nehmen wir doch auch auf sie, trotzallem was so manchmal vorfällt.

Lg nena73

Beitrag von moni66 16.11.10 - 16:35 Uhr

HI
das kann ich gut verstehen
Es ist nicht so dass ich das nicht kenne, mir gehen schon auch mal die Nerven durch und ich habe auch noch eine kleinere Tochter. Und irgendwann ist das Maß einfach voll, so ist das nicht.
Man darf auch nur nicht immer auf die Eltern losgehen, man sucht immer gleich da nach den Fehlern, ich kenne das nur zu gut.
Und auch wenn sie pupertieren kann man auch doch noch Dinge verlangen an die sie sich halten sollen.
Dann wäre es, wenn diese Sachen nichts bringen, denke ich vielleicht ganz gut für euch sich an eine Erziehungsberatungsstelle zu wenden.
Es ist nicht so, dass es bei uns gleich immer klappt alles so ist das nicht, aber wenn sie sich nicht daran hält trägt sie die Konsequenzen meine.
Und manchmal bin auch ich wütend und meine Nerven liegen blank so ist das nicht
LG
Moni

Beitrag von marion2 15.11.10 - 20:09 Uhr

Hallo,

Kinder lügen immer dann, wenn die Wahrheit unangenehmere Konsequenzen als eine Unwahrheit hat.

Du verbietest ihr ernsthaft ihren Freund zu treffen? Willst du sie aus dem Haus jagen? (Womöglich mag sie ihn bald schon gar nicht mehr - aber reiner Trotz auf deine Reaktion wird sie bis vor den Traualtar bringen...)

Deine Tochter versucht lediglich erwachsen zu werden. Mach ihr klar, das Rechte und Pflichten zusammen gehören.

Wenn die Hausaufgaben erledigt sind, die Zensuren in Ordnung, ihr Anteil an der Hausarbeit nicht vernachlässigt wird und sie pünktlich (xx:xx Uhr +30min) nach Hause kommt, sollte es wesentlich entspannter laufen.

Gruß Marion

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