Kenne unser Erziehungsziel, aber nicht den Weg...

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von becky170807 15.11.10 - 13:29 Uhr

Hallo ihr Lieben,

unsere Tochter ist 19 Monate jung und seit Anfang an ein absoluter Wildfang. Sie ist eine Rammelsau und eigentlich sitzt sie nie still. Wirklich NIE...

Sie geht seit Anfang November in den KiGa und ist dort gut beschäftigt. Die Erzieherinnen meinten aber auch schon "Die hat ordentlich Power!!" Nachmittags ist sie total quengelig, schläft nicht mehr als (wenn überhaupt) 1 Std. (seit heute im KiGa) und ist total rastlos.

Ein "Nein" ignoriert sie gekonnt, egal in welcher Tonlage wir etwas sagen. Viele raten mir "Gib ihr mal einen Klapps!" Nee.. das machen wir nicht!!!

Ich weis, dass wir unsere Tochter respektvoll erziehen wollen, trotzdem möchte ich ihr Konsequenzen und Regeln beibringen. Sie soll merken, dass sie uns nicht auf der Nase "herumtanzen" kann. Sie rennt einfach weg, wenn man mal nicht hinguckt. Sie interessiert sich nicht dafür, das wir "STOP!" rufen oder später ihr im verägerten Ton erklären, dass das "Auto auf der Straße Aua machen kann!".

Sie guckt uns an, lacht und erzählt was anderes....

Ich weis, sie ist erst 19 Monate, aber wie soll ich mich denn verhalten! Jetzt fängt es doch an und ich weis nicht wie ich das Ziel erreichen soll. Ein "Nein" ist bei uns ein "Nein"... trotzdem ignoriert sie uns / das Verbot....

Wie "erzieht" ihr eure Kinder? Mit den Trotzreaktionen habe ich keine Probleme, da bleibe ich ruhig und warte bis der "Anfall" um ist. Anschließend erkläre ich es ihr, sie hört zu und alles ist gut. Aber in einer "normalen" Situation, wo sie etwas nicht machen darf (z. B. mit den Hochzeitsfiguren spielen, an den Fernseher gehen, Handy wieder hinlegen, oder STEHEN BLEIBEN) weis ich nicht, wie ich mich "durchsetzen" kann oder es ihr begreiflich machen kann.

Ich möchte nicht, dass mein Kind Angst hat, oder gar den "Klapps" anwenden. Sie hat ihre Rechte genauso wie ich und jeder andere auch. Aber wie schaffe ich dann immer die Regeln durchzusetzen, begreiflich und verständlich zu machen?

Liebe Grüße

Becky mit Elisa Sophie *11.04.2009

Beitrag von tragemama 15.11.10 - 14:15 Uhr

Ich mag schon das Wort "Erziehen" nicht. Versuch doch mal, es andersherum anzugehen. Das Straßen"problem" haben wir so gelöst: Wir haben jeden Tag in einer ganz ruhigen Straße gespielt und geübt, dass wenn einer "Auto" ruft, die Kinder sofort am Rand stehenbleiben müssen. Das klappt genial - auch heute mit 3 Jahren noch.

Dinge, die meine Kinder nicht haben sollen, räume ich weg, fertig. Ich glaube, dass man mit "Drumrumhangeln" besser klarkommt als mit "Wenn Du nicht, dann....".

Andrea

Beitrag von oekomami 15.11.10 - 14:45 Uhr

Hallo

so machen wir es auch

Beitrag von lisasimpson 15.11.10 - 14:18 Uhr

Hallo!

Hm- ich glaube da willst du ein bißchen viel auf ein mal.
Kinder müssen nun einfach mal alles BEGREIFEN, sie müssen sich und ihren Körper einsetzen um bestimmte erfahrungen zu sammeln.

ich habe es bei meinen Kindern so gehandhabt, daß ich die umgebung so kindersicehr wie irgend möglich gestaltet habe. d.h. ich mußte so gut wie nie "NEIN" sagen (zumindest hat ds beim großen gut funktioniert, beim kleinen natürlich ensprechend nicht mehr so gut, weil e eben die sachen des großenj natürlich nicht ungefragt ausräumen/ zerstören durfte.

das heißt, das das Wort NEIN auch ein extrem seltenes war. aber: es wurde dann, wen nes ausgerpochen wurde absolut konsequent durchgesetzt. die figur war sofort weg- wenn sie trotz "verbot" angefasst wurde, an der straße war ich immer direkt daneben und habe immer (bei JEDEM überqueren der straße genau erklärt, was wir machen " wir schauen rechts- kommt ein auto? "nein"- wir schauen links- kommt ein auto" Nein"- wenn kein auto kommt, dürfen wir gehen.
ich hätte jederzeit eingreifen können um die kinder festzuhalten, habe aber versucht dies zu vermeiden.
"stop" ist ebenfalls nur den absolut gefährtlichen situationen vorbehalten und kommt daher auch nur selten zum einsatz und auch da gilt: so lange das Kind nichjt weiß, was es bedeutet, kan ich es nur aussprechen, wenn ich DIREKT das "stop" signal auch durchsetzten kann.

also- meien beiden sind sehr früh laufrad/ roler gefahren. da die beiden nur 1.,5 jahre auseinander sind, mußte ich dem großen voll vertrauen können, denn mit umgeschnalltem baby oder kinderwagen war ich nicht imemr super schnell:)
also haben wir geübt: wir haben besprochen, bis wohin er fahren kann. wenn ich das "stop" sgnal gesetzt hatte, mußte ich am anfang so nah dran sein, daß ich ihn bei "zuwiederhandeln" dirket stoppen konnte. das ging vielleicht eine woche lang so- jeden tag cva 20-30 mal.
dann hatte er es kapiert- "stop" bedeutet Stop!
mei ngroßer hatte das mit ca 7-18 monaten vllig intus- er fährt seither ohne probleme neben mir her.
mein kleiner ist eher von der sorte "wildfang"- bei ihm hats ähnlich gut geklappt und er darf ebenfalls seit er ca 18 monate alt ist neben mir herfahren (wir fahren jetzt alle drei zusammen mit den rädern)- aber ich war noch ne ganze zeit immer so nah an ihm dran, daß ich im notfall hätte eingreifen können, denn ihm habe ich da nicht so vertraut.

ich glaube, was die mischung ganz gut macht, it ein großes maß an verantwortung, das ma nden kindern gibt.- etwas, was sie stolz macht (das schon alleien zu dürfen) neben einer ganz klaren grenze.

aber: mach dir keinen kopf- es dauert eben so lange wie es dauert. wenn du klar und SCHNELL bist, wird es jedes kind irgendwann verstehen.
einfach viiiel geduld haben- beobachtge dich selsbt: wie oft verwendest du "neiN" oder "stop"?
wird das "nein" oder "stop" sofort durcvhgesetzt? (den nnur dan nhat es eine bedeutung- wenn ich noch vier mal mit der stricknadel in die steckdose stochern darf, war das "nein" nicht so dringend als wenn die stricknadel SOFORT weg ist)


lisasimpson

Beitrag von sunflower.1976 15.11.10 - 14:24 Uhr

Hallo!

Ich kann eigentlich nur beschreiben, wie wir es bei unseren beiden Söhnen (5,5 und 25 Monate) machen bzw. gemacht haben.

Erstmal habe ich unsere Wohnung weitestgehend kindersicher gemacht. Also bis vor kurzem waren einige Schränke mit Sicherungen verschlossen, Deko/Gegenstände (Handy, Fernbedienungen usw.), an die unser kleiner Sohn nicht dran darf, sind außer Reichweite gelegt, Eingangstür ist gesichert (Türklinke senkrecht) usw.
Das verhindert, dass ich ständig meinen Sohn reglementieren muss, was er nehmen darf und was nicht und vermeidet daher viel Frust.

Zudem versuche ich da Wort "nein" zu vermeiden. Nutzt man es zu oft, kann es passieren, dass es einfach" überhört" wird. Ich versuche, Verbote positiv zu formulieren. Also zum Beispiel:
"Lass den Teller auf dem Tisch!" anstatt "Nein, du darfst den Teller nicht nehmen!"
"Mach die Schublade zu!" anstatt "Nein, nein, nein, du darfst nicht an die Schublade!"
Zum einen stelle ich es mir so für ein Kind weniger frustrierend vor, als wenn man dauernd "nein" sagt und zum anderen bekommt es so eine klare Handlungsanweisung. Es bekommt gesagt, WAS es tun soll und nicht, was es NICHT tun soll.

Außerdem rede ich nicht nur sondern achte darauf, dass Konsequenzen (keine Strafen) folgen, wenn unser Sohn nicht hört.
Beim ersten Mal ermahne ich nur, beim zweiten Mal ermahne ich und sage ihm, was passiert, wenn er es ein drittes Mal macht und beim dritten Mal wird die angekündigte Konsequenz ausgeführt.
Beispiele: Darf unser kleiner Sohn im Zimmer des großen Bruders spielen, nimmt aber die Playmobil-Burg auseinander, darf er vorerst nicht in dem Zimmer spielen (nach dem 3. Mal, s.o.).
Hackt er mit einem Buntstift auf dem Tisch herum, kommen die Stifte weg usw.

Anders sieht es natürlich in Situationen aus, in denen er sich gefährdet. Dan folgt die Konsequenz beim ersten Mal. Rennt er auf dem Weg vom Carport zum Haus vor (Richtung Straße), muss er an der Hand gehen. Sowieso muss er in Straßennähe bzw. an der Straße an der Hand gehen bis er zuverlässiger ist. Nur bei sehr wenig befahrenen Straßen darf er alleine laufen, muss aber in meiner direkten Nähe bleiben. Er kommt aber mittlerweile von sich aus an die Hand, wenn ein Auto kommt. Ich will einfach vermeiden, dass er ein Wettrennen veranstaltet, wenn er eigentlich stehen bleiben muss.

Das was ich beschrieben habe, gilt überwiegend für meinen großen Sohn. Die Art, wie ich ein Verbot aussperche bzw. das zwei Mal ermahnen, bevor eine Konsequenz folgt, betrifft auch meinen großen Sohn, aber natürlich auf eine andere Art. Sie Sachen, die unser kleiner Sohn noch lernen muss, sind für ihn mittlerweile selbstverständlich.
Bei meinem großen Sohn hat das alles gut geklappt. Er weiß, an welchen Schrank er alleine gehen darf und an welchen nicht bzw. fragt dann, wenn er etwas aus einem dieser Schränke braucht. Und seit ein paar Wochen klappt das auch prima bei unserem kleinen Sohn - ohne Theater und Diskussionen.
Wenn´s drauf ankommt, hört unser großer Sohn gut und ist insgesamt sehr zuverlässig, ohne Angst bzw. Klapps.

LG Silvia

Beitrag von sunflower.1976 15.11.10 - 14:26 Uhr

P.S. Unser großer Sohn ist 5,5 Jahre alt und nicht 5,5 Monate. Das hab ich oben undeutlich geschrieben.

Beitrag von quickys1 15.11.10 - 14:25 Uhr

Hallihallo,

wir haben, denke ich, einen sehr ähnlichen Erziehungsstil.

Geklappst wird nicht, aber mit liebevoller Konsequenz erreichen wir fast immer, was wir durchsetzten möchten.

Die Sache mit der Straße ist ein Nogo. Da gibt es nur an die Hand und es wird erst wieder losgelassen, wenn es dem kleinen Wurm klar ist, das bei Stop: Stehen bleiben, sofort stehengeblieben wird. Unser kleiner Mann hat das innerhalb von wenigen Tagen begriffen. Seitdem darf er wieder ohne Hand laufen und bleibt von sich aus an der Straße stehen.

Bei dem Rest hilft nur Geduld. Wir haben niemals Sachen weggeräumt. Wir haben gefühlte 100000000 mal gesagt, dass man nicht dran gehen darf und irgendwann war das dann klar.

Zum auspowern geh viel auf den Spielplatz, evtl. in eine PEKIP oder sonstige Krabbelgruppe. Später, wenn sie größer ist, ab zum Sport.
Mit ein bißchen Glück ist die Maus dann abend k.o. und legt sich müde ins Bett.

Viel Glück und auch viel Spaß,

es wird wieder besser:-)))

Lieben Gruß Nicole

Beitrag von juniorette 15.11.10 - 14:27 Uhr

Hallo,

zwischen nur reden und Gewalt anzuwenden gibt es ja noch so einiges, nämlich sowas wie Konsequenzen für ihr Verhalten anwenden.

Die Konsequenzen sind natürlich von der jeweiligen Situation abhängig.

"z. B. mit den Hochzeitsfiguren spielen, an den Fernseher gehen, Handy wieder hinlegen"

Die meisten Dinge, an die mein Sohn nicht dran sollte, waren außer Reichweite bis er ca. 3 Jahre alt war (teilweise war es ja auch eine Frage der Körpergröße meines Sohnes).
Ab da war er verständig genug, freiwillig nicht an diese "interessanten" Sachen zu gehen.

"STEHEN BLEIBEN"

Ein Kind, das dazu neigt, wegzulaufen, muss halt bei Mama an der Hand gehen. Spaziergänge habe ich sofort beendet, wenn mein Sohn weggelaufen ist (oder ansonsten nicht auf mich gehört hat). Er hat recht schnell kapiert, dass er sich damit keinen Gefallen tut :-)

LG,
J.

Beitrag von hanni123 15.11.10 - 14:29 Uhr

Huhu,

>> Aber wie schaffe ich dann immer die Regeln durchzusetzen, begreiflich und verständlich zu machen? <<

.... mit Geduld. Und: Du musst noch ein bisschen auf das "Hirn" warten. Im Moment befindet sie sich eindeutig in der Phase, wo Eltern sich immer fragen "Warum macht sie das nur?" und die Antwort darauf ist schlicht und ergreifend: "Weil sie es kann!". ;-)
Sie versucht alles, wozu sie motorisch und intellektuell in der Lage ist und erfährt (durch das ewige geduldige Wiederholen), was die Konsequenz davon ist. Alleine kann sie die Folgen ihres Handelns noch lange nicht abschätzen, gerade auch in Bezug auf Autos, dass die gefährlich sind, etc.

Sie lacht deshalb, weil sie sich freut, dass sie als eigenständiges Wesen (und erst seit kurzem nimmt sie sich ja als solches wahr, in der Regel erkennen Kinder sich mit ca. 18 Monaten erst selbst im Spiegel) etwas bewirken kann. Sie ist jemand! Sie macht etwas, und bekommt eine Reaktion darauf. Hey, und es ist immer die gleiche, wie cool ist das denn?

Es ist für sie ein Spiel, und die Regeln muss sie erst lernen. Da hilft nur: weiter spielen. ;-)
Nein sagen, kurze Erklärung "das geht leicht kaputt und das muss da stehen bleiben.", Sachen aus der Hand nehmen und ausser Reichweite stellen.
Nein sagen, kurze Erklärung "Du musst neben mir laufen, sonst musst Du an die Hand. Autos könenn Aua machen.", an die Hand nehmen. etc.

Warte nur, in einem bis zwei Jahren hast Du da ganz andere "Probleme". Da wissen sie, welche Reaktion kommt, und machen es TROTZDEM. :-p

Du machst das schon genau richtig. Wichtig ist, verlässliche Reaktionen zu zeigen, also an der Strasse immer an der Hand laufen lassen, vor dem Essen nie Süssigkeiten etc. Sonst kann sie ja Dein Verhalten nicht vorhersagen und wird schneller trotzig, wenn etwas gestern noch von Dir gedulded wurde, heute ist es aber plötzlich nicht mehr OK. Immer schafft man das nicht, aber wenn man ein bisschen darauf achtet, kriegt man es ganz gut hin. Such Dir einfach die Dinge aus, die Dir am wichtigsten sind, z. B. Verhalten im Strassenverkehr, und konzentriere Dich darauf.

LG

Hanna

Beitrag von amalka. 16.11.10 - 06:56 Uhr

ah becky, bei deinem letzten Absatz habe ich aber echt bisl gelacht. Es ist vllt manchmal ein Fehler zu versuchen, bei allem es vverstäbndlich und begreiflich machen zu wollen...aber gut..dem prinzip nach verstehe ih es, was du damit meinst..

Bevor ich sage, wie ich es mache, was soieso an sich egal ist. Dann sag ich dir, gehe in ein Geschäft, suche dir da ein paar Erziwehungsrastgeber, blättere sie druch und kauf dir eins, zwei..die dir am meisten zusagen..ich glaube dass du dich da wiederfindest.. Denkanstöße bekommst.

Lg A.

Ich habe ea damals gemacht, obwohl ich dank meinem beruf hätte alles am besten wissen mpssen..Ich werde jetzt die Tage mal wieder in eine Buchhandlung gehen, weil wir nachwuchs am dienstag erwarten..Die tipps hier sind manchmal sehr lehrrreich aber in dem Falle würde ich auch shocn bevorzugen, was das Fachpublikum sagt..

Beitrag von becky170807 16.11.10 - 10:01 Uhr

Guten Morgen,

danke erstmal für eure Antworten...

Ich werde mal versuchen noch mehr auf mein Verhalten zu achten und auch mit meinem Mann zu sprechen, denn der sollte ja ähnlich handeln.

Mhm... was das Weglegen bestimmter Dinge angeht bin ich der Ansicht, dass es zwar "langwieriger" ist, dem Kind es immer und immer wieder zu erklären, dass es da nicht dran darf, als wie alles weg zu räumen. Es gibt m. M. n. einfach Dinge die da sind, aber nicht zum Spielen geeignet sind. Der Herd/Ofen ist ja auch da, obwohl er nicht zum Spielen ist.

Werdet ihr Laut, wenn euer Kind etwas macht, was ihr nicht wollt? Was macht ihr, wenn sich die Kleinen beim Wickeln zum Beispiel nicht ablenken lassen, ihr aber ne "Kacki-Windel" geöffnet habt und euer Kind ständig rumturnt? Elisa lässt sich nicht ablenken, jedenfalls mit nichts was mir bewusst ist. Und wenn dann nur kurz, aber dann geht´s wieder los.

Was ich wichtig finde, dass ich weis, dass Elisa nichts falsch macht. Ich suche einfach nur einen Weg, wie ich es ihr naja.. nicht erleichtern aber .... mhmm.. wie soll ich mich ausdrücken?? Ich will besser mit ihr agieren können. Ich möchte MEINE Reaktionen auf ihr Verhalten verbessern und nicht sie zu anderen Handlungen (die sie vielleicht eh noch nicht bringen kann, aufgrund ihres Alters) zwingen.

In meiner Kindheit war Respekt = Angst, und das ist genau NICHT mein Ziel. Ich möchte, dass ich Elisa zeigen kann, dass ich ihr vertraue, sie uns vertrauen kann und vorallem, dass sie aber uns trotzdem ernst nimmt.

Eine Freundin von mir ihr Mann gibt dem Sohn einen Klapps auf die Finger, wenn er an etwas geht und nach dem Ermahnen nicht hinlegt. Find ich total dämlich... würde ich ja auch nicht wollen, wenn ich etwas "falsch" mache (und wir können ja schon Nachdenken *fg*), dass ich als Konsequenz einen Schmerz empfinden soll.....find ich auch Respektlos...

LG

Becky, die immer noch nach dem richtigen Weg sucht...

Beitrag von hanni123 16.11.10 - 11:10 Uhr

Huhu,

http://www.rund-ums-baby.de/entwicklung/stichwortsuche.htm?stichwort=Nein-sagen

und gerne auch noch weitere Beiträge, es gibt oben auf der Seite die Stichwort-Klappliste.

Dort ist es ganz gut erklärt.

Ich kann Dich gut verstehen, aber ich kann Dir auch (im Nachhinein betrachtet) sagen, dass Du Dir etwas zuviele Gedanken machst. Dein Kind bleibt nicht auf ewig so, wie es jetzt ist, in einem halben, spätestens einem Jahr kommunizierst Du ganz anders mit Deiner Tochter.

Und ja, ich werde mal laut. Freundlich lächeln und NEIN sagen sendet die falschen Signale, beim NEIN muss man schon auch missbilligend gucken und den Tonfall so klingen lassen. Man muss ja nicht gleich schreien, aber säuseln sollte es dann auch nicht sein. :-p

Was bei uns gut geholfen hat, Trotzanfälle zu vermeiden, ist eine rechtzeitige, mehrfache Ankündigung, was als nächstes (im Tagesablauf) passieren wird, so dass Dinge nicht einfach unvermutet geschehen, sondern sich das Kind darauf einstellen kann.

LG

Hanna

Beitrag von kuckuk 17.11.10 - 12:09 Uhr

hallo,

an sich machst du ja alles richtig.
Aber für mich gehört zu respektvollem erziehen auch das Erklären dazu.

"Das Auto auf der Straße kann aua machen". Aha. Hast du dir schonmal an einem Auto "Aua gemacht"?
Die Formulierung ist einfach bescheuert, sorry;-)
Erkläre es deiner Tochter in einem normalen Satz, ohne Babysprache.
Die Autos auf der Straße fahren, und wenn sie gegen dich fahren kannst du dich verletzten, das tut weh.
Nicht ins Detail gehen, aber auch nicht zu wenig erklären.

Ansonsten hilft nur Konsquenz. "Du läufst immer weg, hörst nicht, also musst du in den Buggy (angeschnallt) oder an der Hand laufen. Und NEIN, da du immer wegläufst lasse ich dich heute nicht ohne Hand laufen. Das ist zu gefährlich."

Gruß
Kuckuk

Beitrag von becky170807 17.11.10 - 13:05 Uhr

Hihi...

ja, wenn man es liest hört es sich echt dämlich an *gg* Aber ja, ich hab mir mal "Aua gemacht" *gg* Aber an der Tür *harrharr*

Ich merke halt nur, dass sie sich schwer "konzentrieren" kann, wenn ich ihr etwas erklären will. Sie fängt mitten wenn ich rede mit einem anderen Thema an... Deswegen versuche ich mich es so "easy" wie möglich zu machen, ohne großes Geschwafel.

Was allerdings was gebracht hat bisher, dass ich mich beobachtet hab. Ich hab festgestellt, dass ich nicht bei dem ersten Nein "körperlich" reagiert habe. Ich hab "Nein" gesagt und bin aber nicht eingeschritten. Tjo, nun mache ich es mit eine Geste dazu, in dem ich ihr entweder den Gegenstand aus der Hand nehme, den Arm runter mache etc.

So langsam merke ich, dass sie sich auf mich einlässt.

LG
Becky

P.S.: Für weiter Tipps, Erfahrungen dankbar

Beitrag von gruenepistazie 18.11.10 - 09:24 Uhr

Ich hab auch so einen Quirl!!!

Ich glaube du machst das schon richtig, nur verlässt dich ab und zu, durch den ganzen Stress und den ausbleibenden Erfolg, die Zuversicht!!!

Halte durch!! Kein Klaps!!! Auch bei Kindern die angeblich nicht hören können gilt!! Gewalt erzeugt Gegengewalt!!!!

Ansonsten versuche dein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, sei konsequent!!! Und gib der Sache Zeit!!! Manche Kinder müssen es eben 100 mal hören...aber dann sind sie besser drauf als alle anderen...!!!

Im Grunde wollen die Kleinen immer mit Mutti lieb sein, können aber manchmal einfach nicht anders!!!
Zorn, Wut, Freude, Trauer,.....das sind noch zu starke Gefühle für ein kleines Kind!!!

glg GP

Beitrag von becky170807 21.11.10 - 11:10 Uhr

Um Gottes Willen, bei uns gibt es auch keinen Klapps!!! Mir tut es nur unendlich leid, wenn ich sie anbrülle. Ich gebe mir wirklich Mühe, nur manchmal (vorallem wenn ich selbst gestresst bin wg. anderen Dingen) reist mir schnell der Geduldsfaden. Gestern Abend habe ich mich bei ihr entschuldigt, weil ich vormittags genervt war und sie vieles abbekommen hat. Also jetzt nicht denken, dass ich sie geschlagen hätte!! NEIN!!! Das würde ich NIEMALS tun!!! Aber ich hab sie doch schroff angefahren.

Gestern Abend jedenfalls die Entschuldigung und sie sagte so "Mama, dung, lieb! Tussi (kussi *gg*) lieb holt (lieb halten) " Ach war das süß...

Erziehung ist echt nicht einfach...

Liebe Grüße

Becky