Einschulung 2012 - Unterschiede je Bundesland ?!??

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von lenesiegel 15.11.10 - 12:14 Uhr

Hallo, es geht um die 2012 geplante Einschunlung meines Sohnes.

Wir wohnen derzeit in BW (planen aber eventuell einen Umzug nach ???)
Nun geht es darum mein Sohn wurde zur Einschulungsuntersuchung (Schritt 1) für Kindergartenkinder im vorletzten Kindergartenjahr bestellt. Da er direkt am Stichtag (30.09. 2006) geboren wurde, ist für mich die Frage, ob ich ihn zwingend 2012 in die Schule schicken muß. Abgesehen, davon, daß ich jetzt nicht sagen kann, wie "weit" er in 2 Jahren sein wird... was müßte ich tun, um ihn erst 2013 einschulen zu lassen ?!

Und wie ist es derzeit in den anderen Bundesländern geregelt ?!

Wäre toll wenn es viele Antworten bzgl. der derzeitigen Regelungen nach bundesländern gibt - ist doch recht mühsam alles rauszufinden.

Danke schonmal im Voraus ?!
Liebe Grüße, Lene #winke

Beitrag von bine3002 15.11.10 - 12:26 Uhr

Niedersachsen ist 2012 der Stichtag 30.9.

Beitrag von muckel1204 15.11.10 - 12:29 Uhr

Bei uns in Sachsen-Anhalt ist der Stichtag der 30.6.
Er wird ja auf jeden Fall nochmals untersucht, das war ja nur die erste Untersuchung, auch gibt die Kita eine Empfehlung ab und es wird sich im Laufe der Zeit (sind ja noch 1,5 Jahre) heraustellen ob er schon reif genug ist.

LG

Beitrag von sonne_1975 15.11.10 - 12:30 Uhr

Wenn er in deinem Bundesland ein MUSS-Kind ist, wird es sehr schwierig sein ihn zurückzustufen. Da muss eine gravierende Entwicklungsverzögerung vorliegen.

In Hessen ist Stichtag 30.06. und es bleibt auch so.

Beitrag von jara01 15.11.10 - 12:33 Uhr

hallo,

bei uns in sachsen ist der stichtag der 30.06. die kinder die bisdahin 6 sind werden eingeschult.... kinder die bis 31.08. 6 werden können eingeschult werden... aber die meisten warten dann noch ein jahr....

meine tochter geb. märz 2006 wird 2012 eingeschult.... ihre beste freundin september 2006 geboren wird 2013 eingeschult...

lg

Beitrag von tanjamami2006 15.11.10 - 12:57 Uhr

Hallo ich komme aus bayern unterfranken
meine tochter ist geboren 24 sept. 2006
soweit ich weiß ist auch hier der stichtag also musskind 30. sept.

ich glaube oktober und novemb er ist dann noch kann kind.
und so wie ich das nun rausgehört habe wird meinen tochter dann auf jeden fall 2012 eingeschult, da sie entwicklungstechnisch okay wäre.

ich kenne eine mutter die hat ihren sohn ein jahr später einschulen lassen und die sagte, wenn man als mutter dahinter steht und das auch will, dh später einschulen lassen dann klappt das auch.

finde ich ja auch interesant, das z.b in sachsen der 30 6 der stichtag ist, da sind dann auch nicht so viele 5 oder knapp 6 jährige dabei wie hier in bayern.

tanja

Beitrag von lenesiegel 15.11.10 - 13:03 Uhr

Du meinst weil noch die Ferien kommen vor dem Schulstart ?!

Beitrag von tanjamami2006 16.11.10 - 13:36 Uhr

ja kann schon sein das es damit zusammenhängt, hier in bayern fängt das neue schuljahr immer erst mitte september an. ???

Beitrag von geralundelias 15.11.10 - 13:24 Uhr

Hallo,

wir wohnen in NRW und hier ist für das Schuljahr 2012/2013 der Stichtag der 31.10.
Emilian (*Sept.´06) wird also definitiv im August 2012 eingeschult und ich find´s in Ordnung und werde nicht versuchen, etwas daran zu ändern.


Wenn dein Sohn direkt am Stichtag Geburtstag hat, dann ist er 2012 ein Muss-Kind und wird eingeschult. Ihn um ein Jahr zurückstellen zu lassen wird sich als schwierig gestalten, weil man echt gute Gründe bzw. Gutachten/Diagnosen braucht.

Keine Sorge...in zwei Jahren wird er sich noch so weit entwickelt haben, dass er in die Schule gehen kann. ;-)

Lg

Beitrag von lenesiegel 15.11.10 - 13:51 Uhr

An ihm Zweifle ich nicht, aber ich find halt bißl unfair, wenn jemand mit ihm in die Schule geht, der einen Tag nachdem er 6 Jahre wird schon 7 Jahre wird #gruebel (klar irgendeinen Tag muß man ja nehmen - weiß ich :-p)

UND Jungs sollen doch eh hinterher sein - ich will das selber entscheiden (jenachdem wie weit er in 2 Jahren dann ist), hab nämlich keine Lust darauf ihn durch die Schule treiben zu müssen - ein Jahr macht sicher nen großen Unterschied.

Er hatte halt jetzt schon Defizite beim Hüpfen (nur) auf dem rechten Bein.
Sein Zeichnen/Malen wäre unstrukturiert, aber Erklärungen zum Bild haben auch niemanden interessiert #kratz

Ich fördere lieber seine Interessen, als ihn zu zwingen (denn so würde er es empfinden), daß zu tun, wo er Defizite hat. Klar ich versuche ihm die Sachen auch schmackhaft zu machen, aber es kommen eben nicht DIE Ergebnisse, die erwartet werden.
Ach, ich möchte ihm eigentlich nicht in die Entwicklung reinpfuschen, ich denke nämlich - er wird selbst irgenwann z.B. sein Handgelenk auflegen beim Zeichnen.
Ich finds vor allem blöd so verunsichert zu werden. Er hat es ja gut gemacht dort, aber immer wurde auch betont, daß er ja einer der Jöngsten ist (und dann denke ich sollen sie ihn doch lieber gleich später einschulen !!! Meine Meinung.)

Wo steht das denn mit "Kann-" und "Muß-Kindern" ?!

Was wird denn in Anderen Bundesländern an Test veranstaltet - ist ja sicher auch schon nicht einheitlich #schwitz

Viele Grüße und besten Dank schonmal.

Beitrag von geralundelias 15.11.10 - 17:51 Uhr

Hallo nochmal,

klar...es kann sein, dass einen Tag nach ihm dann schon jemand sieben wird. Genauso kann es aber sein, dass Kinder die erste Klasse nochmal machen und deshalb schon länger sieben sind.
Mein Großer ist letztes Jahr eingeschult worden. Das älteste Kind dort wurde im November schon acht (!) und das jüngste Kind im Juni erst sechs (vorzeitige Einschulung)...letztendlich war es so, dass der Achtjährige nach einem halben Jahr die Schule verlassen musste wg. verschiedenen Problemen, die Kleine kommt super klar, obwohl sie eigentlich erst dieses Jahr hätte eingeschult werden müssen.
Es waren übrigens sehr viele Wiederholer in seiner Klasse bzw. Kinder, die später eingeschult worden sind. Und dem entgegen sind eben auch Kinder dabei, die als Kann-Kinder, also als Fünfjährige, eingeschult worden sind. Die älteren Kinder hatten/haben keinen Vorteil, sie sind den jüngeren nur in der Körperlänge überlegen ;-)
Die Lehrerin empfand es allerdings als sehr schwierig, Kinder mit einem Altersunterschied von knapp drei Jahren in einer Klasse zu unterrichten.


Bei Emilian wird es 2012 auch nicht anders sein...da werden auch Wiederholer dabei sein o. Kinder, die später eingeschult werden. Die werden dann auch schon sieben Jahre alt sein, während mein Knöpfchen seinen sechsten Geburtstag noch vor sich hat. Genauso gibt es aber auch dann Kann-Kinder, die noch jünger sind.

Glücklicherweise werden die Kinder heutzutage individuell gefördert...auch wenn sie gemeinsam in einer Klasse sind. Jeder hat sein eigenes Lerntempo, seine Stärken und Schwächen und danach richten sich die Lehrer. (Jedenfalls ist es in der Grundschule meines Sohnes so).
Klar, sie müssen am Ende des erste Schuljahres bestimmte Dinge können, aber die Reihenfolge der zu lernenden Sachen bestimmt das Kind.


Ich glaube, dass du dir einfach viel zu viele Gedanken machst...natürlich aufgrund der Tests und deren Auswertung, die ihr schon machen musstet.
Letztendlich werden die Tests ja gemacht, um die vorhandenen Defizite bis zum Schuleintritt "behandeln" zu können bzw. einen Blick darauf zu haben.
Förderung soll dann garnicht daraus bestehen, dass Kind zu etwas zu zwingen, sondern eher dadurch, das Interesse in den Bereichen zu fördern...der Rest geschieht dann oft ja von allein.
Und hier denke ich, machst du alles genau richtig.
Du versuchst ihm die Dinge schmackhaft zu machen...das ist doch ein super Anfang! Irgndwann schmecken ihm die Bereiche und er lässt eine Förderung zu.

Emilian kann auch nicht alles, was verlangt wird. Grobmotorisch ist er noch ein bisschen unbeholfen, allerdings haben wir (Kita u. Ich) das im Blick und er wird immer motiviert, ein bisschen mutiger zu sein. Das ganze passiert spielerisch in der Kita beim Turnen und er ist inzwischen deutlich mutiger und beweglicher, als es vor einem halben Jahr der Fall war.
Wenn´s in den Bereich "Malen" geht, dann wundert man sich über diesen kleinen Kerl nur. Er krickelt nur...er malt und bastelt sehr gerne und wenn man es verlangt, dann malt er auch mal ein Haus (das ist dann aber rund) oder ein Männchen, aber ansonsten wird nur drauf los gekrickelt. ABER er schreibt...und das wundert uns alle! Er schreibt seinen Namen und einige Buchstaben, die er sich beim großen Bruder abgeschaut hat.
Gefragt ist Schreiben aber nicht und wird deshalb nicht gewertet, seine Malerei aber kritisiert.
Ich nehme mir wenig davon an, weil ich aus Erfahrung mit meinem Großen weiß, dass sich das ganz, ganz schnell ändern kann! Elias hat bis kurz vor der Einschulung nicht wirklich gemalt und wir sollten zum Psychologen gehen, weil er nur eine Farbe verwendet hat. Wir waren sowieso schon bei einer Beratungsstelle (wg Hochbegabung u. Verdacht auf Autismus) und als es dann darum ging, dass er mal ein Bild malen sollte, entstand ein richtiges Kunstwerk.
Und genau deshalb lasse ich Emilian vorerst noch so malen, wie er es für richtig hält.
Ich sehe zu, dass er weiterhin Fußball spielt...weil´s ihm eben Spaß macht und lasse ihn toben, rennen, mit seinen Autos spielen.
Wenn er mal Lust hat, dann malt er ein Bild...die Möglichkeit ist ihm jederzeit gegeben, aber wenn er nicht möchte, dann muss er nicht.
Er soll seine Kindergartenzeit noch genießen und dieses "Du musst jetzt lernen!" erst später kennenlernen.

Es kann ja übel in die Hose gehen, wenn man die Kinder zu etwas zwingt, zu dem sie noch nicht bereit sind. Letztendlich äussert sich das in Unlust am Lernen, und das wollen wir Mütter ja alle nicht.

Mach einfach weiter wie bisher, das ist sicherlich nicht falsch!
Ansonsten kann man immer auch die Erzieherinnen in der Kita ansprechen, dass sie ihn vielleicht in der Gruppe zu Sachen motivieren, die er noch nicht gerne macht. In der Gruppe fällt es ihm vielleicht leichter bzw. er hat mehr Spaß daran.

Hier in NRW wird zwei Jahre ( bzw. 2 1/2 jahre) vor der Einschulng ein Sprachtest - Delfin 4 - durchgeführt. Er dient eben der Sprachstandserhebung, findet spielerisch statt und ist meiner Meinung nach eine gute Sache.
Emilian war zB in der Kita eher ruhig und schüchtern, zuhause aber ein Plappermaul. In der erste Testphase ist er durchgefallen, weil er sich verweigert hat, die zweite Testphase hat er dann bestanden und muss nicht gefördert werden. Sie haben ihn lediglich ein bisschen in seiner Schüchternheit gefördert und jetzt ist er wohl auch in der Kita ein Plappermäulchen.
Ansonsten gibt es im Vorschuljahr eine Schuleingangsuntersuchung, das Bielefelder-Screening und die Entwicklungsgespräche in der Kita, die meiner Meinung nach schon sehr aufschlussreich sind. Für Kinder mit Migrationshintergrund (dazu gehören meine Kinder auch) gibt es noch einen extra Sprachtest, allerdings sehe ich den für meinen Sohn als Kinderspiel an, weil seine Muttersprache deutsch ist.
Ich denke, dass das alle Tests waren, die hier gemacht werden.


Lass´ ein bisschen Zeit verstreichen und beobachte seine Entwicklung gemeinsam mit der Kita. Wenn wirkliche Defizite auftauchen, kann man mit Ergo, Logopädie ect. ein bisschen "eingreifen" aber ansonsten soll der kleine Mann sich erstmal selbst entwickeln dürfen...da darf ein Test dich nicht so verunsichern #liebdrueck

LG und einen schönen Abend!

Beitrag von lenesiegel 15.11.10 - 21:01 Uhr

Vielen Dank !

Das war sehr nett und ausführlich. Danke dafür - hab mir jetzt ein gutes Bild machen können und fühl mich auch wieder sicherer :-)

Dann hoffe ich mal, daß einige Kann-Kinder mit in der Klasse sind, aber ich muß sagen genau der Altersunterschied der Kinder innerhalb der Klasse macht mir ein bißchen Sorgen, aber mit Glück ist er dann ja im Mittelfeld alterstechnisch ;-)

Muß mich mal informieren, welche Schule gut arbeitet. (Mit dem Kindergarten hatten wir schon nicht so viel Glück !)

Vielen lieben Dank nochmal !

Liebe Grüße, Lene #winke

Beitrag von daviecooper 15.11.10 - 16:21 Uhr

Hallo!

In Schleswig-Holstein ist der Stichtag der 30.6., also der Geb. deines Sohnes.

Zurückstellen ist nicht mehr möglich, nur noch bei extremen Fällen, z.B. wenn ein Kind schwer herzkrank ist und die ersten Lebensjahre nur im KH verbracht hat.

Bei uns gibt es die (normalerweise) 2jährige Eingangsphase, d.h. ein Kind kann für die ersten beiden Schuljahre 1, 2 oder 3 Jahre brauchen. 2 Jahre ist die Norm, 1 Jahr bedeutet, das Kind überspringt und 3 Jahre bedeutet, das Kind wiederholt eine Klasse. Dieses "Wiederholen" wird aber nicht mehr auf die Gesamtschulzeit des Kindes angerechnet.

LG

daviecooper (Lehrerin in SH)

Beitrag von anarchie 15.11.10 - 16:37 Uhr

Hallo!

hamburg: wer am 30.06 6 ist wird definitiv eingeschult.

lg

melanie

Beitrag von hummelinchen 15.11.10 - 18:32 Uhr

huhu,
hier mal alle im Überblick...

http://de.wikipedia.org/wiki/Einschulung

lg Tanja

Beitrag von krissy2000 15.11.10 - 20:30 Uhr

Also bei uns ist der 31. 8. Stichtag und dein Sohn koennte entweder schon 2012 (kann-kind) in die Schule, oder aber regulaer im Jahr 2013. Wir sind uebrigens in Rheinland-Pfalz.

Lg Krissy