1. Essproblem mit 3,5 Jahren *grummel*

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von ...melle... 15.11.10 - 13:53 Uhr

Huhu

Jason ist jetzt knapp 3,5 Jahre alt und hat schon immer sehr gut gegessen...bis vor einem halben Jahr auch alles...

aber seit einem halben Jahr fängt er jetzt an auszusortieren...ist ja auch kein Problem..

jetzt hat er aber seit 2 Wochen eine Phase da könnt ich in die Luft gehen..

er isst ganz normal..wenn er etwas nicht leer isst, isst es meistens mein Mann leer #mampf
damit wir es halt nicht wegwerfen müssen..

Jason wird dann zwischendrin immer wieder gefragt ob er nicht doch noch was will, da sagt er immer nein...

aber wehe Papa hat seinen Teller leer gegessen, fängt er an zu schreien weil er Hunger hat...

und das geht wirklich jeden Tag so..

gerade eben auch wieder..wir haben Brot gegessen, er isst ne halbe Scheibe und wollte nichts mehr..

da wir nachher fortgehen und er es später somit nicht mehr essen kann hab ich es also gegessen..
hab ihn auch noch 2 mal gefragt ob er beisen will und er sagte nein..

und kaum hatte ich den letzten Bissen im Mund wollte er wieder was essen..

bis jetzt haben wir es so gehandhabt dass er nichts mehr bekommen hat..

kennt jemand diese Phase?? wie würdet ihr reagieren??

Grüssle Melle

Beitrag von lenesiegel 15.11.10 - 14:05 Uhr

Genauso, oder ähnlich !!!

Ich würde auch nichts mehr geben - allerdings sag ich ihm mittlerweile, wenn Du jetzt nichts mehr möchtest ist es kein Problem, aber es gibt heute nichts mehr, erst morgen früh zum Frühstück wieder !

Meist ißt er dann doch noch etwas, aber nicht immer ;-)

LG

Beitrag von schnuffinchen 15.11.10 - 14:10 Uhr

Erstmal vorneweg - ich habe es noch nie verstanden, wenn Eltern sich als Resteverwerter ihrer Kinder benehmen.

Bei uns hat jeder seinen Teller, und der bleibt es auch, bis abgeräumt wird. Läßt einer was liegen, dann ist das eben so.

Dein Sohn hat vielleicht ein anderes Sättigungsgefühl als Ihr, schonmal daran gedacht? Vielleicht ist er im ersten Moment satt, und wenn er dann merkt, er ist es doch nicht - tja, Pech gehabt, den Teller haben Papa oder Mama leergefuttert! Und ihm dann nichts mehr zu geben, finde ich unter aller S**!

Meine Güte, der Kleine ist noch keine vier Jahre alt. Die essen noch in einem anderen Tempo als die Großen. Und auch das eigene Sättigungsgefühl (Stichwort Körperbewußtsein!) muss er erst noch lernen. Diese Zeit muss man ihnen lassen, aber wenn sein Teller jedes Mal leergefuttert wird, bevor er sich darüber klar werden kann und es dann auch nichts mehr gibt, nimmst Du ihm diese Chance!

Für die eigene Linie ist es übrigens auch nicht gerade förderlich, wenn man immer Juniors Reste vertilgt.

Beitrag von ...melle... 15.11.10 - 14:28 Uhr

Dann schreib ich auch mal vorneweg, dass ich es nicht verstehen kann wie man Essen wegwerfen kann..

Natürlich hat mein Sohn ein anderes Sättigungsgefühl wie seine übergewichtige Mutter..das ist mir schon klar...

ABER ich setze mich nicht täglich 1 Stunde mit meinem Sohn an den Tisch zum Essen..

wir essen zu Abend, Sohnemann möchte nichts mehr...

danach wird noch bisschen gespielt, er wird gefragt ob er nochmal was essen möchte, was er verneint, dann wird er bettfertig gemacht und dann geht es ins Bett...

und dann fängt er an wenn er im Bett liegt zu rufen dass er Hunger hat..

und sorry, aber das gibt es bei uns nicht..

ich habe es schon oft probiert und gedacht er hat wirklich noch Hunger, dann isst er einen Löffel voll und dann will er wieder nichts..aber wehe er liegt im Bett, will er wieder was..

Beitrag von tine_1980 15.11.10 - 15:35 Uhr

Find ich richtig was du geschrieben hast!

Es gibt Tage, da lasse ich den Rest von ihm in den Kühlschrank stellen, dann kann er später was essen, aber dieses hin und her hatten wir auch und wenn man 3x gefragt hat, ist eben irgendwann mal Schluß, sonst tanzen sie einem doch nur auf der Nase rum. Und das ist dann eher Austesten, als das sie Hunger haben.

Und bevor ich es wegschmeiße, wenn von uns noch jemand Hunger hat, dann wird es gegessen, wenn keiner Hunger hat, wird es je nach Menge aufgehoben für den nächsten Tag oder wenn es sehr wenig ist, in den Biomüll geworfen.

LG Christine

Beitrag von gisele 15.11.10 - 15:04 Uhr

super geschrieben,ich sehe es genauso...
verstehe nicht warum sich manche eltern wegen kleinigkeiten das leben schwer machen...
meine kinder essen am tisch und/oder danach...
manchmal eine stunde später den rest,manchmal aufgewärmt oder was anderes...
lieben gruss,nadine

Beitrag von tragemama 15.11.10 - 14:12 Uhr

Dann hört halt auf, es ihm wegzuessen. Kathrin möchte auch oft nicht essen, aber eine Stunde später schon. Na und?

Beitrag von ...melle... 15.11.10 - 14:17 Uhr

1 Stunde später ist er aber im Bett...

und ich sehe es nicht ein, alles wegzuwerfen...

Beitrag von tragemama 15.11.10 - 14:56 Uhr

Wieso hat er dann ein Ess-Problem? Du hast eins...

Beitrag von ...melle... 16.11.10 - 13:38 Uhr

Das weiß ich selber, sonst wäre ich kaum übergewichtig..

aber danke das du mich nochmal dran erinnert hast...

wobei es um mich eigentlich gar nicht geht..aber hauptsache beleidigt *ko..*

Beitrag von windsbraut69 16.11.10 - 07:20 Uhr

Seid Ihr selbst auch so konsequent, nur zu den Mahlzeiten zu essen und nicht evtl. eine Stunde später nochmal etwas zwischendurch zu essen, wenn Ihr Appetit bekommt?

Gruß,

W

Beitrag von ...melle... 16.11.10 - 13:36 Uhr

Im großen und ganzen ja...

natürlich gibt es Ausnahmen..

das Problem ist ja einfach nur dass er abends 1 Stunde später nichts mehr essen kann, da er dann im Bett liegt..

Beitrag von maggelan 15.11.10 - 14:23 Uhr

Ich habe ein Kind, was in Etappen immer mal kleine Protionen isst. Manchmal bei großem Hunger auch eine große Mahlzeit, aber erst seit einem Jahr.

Wir stellen das Essen manchmal wenn er ganz wenig gegessen hat in den Kühlschrank oder in die Micro.

Brote in die Brotbüchse, dann kann man sie auhc für unterwegs mitnehmen.

Lasst ihm einfach seine Reste, er wird sicherlich manchmal darauf zurückgreifen und es aufessen.
Vorbeugen, indem er nur kleine Portionen auf den Teller bekommt. Nachschlag gibts dann wenn aufgegessen ist.


Die Portionen der Kleinen zusätzlich aufzuessen ist für mich mitlerweile ein Tabu. Denn erstens bin ich kein Mülleimer, wie bereits hier schon erwähnt. Meine Tichter hatte das als Kind, dann ruck zuck automatisch auf meinen Teller aussortiert, was sie nicht mag. Ein Zustand, der nciht akzeptabel für mich war.

Und zudem isst man dann automatisch immer etwas mehr, als man eigentlich braucht.
Folge langsam steigendes Übergewicht.





Beitrag von zahnweh 15.11.10 - 18:46 Uhr

So war es bei uns auch bzw. ist noch so.

Meine Eltern (in Zeiten wo Lebensmittel sehr knapp waren aufgewachsen, also nachvollziehbar in gewisserweise) haben meine Lebensmittel dann immer weggessen.

1. immer mit Kommentaren, dass ich dsa Gefühl hatte, dass mit mir etwas nicht stimmt!! und fühlte mich schlecht dabei und habe wegen vergangenem Appetit noch weniger gegessen
2. ihrem Gewicht tat es wirklich nicht gut
3. ich bin heute noch so, dass ich 5-8 KLEINE Portionen am Tag brauche.
bei 3 großen, kippe ich um (durchauswörtlich zu nehmen!)

der Grund bei 3 Großen: ich bin schnell satt, danach braucht der Körper (am besten Schlafend) alle Energie zu verdauen. Ich fühle mich gefüllt und unwohl. Danach habe ich sofort ein Loch im Bauch und ein Leistungstief, das ich schleppend bis zur nächsten Mahlzeit halte und dann dasselbe von vorne.

Seit ich es mir selbst einteilen kann:
frühstücke ich eine Kleinigkeit um munter zu werden.
gönne mir einen kleinen Snack zwischendurch (Reiswaffeln, Scheibe Brot)
Esse zu Mittag, koche dabei etwas mehr, das ich mir dann bis zum Abend hin aufteile in kleinere Portionen (wenn ich nichts dahabe nasche ich #schwitz das steigert den Zuckerspiegel/Energiespiegel auch, ist aber nicht das, was ich gut finde). Meine 3jährige isst dann meistens Obst als Zwischenmahlzeit.
Abendessen ist gemeinsames Brotessen.
und da ich nachts sondern ein riesen Loch im Bauch habe, brauche ich noch ein kleines Betthupferl.

Habe mich auch schon an die "gängigen" 3-5 Mahlzeiten/Uhrzeiten versucht zu halten, mit dem Erfolg, dass mein Kreislauf schlapp machte.

Bei meiner achte ich drauf, dass wir IN der Küche essen. Also wenn auch öfter, IMMER bewusst!, Obst oder Brot oder Reiswaffeln. Süßigkeiten als Delikatesse, nicht als Lückenfüller....

Auf diese Weise geht es uns gut und es bleibt wenig übrig.
Falls sie vor dem Schlafengehen noch mal Hunger bekommt, darf sie Milch trinken oder eine Reiswaffel essen (das Zähneputzen kommt zu letzt und ab dann muss sie "durchhalten". Bis dahin frage ich sie aber auch nicht, sie meldet sich, wenn sie Hunger hat und wir setzen uns noch mal zusammen hin in die Küche)

Beitrag von berry26 15.11.10 - 14:27 Uhr

Hi,

die Phase hatte Jonas auch. Wir haben es gemacht wie ihr und nach 2 Monaten war diese Phase vorbei! Wir haben feste Essenszeiten und zwischendurch gibt es höchstens etwas Obst. Wenn er nur 2 Löffel isst, so ist das ok aber bis zur nächsten Mahlzeit gibt es nichts. So haben wir die "Daueresserei" bei uns abgeschafft. Das ist für einen 3jährigen durchaus nicht zuviel verlangt, finde ich!

LG

Judith

Beitrag von katjafloh 15.11.10 - 14:29 Uhr

Ich würde ihn auch nur fragen, ob er wirklich nichts mehr essen will, weil Du es dann auf isst. Wenn er nein sagt - essen. Wenn er Geschrei macht, dann hat er Pech gehabt und muß bis zur nächsten Mahlzeit warten. So handhabe ich das jedenfalls. Obwohl ich zugeben muß, wenn meine Kleine wirklich nicht viel gegessen hat und dann nach 1-2 h wieder Hunger bekommt, dann bekommt sie schon einen Apfel oder Banane zwischendurch und muß nicht bis zum Kaffetrinken warten. #hicks

LG Katja

Beitrag von ...melle... 15.11.10 - 14:34 Uhr

Natürlich so machen wir das ja auch...

er isst auch sehr viel Obst zwischendurch..das darf er ja auch..

aber ich merke ja ob es nur gebocke ist oder ob er wirklich noch Hunger hat..

und diese Aktionen sind nur gebocke...

Danke für deine Antwort..

Beitrag von zahnweh 15.11.10 - 18:32 Uhr

Hallo,

ja, die Phase kenne ich von meiner.

Dass sie nicht mehr alles mochte, habe ich so hingenommen. Sie isst, was ihr schmeckt und lässt den Rest.
1 Jahr lang fand sie Pilze grässlich. Eines Tages kam sie an "Pilze sind gut". Seither isst sie sie wieder.

Aufessen, dass nichts weggeschmissen werden muss, verstehe, wurde so erzogen.
ABER: auf keinen Fall VOR dem Kind essen. Ich kann es nicht beschreiben, aber es ist ein schreckliches Gefühl (kenne ich noch aus meiner Kindheit). Auch meine reagiert dann sehr aggressiv. Da ich das Gefühl noch in Erinnerung habe, kenne ich das).

Wir machen das so. Wenn sie satt ist, ist sie satt. Dann kommt der Rest in den Kühlschrank.
Abends darf sie entscheiden, ob sie den Rest haben möchte oder ein Brot. Möchte sie ein Brot, nehme ich den Rest auf MEINEM Teller und sie darf von mir etwas abhaben - da frage/dränge ich nicht!!! sie fragt dann von selbst.

Wenn sie sich abends nicht mehr dran erinnert, dass noch etwas übrig ist, essen wir beide Brot und ich den Rest als "Betthupferl".

Mir ist wichtig, dass sie ihr Sättigungsgefühl noch spürt. und ich bin froh, dass ich den psychischen Druck des Aufessens, auf keinen Fall etwas wegschmeißen müssens los bin.
Seit ich entspannt essen kann und auch meinem Kind gegenüber keinen K(r)ampf daraus mache, wird auch fast nichts weggeschmissen. (ich weiß Lebensmittel durchaus zu schätzen!). Allerdings wenn ich im Hinterkopf habe, dass ich es essen muss, weil es sonst kaputt geht und bloß nichts wegschmeißen, gerate ich den Druck von früher, esse gar ncihts und schmeiße 90% des Tellers weg und mein Kind hat dann auch keinen Appetit mehr :-(