Immobilie erwerben, wie findet Ihr meine Idee?

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von swswsw 14.11.10 - 17:02 Uhr

Hallo Ihr,

wollte eigentlich in Finanzen schreiben, kann da ja aber nicht in schwarz schreiben...deshalb hier.

Wir fühlen uns in unserer Mietswohnung sauwohl, tolles Viertel, tolle Wohnung, günstige Miete, alles perfekt.

Allerdings denken wir wie wohl die meisten an Eigentum.

Blöd, wenn man aus der Wohnung gar nicht raus will:-P

Also eher als Sicherheit, falls man mal im Alter aus Geldgründen mietfrei wohnen will.

Was haltet Ihr von folgendem Konstrukt, gibt es da einen Haken?

Wir kaufen eine kleinere Wohnung, seniorengerecht.
Kleiner, als wir jetzt wohnen wollen, besser aber für später, wenn wir weniger putzen können etcpp.
In die zieht meine Mutter ein, zahlt uns ortsübliche Miete.

Sollten wir Kinder bekommen, können wir dann immer die Größe der Wohnungen anpassen, umziehen etcpp.

Haben in der Hinterhand aber immer "unsere" Wohnung.

Wir hätten 20% Eigenkapital für eine derartige Wohnung, würden ca. 10-15 Jahre abzahlen.
Hätten also eine Wohnung, in der wir Miete zahlen und drin wohnen und eine weitere, die wir abzahlen und in der wir Miete von meiner Mutter bekommen.

Bin gespannt auf Eure Meinung.
Danke fürs Mitdenken.

Die Denkerin..im Moment jedenfalls;-)

Beitrag von sini60 14.11.10 - 18:05 Uhr

Das ist eine gute Idee. Momentan ist der Zinsatz so niedrig, wie schon lange nicht mehr. Steuerlich könnt ihr euren Verlust absetzen. Für Familienangehörige kann man sogar unter dem Mietspiegel vermieten. Das heißt im Mietvertrag setzt ihr eine niedrigere Miete fest und erhöht damit den Verlust, den ihr absetzen könnt. Ob deine Mutter dir dann monatlich noch Geld zukommen lässt interessiert niemand. Ein weiterer Vorteil, ihr habt mit deiner Mutter einen sicheren Mieter.

LG
Sini

Beitrag von chica20tr 14.11.10 - 18:09 Uhr

Vorsicht!

Wenn man die vereinnahmte Miete weniger als 56 % der ortsüblichen Miete beträgt, kann man auch nur die Werbungskosten anteilig abziehen, d.h. nicht mehr voll!

Das sollte man beachten, sonst kann der Schuss ganz schnell nach hinten losgehen!

Beitrag von frieda05 14.11.10 - 18:57 Uhr

" Ob deine Mutter dir dann monatlich noch Geld zukommen lässt interessiert niemand"

Nein, das interessiert "niemand". Weder das Finanzamt, noch diejenigen, welche hier Sozialschmarotzer anklagen, oder vielleicht jene die es völlig in Ordnung finden, wenn die Arschnasen, die ihr Schwarzgeld ins Ausland retten "hopp" genommen werden.....,


......

.......,

weil "das!".... - -wäre ja auch etwas "to-ta-hal" anderes. Nur die anderen sind die Verbrecher am sozialen System.... - ICH doch nicht...

#klatsch - wenn ich soetwas lese muß ich in mein sanitären Anlagen um mich meines Mageninhaltes zu entledigen.... - echtjetzt.

GzG
irmi

Beitrag von frieda05 14.11.10 - 19:04 Uhr

Die Idee ansich hört sich nicht verkehrt an. So etwas gehört mit einem Steuerverräter Deines Vertrauens diskutiert. Entscheidend ist Eure finanzielle Lage, Eure Perspektiven, Euer Familienstatus. Doppelbelastungen können echt "saukomisch" sein (Erfahrungswerte #cool). Immoblien heute als Geldanlage und/oder Altersvorsorge? Für viele durchaus fragwürdig.

Nichts desto Trotz weniger hast Du Dich übel im Forum versehen (weißt Du selbst). Mich nervt soetwas. Da kannst Du doch besser einen 0815-blau-Nick nehmen und in Finanzen schreiben, oder?

Wenn Du noch nicht mal das gebacken bekommst, vergiß den Rat der Dame, die Dir Steuerhinterziehung, respektive "leichtfertige Steuerverkürzung" ans Herz legte. Du flögest sehr zeitnah auf. Glaub mir - nicht alle bei der OFD machen ihre Hosen mit der Kneifzange zu.

GzG
Irmi

Beitrag von uliku 14.11.10 - 19:34 Uhr

Hallo,
20% Eigenkapital sind definitiv zu wenig, um dieses an sich sinnvolle Konstrukt ökonomisch zu gestalten. Spart lieber monatlich den Betrag, den ihr abzahlen würdet, an, bis ihr um die 60 bis 80% Eigenkapital habt. Ihr werft sonst unnötig viel der Bank in den Rachen. Lasst es euch von einem euch wohlgesinnten finanzkundigen Freund vorrechnen, welche Massen ihr an Zinsen zahlen müsst! Wer euch rät, jetzt zu kaufen, hat entweder keine Ahnung oder ist Finanzberater, der eine nette Provision für einen für euch ruinösen Kreditvertag bekommt.
Ulrike

Beitrag von gute Idee 14.11.10 - 20:42 Uhr

Sorry, aber der Vorschlag scheint nicht das Selbe zu versprechen. Monatlich "nebenbei" ansparen ist etwas Anderes und schwerer erzielbar, als einen Kredit abzuzahlen, der durch Mieteinnahmen finanziert wird.

Ich finde deine Idee sehr gut, wenn du ein paar Sachen bedenkst... z.B. dass es jederzeit sein kann, dass deine Ma eine andere Wohnung bevorzugt oder, dass etwas passiert und ihr dann evtl. auf fremde Mieter angewiesen seid. (Naja, die Option selbst reinzuziehen habt ihr ja auch).

Der Finanzierungszeitpunkt ist gut, denn die Zinsen sind im Moment sehr niedrig. Ihr solltet die mtl. Rate (trotz Finanzierung über die Mieteinnahme) dennoch nicht höher wählen, als ihr selbst zahlen könntet (Bsp. siehe oben). 20% EK ist gut, viele Leute haben längst nicht so viel. Schaut euch den tatsächlichen Verkehrswert gut an. Wäre es im Falle des Falles "einfach" neue Mieter zu finden?

Achtet bei der Finanzierung auf lange Zinsbindungen (günstige Zinssätze langfristig sichern), evtl. die Restsumme auch durch einen nebenbeí anzusparenden Bausparvertrag absichern... achtet auf Sondertilgungsmöglichkeiten. Nur Finanzierungsmodelle wählen, bei denen Zins&Tilgung gezahlt wird (also z.B. niemals ein endfälliges Darlehen mit Lebensversicherung tilgen wollen, zu teuer).

Eigentum ist ja grundsätzlich eine Vorsorge "für später", daher kann ich nur dazu raten. Ob man selbst jemals einzieht oder nicht weiß man eben heute nicht. Aber selbst wenn nicht: die Wohnung wird ja nicht schlecht und durch die Mietennahmen kann man später auch seine Rente aufpolieren ;-)

Könnte ewig weiter schreiben... finde aber keine Gründe, die dagegen sprechen.

LG von einer Bankkauffrau ;-)

Beitrag von windsbraut69 15.11.10 - 07:14 Uhr

Ich würde das nur machen, wenn ich die Wohnung auch über einen längeren Zeitraum problemlos ohne Mieteinnahmen finanzieren kann!

gruß,

W

Beitrag von claudia_71 15.11.10 - 08:06 Uhr

Hallo,

im Prinzip eine gute Idee.

Aber was machst du, wenn ihr die Wohnung selber braucht und deine Mama noch drin lebt, weil sie steinalt wird? Rausschmeißen?? Wohl kaum!

LG Claudia

Beitrag von wemauchimmer 15.11.10 - 08:20 Uhr

Also, mir ist auch nicht so klar, was an Deiner Frage so geheimnisvoll sein soll, daß Du meinst sie nur in schwarz stellen zu können.
Aber jedenfalls, der Nachteil des schwarz postens ist, daß wir u.a. nicht wissen, wo Du wohnst. Wenn Du Immoblien erwerben willst, musst Du langfristig denken. Und Dir die Frage stellen, ob die Lage in 20, 30, 40 Jahren noch gefragt sein wird. Für den Raum München, Stuttgart, Frankfurt/Main kann man das vorsichtig mit "ja" beantworten. Für die meisten anderen Gegenden, insbesondere auch in den "jungen" Ländern, im Norden, im Westen... kann man da meistens ein "nein" drunterschreiben, weil dort die Bevölkerung stark abnehmen wird und daher ein Überangebot an Wohnraum vorhanden sein wird, mithin also die Immobilienpreise (und Mieten) verfallen werden. Und da würde Dir die tollste Steuerersparnis jetzt auch nicht viel helfen, da wäre es sinnvoller, das Geld anders anzulegen und sich dann im Alter in eine der vielen spottbilligen Mietwohnungen zu begeben.
LG

Beitrag von nica23 15.11.10 - 08:30 Uhr

Hallo,

also ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen:

Kannst du die Wohnung nicht kaufen und musst sie finanzieren, würde ich es lassen. 20% lohnt sich nur, wenn ihr sie selbst bewohnt. Oft wird nämlich vergessen, dass ein Großteil des Eigenkapitals für Notar und Steuern drauf geht. Dann musst du bedenken, dass eventuell immer Reperaturen anstehen. Tiefgarage muss gemacht werden, Außenfassade, Heizung oder oder. Außer es handelt sich natürlich um einen Neubau, da hat man etwa 10/20 Jahre nichts größeres.

Was wird mit der Wohung, wenn deine Mutter sie nicht mehr bewohnt. Weiß nicht, wie alt sie ist, aber vermieten an Fremde ist immer eine heikle Sache. Wir haben mehrere Wohnungen und in einer gibt es immer Ärger. Das kannst du übrigens nie voraussehen - den größten Ärger haben wir mit einer Anwältin (da hätte man es am wenigsten erwartet), weil die sich plötzlich lauter Hunde anschafft und alle in den Hausflur machen.

Also wie gesagt, ich wäre da vorsichtig. Wirklich lohnen tut es sich nur in Gegenden wie München, Frankfurt und einigen wenigen anderen.

Nica

Beitrag von seelenspiegel 15.11.10 - 11:14 Uhr

Da bist Du nicht die Erste die sowas vorhat, allerdings halte ich eine Finanzierung mit nur 20% Eigenkapital für mehr als unrealistisch.

Beitrag von sternschnuppe215 15.11.10 - 16:48 Uhr

klar quasi als Kapitalanleger ... um die Zinsen steuerlich abschreiben zu können.... ist bekanntes Verkaufsargument vieler Immoblienhändler

#schwitz

Beitrag von manavgat 15.11.10 - 18:27 Uhr

Sollte Deine Mutter vom Blitz erschlagen werden oder keine Lust mehr auf die Wohnung haben, müsstet ihr fremdvermieten.

Heißt: du musst beim Kauf darauf achten, dass die Vermietchancen gut sind!

Gruß

Manavgat

Beitrag von werner1 16.11.10 - 09:33 Uhr

Hallo,

der einzige Haken wäre, dass die Wohnung entweder für eine Person zu gross, oder für zwei Personen zu klein ist.
(unter der Voraussetzung, dass der Einkaufspreis stimmt)

freundliche Grüsse Werner