Frage zu zweiter Geburt nach KS

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Beitrag von mirisept 15.11.10 - 22:04 Uhr

Hallo ihr Lieben und einen schönen guten Abend! #tasse

Zunächst etwas Vorgeplänkel:
Ich habe im Januar dieses Jahres meine Tochter per sekundärem Kaiserschnitt bekommen. Das Geburtserlebnis hat mir noch lange zu schaffen gemacht, da in meiner Vorstellung von der Geburt ein KS nie vorkam. Meine Tochter ist jetzt 10 Monate alt und ich beschäftige mich nun schon oft mit dem Thema, wie die Geburt bei einem zweiten Kind, das wir uns auf jeden Fall wünschen, wohl laufen wird. Wenn die Umstände es zulassen, möchte ich auf jeden Fall versuchen, spontan zu entbinden.

Und dazu jetzt meine Frage:
Bei der Geburt meiner Tochter ging der Muttermund innerhalb von 7-8 Stunden auf 6cm auf. Dann bekam ich aufgrund von eingeengtem/silentem CTG und grenzwertigem pH-Wert meiner Tochter den KS. Man sagt ja oft, dass die zweite Geburt schneller geht. Meint ihr, da hätte ich auch eine Chance darauf, auch wenn mein MuMu noch nie komplett offen war?

Über Erfahrungen von Mamas, die erst per KS und danach spontan entbunden haben, würde ich mich sehr freuen! :-)

Liebe Grüße,
Miri

Beitrag von robbie1987 16.11.10 - 08:34 Uhr

Hi,

ich hatte bei meiner ersten Geburt auch einen sekundären KS. Mein MM ging innerhalb von ca. 11-12 Stunden Wehen komplett auf. Da meine Tochter aber eine Lageanomalie hatte (Hoher Geradstand) gab es den KS :-(.

Bei meiner 2. Geburt vor 12 Wochen wurde ich wegen schlechter Herztöne am ET eingeleitet. Hatte den ersten Tag zwar leichte Wehen, den Tag rechne ich aber nicht mit...
Also richtige Wehen fingen morgens so gegen 10.00 Uhr an und um 17.00 war der MM bei 9cm. Waren da also nur 7 Stunden...
Leider kam es wegen der gleichen Lageano alie wieder zum KS, aber wenn es "normal" gegangen wäre, hätte ich definitiv weniger Zeit gebraucht!

Lg robbie

Beitrag von crumblemonster 16.11.10 - 09:46 Uhr

Hallo,

mein Großer kam per geplanten KS (ET-13) auf die Welt. Insofern kann ich Dir leider nicht sagen, wie sich eine 'normale' Geburt entwickelt hätte. Aber dazu gab es einfach keine Chance - BEL und absolutes Mißverhältnis zwischen KU und Becken.

Mein Kleiner wurde bei ET-1 eingeleitet. Der KS lag 18 Monate zurück. Klar, im KKH hätten sie lieber wieder einen KS gemacht, aber das wollte ich nicht. Nach 18 Stunden Einleitung war der Muttermund max. 0,5 cm offen, der Kopf oberhalb des Beckens und der Gebärmutterhals 'stand'. Nach ca. 5 Stunden Schlaf ging es weiter mit der Einleitung. Es tat sich wieder nichts. Also habe ich 'das Handtuch geworfen', bekam ein Schmerzmittel und Wehenhemmer, so daß ich erst einmal schlafen sollte und in ca. 5-6 STunden entschieden werden sollte, was nun weiter passiert (Einleitung wieder anfangen oder KS). Naja, 1,5 Stunden nach Abbruch hatte ich eigene Wehen und ca. 3,5 Stunden nach der ersten Wehe war mein Kleiner geboren. Innerhalb von nicht mal zwei Stunden hat sich der Muttermund von 3 auf 10 cm geöffnet. Insofern wurde mir gesagt, sollte jetzt bei Nr. 3 eine normale Geburt möglich sein (wahrscheinlich wieder zu großer Kopf für mein Becken und außerdem hatte ich bei Geburt des Kleinen eine Symphysensprengung), solle ich mich ganz schnell auf den Weg machen.

Also wenn der Körper will, dann kann es ganz flott gehen. Laß es auf Dich zukommen und versuche die Angst beiseite zu schieben..... Jede Geburt ist anders. Aber verstehen kann ich Dich natürlich schon. Morgen wird entschieden, ob Nr. 3 per KS kommt oder eine 'normale' Geburt versucht wird. Ich habe natürlich Angst, daß Nr. 3 wieder im Becken steckenbleibt, so wie mein Kleiner. Aber einen weiteren KS möchte ich eigentlich auch nicht.......... wir werden sehen.

LG und alles Gute

Beitrag von minnie85 16.11.10 - 15:43 Uhr

Hallo Miri,

ich habe beim ersten Kind auch einen KS gehabt und dann das zweite spontan bekommen.
Ich kann es dir daher wirklich empfehlen, es zu versuchen, denn die Erfahrung war so ganz und gar nicht vergleichbar mit dem KS oder irgendetwas anderem, was ich je erlebt habe. Eine wunderbare, aufregende Grenzerfahrung!

Nach einem KS kannst du auch eigentlich überall spontan entbinden. Ich habe mir eine Beleghebamme gesucht, damit ich sicher sein kann, dass ich verstanden werde und meine Wünsche ernst genommen werden.
Das kann ich dir auch nur empfehlen.

Bei mir hat die Geburt übrigens rund 12 Stunden gedauert, von den ersten leichten Wehen alle 15 Minuten bis zur Geburt.

Alles Gute, du schaffst es bestimmt,
Minnie

Beitrag von linagilmore80 16.11.10 - 16:54 Uhr

Hallo Miri,
ich wollte eigentlich vor 8 Wochen spontan entbinden und hätte es gekonnt, wenn ich anhaltende Wehen gehabt hätte.

Mein Rat: Such Dir eine anständige Hebamme und überzeuge mit ihr die Ärzte im Krankenhaus. Denn nach 10 Monaten werden die Angst haben, dich spontan entbinden zu lassen, weil die Narbe ohne weiteres reißen kann.

Ich wünsche Dir alles Gute,

LG
Lina & Alex (8 Wochen)

Beitrag von minnie85 17.11.10 - 15:07 Uhr

Die Narbe reißt nicht ohne weiteres, das Rupturrisiko beträgt 0,5-1%! Also weniger als das KS-Risiko!