Ich möchte ein Kind adoptieren

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von pjd 15.11.10 - 09:23 Uhr

Weiss nicht recht ob mein Beitrag hierhin passt, aber irgendwo muss ich in ja schreiben... :-p

Ich möchte ein Kind adoptieren!... nicht ein Gedanke der von gestern auf heute gekommen ist, sondern wirklich eine reife Überlegung die mich seit 1-2 Jahren nicht mehr verlässt. Warum schreibe ich es hin? Möchte einfach meinen Wunsch äussern und schauen, ob da noch jemand ist der in der gleichen Situation war/ist.

Also, von vorn... Wir... ich (39) und mein Mann (55) haben bereits 2 leibliche Kinder (4 und 3). Wir wollten beide eine grössere Familie, da wir jedoch bereits älter sind und ich eine weitere (schwere) Schwangerschaft ausschliessen möchte, kommt das vorallem für mich nicht mehr in Frage.

Mein Mann liebt Kinder und ist (trotz Alter #schein ) ein Super-Vater. Ansonsten würde es für mich auch nicht in Frage kommen.

OK, da wir beide schon "zu alt" sind für eine Inländische Adoption (wir leben in der Schweiz) und es bei bereits 2 leiblichen Kindern hier unmöglich ist, könnten wir uns gut vorstellen ein ausländisches Kind zu adoptieren. Selbstverständlich auch nur auf bürokratischen und legalem Weg. Es ist uns auch nicht wichtig, ob Mädchen oder Junge, weiss oder schwar und auch wenn es bereits ein Paar Jahre alt wäre. Klar ist es uns bewusst, dass ein Kleinkind mit einer Altlast geprägt ist und wir da viel Geduld brauchen.
Was ich mir wiederum nicht vorstellen kann, ist ein Kind mit einer schwerwiegenden Krankheit oder Behinderung. Klingt vielleicht egositisch, aber mein Sohn hatte in seinem ersten Lebensjahr gröbere gesundheitliche PRobleme und das war für mich sehr belastend. Ich kann mir das deshalb nicht vorstellen und hoffe, dass mich niemand falsch versteht.

Mein Mann ist Amerikaner und wir könnten theoretisch "ziemlich problemlos" ein Amerikanisch Kind adoptieren. Aus ERfahrung wissen wir, dass es sehr viele Amerikanisch Kinder gibt die in ARmut und "alleine" aufwachsen.

Ich wollte jetzt einfach mal fragen, ob jemand in der gleichen oder ähnlichen Situation war. Würde mich sehr auf ERfahrungserichte freuen.

Danke! #herzlich

Beitrag von melschmie 15.11.10 - 10:01 Uhr

Hallo liebe Mami

Ich finde für den Wunsch nach einem Kind ist man nie zu alt;-)
Leider kann ich dir keine Tipps oder so geben aber ich wünsche euch und eurer Familie viel Glück.

Beitrag von bokatis 15.11.10 - 12:18 Uhr

Hallo,

selbst Erfahrungen hab ich nicht, aber eine Freundin hat gerade ein Langzeitpflegekind bekommen, das ist wohl etwas einfacher und unkomplizierter, auch wenn man schon älter ist, als Adoption. Langzeitpflegekinder bleiben idR ihr Leben lang bei den Pflegeeltern. Sie hat ein Baby mit 6 Monaten bekommen, das noch nie bei seiner Mutter gelebt hat und vorher in der Kurzzeitpflege war.
Vielleicht erkundigt ihr euch einfach mal bei eurem Jugendamt, wie das wäre usw....
Grüße
K.

Beitrag von pjd 15.11.10 - 14:11 Uhr

Danke für deine Antwort. Ja ich weiss, 60% der Pflegekinder bleiben bei der Pflegefamilie. Aber ich möchte eigentlich nicht ein Kind, das mich beim Vornamen ruft und jederzeit wieder von uns weggenommen werden kann/könnte.
Ich bin ein totaler Herzmensch und würde mich zu sehr an das neue Familienmitglied binden... Eine Wegnahme wäre für mich sehr schwierig zu verkraften.
Auch sind unsere Kinde rnoch relativ klein und meistens gibt man Pflegekinder nur in Familien mit grösseren/älteren Kindern, da sie selbst ja aus schwierigen Situationen kommen.
Mal schauen, jedenfalls werde ich mich auch über diese Option mal schlaumachen.

Beitrag von uliku 15.11.10 - 22:58 Uhr

Hierzu kann ich mich auch mal wieder melden. Ich war bis jetzt noch nicht im Bilde darüber, dass dein Mann schon sooo ;-) alt ist. Da könnte u.U. sogar eine Auslandsadoption schwierig werden. Viele Agenturen und Herkunftsländer setzen da auch eine Grenze bei ca. 45 Jahren Unterschied zwischen Eltern und Kind.
Aber informiere dich ruhig etwas intensiver über Pflege.
Wir sind Bereitschaftspflegeeltern und haben gerade unser achtes Pflegekind bei uns. Die Kinder bleiben bei uns ein paar Tage, Wochen oder Monate, bis ihre Perspektive geklärt ist, bis sie also entweder zurück in ihre eigene Familie, ins Heim oder in Dauerpflege gehen oder adoptiert werden. Wir hatten alle diese Möglichkeiten schon. Ja, es ist schwer, die Kinder wieder gehen zu lassen, besonders, wenn ich das Gefühl habe, der beschlossene Weg ist nicht optimal für das Kind.
In den Gesprächen mit dem Pflegekinderdienst kann man jedoch angeben, dass man sich ein Kind "für immer" wünscht.
Es werden händeringend Pflegefamilien gesucht. Bei uns Bereitschaftspflegefamilien "hängen" immer wieder Kinder monatelang "fest", für die entschieden wurde, dass sie in Dauerpflege gehen, aber es gibt keine passende Familie. Ich habe zwei gute Bekannte, die je ein Pflegekind aus einer Bereitschaftspflege heraus bekommen haben. In beiden Fällen waren die Kinder gleich als Neugeborene in Pflege gekommen. Eine weitere gute bekannte Familie, Bereitschaftspflege wie wir, haben ein ehemaliges B-Pflege-Kind adoptiert.
Auch für unsere jetzige Pflegetochter wird eine Dauerpflegefamilie gesucht. Sie ist seit knapp zwei Monaten bei uns, hat sich super-super-großartig entwickelt, fühlt sich hier absolut geborgen und nennt uns Mama und Papa.
Hm, was war jetzt der Sinn dieser langen Rede? Ich glaube: 1.recherchiere mal nach den Altersgrenzen für Auslandsadoptionen und dann rein ins Abenteuer, 2.besuche einen Informationsabend des Pflegekinderdienstes eures Jugendamtes (bei uns finden diese monatlich im Rathaus statt). 3. wenn du Lust hast, komm in den Club http://www.urbia.de/club/Pflegefamilie .
Ich schicke dir auch noch eine PN.

Gruß, Ulrike

Beitrag von summersunny280 15.11.10 - 14:11 Uhr

Ich will da niemandem zu nahe treten aber seit ihr dafür nicht zu alt?


ich selbst interessiere mich dafür auch und würde einem Kind auch gerne ein zuhause geben allerdings mag mein mann das nicht ....


Ich wünsch euch viel Glück .......

Beitrag von pjd 15.11.10 - 16:23 Uhr

OK für eine 24 Jährige sind wir bestimmt zu alt.... ;-)

Lieber einen etwas älteren Vater als gar keinen oder einen schlechten!
Klar, wir sind nicht mehr die jüngsten, vor allem mein Mann ist bereits in der grauzone überhaupt ein Kind adoptieren zu können.
Obwohl, wie bereits gesagt, wir möchten nicht ein neugeborenes. Da wir Zeit, Geduld, Erfahrung (auch mit einem kranken Kind) haben, können wir uns sehr gut vorstellen ein Kleinkind/Schulkind zu adoptieren.
Es gibt viele Eltern die erst +40 eltern werden und für uns stimmt es so... Mit 24 hatte ich ganz andere Gedanken im Kopf!

Vielen Dank für die Glückwünsche

Beitrag von summersunny280 16.11.10 - 11:31 Uhr

Nun da bin ich mir sehr sicher dass ihr gute Eltern sein würdet.

Aber ich meine das bei einem Adoptionsverfahren das Alter eine große Rolle spielt.
So wie wir in jungen Jahren keins adoptieren könnten gibts mit Sicherheit auch ein Höchstalter.

Beitrag von clazwi 16.11.10 - 13:45 Uhr

Ein gesetzliches Höchstalter gibt es in Deutschland nicht, bei der Adoption muss jedoch einer der Ehepartner das 25. LJ vollendet haben (mein Mann hatte bei Antragsstellung genau dieses Alter).

LG
Claudia

Beitrag von clazwi 15.11.10 - 19:03 Uhr

Hallo PJD,

vermutlich kann ich Dir nicht sehr viel weiterhelfen.
Wir sind Adoptiv- und Pflegeeltern und ich bin bei diesem Thema sozusagen "aktiv unterwegs".

Du kannst hier mal einen Blick draufwerfen:

http://bunterunde.de/index.php?option=com_content&view=article&id=50&Itemid=61

Allerdings bezieht sich das auf Adoption/Pflege in Deutschland.

LG
Claudia

Beitrag von pjd 15.11.10 - 20:09 Uhr

Hallo Claudia,
Habe gerade deine Visitenkarte gelesen und deine Geschichte (in Kurzform). #blume

Die Richtlinien in der Schweiz sind ähnlich wie die in Deutschland. Nur das Mindestalter hier ist ziemlich hoch... 35 Jahre! Man muss sich also beeilen, dass man dann nicht plötzlich zu alt ist... #aerger #klatsch

Wir werden mal die Kurse belegen bezl. Adoption und Pflegeeltern. Wer weiss, vielleicht wird sich eine Tür öffenen die wir nicht erwartet haben... Ich bin grundsätzlich nicht dagegen, als Pflegeeltern zu fungieren.
Nur habe ich "angst" dass ich mich zu fest an das Kind binde... #verliebt Es wäre für mich sehr hart es nach z.B. 2-3 Jahren wieder weggeben zu müssen.

Mal schauen, was auf uns zukommt. Es muss nicht auf biegen und brechen sein. Also wenn es sein soll, dann werden sich die Türen öffnen, ansonsten werden wir anderswie helfen.

Beitrag von kathrincat 15.11.10 - 22:50 Uhr

da seit ihr wohl zu alt, ausserdem gibt es kaum noch freigegeben kinder eine pflegschaft wäre er drin, aber ad. nicht wirklich.