Wer hat hochbegabtes Kind?

Archiv des urbia-Forums Kids & Schule.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von soulcat1 15.11.10 - 11:21 Uhr

Hallo! #winke

Ich habe nur mal eine Frage.

Ob meine Tochter hochbegabt ist, weiß ich noch garnicht.

Vielleicht will ich es auch erstmal garnicht wissen - ob das immer ein Seegen ist? :-(

Mein Chef (Dipl. Heilpädagoge) hört sich tagtäglich meine Geschichten zu meiner Tochter an und meinte schon ein paar Mal, dass es glatt so klingt als ob Joelina hochbegabt sein könnte. So alá Ferndiagnose! ;-)

Wie habt ihr das festgestellt? Vorm IQ-Test natürlich.

Was hat Euch stutzig gemacht und Euch überlegen lassen ob alles ok ist mit Eurem Kind?

Meine Tochter ist sehr pfiffig.
Spielt aber mit nichts. Und mit nichts, meine ich nichts.
Sie beschäftigt sich aber für ihr Leben gerne mit Rätselblöcken-heften, kann jetzt lesen (nach 10 Wo.) und schreiben, und rechnen klappt auch sehr gut.
Die Rückmeldung aus der Schule war gut. Zappelig ist mein Kind aber sehr aufnahmefähig und selbständig.
Am Freitag hatten wir eine Freundin zu Besuch. Die wollte gerne mit den Ponys mit ihr spielen - nö, da hatte Joelina keine Lust zu. Sowas macht sie einfach nicht! (Noch nie - ich rede mir das den Mund fusselig...)
Auch zu dritt "Mensch ärgere ich nicht" spielen ging nicht - ganz ehrlich? Ich hab am Freitag gedacht, dass ich meine Tochter nicht als Freundin haben wöllte. Sie kann so schlecht mit Gleichaltrigen. :-(
Sie stellt mir manchmal Fragen, die mich selbst echt überraschen - wo hat sie das denn jetzt her?

Ich werde das mal abwarten und weiter beobachten. Ich arbeite in einer Diakonischen Einrichtung - ein Psychologe wäre nicht weit. Aber ich habe Angst davor, das es echt so sein könnte...

Wie erlebt Ihr das? Oder wie hatbt Ihr das erlebt? #kratz

Liebe Grüße

Petra & Joelina (bald 7) :-p



Beitrag von ichclaudia 15.11.10 - 11:33 Uhr

Hallo,

für mich klingt deine Tochter eigentlich nur wissbegierig...hab zwar selbst kein hochbegabtes kind, aber die kleine tochter meiner Cousine..Sie hat 2 Kinder, die große 7 Jahre (2. Schulklasse) und die Kleine (5 Jahre, Kindergartenkind). Die Kleine ist definitiv hochbegabt. Wenn die große keine Lust hat, macht die kleine die hausaufgaben der 2. klasse. Lesen und schreiben kann sie seit die Große zur Schule gekommen ist. Sie hat es sich bei der großen ganz nebenbei abgeschaut...Ganz nebenbei und aus Langeweile hat sie sich selbst rechnen beigebracht. Sie rechnet plus und minus bis 50. Außerdem spricht sie bereits fließend englisch. Sie hat diverse Tests hinter sich und wird nächstes Jahr auf eine spezielle Schule für hochbegabte eingeschult.

LG Claudia

Beitrag von soulcat1 15.11.10 - 11:39 Uhr

Wow.

Ich finds auch echt ne - wuschigmache. Mache mir total die Gedanken langsam.

Will doch garkein hochbegabtes Kind. Ich glaube das ist ziemlich hart für die Eltern... Wobei meine Tochter auch schon verdammt verdammt anstrengend ist.

Wir spielen Triominos mit Punkten (nicht mit Zahlen) - und sie ist besser als ich! #schock

Wissbegierig klingt gut. #hicks

Trotzdem - Erfahrungen dazu wären mir echt wichtig.

Wie verhalten sich die hochbegabten Kinder? Sozialkompetenz etc etc.

#danke für Deine Antwort.

#winke

Beitrag von ichclaudia 15.11.10 - 12:10 Uhr

Na ja, sie suchen sich halt immer neue Herausforderungen, sei es Schach spielen, Länder und ihre Hauptstädte lernen etc...Die Freundinnen sind meist älter und sie fragt, was diese als Hausaufgaben haben und wenn die Kleine das noch nicht kennt, bittet sie die Großen, es ihr zu erklären...

mit gleichaltrigen "Babyspiele" machen, ist ihr zu langweilig...Es ist richtig anstrengend und ich bin froh, dass mein Sohn "normal" ist...

LG Claudia

Beitrag von soulcat1 15.11.10 - 12:24 Uhr

Ich will auch kein hochbegabtes Kind... :-(

Aber so wie das hier so klingt, ist meine einfach pfiffig - das reicht mir auch total.

Hauptsache, sie kommt in der Schule gut mit - das ist mir wichtig. #freu

#danke, Du bist wirklich lieb! :-)

#winke

Beitrag von hanni123 15.11.10 - 11:54 Uhr

Huhu,

super, dass Du so eine gute Rückmeldung aus der Schule bekommen hast. Da kannst Du Dich wirklich freuen, dass Deine Tochter gut integriert ist und hast eine Sorge weniger als manch andere Eltern.

Aber ganz ehrlich: Für eine fast Siebenjährige klingt das jetzt nicht sehr nach Hochbegabung. Ich kenne sehr viele Mädchen, die lieber malen, schreiben und rätseln anstelle zu spielen.

Wäre sie 5 und könnte ohne Schule bereits lesen und schreiben, dann sähe das anders aus. Aber nach 10 Wochen Schule mag das über dem Durchschnitt sein, aber sicher nicht extrem.

Aussergewöhnliche Fragen stellt mein knapp 4-jähriger Sohn auch. Oft scheinen sie nur so aussergewöhnlich, weil die Kinder Begriffe verwenden, die sie aber noch gar nicht verstehen. Deswegen fragen sie ja auch. Die Frage "Mama, was sind erneuerbare Energien?" meines Sohnes hat mich auch sehr verblüfft, aber er hatte einfach nur den Begriff in den Radionachrichten aufgeschnappt.

Was macht sie denn sonst noch tagsüber ausser Rätselblöcken, wenn sie nichts spielt?

LG

Hanna

Beitrag von soulcat1 15.11.10 - 12:29 Uhr

Meine Tochter hat mich vor Kurzem gefragt, wie die Dinosaurier auf die Erde gekommen sind! #schock

Na, ist ja beruhigend, wenn man hier hört - dass meine doch nicht außergewöhnlich ist! #schwitz

Ich bin froh, wenn sie in der Schule gut mitkommt und es ihr Spaß macht.

So ist es im Moment. Alles andere warte ich ab und lasse mich ab sofort nicht mehr verrückt machen! ;-)

#danke für Deine Antwort!!

Achso, meine Tochter bastelt noch viel oder hüpft schon mal mit dem Springseil und dem Tranpolin oder dem Hulahubreifen. Bei schönem Wetter schmeiße ich sie raus - Roller fahren oder eben mitm Fahrrad.

Aber die meiste Zeit verbringt sie einfach mit ihren Rätselblöcken oder damit Zahlen bis 100 hoch und runter zu schreiben... #hicks

#winke

Beitrag von anarchie 15.11.10 - 12:03 Uhr

Hallo!

Ehrlich?

Klingt für mich erstmal normal.

Und solange mein kind keine Probleme hat, würde ich nen Teufel tun und testen!
Hoch egabung ist nicht immer ein Segen und ich bin höchst dasnkbar, dass meine Kinder clever, aber nicht hochbegabt sind.

Ich selbst bin hochbegabt(nicht massiv, 132), was erst mit 17 getestet wurde, und hatte das Glück , es dadurch einfach leicht zuhaben.
Ich habe ohne Aufwand ein ziemlich anständiges ABI gemacht.
Trotzdem war ich oft etwas "anders" was es sozial nicht leichter macht.

Sei froh über dein wissenshungriges Kind, füttere es mit Allem, was es brauchen kann - und hoffe, dass sie nicht hochbegabt ist.

lg

melanie und die 4(8,6,3,1)

Beitrag von 3erclan 15.11.10 - 12:03 Uhr

Hallo

ich finde daran nichts was sofort für eine HB spricht.

Meine beiden sind HB und es ist verdammt anstrengend.

lg

Beitrag von loonis 15.11.10 - 12:46 Uhr




Unser Großer geht in d.2.Klasse ....
Er sollte 4 Wo nach d.Einschulung höher gestuft werden,was wir
letztendl. nicht gemacht haben.
Er ist sehr pfiffig ,konnte schon vor d.Einschulung lesen (selbst
beigebracht) +rechnen...
Jetzt rechnet Luca bereits Aufgaben der 4.Klasse etc.,
er bekommt halt oft and. Aufgaben als seine Mitschüler u.
fertig ...
Luca störte den Unterricht nie ,war schon immer wissbegierig ...
liebte schon im Vorschulalter diese Aufgabenhefte ,er mag aber überhaupt nicht malen/ausschneiden...
Gesellschaftsspiele stehen absolut hoch im Kurs ...
Luca mochte aber nie so wirkl. mal alleine spielen ....das war von Anf. an so.
Er hat seinen Platz in d.Klasse gefunden,ist beliebt u. hat auch Freunde.

Ein Test ,der von d.Schule ausging, zeigte auf jeden Fall ,dass
Luca überdurchschnittl. intelligent ist ,ein weiterer Test steht noch aus.

Luca war schon immer ein anstrengendes Kind ,seine Schwester ist
knapp 4 u. steht ihm in nichts nach.

Mit seinen Freunden spielt Luca gern ,sie sind auch viel draussen.
Das klappt wunderbar.
Er findet schnell Anschluss.

Luca hasst aber grundsätzlich VERÄNDERUNGEN ...egal was ...
und wenn es die Trainingszeiten (schwimmen) sind ,da braucht
er immer etwas Zeit ....

LG Kerstin

Beitrag von juki 16.11.10 - 22:27 Uhr

Huhu

das mit den Veränderungen kenn ich....für Kim ist der Horror die letzten tage vor den Sommerferien oder vor Weihnachten, wenn nichts so ist wie sonst....
anstrengend oder?

LG

Beitrag von loonis 17.11.10 - 08:22 Uhr




Oh ja ....sehr sehr anstrengend ....


Wir hatten es erst gestern wieder ...
Luca ist ja im Schwimmverein...
Wir haben jetzt schon d.3.Schwimmbrille probiert ,
angebl. lassen alle Wasser durch ...
Jetzt haben wir ihm extra noch ne Profi-Schwimmbrille
besorgt ,weil Luca immer soooo rote Augen
hat vom Chlorwasser ...
Aber ne ,es wird genau 3 m im Wasser ausprobiert u.
dann abgenommen ...
Ich bin mir sicher ,dass es wieder nur so ist ,weil es NEU
ist ....
Die and. Kinder tragen ganz normale Schwimmbrillen ,
die halten auch super dicht ,bei Luca geht es einfach nicht *lol* ...

Mit der Badekappe hatten wir das gleiche "Problem" ,
aber was soll ich sagen...sie passt jetzt wunderbar *gg* ....

Es sind so Kleinigkeiten ,aber ich weiss schon 100%ig
vorab ,wie es dann laufen wird *gg* ....


ANSTRENGEND! *lach*

LG Kerstin

Beitrag von schnupsi76 15.11.10 - 12:56 Uhr

Hallo

Mein Großer hat einen sehr hohen IQ. (<140).

Er krabbelte mit vier Monaten, lief frei mit 9 Monaten.
Das Sprechen dauerte etwas länger. Er sagte ein Wort nur einmal, dann nicht mehr. So sammelte er einige Zeit, um dann in perfektem Deutsch mit dem Sprechen anzufangen!
Manchmal wirkte das unfreiwillig komisch oder auch altklug. Erinnere mich an eine Kindergärtnerin, die mich zum Gespräch bat und mich fragte, was denn "imperialistische Sturmtruppen" seien.#schock Mein Sohn ist auch heute noch Star Wars Fan und Fachmann. Aaaaber- damals war er drei und hat keinen der Filme gesehen! Frag mich, woher er das wußte.#kratz

Das er ein schlaues Köpfchen hat, fiel mir ganz drastisch beim Wickeln auf. Alle Kids haben ja mal die Wickeltischfluchtphase;-) ....statt ihn einfach mit Quatsch machen oder Singen abzulenken, fragte ich ihn, was denn zwei plus zwei sei..."Fia, Mama"...#verliebt
Ich habs dann herausgefordert. Er beherrschte den Zahlenraum 1- 20 perfekt. Plus oder Minus. Da war er zweieinhalb!!!!#zitter

Er hatte und hat eine sehr schnelle Auffassungsgabe, machte sich Gedanken über alles Mögliche und Unmögliche. (Wieviele Bäume braucht ein Mensch um Atmen zu können? #schwitz). Vieles fragte er mich aber auch nicht- er wußte es einfach. Das ist auch heute oft noch so. Zitat: Ich weiß das einfach, Mama.


Die Kehrseite der Medaille ist: Er hat eine ausgeprägte Rechtschreibschwäche! Lesen kann er sehr gut, auch fremde Texte nd Wörter. Begreifen tut er auch, was er liest. Aber Schreiben? Er beginnt jeden Buchstaben verkehrt herum. Also z. B. das "A" nicht unten links, hoch, runter, Querstrich- sondern unten rechts, runter, Querstrich. Das macht er bei Zahlen und Buchstaben so. Kriegs ihm aber auch nicht umerzogen. (schlimmer Ausdruck).

Malen und Zeichnen kann er klasse. Er porträtiert fantastisch, zeichnet aus dem Gedächtnis komplexe Fahrzeuge, Flieger Raumschiffe. Man meint manchmal, das seien Fotos.


Durch die RS wurde die HB auch erst festgestellt. Zwei Tests bei verschiedenen Ärzten. EEG, HNO etc...haben alles durch.

Wie gesagt: Iq über 140 und eine isolierte Rs. Die RS ist sehr schwer therapierbar. Er hat zwar das Attest für die Schule, das gilt aber nur bis zur 7. Klasse. Mal sehen, was wir da machen. Er kommt nächstes Jahr auf die weiterführende Schule. Steht in allen Fächern 1 oder 2. Aber das Schreiben ist natürlich nix fürs Gymnasium. Suchen und handeln da noch.;-)


Im Alltag ist er ein sehr angenehmer Zeitgenosse. Ein liebenswertes Kind, dem man auch schonmal öfters sagen muß, das er aufräumen soll, der aber alles versteht, was man sagt.
Mein Stiefsohn hat ADHS. Da ist das komplett anders. Man muss alles zehnmal sagen. Mit wenigen Worten. Keine Auftragsketten....


Also: es ist hundertmal angenehmer, mit einem HB Kind! Oder einem normalen. (Bitte nicht falsch verstehen)


Falls du noch Fragen hast, meld dich gerne bei mir.#winke

Beitrag von schnupsi76 15.11.10 - 12:58 Uhr

Nachtrag

"Mein Großer hat einen sehr hohen IQ. (<140). "


Muttern scheinbar nicht. :-( Sollte heißen >140....#zitter

Beitrag von gismomo 15.11.10 - 14:23 Uhr

Hallo,

habe gerade fasziniert deinen Beitrag gelesen. Da du wg. der weiterführenden Schule noch am Überlegen bist - hast du schon an ein spezielles Gymnasium mit Hochbegabtenzug gedacht? Ich weiß nicht, wo du wohnst, aber bei uns ist eins in der Nähe und ich kenne auch einen Lehrer, der dort unterrichtet - laut seiner Aussage haben viele der Hochbegabten nicht nur Bereiche mit Hochbegabung sondern auch "Schwächen", sie sind aber trotzdem wg. ihrer kognitiven Leistungen in der Hochbegabtenklasse - wäre das nicht etwas für deinen Sohn ( Rechtschreibschwäche)? Ich glaube, dass die Lehrer das dort ganz gut auffangen können und dein Sohn trotzdem optimal gefördert wird, was weder an einem "normalen" Gymnasium noch an einer Realschule der Fall wäre.

lg
K.

Beitrag von schnupsi76 16.11.10 - 21:09 Uhr

Hallo,

das wäre natürlich das Beste. Ich weiß aber nicht, ob hier bei uns in der Gegend so ein Gymnasium vorhanden ist. Werd mich aber mal schlau machen. vielen lieben Dank für deinen Tip!

Beitrag von dornpunzel 15.11.10 - 15:55 Uhr

Hallo,

ist bei meinem Großen ganz genau so. In Mathe hatte er noch nie Probleme, rechnet im Kopf schneller als ich mit dem Taschenrechner und weiß praktisch die Lösung, noch während er eine Aufgabe liest.

Aber er hat auch eine ausgeprägte Rechtschreibschwäsche. Richtig abenteuerlich, was er da manchmal an Wörtern fabriziert. Durch den Test wegen der RS wurde auch bei uns die Hochbegabung festgestellt.

Unser Sohn kam von der Hauptschule (wo er auch in Mathe sehr schlechte Noten hatte, weil er sich einfach weigerte, überhaupt noch 'bei dem Mist' mit zu machen) auf ein Gymnasium, wo Kinder mit Hochbegabung ganz gezielt in ihren Schwächen und Stärken gefördert werden. Er fühlt sich da pudelwohl und schreibt super Noten.

Gruß,
Dornpunzel

Beitrag von infamia 15.11.10 - 13:02 Uhr

Hallo,

meine Tochter ist hochbegabt getestet. Manchmal ist es ein Fluch, manchmal ein Segen. Ich will meine Tochter auch manchmal nicht als Freundin haben, hehe Mama sein ist mir lieber. Gemerkt hat man es bei ihr schon sehr frueh eigentlich, nun ja ich nicht, weil fuer mich war alles normal. Spielen? Was ist das? Wenn mal ein Gesellschaftsspiel neu in den Haushalt kommt, wird es 1mal gespielt und dann ist es langweilig. Ist neu, hab ich geschnallt, wird einmal gespielt und dann ist fertig. Oder so typische Maedchenspielsachen? Noe, die sind ja doof. Wir haben Puppen und Barbie, aber die sind noch unbespielt. Das einzigste was sie sammelt, sind diese Fillie Pferde. Bin ich langsam gewoehnt. Ne richtige Freundschaft hatte sie fast 7 Jahre lang nicht, immer mal der mal der. Jetzt seit ein paar Wochen ist mal endlich ein Maedchen staendig hier und vorallem ist dieses Maedchen aelter als sie. Sie wurde immer weggestossen von den aelteren und nun hat sie das was sie braucht. Mit Maedchen in ihrem Alter kommt sie nicht klar. Die Lehrerin bemaengelt immer den fehlende Umgang mit den Schulkameraden. Was soll ich machen, was nicht ist und nicht passt, muss sie entscheiden. Naja vom schulischen her, hat sie momentan wenig zu bieten, weil sie nur den Nachmittag im Kopf hat. Sie sagt selbst, was soll ich denn in der Schule, schliesslich bekommen wir ja keine Noten. Hier gibt es erst in der 3. Klasse Noten. Einerseits hat sie recht, aber naja... Ich lasse sie mal auflaufen. Letztes Jahr sollte sie noch springen, weil sie zu schnell war, jetzt troedelt sie.
Bei ihr merkte man es halt, dass sie als Kleinkind auch schon mit allem schnell war, sie hat mir mit 3 Jahren schon Sachen vorgelesen, aber ich durfte nix sagen, sonst hat sie zu gemacht. Sie zeigt leider nicht gerne was sie kann.

Wie erlebt man das? Ich koennte schon ein Buch schreiben und es waere ein sehr dickes. Ich, wie gesagt, erlebe es manchmal als Segen und manchmal als Fluch. Vor allem haben wir meinen Kleinen dieses Jahr auch schon einschulen lassen, zwar unter Bauchweh, aber es ist die beste Entscheidung gewesen. Er ist halt auch intelligent. Er hat auch einen Test gemacht, aber nur einen Kleinen, der wird nicht so aussagekraefig sein, wie der meiner Tochter. Er konnte nach 6 Wochen lesen und das mit dem Rechnen ist auch super. Unter 10 mit Finger und bis 20 mit dem Kopf, da schuettel ich immer mit dem Kopf. Aber er sagt immer, na ich hab ja auch keine 20 Finger. Aber ich denke nicht, dass er hochbegabt ist. Er ist clever, und das reicht.

Wenn du es genau wissen willst, lasse testen, aber ich wuerde es persoenlich nicht vor der 4ten Klasse machen. Meine Tochter wird noch mal in der 4ten Klasse getestet, um wirklich ein genaues Ergebnis zu bekommen. Es steckte fuer diese Testung ein anderer Grund hinter, bei meinem Sohn auch. Ich hatte nicht drum gebeten und wollte auch nix von wissen ;-).

Falls Du schreiben moechtest, kannst du das ja ueber meine PM machen.

LG infamia

Beitrag von sweety03 15.11.10 - 13:28 Uhr

Hallo,

wir haben unsere große Tochter (7) im Sommer auf anraten der Klassenlehrerin testen lassen. Heraus kam eine Teilhochbegabung im mathematischen als auch im sprachlichen Bereich.
Dass sie clever ist, wussten wir schon lange, deshalb war das kein Grund für uns sie testen zu lassen.
Bei ihr lag das Problem im sozialen Bereich. Sie war von den Klassenkameraden total gelangweilt, wollte nicht deren Spiele in der Pause spielen und suchte sich stets ältere Kinder. Spielen kann sie auch nicht richtig. Rollenspiele, was ist das?
Sie malt und bastelt sehr gern und beschäftigt sich sehr viel mit Themen, die nicht unbedingt altersentsprechend sind, gerade das Thema Gott und Religion beschäftigt sie sehr.
Ansonsten ist sie extrem wissbegierig, kombiniert sehr schnell und hat einen Wortwitz, der viele wundert und zum Teil erschreckt. Sie ist sehr ehrlich, passt sich schlcht an und kann es nur schwer ertragen, wenn sie nicht sofort ihre Bedürfnisse gestillt bekommt, z. B. wenn sie warten muss, bis andere zu Ende gesprochen haben.
Seit dem neuen Schuljahr (2. Klasse) ist es besser geworden.
Sie wird in der Schule entsprechend gefördert und bekommt auch zu Hause sehr viel Input.
Ihre soziale Komponente ist auch jetzt besser ausgeprägt, weil sie endlich eine gute Freundin in der Klasse hat, mit der sie sich prima versteht. Die beiden quatschen eher als dass sie spielen, aber das ist in Ordnung.
Wenn Du den Eindruck hast, dass Dein Kind hochbegabt ist, würde ich sie nur testen lassen, wenn Du es für notwendig hälst. Das war bei uns eben der Fall, da sie sozial etwas schwierig war.

Sweety

Beitrag von tauchmaus01 15.11.10 - 13:42 Uhr

Hallo,
in Jules Klasse konnten eine Menge Kinder nach 3 Monaten lesen, daher wundert mich das jetzt nicht so sehr. Meine Kleine hat mit Lesen begonnen,da war sie 4.
Ich denke Du hast ein tolles, wissbegieriges Mädchen.
Ungeduldig ist meine Kleine auch, aber es wird langsam, sie ist mittlerweile 5 und kann locker den Stoff der ersten Klasse/erstes Halbjahr mitmachen wenn sie Augaben daraus bekommmt.
Schau mal, Deine Tochter ist ja normal eingeschult worden, das was sie kann, enstpricht dem was sie auch können sollte nach 10 Wochen SChule, bei manchen macht es später klick, bei anderen eben früher, aber hochbegabt ist denk ich was anderes.
Würde auch meine Kleine nicht als hochbegabt betiteln obwohl sie sich Gedanken darüber macht wie Sterne entstehen, warum Vulkane ausbrechen und wie die Menschen entstanden.....

Liebe Grüße
Mona

Beitrag von soulcat1 15.11.10 - 14:33 Uhr

#danke für Deine Antwort! :-)

Ist sehr beruhigend.

#winke

Beitrag von engelchen28 15.11.10 - 14:12 Uhr

ich würde mein kind testen lassen, wenn sich probleme im alltag zeigen z.b. im sozialverhalten, ich das gefühl hätte, ich könnte ihr nicht mehr gerecht werden, sie unter- oder überfordert wäre in der schule. solange sie ein glückliches, zufriedenes kind ist und im unterricht normal mitzukommen scheint (ich finde, nach 10 wochen schule schreiben und lesen zu können nicht so ungewöhnlich), würde ich gar nichts weiter unternehmen.

die frage sollte sein, WARUM du überlegst, sie testen zu lassen? das ergebnis zu haben, ist erst der anfang. was man daraus macht, eine ganz andere sache.

Beitrag von soulcat1 15.11.10 - 14:35 Uhr

#danke für Deine Antwort!

Ich hab noch garnicht vor sie testen zu lassen. Ich warte erstmal ab! ;-)

Ich glaube ja wie gesagt nicht, dass es ein Seegen ist, wenn Kinder hochbegabt sind und vielleicht will ich das garnicht wissen...

LG

#winke

Beitrag von woodgo 15.11.10 - 17:51 Uhr

Naja, so außergewöhnlich find ich das jetzt nicht.
Macht meine Tochter auch alles, sie spielt auch nichts, bastelt lieber, schreibt, versucht zu lesen, malt...aber hochbegabt#kratz nö, eher pfiffig.

Beitrag von graupapagei4 16.11.10 - 06:49 Uhr

Ich habe meine Kinder bis heute nicht testen lassen, weil es dafür einfach nicht die Notwendigkeit gab und weil eine Zahl auf einem Stück Papier nichts ändern würde.

Mein Großer ist 10, 7.Klasse Gym, Töchterlein gerade 9 geworden und 5.Klasse. Nr.3 wird im März 7 und ist jetzt in der 3.Klasse. Auch wenn die Schulkarriere sehr ähnlich verläuft, sind es drei ganz unterschiedliche Kinder mit ganz unterschiedlichen Interessen.

Der Große macht seit Jahren sein Ding unabhängig davon, was andere denken und gut finden. Und er macht das erfolgreich. Er hat nur ältere Freunde und auch nur wenige.

Töchterlein ist stets der Mittelpunkt, hat Freunde(innen) ohne Ende und jeden Alters. Sie kann sich sowohl nach unten als auch nach oben extrem gut anpassen, ist sozial Jahre voraus. Sie ist der Traum jedes Lehrers und zu Hause ein anderes Kind - zickig, bockig ...

Nr.3 hat noch nie gespielt, auch nicht mit 3. Er wusste dafür mit 3 schon alles über Dinos. Er hat noch keinen wirklichen Freund gefunden, hat Konzentrationsprobleme und neigt bei Unterforderung zur Verweigerung.

Alle lernen extrem schnell, konnten vor der Schule fließend lesen und mehr oder weniger schreiben und rechnen. Alle sind sehr anstrengend, haben einen extrem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und stellen Regeln immer wieder in frage. Alle lieben Gesellschaftsspiele und sind echt gut darin. Die Jungs spielen auch gerne Schach.

Es gibt nicht das hochbegabte Kind. Hochbegabte Kinder sind genauso unterschiedlich wie andere Kinder auch. Ich finde es wichtig, dass jedes Kind seinen Weg gehen kann.

Was macht denn deine Tochter in ihrer Freizeit? Ergeben sich da keine Bezugspunkte?

  • 1
  • 2