Hab' das Gefühl ich mache alles falsch....

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von lovelyone 14.11.10 - 20:53 Uhr

Hallo,

muss mich mal ausheulen, bin einfach voll gefrustet.
Habe eine Tochter die Anfang Januar 2 wird. Sie ist ein unheimlich liebes und fürsorgliches Kind und mototrisch den meisten Kindern voraus. Was jedoch das Sprechen angeht....da kommt irgendwie fast gar nichts. Mama, Papa, Wauwau, hallo, insgesamt vielleicht ca "20 Wörter", von den fast alle nur wir verstehen. Nicht mal Oma und Opa. Ich habe lange gedacht, das kommt schon noch, aber irgendwie kommt gar nichts. Sie hat null Interesse und wenn sie was sagt ist es sehr undeutlich. Ich rede so viel den ganzen Tag mit ihr, lasse sie an allem teilhaben, erkläre ihr Zusammenhänge usw. Aber irgendwie scheint es nicht zu helfen. Sie möchte zum Beispiel auch nicht vorgelesen bekommen, gefällt ihr nicht. Sie will nur von mir erfunden kurze Geschichten zu den Bildern hören. Hören und verstehen tut sie übrigens alles. Zusätzlich ist sie auch noch ein extrem schüchternes und somit oft anstrengendes Kind, das sich in fremder Umgebung immer an mich klettet, das es mir fast die Luft abschnürt. Ich muss immer bei allem dabei sein und bin manchmal so neidisch auf andere Mütter die ihr Kind einfach absetzen können und sich auch mal in Ruhe mit anderen Mamas unterhalten können. Ich habe das Gefühl je mehr ich mich um sie kümmere, desto verhätschelter und unselbständiger wird sie. Aber ich kann sie doch auch nicht einfach heulend stehen lassen, wenn sie in fremder Umgebung Angst hat, oder...? Heute war ein Familientreffen und da wurde dann das Kinde meiner Schwägerin gelobt, dass es so brav sei, weil sie es einfach ins Wohnzimmer gesetzt hat und es 1 Stunde sich alleine mit Spielzeug beschäftigt hat. Mein Mann und ich mussten unsere Maus die ganze Zeit bespaßen, damit es einigermaßen erträglich war und sie nicht nur geheult hat. Ich weiß dass meine Schwägerin sich wenig mit ihren Kindern abgibt , aber anscheinend ist das das Resultat....das ihre Kinder zufrieden mit wenig sind.
Da hatte ich echt das Gefühl ich mache alles falsch....geht's auch auch manchmal so?


Beitrag von schnupps22 14.11.10 - 21:06 Uhr

Der Text hätte von mir kommen können. Nur dass meine Tochter erst 15 Monate alt ist.
Sie spricht gar nicht, sagt nur Mama. Und das zu jedem und allem.
Gut, sie muss mit 15 Monaten auch nicht mehr sprechen können. Da mach ich mir auch keine Sorgen. Aber die sache mit dem schüchtern sein und der Rest deines Textes passt 100% zu uns. :) Ich will auch soooo genre mal meine Tochter einfach absetzen und mich unterhalten. Geht aber nicht. Ich denke auch manchmal vielleicht muss ich ganz anders mit der Situation umgehen......
Ach aber mach dir nicht so nen Kopf. Fast alle Kinder sind schüchtern. Es gibt immer ausnahmen aber das sind eher die andern. Jedes Kind fremdelt,... manche mehr manche weniger.... und manche auch immer. :) Unsere sind eben dauerfremdler :)

LG

Beitrag von lovelyone 14.11.10 - 21:16 Uhr

Danke für deine aufmunternden Worte, irgendwie tut es einfach gut, wenn man weiß andere haben die gleichen Probleme.....leider habe ich noch nie so ein anhängliches Kind wie meine Maus gesehen. Wenn jemand irgendwo durch schrilles Heulen auffällt, sind es immer wir....aber vielleicht wird's ja irgendwann besser. Ich war auch ein schüchternes Kind und darum weiß ich leider auch, dass man es damit oft schwer hat. Hätte meiner Kleinen das gerne erspart.....aber vielleicht hat man als Mama auf so etwas auch gar keinen Einfluß.

Beitrag von haruka80 14.11.10 - 21:53 Uhr

Huhu,

mein Sohn(knapp 19 Mo) ist ähnlich, spricht nicht viel, viell 15 Wörter, ist ne Oberklette, was sehr anstrengend sein kann und mega aktiv.
Ich mache mir ehrlich gesagt keine Gedanken, ich weiß, dass ich als Kind genau so war.
Mein Sohn war motorisch zeitweise zurück und hat mit 8 Monaten zu sabbeln begonnen (Mama,Papa, ja, nein), das baute sich total auf, bis er bei 25 Wörtern mit nem Jahr war. Es endete, als er zu Laufen begann mit 13 Monaten, da war er dann wieder bei 3 Wörtern.
Ich glaube, Kinder haben einfach Prioritäten, die einen sind grobmotorisch sehr fit, andere feinmotorisch, wieder andere sprachlich.
Ich glaube nicht, dass man da etwas falsch machen kann (außer das Kind vor der Fernseher verfrachten/bzw sich nicht kümmern, dann gäbe es ja nen offensichtlichen Grund).

Seit 4 Wo hat er ne Phase, wos noch schlimmer ist, er möchte eigentlich NUR NOCH getragen werden...nur Mama, nix sonst. Anstrengend ohne Ende, aber ich denke, es ist ne Phase das es so intensiv ist, er lernt sicher grad was, was ihn anstrengt.
Ich bin oft auch sehr stolz, dass ich son aktives Muttersöhnchen habe, das zeigt mir eigentlich eher, dass ich vieles richtig mache, er viel Vertrauen zu mir hat und fühle mich ein bisschen belohnt für die tägliche Action die ich organisiere;)

L.G.


haruka

Beitrag von rheinhexe 14.11.10 - 22:50 Uhr

Juhu,

ich habe auch einen kleinen Angsthasen. Eigentlich ist er ein aufgewecktes, freches Kerlchen. Aber wehe es ist jemand bei uns zu Besuch... dann klammert er an mir, beobachtet den Besuch aber wehe er wird angesprochen! Dann guckt er demonstrativ weg! Genauso ist es wenn wir wo anders sind! *MAMA ARM* auf der einen Seite finde ich es schön, das er sich so sicher bei mir fühlt, auf der anderen Seite nervt es mich doch hin und wieder. Das selbe auf dem Spielplatz: Er bleibt in meiner Nähe und BEOBACHTET die Kinder. DAS kann er Stundenlang!
Am Anfang dachte ich das wäre nur eine Phase... aber ich kenne keine Phase die so lange anhält ;-) (er ist übrigens 2,4 Jahre)

Aber: wenn ich ihm einfach nur meine Nähe schenke (ohne ihn zu betudeln)und mich weiterhin meinem Gesprächspartner widme, dann taut er meist nach einer halben Stunde auf, zwar sehr zaghaft, aber immerhin!
Er hat zwei dicke Kumpels, wenn die mit uns irgendwo hingehen, egal ob Spielplatz oder irgendwohin wo er zuvor noch nicht war. DANN vergisst er oft seine Schüchterheit. #rofl

Was wollte ich jetzt eigentlich sagen? #kratz Achja:

Meine Tante, hat ihre Kinder 6 Wochen nach der Geburt von Tagesmutter zu Tagesmutter, zu Verwandten uuu gereicht. Sprich die Kinder hatten nie wirklich feste Bezugspersonen. Die zwei kannste in jede Gruppe schmeißen, die passen sich sofort an. Klar ist das schön, aber: ich hab lieber einen kleinen Angsthasen als ein Kind was vielleicht schnell zu fremden vertrauen fasst und mitgehen würde! #zitter

Ich würde nicht sagen das Du was falsch machst! Dein Kind fühlt sich bei Dir gut aufgehoben, es vertraut Dir und greift gerne auf 'sicheres' zurück! Was kann es besseres geben, als dieses Wissen?? Grade wenn dein Kind dies gewohnt ist: willst DU es ihm nehmen--ihn einfach von Dir 'weg stoßen' damit Du mal Ruhe hast? Glaub ich nicht. Du liebst dein Kind--also machst Du nichts falsch

Amen #rofl

Alles Liebe

Beitrag von onetta 15.11.10 - 00:01 Uhr

Hallo,

meine Kleine hat mir 22 Monaten nicht mal 20 Wörter gesprochen, und natürlich habe ich mir Sorgen gemacht. Der Kinderarzt und Ohrenarzt nicht, schließlich sprach ihr Vater auch spät.
Jetzt ist sie 2 J und 4 Monate und macht grade riesige Fortschritte, so schnell, dass ich es kaum glauben kann.
Vor 4 Wochen kamen nur vereinzelte Worter, und jetzt:
" Metterling, oben!" Schmetterling oben
oder auch
" anes ohr auch!" als ich ihr nur ein Ohr zu gehalten habe, als unsere Große Tochter mit der Carrera Bahn spielte. Sie ist ein wenig geräuschempfindlich.

Ich weiß, dass das für fast 2, 5 nicht überragend toll ist. Für sie ist es aber toll, und ich freue mich über jedes einzelne Wort.

Meine beiden Mädchen sind sehr offene Kinder, die brauchen ein paar Minuten um anzukommen, aber dann spielen sie sehr gut ohne uns. Wenn du meinst, dass dein Kind zu ängstlich ist, dann wende dich doch an eine Heilpraktikerin, die sich mit Bachblüten Therapie auskennt.

Viele Grüße
Onetta