Warum bin ich stolz wenn mein Kind einen Zahn bekommt oder sich drehen

Archiv des urbia-Forums Baby.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Baby

Erhaltet hier Tipps für das süßeste Baby der Welt und diskutiert mit anderen jungen Eltern über euer neues Leben. Informationen zu allen Themen rund um euer Baby erhaltet ihr im Magazin. Alles zur Entwicklung Ihres Babys findet ihr in unserem Babynewsletter

Beitrag von gingerbun 14.11.10 - 22:07 Uhr

.. kann?
Nehmt mir mal bitte die Frage nicht übel, aber ich frag mich hier im Forum desöfteren warum ich stolz sein sollte wenn mein Kind/Baby dies und jenes kann oder gar einen Zahn bekommt. Ich meine das gehört doch alles zu einer normalen Entwicklung dazu. Klar freue ich mich sehr wenn sich mein Kind gut entwickelt, aber stolz? Stolz kann ich doch auf sowas nicht sein..
Fragende Grüsse!
Britta

Beitrag von kula100 14.11.10 - 22:11 Uhr

Hallo,

ich weiß nicht ob es stolz ist oder einfach nur die Beruhigung das die normale Entwicklung eines Babys auch mit dem eigenen Baby passiert. D.h.hey mein Baby ist normal und ist in der Entwicklung nicht verzögert bzw. lässt irgendetwas aus. Ich muss sagen ich war auch mächtig froh das mein Sohn anfing zu krabbeln denn das hatte ich nicht mehr in seinem ersten Lebensjahr erwartet da er sich super lange Zeit gelassen hat. Stolz bin ich nicht nur froh :-)

lg kula100

Beitrag von gingerbun 14.11.10 - 22:14 Uhr

Danke Dir! Ich will ja echt auch nicht kleinlich sein aber dieses Wort "stolz" find ich halt an dieser Stelle total unpassend. Freude ja, aber Stolz.. irgendwie nicht. Ich bin stolz auf mich, wenn ich eine Prüfung oder eine Aufgabe gut meistere oder wenn ich ne harte Woche hinter mir habe und dies und jenes gut gemacht habe..
Gruß!
Britta

Beitrag von rinchen00 14.11.10 - 22:41 Uhr

In meinen Augen hat mein Kind eine Aufgabe erfüllt wenn es sich drehen kann. Sie hat lange dafür trainiert bis es die Prüfung endlich bestanden hat weil die Drehbewegung endlich routiniert funktioniert .
Manchmal dauert es auch eine harte Woche (haben wir zur Zeit da sie sehr viel lernt und gerade abends total überfordert ist)
Aber wenn etwas funktionert hat und mein Kind mich mich strahlenden Augen anguckt weil sie es endlich geschafft hat und stolz auf sich ist;
DANN BIN ICH AUCH AUCH STOLZ AUF SIE

Beitrag von rinchen00 14.11.10 - 22:44 Uhr

Sorry, irgendwie neige ich dazu Würter doppelt zu schreiben:-p
Lieben Gruß

Beitrag von vanessa-jager84 14.11.10 - 22:12 Uhr

hmmm... also ich freu mich über jede weiterentwicklung und bin stolz darauf weil ich weiß mein kind ist gesund und normal entwickelt... ich weiß mit jeder weiterntwicklung das mein kind selbsständiger wird und das erfüllt mich mi stolz ;-)

Beitrag von gingerbun 14.11.10 - 22:14 Uhr

Danke!

Beitrag von yozgat 14.11.10 - 22:19 Uhr

Die Frage kann man eigentlich ganz leicht beantworten :-)
Meistens tickt man als Mama halt so,dass man ALLES aber auch ALLES was das Kind kann,tut und sagt insbesondere am Anfang soooooo TOLL findet.
Ich persönlich finde es faszinierend wie sich soooo ein kleines Wesen von Tag zu Tag entwickelt:-)
Ich bin wahrhaft stolz auf meine zwei Prinzessinnen und bin Gott unendlich Dankbar dafür,dass ich die Mamas solcher zwei Goldstücke bin#huepf

LG#winke
Fatma

Beitrag von gingerbun 14.11.10 - 22:23 Uhr

Hallo,
da geb ich Dir Recht. Ich finde eine Schwangerschaft schon total faszienierend, ohne viel dazuzutun wächst in unserem Bauch ein kompletter Mensch heran. Nur verbinde ich eben das Wort "Stolz" mit ganz anderen Dingen. Was die Entwicklung meiner Tochter angeht empfinde ich grosse Freude und keinen Stolz.
Danke Dir und Gruß!
Britta

Beitrag von giraffchen84 14.11.10 - 22:28 Uhr

Also ich bin nicht stolz.

Ich mag gerne neue Dinge erleben und freue mich dann deshalb, wenn Zwerg sitzen kann - aber eher für ihn, denn er hat dann mehr Möglichkeiten.

Ich habe mich tierisch für ihn gefreut, als er krabbeln konnte, denn dann war es für ihn so viel schöner - er konnte ohne meine Hilfe dorthin gelangen, wohin er wollte und den flüchtenden Ball einfangen :)

Ansonsten mag ich "stolz auf jemanden sein" sowieso nicht, denn das impliziert, das es derjenige gemacht hat um mich zu erfreuen - finde ich genauso blöd wie Loben.
Mein Kind lernt auch ohne meinen "manipulierenden" Einfluss laufen, sprechen, sitzen etc und wird auch alle Zähne kriegen ;-)

Ich freue mich dann, weil er sich freut bzw. also ich freue mich mit ihm statt über ihne. Finde ich einen grandiosen Unterschied.

Ansonsten stehe ich oft staunend vor diesem Wunder, was da wächst und nehme eine schauende und bewundernde Position ein - eine Allwissende von oben, die dann "stolz" ist maße ich mir nicht an.

Stolz sein kann ich auf mich selber, aber nicht auf andere.

Hab heute meinen philosophischen, weißt Du ;-)

es grüße Dich ganz lieb
die Giraffe

Beitrag von gingerbun 15.11.10 - 12:50 Uhr

Hello,
im Prinzip ist genau das 1:1 was ich denke. Ich finde dass all das ganz normale Entwicklungsschritte sind. Und ich finde es ein Wunder von Mutter Natur. Stolz bin ich dabei nicht.
Ich finds auch gut, dass mein Kind Zähne bekommt, aber stolz deswegen zu sein? Nee. Denn irgendwie gehört Zahnen doch zu jedem Menschen dazu oder nicht? Beeinflussen kann man grad mal gar nichts. Das einzige was man tun kann ist, sich das Kind ungehindert entwickeln lassen. Und dies hab ich getan in dem ich nicht dauernd Ansprüche gestellt habe wann sie sich hätte Drehen sollen oder wann sie hätte Laufen sollen. Ich zeige und erkläre ihr die Welt, geb ihr das nötige Vertrauen in alles und der Rest macht sich dadurch von alleine.
Lieben Gruß!
Britta

Beitrag von haseundmaus 14.11.10 - 23:27 Uhr

Hallo!

Also ich bin sehr stolz auf mein Kind, egal was sich gerade so entwickelt. Heute stand sie freihändig, sie übt das zur Zeit fleißig und sie stapelt Bausteine seit neuestem. Klar bin ich stolz darauf! Was ist normal? Normal ist gar nichts. Und ein gesundes Kind zu haben, dass sich so wunderbar entwickelt und wächst, ist nicht selbstverständlich. Und wenn du stolz bist, dass dein Kind das und das kann oder eben nur ein Zahn durchkam und Baby die Schmerzen hinter sich hat, die das Zahnen manchmal mit sich bringt (kann ein Lied davon singen), nur dann kann man seinem Kind auch offen und ehrlich sagen, dass man stolz auf sie/ihn ist. Genau das finde ich sehr wichtig. Sich freuen ist das eine, aber sein Kind zu bestätigen und zu sagen man ist stolz, das andere.
Und wenn dein Kind eines Tages eingeschult wird, bist du doch auch stolz wie Oskar, auch wenn es der normale Werdegang ist, dass man irgendwann zur Schule muss.

Also ein bisschen Stolz ist durchaus erlaubt und auch sehr wichtig, find ich.

Manja mit Lisa Marie *18.09.2009

Beitrag von lilalaus2000 14.11.10 - 23:32 Uhr




..... weil dein Kind sich weiterentwickelt und das aus eigener kraft, Klar kommt das sowieso.
Doch auch für Kinder ist es eine Sache die neu für sie ist und sie sind auch auf sich selber stolz, wenn sie es geschafft haben sich zu drehen.
Viele Kinder probieren es immer wieder und schaffen es nicht und wenns dann plötzlich doch kappt sind die glücklich und der Stolz der Eltern und das Lob zeigt ihnen, dass sie alles richtig und gut machen.

Das denke ich zumindest und bin über jede neue Sache so stolz, dass ich immer gleich alle anrufe und auch Videos drehe wie sie was gerade macht.


Aber ist ja jedem selber überlassen

Beitrag von amalka. 15.11.10 - 01:38 Uhr

Bäääh, ghe in dein SS-Forum zurück du :-p #verliebt #liebdrueck

ad 1 sage ich mir, ihr hattet mit victoria sehr viel Glück

ad 2 wer sagt dir, du SOLLTEST stolz sein ?

ad 3) ist es mit dem Wort Stolz und Freude manchmal sehr eng miteinander verbunden und manhcmal wird es unbewußt vertauscht

ad 4) zumindest bei uns spüre ich mit meiner Tochter schon manchmal stolz, was ich aber nicht nach außen zeige...ich bin stolz, wenn sie von alleine bestimmten entwicklungschritt schafft und ich habe ihr nicht großarrtig nachgeholfen... ich bin stolz, wenn sie ihren Weg macht und und und und...diese Eigenschaft ist eine bunte Mischung aus riesiger Freude und anderen Gefühlen...im gegensatz zu vielen anderen Mamis erlebt man aber bei mir nicht, dass ich es großartig nach außen zeigen muss..

Wir sehen uns (ich und mein Mann) an, sind froh und stolz, dass wir diese unedliche Freude erleben dürfen.

Und bei uns ist Stolz mit etwas anderem verbunden. Dieses Kind hatte erehbliche motorische Defzite und es hinkt immer noch hinter her..hey, ich bin wirklich stolz, wenn das Kind wieder etwas überwunden hat und einfach ,,weiter´´ ist...Ich denke nicht immer, dass SOTLZ negativ behaftet sein muss, zumindest nicht in meinem Falle..

jooo und inbesondere z.B. bei dem drehen war ich unedlich glücklich und stolz, weil da haben wir irre viel nachhelfen müssen, damit sie es anfängt zu machen...sehr viel Krankengymnastik dahinter..ja, dann ist man stolz..

alles mit Maße

Beitrag von svejuma 15.11.10 - 08:08 Uhr

Hallo,

ich bin mehr als stolz bei jedem Zähnchen, jedem Robben, Krabbeln...egal was da noch kommt!
Ich glaube es ist natürlich stolz auf sein Kind bei solchen Ereignissen zu sein (so etwas nenne ich "Muttergef ühle").
Ausserdem ist ein positives Feedback für die Kleinen wirklich wichtig!
Und stolz kann ich in unserem Falle auf jeden Fall sein!
Oder hast Du schon mal einen richtigen Kämpfer erlebt? Der statt 40 Wochen im Bauch nur 25 Wochen gehabt hat und jetzt schon soviel nachgeholt hat?
Das ist mehr als nur Stolz...

Julia

Beitrag von hebigabi 15.11.10 - 08:30 Uhr

Ich war auch immer stolz, wenn was Neues kam und klappte - wieso- weiß ich nicht, war mir aber auch immer grad egal.

Beim eigenen Kind ist das halt so und das habe ich auch nie hinterfragt.

LG

Gabi

Beitrag von gingerbun 15.11.10 - 12:52 Uhr

Gruß,
Britta
PS: Kinder, die extrem früh zur Welt kamen oder anderweitig Defizite haben meinte ich übrigens nicht. Ich sprach von denen die sich einfach ganz natürlich entwickeln..

Beitrag von cori0815 15.11.10 - 21:06 Uhr

hi Britta!
Wir sind gleicher Meinung.

Stolz sein kann man auf Dinge, die man selbst bewirkt hat. Dass ein Zahn bei einem Baby wächst, ist sicher nicht der Verdienst der Eltern, es sei denn, man geht davon aus, dass die Zeugung des Kindes der Stein des Anstoßes war und man stolz drauf war, dass man DAS vollbracht hat.

Ich glaube, die Zunahme dieser Postings liegt einfach daran, dass die Leute sonst nix zu tun haben, als jedes Lächeln, jedes Wort und jede Handlung ihres persönlichen "Nabels der Welt" als persönlichen Verdienst zu betrachten und dermaßen in den Mittelpunkt zu stellen, weil man sonst nix mehr hat, an dem man sich beweisen kann.

Früher haben die Leute so hart gearbeitet, da haben Mütter manchmal erst festgestellt, dass ihr Baby plötzlich 3 Zähne hat, weil es den größten der 7 Geschwister blutig gebissen hat ;-) Wenn die Mutter jedes Zähnchen mit einem Stolz-Posting bekundet hätte, wäre ihr vermutlich nicht mehr genug Zeit geblieben, Rüben zu hacken, um ihrer Familie ein Abendessen bereiten zu können - nun mal überspitzt gesagt.

Und mit abnehmender Kindermenge wird ja die Wichtigkeit eines jeden Kindes immer größer. Das merkt man ja auch daran, dass Eltern immer mehr mit ihren Kindern auf einer partnerschaftlichen Ebene kommunizieren und sie entsprechend behandeln. Und trotz abnehmender Kindermenge werden pro Familie immer mehr Euros für die Baby- und Kinderausstattung ausgegeben.

Das sagt doch schon alles über die "Augensterne" aus, die Zähne kriegen und sich plötzlich - allein aus dem Verdienst der Eltern heraus - drehen kann. Denn schließlich haben die Eltern alles gegeben: vom vorgeburtlichen Mozart-Programm bis zum ganzheitlichen Pekip-Yoga-Kurs (Kursdauer 1,5 Jahre 4x die Woche ganztägig)

Ich bin immer wieder froh, dass ich einen Beruf habe, in dem mich selbstverwirklichen kann und nicht mein Seelenheil auf meine Kinder projezieren muss :-)

LG
cori

Beitrag von gingerbun 16.11.10 - 12:35 Uhr

Ach nee - wie Du mir aus der Seele schreibst :-)
DANKE !!!