Trennung

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Ob ihr gerade Vätermonate nehmen, werdender Vater seid oder einfach eine engagierte Vaterrolle einnehmt: Hier ist der Platz für männerspezifische Fragen und Probleme. Mütter sind in dieser Rubrik als antwortende Gäste willkommen. Neu: Unser Newsletter für werdende Väter.

Beitrag von gavin.s 15.11.10 - 19:32 Uhr

Ich suche im Internet nach Möglichkeiten wie man eine Trennung am besten vorbereitet und umsetzt und bei dieser Suche bin ich auf dieses Forum gestoßen. Vielleicht bekomme ich hier Ratschläge und Unterstützung?

Ich möchte mich von meiner Frau trennen. Ich habe zwei Kinder. Der Junge ist sieben, das Mädchen 12 Jahre alt. Ich hänge sehr an den Kindern und die Kinder ebenso an mir. Meine Frau aber ist ein wahrer Drache. Wir erleben sie nur noch schlecht gelaunt und zeternd. Es gibt keine Gemeinsamkeiten, keine Zärtlichkeiten, keine Liebe mehr zwischen uns. Und ich bin der festen Überzeugung, dass sie die Kinder bei einer Trennung als Druckmittel einsetzen wird. Was kann ich im Vorfeld tun, um eine Trennung für die Kinder so schonend wie möglich zu gestalten?


Gavin

Beitrag von ann.nonym 15.11.10 - 19:59 Uhr

Willst du die Kinder dann zu dir nehmen?

Beitrag von gavin.s 15.11.10 - 20:06 Uhr

Würde ich sehr gern aber ich glaube kaum, dass meine Frau dem zustimmen wird. Im Gegenteil. Ich muss befürchten, dass sie alles tun wird, mir die Kinder zu entziehen oder zumindest zu entfremden, weil sie weiß, dass sie mich damit schwer treffen kann.

Beitrag von stormkite 16.11.10 - 11:28 Uhr

Gavin, deine Kinder, vor allem die 12-jährige - schon alt genug, um eigene Entscheidungen zu treffen. Würden die beiden aktiv aussagen das sie lieber mit dir ziehen? Auch unter Druck der Mutter?

Wenn die kinder entschieden genug den Willen zum Ausdruck bringen das s ie lieber bei dir wohnen, hast du gute Chancen. Nur drücken sich Kinder selten so klar aus, weil sie mit dem Votum FÜR den einen Elternteil GEGEN den anderen Stimmen - ein unlösbarer Loyalitätskonflikt für ein Kind. Bei Jugendlichen ist das übrigens anders.

Darum die Frage: Würdest du die Kinder mitnehmen und adäquat betreuen können? Wie sind deine Arbeitszeiten? Kann die Mutter Unterhalt zahlen für Sie, so das du Stunden reduzieren kannst? Oder würdest du dich mit deinen Kindern durchbeißen wollen, auch wenn die Mutter nichts zahlt und keine Unterstützung anbietet?

Theoretisch kannst du dir - wenn du die Kinder behältst - dir die eheliche Wohnung zuweisen lassen. Meins wäre es nicht, ich bin damals mit Kindern ausgezogen. Zwischen Bekanntgabe des "Ich trenne mich" und Umzug lagen nicht mal 3 Wochen. Wobei mir mein Mann keine Steine in den Weg legte, und ich nicht auf finanzielle Hilfe von ihm angewiesen war.

Ich würde eine Mediator-Stelle aufsuchen, und die gesamte Trennung im begleiteten Gespräch ablaufen lassen.

Kite

Beitrag von gavin.s 16.11.10 - 20:02 Uhr

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Mutter versuchen wird, unsere Kinder unter Druck zu setzen, was ich eigentlich gern vermeiden würde. Mir geht es wirklich um das Wohl der Kinder und dass sie die Trennung ihrer Eltern möglichst unbeschadet überstehen. Aber natürlich möchte ich den Kontakt zu den Kindern halten.

Ich würde die Kinder gern mitnehmen aber ich arbeite den ganzen Tag. Die Mutter hat schon immer den Hauptteil der Versorgung und Betreuung der Kinder getragen. Ich könnte mir eine großzüge Besuchregelung gut vorstellen, denke aber, dass die Mutter mich damit strafen wird, indem sie eben dies zu verhindern sucht.

Der Tip mit dem Mediator ist gut. Vielen Dank.

VG
Gavin

Beitrag von ann.nonym 16.11.10 - 11:48 Uhr

Ihr habt das gemeinsame Sorgerecht, also hast du genauso das Recht das die Kinder bei dir leben können, wie es deine Frau hat.

Deine Tochter ist kein Kleinkind mehr und auch ihre Meinung und ihr Wünsch kann und darf berückstigt werden.

Such die einen Anwalt im Familienrecht.

Beitrag von karna.dalilah 15.11.10 - 20:32 Uhr

Ich weiß ja nicht wie deine Rahmenbedingungen sind.
Seid ihr verheiratet?
Wenn ja hast du genau das recht die Kinder bei dir wohnen zu lassen, wie die Mutter.
Das sie zetert usw, kann gut an einer allgemeinen Unzufriedenheit und auch Depressionen liegen.
Trennung ist der einfachste Weg dem zu entgehen.
Suche dir eine Wohnung in der Nähe die du zum Zeitpunkt x beziehen kannst.
(wenn die Kinder mitziehen wollen dann dementsprechend groß)
Sprich mit deiner Frau und teile ihr mit, dass du am tag xxx ausziehen wirst, damit auch sie ggf die Wohnung kündigen kann.
Mache dir Gedanken zur Besuchsreglung und bringe sie detailiert aufs Papier.
Sei fair, auch wenn du keine Fairness erwartest- so hast du keine berechtigten Vorwürfe zu befürchten.
Das die Mutter die Kinder als Druckmittel einsetzt ist leider nicht selten.
Sollten die Kinder bei dir bleiben, pass auf dass du nicht in diese Spirale gerätst.
Vielleicht findet ihr doch noch einen Weg indem ihr gemeinsam ihre Probleme anpackt, denn eine Trennung der Eltern ist für Kinder so oder so ein Desaster.

Karna

Beitrag von gavin.s 16.11.10 - 20:10 Uhr

Hallo Karna,
ja, wir sind verheiratet.

Es ist keine kurzentschlossene Sache, dass ich mich trennen möchte. Wir haben seit mindestens 3 Jahren keinen Sex mehr und ich habe viel versucht, diesen Zustand zu ändern. Sie findet kein gutes Haar mehr an mir. Ich bekomme von morgens bis abends nur Kritik zu hören. Wenn man ihr Glauben schenken kann, bin ich ein egoistisches Arschloch, helfe nie im Haushalt, kümmere mich nicht genug um sie und arbeite zu viel. Ich sehe das alles anders.
Inzwischen ekel ich mich fast vor ihr. Vor ihrer schlechten Laune, vor ihrer Aggression, vor ihrer zeternden Stimme. Körperliche Nähe zu ihr kann ich nicht mehr ertragen. Der Gedanke, mit ihr schlafen zu müssen, widert mich an. Es geht wirklich nicht mehr. Jeder Versuch, unsere Ehe zu retten ist gescheitert. Ich gebe auf. So ein Leben hat keiner verdient. Weder sie noch ich. Wobei mir mein Nachfolger, sollte es einen geben, jetzt schon leid tut. Ich will nur noch weg. Aber was ist mit den Kindern? Ich liebe sie und möchte an ihrem Leben weiterhin teilnehmen.
Danke für deine Tips!

VG
Gavin

Beitrag von karna.dalilah 16.11.10 - 20:30 Uhr

Ja wenn dein Entschluss fest steht, dann lieber ein ende mit Schrecken.
Du hast ja schon hilfreiceh Tips bekommen und die Idee mit dem Mediator finde ich auch ganz gut.
Ich kenne 2 Väter die erfolgreich eine 50:50 Reglung hinbekommen haben.
Ist es denn mit deiner Arbeitzeit so, dass du die Kinder gar nicht betreuen könntest?
Was würden die Kinder wollen?

LG
Karna

Beitrag von zenturio 16.11.10 - 20:10 Uhr

Persönlich kenne ich keinen Fall, in dem es für die Kinder nach der Trennung der Eltern besser war als vorher. Vermeintlich besser wird es immer nur für die Eltern und auch da meistens nur für einen von beiden und noch häufiger belügt man sich hinterher, das es die bessere Lösung gewesen sein, sich zu trennen.

Aber manchmal geht es einfach nicht mehr. Die geringste Belastung für die Kinder entsteht in jedem Fall dann, wenn ihr Euch im Bezug auf Umgang, Unterhalt und elterliche Sorge enig seid. Konfliktpotential gibt es aber reichlich und das läßt sich vorab nicht ausräumen. Ein guter Start wäre es aber, wie hier schon empfohlen wurde, von vorneherein den Weg über eine Mediation zu suchen. Eheberater können auch bei Trennungen behilflich sein und soziale Dienste von Kommunen und Kirchen bieten so etwas auch an.

Zuerst den Schritt zum Anwalt zu machen, halte ich für falsch. Man kann sich vorab beraten lassen, aber die Trennung über ein anwaltliches Schreiben einzuleiten, führt geradewegs in die Konfrontation. Der andere wird so gezwungen, sich selber einen eigenen Rechtsbeistand zu nehmen und schon steckt ihr in einem Automatismus, der euch nicht mehr los läßt.

Der Weg zu Deinen Kindern führt über die Mutter und wenn diese auf Konfrontation aus ist, hast Du in unserem Land nach wie vor schlechte Karten als Vater. Läßt sich die Konfrontation nicht vermeiden, brauchst Du viel Geld, noch mehr Zeit und Einsatz und sehr gute Nerven. Der Ausgang der Auseinandersetzung bleibt für Dich immer ungewiss, aber zumindest kannst Du von Dir selber sagen, dass Du alles versucht hast.

Bei Fragen zu Einzelheiten, gerne eine PN senden.

Beitrag von radiocontrolled 17.11.10 - 10:46 Uhr

"Glückliche Scheidungskinder. Trennungen und wie Kinder damit fertig werden" von Remo Largo kaufen für ein Verständnis eurer Elternebene. Eure Paarebene bsprecht bitte bei regelmässigen Mediationen.

Beitrag von gavin.s 19.11.10 - 19:15 Uhr

Danke für eure Antworten!

Beitrag von stoltze-mami83 03.01.11 - 21:06 Uhr

Hallo

mal kurz ne Frage vorne weg hast Du denn deine Frau mal gefragt warum sie so ist?????

In der Regel ist es doch so das Sie irgendein Problem haben muss,was sie wenn sie so ist fertig macht.


Ich würd bevor ich mich Trennen würde erstmal nen gemeinsames klärendes Gespräch führen und notfalls sogar mal ne Eheberatung aufsuchen.

Wenn alles nichts hilft dann aber auch erst dann würde ich mich Trennen aber eher nicht.Und ganz sicher nicht weil mein Partner irgendwelche Stimmungsschwankungen hat die wohl durch irgendwelche Probleme die sie hat hervorgerufen werden.

lg

Und denk mal zurück an die zeit wo ihr euch euer Ja wort gegeben habt hies es da nicht in guten wie in schlechten zeiten.....