Ist das zu viel verlangt?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von ratte_mi 14.11.10 - 16:49 Uhr

Hallo ihr lieben,

eigentlich bin ich mir nicht sicher, ob das Thema hier richtig ist...weil es in erster Linie um meinen LG und mich geht...aber es hat Folgen aufs "Familienleben" daher versuch ichs mal hier :)

Also...wir haben hier ein alle zwei Wochen immer wiederkehrendes Problem. Ich habe frei und er muss Fr. auf Sa. Nacht arbeiten. Ich stelle mich schon vorher darauf ein, das er den Sa. eh nur teilweise ansprechbar ist...wenn überhaupt. Mache und tue, geh mit dem Kleen (4) einkaufen und versorge und bespaße ihn damit mein LG seinen wohlverdienten Schlaf bekommt.
Muss dazu sagen dieses WE ist es besonders anstrengend. Lütte hat mal wieder eine dieser EXTREM anstrengenden Phasen, die jeglich erdenkbare Energie aufzehren...*seufz* Ich war also gestern Abend wirklich heil froh als er im Bett war.

So. Morgens geht es im selben Trott weiter...ich mache und tue...und hoffe inständig darauf das nun irgendwann mein Moment kommt, wo er mir mal das Kind abnimmt....aber nichts. Stattdessen geraten wir deshalb irgendwann im Laufe des Tages darüber in einen heftigen Streit und dann zieht er sich ganz zurück und ich hab trotzdem nichts gewonnen, außer das ich platzen könnte vor Enttäuschung.

Okay, er ist nicht der Vater von meinem Sohn, aber wir leben seit über einem Jahr zusammen und er sagt selbst das er nicht nur Außenstehender sein will, also ist es doch nicht zuviel verlangt, oder?
Tretet mir bitte in den Hintern wenn ich zuviel verlange, aber der Kleen ist im Moment wirklich (WIRKLICH) EXTREM anstrengend und ein bisschen Hilfe ist doch nicht zuviel verlangt, oder? Und darunter verstehe ich nicht, das er das Kind ständig in sein Zimmer schickt...

Wenn jmd. nen Tipp für mich hat, weil er ähnliche Sit. hat oder hatte bzw. kennt bitte immer her damit.

LG Mi #winke

Beitrag von xxtanja18xx 14.11.10 - 17:03 Uhr

Hallo!!


Also ich bin mit meinem Freund seid 2Jahren zusammen...Wir haben hier zwei Jungs im alter von bald 7 und 4jahre rumspringen....Er ich aber NICHT der Erzeuger.

Wir gehen beide Vollzeit Arbeiten. Ich arbeite auch am We.

Mein Lg hilft wo er kann. Wir haben einen Geordneten Tagesablauf, wo jeder seine Aufgaben hat....Wir bringen abwechselnd die Kids in Bett, Er Duscht sie auch...Wie ein Papa das halt so macht....

Auch im Haushalt hat er Aufgaben...die er aber von sich aus macht....

Da ich am We eigentlich immer Arbeite, versorgt er morgens selbstverständlich die Jungs....Wäsche wäscht er auch und heut hat er 3Körbe zusammen gelegt ;-)

Tzja einen Tipp kann man wohl nicht geben, entweder macht er es, weil er es machen will ODER eben leider nicht....

Wobei ich damit auch nicht leben könnte, wenn er sich zb wie ein Pascha verhalten würde....

Lg Tanja

Beitrag von alpenbaby711 14.11.10 - 19:42 Uhr

Vielleicht will er zwar aber drückt sich trotzdem vor den momentan unangenehmen Phase. Dann nimm ihm ziemlich kräftig in die Pflicht und sag ihm das du willst das er dir jetzt hilft wenn er schon von alleine nicht drauf kommt. Mal schauen was er dann dazu sagt.
ela

Beitrag von leonie1984 14.11.10 - 20:08 Uhr

Hallo,

ich verstehe deine Enttäuschung sehr gut, das würde mir auch nicht anders gehen!
Mein Partner muss auch alle 4 Wochen von Freitag auf Samstag arbeiten.
Allerdings sind hier die Regeln klar verteilt: Wenn er dann frühmorgens nach Hause kommt, geht er gleich schlafen bis ca. 12 oder 13 Uhr. Danach steht er auf und beteiligt sich an allem, was zu Hause eben so anfällt. Dazu gehört auch, dass er sich mit meiner Tochter beschäftigt oder wir zusammen etwas unternehmen.
Alles andere würde ich nicht tolerieren!
Schließlich wusste er, worauf er sich einlässt, also soll er auch danach handeln!
Hast du mit deinem Partner mal darüber gesprochen?

LG Leonie

Beitrag von jule2801 14.11.10 - 21:07 Uhr

Hallo,

irgendwie kenne ich das. Mein Mann arbeitet immer eine Woche (da kommt er gar nicht nach Hause) und ist dann eine Woche zu Hause. Freitagnachmittag und Samstag hat er dann noch Schonfrist und dann muss er sich an den ganz normalen Tagesablauf halten. Das klappt im Großen und Ganzen auch ganz gut, aber er würde im Traum nicht auf den Gedanken kommen sich die Kinder zu schnappen und mit ihnen etwas zu unternehmen damit ich auch mal ausspannen kann. Mittlerweile ärgere ich mich nicht mehr, sondern wenn ich mal der Meinung bin, dass ich Ruhe oder Raum für mich brauche, sage ich ihm das ganz konkret (''Du bist dran! Ich leg mich jetzt zwei Stunden hin und will in der Zeit kein Kind, keinen Mann oder den Hund sehen - und NEIN ich komme nicht zum essen!) - das versteht dann auch er und es klappt ganz gut!

lg Jule

Beitrag von claerchen81 15.11.10 - 13:46 Uhr

Hi,

sag deutlich, was du von ihm erwartest (ohne Vorwürfe, lediglich eine kurze, wertneutrale Beschreibung). Und dann lass ihn machen. Idealerweise verlässt du in der ersten Zeit das Haus, wenn er sich allein um das Kind kümmern soll. In dieser Zeit ist es SEINE Sache, was er mit ihm macht - und er selbst muss die Konsequenzen tragen. Wenn sich für die Konsequenzen daraus ergeben (z.B. wenn er den Kleinen nicht zum Schlafen bringt, du dann am Nachmittag ein quengeliges Kind hast), lass ihn die Konsequenz selbst ausbaden.

Wenn ihr eine Familie sein wollt, hat sich jeder zu beteiligen. Er muss jedoch ggf. erst lernen, wie man mit einem Kind umgeht (und ja, auch nach einem Jahr, er scheint es ja noch nie wirklich gemacht zu haben). Dem Kleinen wird es nicht schaden, er ist groß genug, sich verständlich zu machen - und eben auch entsprechend zu reagieren, dein Freund wird dann lernen müssen, dass man ein Kind nicht permanent in sein Zimmer schicken kann.

Du selbst solltest dann aber außer Reichweite sein, ist echt besser so ;-)

Gruß, C.