"Notfallpack" - spast. Bronchitis. Was habt ihr zuhause?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von ally28 15.11.10 - 09:34 Uhr

Hallo! Unser Sohnemann (1 Jahr 9 Monate) hatte nun schon seine 3. spastische Bronchitis in diesem Jahr. Da das immer so schnell geht (früh niest er zweimal und Mittag schnappt er dann schon richtig nach Luft!) und eigentlich immer am Wochenende auftritt (warum auch immer :-) ) würde ich gerne ein paar Sachen im Haus haben, mit denen ich auch mal ein Wochenende überbrücken kann, damit ich nicht immer gleich in die Notaufnahme rennen muss! Ich werde das auch am Mittwoch beim abhören mit dem Kinderarzt besprechen. Ich wollte nur mal im Vorfeld hören, wie ihr das so macht und was ihr für den Notfall zuhause habt. Ich dachte jetzt an Rectodeltzäpfchen, aber die sind ja nur für den wirklich ganz schlimmen Notfall. Was kann ich da haben, wenn ich merke, es geht wieder los? oder gibt es auch rezeptfreie Mittel in der Apotheke, mit denen man erstmal das Wochenende überbrücken kann? Wir hatten bisher immer nur Rectodelt und Spasmo-Mukosolvansaft. Und im Krankenhaus hat er inhaliert. Das haben wir aber zuhause noch nie...
Danke für die Hilfe!
Liebe Grüße,
Ally :-)

Beitrag von schnubs24 15.11.10 - 09:39 Uhr

Hallo,

also wir haben einen PariBoy, dazu dann Kochsalz und Salbutamol sowie Atrovent zu Hause. Für den Notfall dann noch Rectodelt.

Wir fangen dann auch gleich an und ab und an bekommen wir so gut die Kurve. Unrer braucht dazu aber täglich singulair und 2 x täglich Sanasthmax.

LG

Beitrag von jamey 15.11.10 - 09:44 Uhr

unbedingt zu hause inhalieren!!!!!!!!!!!!!!! Kochsalzlösung und der arzt sollte je nach bedarf salbutamol, pulmicort und/oder atrovent aufschreiben

wenn er es so oft hat bietet sich evtl singulair an.

ansonsten fenster weit auf, bei schlimmer gepresster atmung dusche heiß aufdrehen und dampfige feuchte luft einatmen lassen.....

besser wäre aber stetiges inhalieren

Beitrag von whiteangel1986 15.11.10 - 09:48 Uhr

also mit eine bronchitis im allgemeinen kenne ich mich nicht so aus. Die hatte mein sohn erst ein mal gehabt. Ist aber schon ewig her.

Da wir eher mit Kruppanfällen und Angina kämpfen habe ich mir selbst ein inhalliergerät gekauft (gibt es oft günstig bei ebay). Damit inhalliert mein kind vorbeugend den ganzen winter (früh und abend a 5 min) mit kochsalzlösung die ich selber immer mache.
Falls ich den eindruck habe, das er hustet und sich im hals absetzt gebe ich ihn tagsüber hustenlöser. ggf. nachts mal hustenstiller (aber sehr sehr selten)

Seit wir regelmäsig inhalieren (mache das seit gut einem Jahr), hatte er KEIN angina mehr und keine bronchitis. Ab und an mal schnupfen wo sich der schleim mal im hals absetzt, was zu husten führt. Aber nie sehr schlimm.
Ich denke, das inhallieren bei kleinen kindern oft wunder hilft und ganz natürlich mit kochsalz (also ohne chemie)

LG WhiteAngel

Beitrag von scura 15.11.10 - 10:22 Uhr

Ja, Rectodelt für den absoluten Notfall.
Pari-Boy und Kochsalz+Salbutamol.

Ansonsten hilft bei solchen Erkrankungen auch: Senfmehlwickel.

Allerdings sollte man das wirklich können. Meine Oma war Kinderkrankenschwester. Die hat mir das gezeigt. Sie meinte nach dem Krieg, wäre es das einzige Mittel bei spastischer Bronchitis und Lungenentzündung gewesen.
http://www.hp-lampprecht.de/wickel.html

Achtung, es reizt tierisch die Haut.


Beitrag von miau2 15.11.10 - 11:12 Uhr

Hi,
ist spastische B. das gleiche wie obstruktive? Ich meine ja, bin mir aber nicht sicher.

Mit obstruktiver haben wir mehr als genug Erfahrung, wenn ich mich nicht verzählt habe kommen wir auf 15 bei unserem Kleinen in den letzten 23 Monaten (fing an mit einer RSV-Infektion, als er 2 Monate alt war).

Im Gegensatz zu dir hatten wir noch nie Hustensaft. Mein KiA (Kinderpneumologe) schwört aufs Inhalieren ;-). Nach der 4. Bronchitis hatten wir unseren eigenen PariBoy, vorher immer Leihgeräte.

Und wir inhalieren schon beim ersten Niesen...sobald Anzeichen einer Erkältung kommen. Nur mit Kochsalz, aber konsequent mehrmals am Tag. Und immerhin endet inzwischen nicht mehr jeder Schnupfen in einer Bronchitis (das war anfangs der Fall - absolut jede Erkältung führte zur Bronchitis).

WENN dann die ersten Rasselgeräusche zu hören sind (meine "Diagnosen" trafen immer zu, irgendwann weiß man halt, wie es sich anhört) kommt Salbutamol dazu, das wir immer da haben. Da die Flasche angebrochen nur 6 Wochen haltbar ist lasse ich es uns auch verschreiben, wenn wir eigentlich noch einen ausreichenden Rest haben (das ist im Gegensatz zum Kochsalz halt verschreibungspflichtig).

Wir fangen damit auch schon vor dem ersten Arztbesuch an - das ist mit dem KiA so abgesprochen.

Wenn es unserem Kleinen damit gut geht, er trotz Erkrankung munter ist usw. renne ich auch nicht (mehr) am WE zum NOtdienst. Wenn es aber trotz inhalieren nicht besser wird, oder er schlapp ist, Fieber bekommt... würde ich das natürlich sofort machen. I.d.R. sitzen wir aber erst montags beim KiA in der Sprechstunde. Und meistens verlaufen mit diesen Sofortmaßnahmen die Erkrankungen so leicht, dass nach wenigen Tagen alles vorbei ist.

Für den echten Notfall haben wir auch die Zäpfchen zu hause - bisher haben wir sie nicht gebraucht.

Rezeptfreie Mittel fürs WE außer Inhalieren mit Kochsalz (was aber bei einer echten Bronchitis nicht ausreicht) kann ich dir nicht empfehlen. Wir haben halt nach unseren Erfahrungen mit dem Thema das entsprechende rezeptpflichtige da.

Viele Grüße
Miau2