Namensgebung bei neuer Heirat

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von fibi7 15.11.10 - 19:17 Uhr

Hallo,

ich hätte mal eine Frage bzgl. des Nachnamens....

Ich habe zwei Kinder von meinen Exmann. Sie tragen seinen Familiennamen. Ich habe einen Doppelnamen (Name meines Ex plus Mädchenname).

Der Vater der Kinder hat keinerlei Interesse an den Kindern, sie sind für ihn nicht existent. Es gibt keinen Kontakt, nichts. Ich habe auch das alleinige Sorgerecht.

Nun leben wir drei in einer neuen Beziehung. Die Kinder sehen meinen Freund als ihren Papa an. Da alles wirklich passt wollen wir heiraten und wenn bei mir gesundheitlich alles etwas stabiler ist noch gemeinsame Kinder haben.

Ich würde bei der Heirat den Namen meines (neuen) Mannes annehmen. Die beiden Kinder wollen das auch gerne (fast 5 und 6 Jahre alt.

Wie sieht das nun rein rechtlich aus?

Kann ich das alleine entscheiden, wegen alleinigen Sorgerecht?

In wie weit wird der Wille der Kinder berücksichtigt? (Der Kleine ist dann ja auch schon 5 Jahre alt)

Würde eine Änderung des Familiennamens meine Ex von seinen Unterhaltszahlungen entbinden?

Mir geht es nun nicht um eine emotionale Wertung des Ganzen, sondern nur um rechtliche Fakten...

Vielen Dank für eure Hilfe
fibi

Beitrag von froni66 15.11.10 - 19:44 Uhr

Hallo fibi.

Bei uns war es so, das wir trotz dem alleinigen Sorgerecht die Einverständniserklärung des Vaters brauchten.
Obwohl unser Kind MEINEN Namen hatte.
Aber die Väter müssen unterschreiben. Ist leider so.

Er muß trotzdem weiter zahlen, da dein neuer Mann sie ja nicht adoptiert. Ist ja nur der Name und der hat mit dem nix zu tun.

Ist alles ein bischen kompliziert. Wenn du noch was wissen willst, melde dich einfach.

LG

Beitrag von fibi7 15.11.10 - 19:51 Uhr

Danke für deine Antwort!

Und was ist, wenn sich der Vater der Kinder verweigert, aber die Kinder es möchten, weil sie sich zu Familie gehörig fühlen?

Wer entscheidet dann? Werden die Entscheidungen der Kinder mit einbezogen?

Lg
fibi

Beitrag von litalia 15.11.10 - 20:26 Uhr

da die kinder den namen des vaters tragen MUSS er zwingend einwilligen.

tut er dies nicht wird es meines erwachtens sehr schwierig, selbst wenn die kinder das unbedingt wollen.

sie tragen nunmal den namen ihres VATERS und willigt dieser nicht ein siehts schlecht aus.

du musst ja nicht den namen deines neuen mannes annehmen wird man dir vor gericht sagen.

aber ob eine chance besteht weiß ich nicht, glaube aber das es sehr schwierig wird, eher unmöglich.

unterhalt muss er weiter zahlen es sei denn dein neuer mann adoptiert die kinder (auch da MUSS der kindesvater natürlich zustimmen)
anrecht auf unterhaltsvorschuss hättest du bei einer heirat allerdings nicht mehr.

Beitrag von fibi7 16.11.10 - 07:43 Uhr

unterhalt hab ich von ihm noch nie bekommen, ich habe immer für gearbeitet, obwohl die kinder klein waren und mein jüngster schwer krank.

mir gehts nur drum, dass er weiterhin für seine kinder zahlen muss.

gut, dann muss das das familiengericht entscheiden und der rechtsanwalt soll sich drum kümmern... wenn sich mein ex genau so dämlich verhält wie bei der sorgerechtsklage, dann ist es ihm egal, wie seine kinder heißen...

danek für deine antwort!

Beitrag von litalia 16.11.10 - 09:16 Uhr

bekommst du denn dann unterhaltsvorschuss wenn er selber nicht zahlt?

dieser würde dann wegfallen wenn du heiratest.

hast du ihn schonmal gefragt wegen dem nachnamen? am einfachsten wäre natürlich wenn er einwilligt ;-)

Beitrag von fibi7 16.11.10 - 09:24 Uhr

ich verstehe nicht so ganz, was du meinst...

ich habe noch nie unterhalt von ihm bekommen, ich hätte das gar nicht gewollt. ich habe gleich wieder gearbeitet und für meine familie gesorgt, trotz kleiner kinder und schwerer krankheit meines jüngsten.

ich hab ihn nicht gefragt, und werde das auch nicht (persönlich) tun. wir haben uns zum letzten mal bei der scheidung gesehen, und da hatte er es nicht mal für nötig gehalten, mich zu begrüßen...

er möchte nichts mit uns zu tun haben, er hat mit unserer gemeinsamen vergangenheit gebrochen und hat mich in den schlimmsten stunden meines lebens alleine gelassen.

unterhalt für die kinder muss er zähneknirschend zahlen. er möchte sie nicht sehen und nichts mit ihnen zu tun haben. keine geburtstage, kein weihachten, nichts...

wenn es soweit ist werde ich meinen rechtsanwalt kontaktieren, dass er die einverständniserklärung einholt.

mir ging es wirklich nur um eine info, weil ich weiß, dass hier viele nette leute sind, die sich gut auskennen, sei es aus eigenen erfahrungen heraus oder eben durch recherche...

verstehe allerdings nicht, warum der kinderwille nichts zählen soll. meine kinder haben keinen bezug zu ihm, wollen natürlich auch, dass wir nach außen hin eine familie sind... aber man muss ja nicht alles verstehen...

Beitrag von litalia 15.11.10 - 20:21 Uhr

das ist schlicht blödsinn.

wenn man das ALLEINIGE sorgerecht hat UND das kind den namen der mutter trägt dann muss der vater NICHTS unterschreiben.

noch nie!

dann kann das kind ganz einfach bei einer heirat einbenannt werden OHNE einverständnis des Kindesvaters.

Beitrag von schlumpfine2304 16.11.10 - 09:52 Uhr

die kinder tragen aber nicht den namen der mutter!

#aha

Beitrag von hezna 16.11.10 - 07:24 Uhr

Dein neuer Mann könnte auch den Familiennamen annehmen, den du und deine Kinder tragen.

Die Kinder heißen bspw. "Meier" und du "Schmitz-Meier". Dann könntet ihr den gemeinsamen Familiennamen "Meier" annehmen.

Setzt natürlich voraus, daß dein neuer Mann den Namen des Ex akzeptieren könnte. So würdet ihr alle einen Namen haben.

Gruß Hezna #klee

Beitrag von fibi7 16.11.10 - 07:40 Uhr

Hallo du,

prinzipiell eine gute Idee, habe aber vergessen zu erzählen, dass auch mein neuer Mann ein Kind in die Beziehung mit rein bringt, das auch mit bei uns sein wird. Mutter hat kein Interesse.

Folglich dreht sich die Frage nach dem Namen nur.

NAchdem mir der neue Name meinesMannes ganz gut gefällt, hätteich eben nichts dagegen ihn auch anzunehmen.

Ich kann ja auch schlecht einen dreifachen Doppelnamen annehmen, wäre in meinen Beruf recht doof....

Aber danke für die Anregung, ich befürchte, da kommt noch einiges auf uns zu...

fibi

Beitrag von chocoflower 16.11.10 - 15:55 Uhr

Ab 5 Jahren kann das Kind mitbestimmen, soviel ich weiss.

Aber der Name ist dann der Geburtsname (sprich: vorher Müller nach Heirat Meier, die Kinder werden dann immer eine geborene Meier sein und haben nicht die Möglichkeit irgendwann den anderen Namen wieder anzunehmen).

Wenn der Erzeuger nicht zu stimmt, kannst Du mein Amtsgericht, das "einklagen" meisstens stimmen die Richter zu, wenn es dem Kindeswohl dient und der Kontakt zu dem leibl. Vater nicht besteht.

Unterhalt muss er trotzdem zahlen, das ist nur eine Namensangleichung und keine Adoption. Also haben die kids kein Erbanspruch dem "stief"VATER gegenüber, aber noch die gleichen Rechte ihrem Erzeuger gegenüber.

(Geht mir ähnlich, werde jetzt einfach den Namen meines NEUEN annehmen und den alten als Doppelnamen hintendran, so bin ich namentl. die Verbindung zweier Familie, ist ja auch ganz schöööön)

Gruß