ewige Verstopfung- bin verzweifelt

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von majasophia 15.11.10 - 20:29 Uhr

Hallo ihr lieben!

hoffe, dass ihr vielleicht noch den ultimativen tipp für mich habt!

meine tochter (13monate alt) leidet eigentlich schon seit der Beikosteinführung (mit 7monaten angefangen, davor gestillt und tweilweise flasche) an sehr festem stuhl!

die lage hat sich nun seit ca. 3 Monaten zugespitzt; der stuhl ist so fest und knollig, dass es oft blutet, wenn es dann endlich rauskommt und sie weint dann natürlich auch ganz doll!
Ich setze sie schon immer auf ihr töpfchen, wenn ich merke, dass sie drückt, sonst presst sie ihre Beine so fest zusammen, dass da nix rauskann- im sitzen ist das besser!

Ich schreib mal, was wir schon alles ausprobiert haben:
- pflaumengläschen (hipp und alete)
- frische birne, birnenmus, frischer apfel, selbstgekochtes apfelmus
- milchzucker, lactulosesirup
- "scheinbar" stopfende lebensmittel weglassen (also banane, fettiges, kekse und sowas, karotten)
- naturjoghurt und actimel

ich muss dazu sagen, dass sie sehr gut trinkt (also ca. 800-900ml in 24h), ich gebe ihr nur wasser oder tee zu trinken, nachts bekommt sie noch 1-2flaschen milch, die sind da eingerechnet)

zur zeit haben wir seit gestern einen neuen versuch mit globuli (alumina D6, 5 stück am tag), außerdem trockenpflaumen (seit heute 4 stück gegessen) und sie bekommt jetzt mal keine kuhmilch mehr (habe den eindruck, dass es evt. daher kommt), außerdem kaufen wir jetzt stilles wasser für sie (auch erst seit heute wegen dem kalk im leitungswasser); heute abend hatte sie wieder sehr festen stuhl :-(

sie macht schon alle 1-2 tage, aber es ist immer so fest! der kia hat uns jetzt movicol junior aufgeschrieben, dass ist aber eigentlich für das alter nicht zugelassen und ich hab angst es ihr zu geben (wegen den nebenwirkungen wie schlimme blähungen, erbrechen und sowas)...

och man, ich hoffe ihr könnt mir vielleicht noch irgendwie helfen???

schönen abend noch

danke

maja

Beitrag von ziege125 15.11.10 - 20:54 Uhr

hallo,

ich hatte, bzw. habe heute noch teilweise mit lia das gleiche problem.
ich gebe ihr, wenn es ganz schlimm ist, einen babylax einlauf. habe mich bei 3 ärzten erkundigt, weil ich angst vor darmträgheit oder nebenwirkungen hatte und alle haben mir bestätigt, dass ich mir umsonst sorgen mache.
klar geb ich ihr den einlauf nicht jeden tag, nur wenn ich das gefühl habe, dass es gar nicht klappen will.

lg
silke

Beitrag von majasophia 15.11.10 - 20:56 Uhr

wenn es ganz extrem ist habe ich auch babylax zu hause, oder ich versuchs mit nem kümmelzäpfchen, aber alles, was man in den popo stecken muss ist richtig schlimm für sie!

oh man

Beitrag von ziege125 15.11.10 - 20:58 Uhr

lia hat auch immer geschrien wie am spies, aber ich sage ihr jetzt immer, dass ich ihr creme an den popo schmiere und schiebe den einlauf schnell rein. kümmelzäpfchen haben bei uns gar nicht geholfen.
tut mir leid, dass ich dir weiter nicht helfen konnte.

lg

Beitrag von muddi08 15.11.10 - 20:59 Uhr

Wie regelmäßig und wie lange hast du Lactulose gegeben?

Wir haben über insgesamt 1 Jahr jeden Tag Lactulose gegeben. Angefangen im Alter von 11 Monaten mit 2xtgl. 15 ml. Das sollte ich erstmal ne Zeit geben. Hab ich so ca. 3 Monate gegeben. Er hatte regelmäßig jeden Tag mindestens 1x weichen Stuhlgang, das dauerte aber, bis es so war. Wichtig und vorrangig zu dem Zeitpunkt war, dass er beim Stuhlgang machen KEINE Schmerzen hat. Sonst kneift er den Po zusammen und dann ist es erstmal schlimm, wenn Kinder das so machen, so sagte damals unser Magen-Darm-Spezialist. Und ganz wichtig, was viele nicht wissen: Lactulose macht NICHT abhängig. Das war mir auch ganz wichtig, dass der Darm sich nicht an den Sirup gewöhnt.
Nach ca. 3 Monaten habe ich Woche für Woche 1 ml reduziert, ganz langsam, sollte ich so machen. Nach 1 Jahr waren wir dann bei Null angekommen und er hat bis jetzt immer noch guten Stuhlgang.

Falls du noch Fragen hast, gerne.

LG

Beitrag von majasophia 15.11.10 - 21:06 Uhr

ich hab lactulose 2wochen gegeben 2x15ml am tag und es ist in den 2 wochen eher schlimmer geworden, so mein eindruck...wie lange hat es denn bei euch gedauert bis es gewirkt hat???

lg und schonmal danke für deine antwort

Beitrag von muddi08 15.11.10 - 21:14 Uhr

Ca. 6 Wochen, bis es sich mit weichen, mindestens 1xtgl. Stuhlgang eingependelt hatte. Dann weitere 6 Wochen, wo es echt regelmäßig kam, ohne Schmerzen, ohne Essensdruck ( ich habe auch stopfenden Sachen gegeben, er liebt Bananen und Karotten, sollte ich so machen, laut unserer Ernährungsberaterin), ohne Druck machen wegen trinken (er trinkt tendenziell eher wenig).

Ich würde es nochmal mit Lactulose versuchen. Movicol musst du in eine ganze Menge Flüssigkeit auflösen (125ml) und es schmeckt echt nicht, zumindest bei uns auf Kinderstation haben wir oft Probleme, den Kleinkindern Movicol einzuflößen, das geht bei Lactulose echt einfacher bei der vergleichsweise geringer Menge.

LG

Beitrag von nini.78 15.11.10 - 21:01 Uhr

Hallo Maja,

versuch mal Joghurt mit geschrotenen Leinsamen und evtl. gehackten trockenen Aprikosen zum Frühstück - und den Apfel weglassen, der stopft eher, sobald er etwas braun ist.
Die Milch solltest Du mit weniger Pulver anrühren, bis die Verdauung wieder besser funktioniert! Du kannst auch versuchen, ob sie vielleicht ein paar Schluck warmen Pflaumensaft trinkt.

Ansonsten kannst Du ihr mit Butterzäpfchen helfen, damit es nicht so schmerzhaft ist, wenn sie muss - Butter zu Zäpfchen formen, einfrieren und dann einführen.

Ich würde allerdings im Zweifel auf den Kinderarzt hören, wenn der Movicol für angeraten hält - manche Kinder gewöhnen sich an, den Stuhl zu halten, wenn sie dauerhaft Angst vor den Schmerzen beim Drücken haben, was das Ganze natürlich noch ziemlich verschlimmert.

Liebe Grüße und gute Besserung Deiner Kleinen,
Nini

Beitrag von majasophia 15.11.10 - 21:08 Uhr

du meinst gefrorenes zäpfchen einführen?

es ist auch nicht immer so einfach zu erraten, wann sie muss; setze sie halt mehrmals täglich auf´s töpfchen

ihr ein zäpfchen zu geben, ist ein ziemliches geschrei bei uns

Beitrag von nini.78 15.11.10 - 21:27 Uhr

Vielleicht klappts mit den (gefrorenen) Butterzäpfchen besser - das kühle Gefühl ist vermutlich ganz angenehm, wenn der Po wehtut, jedenfalls toleriert Sarah die Butterzäpfchen um Klassen besser als alle anderen!

Beitrag von xyz74 16.11.10 - 10:37 Uhr

Wir nehmen auch Butterzäpfchen wenn es nötig ist.
Das ist für die Kurzen scheinbar nicht so schlimm wie andere.
Wobei ich mir angewöhnt habe, Zäpfchen immer mit etwas Vaseline oder etwas anderem öligen zu bestreichen, damit sie besser flutschen.

Massierst Du ihr den Bauch?

Wenn nicht, würde ich folgendes raten.

Auf den Rücken legen, mit der flachen Hand den Bauch kräftig im Uhrzeigersinn massieren.
Als Abschlussbewegung die Hand immer Richtung Beine streichen.
Darf ruhig kräftig sein.Also, keine Streichelmassage.

Danach mit den Beinchen in der Luft Rad fahren.
Dabei hältst Du Deine Hände an ihre Knie.
Mit dem Daumen drückst Du auf die Außenseite ca. 1cm unter der Kniescheibe.
Den Tipp haben wir beim Babyshiatsu bekommen.
Das unterstützt die Verdauung.

Beitrag von cori0815 15.11.10 - 21:26 Uhr

hi Maja!
Ich kann verstehen, dass du dir Sorgen machst. Und so, wie es im Moment ist, ist es absolut kein haltbarer Zustand. Du MUSST etwas unternehmen, um ihr Erleichterung zu verschaffen.

ABER: wovon ich so gar nichts halte, ist wildes "Herumprobieren". Jetzt mal dieses Lebensmittel streichen und dann vielleicht mal wieder dieses, das halte ich für nicht gut.

Du schreibst, du willst Kuhmilch streichen, gibst ihr aber nachts noch 1-2 Flaschen Pulvemilch. Mal davon abgesehen, dass ein 13 monatiges Kind keine 1-2 Mahlzeiten des Nachts benötigt, sehe ich den möglichen Grund eher in diesen Milchflaschen als in der Flaschenmilch. Meine Tochter hatte bis zu dem Tag ständige Verstopfung, an dem wir die letzte Pulvermilchflasche gestrichen haben. Seitdem hat sie zwar oft verhältnismäßig festen Stuhl ("Hasenköttel"), aber regelmäßig und schmerzfrei, also akzeptabel.

Du könntest ihr zur Unterstützung der Verdauung auch mal Rohkost (z.B. Gurke, Tomate und Paprika) anbieten. Bei meiner Tochter hat das manchmal durchschlagenden Erfolg.

Ich finde übrigens 800-900 ml Trinken nicht viel, wenn womöglich ca. 400 ml davon auch noch Milchflaschen sind. Wie wäre es mit Traubenschorle? Wirkt auch stuhllockern, aber natürlich nicht so stark, dass es die Probleme deiner Tochter auf einen Schlag lösen wird.

Die Töpfchensache ist super, meine Tochter habe ich als Säugling immer abgehalten (zwischen meinen Beinen über einer Zeitung vom Vortag) und mit 6 Mon. auf den Topf gesetzt. Dort konnte sie super drücken und ganz nebenbei hat sie den Topf früh lieben gelernt.

LG
cori

Beitrag von majasophia 16.11.10 - 06:58 Uhr

ich habe schon mehrmals versucht die pulvermilch wegzulassen und kann dazu nur sagen, dass sie es einfordert! heute nacht hab ich ihr auch nur einen löffel pulver reingemacht und da war das geschrei groß und sie wollt sich gar nicht mehr beruhigen!

ich denke, dass die verstopfung ja ne ursache haben muss, also von irgendeinem lebensmittel kommt und ich versuche halt rauszufinden von welchem! da ich den verdacht habe, dass es vielleicht kkuhmilch sein könnte (denn man hört ja auch häufig von kuhmilchprotein-intoleranz) möchte ich das gern ausschließen! habe einfach das gefühl, dass es mit kuhmilch, joghurt und co schlimmer wird! würdest du deinem kind entgegen deinem gefühl, dass noch sowas geben? (es ist auch nur ne testphase für eine woche, wenn sich dann nichts ändert, dann weiß ich ja bescheid!)

sie bekommt rohkost, nicht nur obst, sondern auch salatgurke, tomaten und sowas (bei paprika verschluckt sie sich gerne, deswegen geb ich ihr den nur gekocht)

saftschorle trinkt sie eigentlich nicht, habs schon mit apfel oder orange probiert, evt. ist es mit traube anders, werds mal probieren; wenn sie sonst trauben ist, ändert das zumindest nichts an ihrem stuhlgang

mein kia hat gemeint, die flüssigkeitsmenge wäre schon sehr gut; es ist ca. 160ml milchflasche davon, denn allermeistens braucht sie nur die eine in der nacht und wenn ich hier immer lese wie lange die kinder noch ihre premilch trinken, dachte ich bisher, dass das auch in ordnung so geht

vielen dank für deinen ausführlichen beitrag

Beitrag von cori0815 16.11.10 - 10:21 Uhr

Was mich an der Sache mit der vermuteten Kuhmilchallergie so stutzig macht, ist das Symptom: Verstopfung ist dabei doch eher untypisch, oder? Typischer wäre doch Durchfall und Blähungen, also mehr so Reizdarm-Symptome und oft auch Äußerungen an der Haut, also z.B. Neurodermitis in all ihren Ausprägungen.

Warum wendest du dich nicht einfach an einen Allergologen, der dann gezielt Tests durchführen kann (z.B. auch Bluttests, die bis auf die Blutabnahme sehr unkompliziert fürs Kind sind)? Der kann sich vielleicht auch besser einen Reim auf die Symptome machen.

Du sagst, du möchstes eine Kuhmilchallerige ausschließen? Dann musst du es auch gewissenhaft tun und dich an die Fachperson wenden. Und dabei ist das Bauchgefühl in meinen Augen eher zweitrangig. Das Bauchgefühl kann einen ersten Impuls geben, aber die Therapie sollte auf jeden Fall Sache eines Mediziners oder einer anderen Fachperson sein.

Ich kann dich zwar verstehen, dass du das alles tust, um deinem Kind zu helfen. Ich kann aber nicht verstehen, dass du da so selbst vor dich hin laborierst und damit womöglich das Leid deines Kindes noch verlängerst und womöglich sogar verstärkst.

Also gib dir einen Ruck!

Ich wünsche euch alles Gute!

LG
cori

Beitrag von majasophia 16.11.10 - 13:32 Uhr

ich laboriere nicht vor mich hin; ich mache mir ernsthafte gedanken und renne seit monaten mit ihr zum arzt, weil ich möchte, dass es ihr besser ghet!

leider hat bis jetzt alles, was der kia uns empfohlen hat nichts geholfen, dennohc muss ich das ja auch alles ausprobieren und das über mehrere wochen...also es ist ja eine fachperson dabei, die mir das empfiehlt, was ich tue; nur bin ich halt momentan am zweifeln ob movicol das richtige für uns ist (vielleicht kennst du den beipackzettel nicht...)

es gibt fälle, wo allergien und nahrungsmittelunverträglichkeiten auch zu verstopfung führen- meine maus hatte noch nie durchfall

und ja ich hab auch schon drüber nachgedacht mit ihr zum heilpraktiker zu gehen, die globulis aus der apotheke (die mir dort von einer erfahrenen apothekerin empfohlen wurden helfen aber auch nicht)

ich muss das nochmal klarstellen: ich mache mir total viele sorgen um mein kind, ich kann nachts nicht einschlafen, weil ich drüber nachdenke, wie ich ihr noch helfen kann; wenn sie drückt und weint, dann kommen mir auch die tränen- ICH MÖCHTE NICHT DASS MEIN KIND LEIDET!
ich weiß bloß einfach keinen rat mehr, es ist nicht so einfach wie du denkst; wenn ich mit ihr ins kh fahre kriegt sie nen großen einlauf und wir werden wieder heimgeschickt und an den kia verwiesen!
kia zu wechseln ist hier so gut wie unmöglich, da die praxen eh schon überfüllt sind, außerdem bin ich eigentlich zufrieden mit ihm...hab ihm meine bedenken gegenüber movicol auch geäußert, aber er meinte ich soll es versuchen....das werd ich dann auch tun, wenn es die nächsten tage nicht besser wird!

lg und bitte versuch mich mal zu verstehen

Beitrag von cori0815 16.11.10 - 10:44 Uhr

Ach, zur nächtlichen Milchflasche nochmal:

NATÜRLICH macht sie ein Geschrei, wenn sie sie nicht mehr bekommt, weil sie sie ja schließlich WILL. Aber BRAUCHEN tut sie sie nicht mehr, es handelt sich hier einfach um eine antrainierte GEWOHNHEIT, mehr nicht.

Ich sage ja nicht, dass ihr ihr die Flasche unbedingt abgewöhnen müsst, aber ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass sie nicht mehr darauf angewiesen ist, weil ein Kind mit 13 Monaten nachts keine Nahrung mehr benötigt. Und ich kam vor allem darum darauf, weil eben bei uns die Pulvermilch der Grund allen Übels war. Klar trinken viele Kinder in dem Alter noch ihre Premilch (abends oder morgens) - spricht ja auch nix gegen, wenn sie sie vertragen. Aber nachts???

Sie wird noch ganz andere Sachen in ihrem Leben einfordern. Wenn ihr da immer ihren Wünschen nachkommen wollt, wird das noch ein heiteres Unterfangen. Ich seh sie schon mit 15 Jahren mit eurem Autoschlüssel in Richtung Garage gehen, weil sie zu einer Party muss und kein Bock auf Radfahren hat ;-)

LG
cori

Beitrag von majasophia 16.11.10 - 13:27 Uhr

eben viele kinder trinken sie abends oder morgens noch in ihrem alter- sie will sie aber nur nachts und morgens und abends kommt sie mit tee aus ;-) finde der zeitpunkt des trinkens ist wurscht, wie gesagt ich versuche es und sie bekommt natürlich auch nicht alles, was sie will, aber nachts ist das ganze einfach auch ein nervenkrieg

Beitrag von cori0815 16.11.10 - 18:47 Uhr

Da sprech ich aus Erfahrung, dass das ein Nervenkrieg ist mit dem nächtlichen Einfordern von Mahlzeiten :-(

Aber es ist eben doch - wenn auch vor allem zahntechnisch gesehen - ein Unterschied, ob ein Kind die Milchflasche vor dem Zähneputzen abends oder morgens nach dem Aufstehen bekommt....

Naja, vielleicht war es auch einfach nur mein nächtliches Verlangen nach Ruhe, das mich da so rigoros sein ließ ;-)

LG
cori

Beitrag von littlecat 15.11.10 - 21:45 Uhr

Hi,

wir kämpfen mittlerweile seit ca. 18 Monaten immer wieder mit Verstopfung. Was Du aufgelistet hast, haben wir ebenfalls alles durch. Möglichst gar keine stopfende Nahrung, ausreichend Obst, Obstmus, Flüssigkeit, Bewegung, Ballaststoffe, Pflaumensaft, Activia und Actimel, Lactulose, Microklist, Alumina. Nichts davon brachte den gewünschten Erfolg.

Unser KiA sagte neulich, dass wir es zum Frühstück mit warmem Apfelmus versuchen können, gerne auch mit Müsli oder Leinsaat angereichert.

Allerdings haben wir schon reichlich Erfahrung mit Movicol gesammelt. So wie Du Euren Ist-Zustand beschreibst, würde ich der Empfehlung des KiA folgen und es mit Movicol versuchen. Ich hatte auch sehr lange Vorbehalte, muss aber leider sagen, dass nichts anderes hilft. Wir müssen in Akutfällen bzw. in größeren Kontrollabständen zum Ultraschall. Wenn der Darm gute 8 cm richtig festen Stuhl enthält und die folgenden Ansammlungen schon sichtbar sind, muss etwas geschehen.

Movicol hat den Nachteil, dass es (zumindest bei uns) gute 12 Stunden braucht, bis die Wirkung einsetzt, aber dann ist es sehr effektiv. Du kannst es auch extrem niedrig dosieren, um die Verstopfung "in Schach" zu halten bzw. schlimmeren Akutfällen vorzubeugen. Bei entsprechender Ernährung genügt ein Beutel alle 3 - 4 Tage, damit die Verdauung funktioniert.

Ich weiß, dass es Überwindung kostet, sich zu der Anwendung mit Movicol durchzuringen und ich halte es auch nicht für uneingeschränkt durchgend verwendbar. Aber wenn ich mein Kind im Vorher-Nachher-Vergleich sehe, dann bedauere ich es im Nachhinein, dass ich so lange gezögert habe.

Der Sohn einer Bekannten hatte übrigens das gleiche Problem, ohne dass die Ursache je gefunden werden konnte. Mit gut drei Jahren war dann alles genauso plötzlich vorbei, wie es angefangen hatte. Ich hoffe, dass es bei uns auch eines Tages so ist.

LG
Littlecat

Beitrag von majasophia 16.11.10 - 07:00 Uhr

mein kia hat empfohlen mind. einen halben beutel pro tag zu geben und das über 6-8wochen und dann langsam ausschleichen zu lassen

Beitrag von littlecat 15.11.10 - 21:51 Uhr

Achso, PS noch: Am besten versteckt sich das Movicol in einem Actimel, Strohhalm rein, umrühren und möglichst zügig trinken lassen.

Es ist wohl wirklich geruchs- und geschmacksneutral, verändert aber die Konsistenz von Getränken, in Wasser sind jedenfalls recht schnell Schlieren zu sehen und es wird etwas dickflüssiger. Das merkt man bei Actimel nicht so.

LG

Beitrag von kruemi090607 16.11.10 - 13:21 Uhr

Hallo Maja,
Euch geht es wie uns! Bei uns geht es schon seit September 09 und wir sind seit Januar auch bei Lactulose. Aber irgendwie war/bin ich nicht so zufrieden gewesen, weil immer wenn wir reduziert hatten hatten wir die gleiche Sch... wieder. War jetzt letzte Woche bei einer Heilpraktikerin, vll wäre das auch mal ne Option für Euch??? Er hat zwar immer noch keinen perfekten Stuhl aber es ist nicht schlimmer wie mit Lactulose, daher bleib ich erstmal auf dieser Schiene (hab uns 2 Monate gegeben), wenn es bis dahin immer noch nicht gut ist, dann gibt es eben wieder die Lactulosetherapie!
Das mit dem Blut ist natürlich nicht so prickelnd (hatten wir leider auch mehrmals), weil das deutet ja auch einen Einriß am After hin, versuch es entweder mit Lactulose oder Heilpraktiker, ist beides ein langer Prozess. Wenn Du das Gefühl hast das es mit Lactulose schlimmer geworden ist, dann dosier es doch höher bzw. gib es 3x am Tag....
naja ich hoffe das es bald besser wird
LG Andrea