Wenn Ihr etwas wirklich Schlimmes getan hättet....

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von nele27 15.11.10 - 12:30 Uhr

würdet Ihr das dann Eurem Partner erzählen?? Ich komme durch den Beitrag "Vertrauen/Ehrlichkeit" drauf.

Also ich mein jetzt nicht mal im Laden geklaut, sondern was wirklich Schlimmes. Z.B. wenn Ihr einen umgebracht hättet oder einen Unfall mit Fahrerflucht wo was Schlimmes passiert ist. Oder Drogen verkauft und einem Kunden ist was zugestoßen. Und und und...

Würdet Ihr das Eurem Partner erzählen? Oder einer Freundin? Oder den Eltern? Oder gar keinem?? #gruebel

Bin mal neugierig.
Ich glaube, meinem Mann würde ich es erzählen, aber sonst keinem... höchstens der Polizei, wenn ich wieder ein guter Mensch wollen würde :-D

Hat jemand Euch schon mal sowas erzählt??

LG, Nele

Beitrag von seelenspiegel 15.11.10 - 12:36 Uhr

Eine Frage, die aus der reinen Theorie heraus niemand beantworten KANN, und aus der praktischen Erfahrung heraus wohl niemand beantworten wird....und wenn doch, würde ich den Wahrheitsgehalt vehement anzweifeln.

Beitrag von nele27 15.11.10 - 12:39 Uhr

Das würde ich nicht behaupten, dass die niemand beantworten KANN - also meine Vortellungskraft gibt das zumindest her :-)

Wir haben uns auch schon häufig über das Thema unterhalten - vll zuviele Krimis geguckt #gruebel

LG, Nele

Beitrag von seelenspiegel 15.11.10 - 13:14 Uhr

Genau desshalb ist es aber so, weil sich jeder allen möglichen Käse vorstellen kann, was aber dann mit einer wirklichen Extremsituation und wie man dann reagiert rein gar nichts, und noch weniger zu tun hat.

Beitrag von gh1954 15.11.10 - 12:40 Uhr

Das denke ich bei allen "Was würdet ihr tun, wenn..." - Umfragen.

Kein Mensch kann voraussagen, wie er in einer Extremsituation handeln wird.

Beitrag von nele27 15.11.10 - 12:41 Uhr

Ihr habt keine Fantasie :-)

Beitrag von gh1954 15.11.10 - 12:45 Uhr

Das hat nichts mit Fantasie zu tun.. :-)

Die Szenarien, die du beschrieben hast, wären für die meisten Menschen emotionale Katastrophen, wie soll man da etwas voraussagen, wenn man sich selber noch nie in so einer Ausnahmesituation erlebt hat?

Beitrag von joulins 15.11.10 - 12:46 Uhr

Die haben Angst vor sich selbst! ;-)

Beitrag von seelenspiegel 15.11.10 - 13:21 Uhr

Auch wenn das von Dir jetzt sicher lustig gemeint ist......es ist nunmal nicht so wie ihr es darstellt, und hat weder etwas mit mangelndem Vorstellungsvermögen- noch mit fehlender Selbsterkenntnis zu tun.

Im Gegenteil: Bei jedem der hier jetzt herumalbert und Sprüchlein abdrückt weiss ich zu 10.000% dass derjenige noch nicht mal ansatzweise in so einer Situation gewesen ist.

Beitrag von joulins 15.11.10 - 13:33 Uhr

Stimmt tatsächlich, für meinen Teil. Und ich wünsche mir, für den Rest des Lebens auch nie mit dem Gesetz und - viel schlimmer! - meinen Vorstellungen von sozialer Ethik in Konflikt zu geraten.

Ich habe ein besonnenes Naturell, und falle daher nicht in eine Risikogruppe - aber THEORETISCH könnte uns allen mal was passieren, wobei man sich nicht korrekt verhält. Ich hab zwei Wochenbettdepressionen hinter mir ... ich versichere dir, ich hab in meine Abgründe geschaut, zur Genüge. Mit den Gedanken, die mich in dieser Zeit gequält haben, werde ich für immer leben müssen.

Aber es gibt immer Möglichkeiten der Wiedergutmachung, wenn man das Bedürfnis danach hat, angefangen mit der Abbitte in sich selbst, bis hin zur öffentlichen Bitte um Verzeihung. Und für schlimme Fälle sieht unsere Legislative einen Ausgleich vor, mal völlig unbenommen der Tatsache, dass bestimmte Dinge nie gesühnt werden können ... die muss man dann wohl vor dem jüngsten Gericht verantworten.

Aber einen Bittgang nach Canossa haben wir wohl alle schon hinter uns ... deshalb würde ich nicht sagen, dass noch niemand hier in dieser Situation gewesen sei. Nur der Schweregrad variiert. ;-)

Beitrag von seelenspiegel 15.11.10 - 13:43 Uhr

<<<Nur der Schweregrad variiert. >>>

Ich dachte genau um den geht es hier aber und ich möchte Deine Seelenqual in keinster Weise herabwürdigen, aber es ist ein Unterschied ob man etwas einfach nur als gegeben hinnehmen muss, ohne es ändern zu können, oder durch eine selbst gefällte Entscheidung in eine schlimme Lage kommt, in der man für eben diese Handlung mit den Konsequenzen leben muss.

<<<Aber es gibt immer Möglichkeiten der Wiedergutmachung>>>

So.....gibt es die? Das wäre neu.

Beitrag von joulins 15.11.10 - 13:57 Uhr

Sorry, Wiedergutmachung war falsch ausgedrückt, ich meinte einen rechtlichen Ausgleich. Selbst NS-Verbrechen sind rechtlich "ausgeglichen" worden, und sei es mit "mehrfach lebenslänglich".

Wiedergutgemacht ist damit nichts ... und dass es einen Unterschied gibt zwischen dem rechtlichen Umgang mit Schuld und dem persönlichen Umgang damit, ist klar. Manches muss, wie ich schon sagte, vor dem jüngsten Gericht verantwortet werden.

Aber für die "kleineren" Dinge, egal ob Vorsatz oder Affekt, wie zum Beispiel, jemandem die Frau ausspannen, oder eine vor Wut eingetretene Autotür, gibt es schon eine Wiedergutmachung, wenn man den Mut hat, dafür abzubitten.

Interessant ist auch die Frage, wie man mit "nachträglicher" Schuld verfährt: wenn man beispielsweise unwissentlich eine schwere Krankheit überträgt, was man zum Zeitpunkt der Übertragung noch nicht wußte, aber kurz darauf erfahren hat.

Ich finde, Nele hat da ein spannendes Thema losgetreten! ;-)

Beitrag von seelenspiegel 15.11.10 - 14:03 Uhr

Es geht aber nicht um den Versuch einer Wiedergutmachung ..... erst recht nicht in der Materiellen Form.

Es geht darum das gefragt wurde, was man tun würde wenn man......blabla, und ich nach wie vor den Standpunkt vertrete, dass niemand .....egal wie sehr jetzt hin und hergeredet wird, wissen kann, was er oder sie in einer Extremsituation die man selbst verschuldet hat, und die weder aus rechtlicher noch aus moralischer Sicht entschuldbar ist....wie man da reagieren würde.

<<<Aber für die "kleineren" Dinge, egal ob Vorsatz oder Affekt, wie zum Beispiel, jemandem die Frau ausspannen>>>

Gerade um so etwas ging es aber NICHT.

<<<Interessant ist auch die Frage, wie man mit "nachträglicher" Schuld verfährt: wenn man beispielsweise unwissentlich eine schwere Krankheit überträgt>>>

Auch das ist nicht relevant, da man hier ebenfalls nicht vorsätzlich gehandelt hat.

Beitrag von Fegefeuer 15.11.10 - 14:06 Uhr

"Es geht darum das gefragt wurde, was man tun würde wenn man......blabla, und ich nach wie vor den Standpunkt vertrete, dass niemand .....egal wie sehr jetzt hin und hergeredet wird, wissen kann, was er oder sie in einer Extremsituation die man selbst verschuldet hat, und die weder aus rechtlicher noch aus moralischer Sicht entschuldbar ist....wie man da reagieren würde. "

Der Herr übersieht, dass es sich für manche um keine theoretische Diskussion handelt sondern manche hier vielleicht tatsächlich schon "Schlimmes" begangen haben. Ob juristisch oder/und moralisch. Wenigstens aus ihrer subjektiven Warte.

Und die können definitiv sagen wie sie gehandelt bzw. nicht gehandelt haben.

Beitrag von seelenspiegel 15.11.10 - 15:06 Uhr

Stimmt.....KÖNNTEN die machen, und wenn Du meinen ersten Beitrag gelesen hast und nicht quer eingestiegen bist, was ich Dir aber nicht verdenken könnte und auch nicht schlimm wäre, wüsstest Du, dass ich auch genau das schon erwähnt habe, nämlich dass das wahrscheinlich niemand tun wird, und wenn doch, ich an der Wahrheit dieser Aussage zweifeln würde.

Beitrag von frieda05 15.11.10 - 14:13 Uhr

Natürlich bewertet jeder die Schwere eines Deliktes anders, gerade wenn selbiges in der Vergangenheit liegt und zudem noch unentdeckt blieb.

Ich fürchte, Du weißt nicht um die Abgründe einiger Urbianer(innen) - seufz.

GzG
Irmi

Beitrag von mea maxima culpa 15.11.10 - 14:15 Uhr

"Ich fürchte, Du weißt nicht um die Abgründe einiger Urbianer(innen) - seufz. "

So isses! Echtjetzt!

Beitrag von seelenspiegel 15.11.10 - 15:08 Uhr

Wenn ich ehrlich bin glaube ich nicht an irgendwelchen Abgründe, und irgendwelche Altlasten schleppt jede/r mit sich herum, was aber noch nicht bedeuten mag, dass es sich dabei bei den von Dir erwähnten Leuten um die im AT erwähnte/n Situation/en handelt.

LG
TJ

Beitrag von the devil in me 15.11.10 - 15:12 Uhr

"Wenn ich ehrlich bin glaube ich nicht an irgendwelchen Abgründe"

oh oh, da liegst du wahrscheinlich komplett daneben.

jeder mensch hat auch eine ganz dunkle seite.

Beitrag von seelenspiegel 15.11.10 - 15:31 Uhr

So so........

Beitrag von saints & sinners 15.11.10 - 15:44 Uhr

Ja ja..........

Beitrag von joulins 15.11.10 - 14:17 Uhr

Worum es hier alles NICHT ging ... ;-) Na, mal gut, mein #drache, dass du mich wieder auf den roten Faden zurückbringst.

Du sagst, keiner kann wissen, wie er mit einer theoretischen extremen Schuldsituation umgehen würde.

Manche denken vielleicht nicht bis zu wirklich extremer Schuld (den Aspekt der rechtlichen oder moralischen Entschuldbarkeit hier außen vor gelassen), dann sei ihnen doch unbenommen, dass sie sich sicher sind, dass sie darüber reden würden.

Und bei einer wirklich schweren Schuld hat man in der Regel einen rechtlichen Beistand, der einem hilft, darüber zu reden, oder das Reden für einen übernimmt.

Ich zumindest kann für mich sagen, dass ich "kleinere" schuldhafte Dinge, in deren Wiederaufnahme ich keinen Sinne sehe, ruhen lasse. Ich muss nicht mein schlechtes Gewissen erleichtern, ich kann damit umgehen.

Schwere Schuld habe ich bisher nicht auf mich geladen, daher hast du recht, es ist alles blanke Theorie. #winke

Beitrag von seelenspiegel 15.11.10 - 15:10 Uhr

<<<es ist alles blanke Theorie>>>

Und nichts anderes wollte ich damit zum Ausdruck bringen :-)

Beitrag von nele27 15.11.10 - 15:14 Uhr

***es ist alles blanke Theorie***

Sicher, aber es kann schneller keine Theorie mehr sein, als man denkt.
Also ich bin der Überzeugung, dass die Schwelle, etwas wirklich Schlimmes zu tun, kleiner ist als angenommen...

Ich tu mich auch immer schwer mit "xyz würde mir niiiiiie passieren".

Beitrag von seelenspiegel 15.11.10 - 15:30 Uhr

Du kannst auch bis nach Weihnachten darüber sinnieren wie es wäre ein Ei zu legen, aber dennoch wirst bei der blanken Theorie bleiben müssen.

Ich sage nicht dass Du nicht recht hast mit dem was Du vermutest, oder Dir ausmalst was sein könnte wenn xxx.....genausowenig könnte- oder wollte ich es wiederlegen, aber der eine Teil der Leute hier wird spekulieren und mutmaßen, und der andere Teil wird sicher nicht auf einer Plattform wie der hier darüber sprechen, und desshalb ist das hier wie eine Diskussion darüber, was zuerst da war...die Henne oder das Ei.

<<<Sicher, aber es kann schneller keine Theorie mehr sein, als man denkt. >>>

Und genau dann wirst Du sehen, dass alle Gedankengänge die man sich dazu mal gemacht hat......egal um darüber zu reden, sich zu amüsieren oder um sich und anderen eine Gänsehaut zu verpassen.....null und nichtig sind.