In der 31. SSW nach drei FG um die 8. SSW

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von cosima2 15.11.10 - 23:01 Uhr

Ich habe vor längerer Zeit ( März 2010) über meine Fehlgeburten, drei in Folge, berichtet. Ich melde mich jetzt wieder, um allen Mut zu machen, die Ähnliches erlebt haben wie ich. Mir hat es jedenfalls sehr geholfen, zu hören oder zu lesen, dass man auch nach mehreren FG wieder erfolgreich schwanger werden kann, dass es solche Schicksale gibt, auch wenn das nicht bedeuten muss, dass es für einen selbst auch gut ausgeht, aber einfach zu wissen, dass man die Hoffnung nicht aufgeben muss.
Zunächst meine Vorgeschichte. Vor den drei FG hatte ich eine Traumschwangerschaft. Unsere Tochter lag lediglich quer und musste per Kaiserschnitt geboren werden. Es hatte allerdings ein Jahr gedauert, bis ich nach Absetzten der Pille schwanger war, auch keine einfache Zeit. Als unsere Tochter ein Jahr alt war, haben wir wieder angefangen zu üben, davor hatten wir mit Kondom verhütet. Ich wurde im zweiten ÜZ schwanger, verlor das Kind jedoch in ca. der 8. SSW. Ich habe am Abend starke Blutungen bekommen, bin allerdings erst am nächsten Tag am Nachmittag zu meiner Frauenärztin. Da war noch ein Herzschlag zu sehen. Abends bin ich dann ins KH, eigentlich nur um nochmal schauen zu lassen, da war schon nichts mehr zu sehen und ich wurde am Folgetag ausgeschabt. Die folgenden beiden FG (ich wurde jeweils nach ca. 5/6 ÜZ schwanger) haben sich ca. eine Woche lang hingezogen. Begonnen haben sie auch mit einer Blutung, allerdings nicht so heftig wie bei der ersten FG, der erste Schwung Blut kam beim Toilettengang und nicht einfach so. Ich bin gleich zur Frauenärztin, bei der zweiten FG nach ein paar Tagen Schonung zu Hause ins KH und bei der dritten FG gleich ins KH, wo ich dann wirklich strenge Bettruhe hatte (nur zum Toilettengang aufgestanden), ansonsten Utrogest und Magnesiumeinnahme. Genutzt hat alles nichts. Nachdem bis hierher alles mehr oder weniger auf die Natur oder meine nicht normal geformte Gebärmutter geschoben worden war (es ist nicht ganz klar, ob sie wirklich herzförmig oder nur leicht eingedellt mit Septum ist, aber es gibt jedenfalls zwei Hörner), bin ich wie das nach drei Fehlgeburten üblich ist (erst dann wird von einem habituellen Abort gesprochen und davon ausgegangen, dass es Ursachen für die FG gibt) in der Abortsprechstunde gelandet. Daneben war ich mit meinem Mann bei einer humangenetischen Beratung. Ausgeschlossen werden konnten genetische Ursachen. Blutgerinnung und hormonelle Ursachen konnten nicht ausreichend abgeklärt werden, da ich während der Untersuchungen erneut schwanger wurde, im 2. Zyklus nach der Ausschabung. Aber diese SS hat sich bis jetzt in die 31. SSW erhalten und ist bisher komplikationslos verlaufen. Ich hatte zwischenzeitlich leichte Schmierblutungen, weil die Placenta tief lag, aber diese hat sich dann nach oben gezogen. Bekommen habe ich prophylaktisch Utrogest bis zur 12. SSW (wobei der Progesteronwert zu Beginn der SS auch im unteren Bereich oder sogar zu niedrig war) und 100mg Aspirin zur Blutverdünnung (soll ich bis ca. 34. SSW nehmen). Ist vielleicht ein Aberglaube, aber ich würde Jeder mit ähnlichen Erfahrungen raten, Utrogest zu nehmen, schaden kann es ja nichts. Ich frage mich jedenfalls heute noch, ob ich damit zumindest die letzte FG hätte verhindern können. Ich hoffe, ich kann euch mit meiner Geschichte helfen bzw. Hoffnung machen, dass es auch nach mehreren FG klappen kann. Ich könnte mir vorstellen, dass es schwerer ist, die Hoffnung nicht aufzugeben, wenn man noch kein Kind hat, aber ich habe auch von Frauen gehört, die nach zig FG doch noch ein Kind bzw. Kinder bekommen haben. Die vielen Geschichten, die ich gehört habe und die im Prinzip ratlosen Ärzten haben mir mehr und mehr bewusst gemacht, dass es (für mich als gläubiger Mensch) allein in Gottes Hand liegt, ob und wann ein Kind zur Welt kommt.

Beitrag von michi0416 15.11.10 - 23:53 Uhr

Hallo,

ich kenne das auch sehr gut das Gefühl aufgeben zu wollen.Als ich mit meinem Sohn Schwanger wurde habe ich 2mal die Pille vergessen und als wir uns entschieden noch einmal schwanger zu werden,hätten wir nicht gedacht das dieser weg sehr steinig und schwer werden würde.

Als unser Sohn 1einhalb Jahre war gings üben los!Nach einem Jahr wurden wir SS aber leider hatten wir es nur bis in die 7SSW geschafft.
Dann wieder lange Monate nichts.....und endlich SS.Aber es sollte wohl nicht sein.Nach 8 langen Jahren haben wir uns dafür entschieden in eine KiwK zu gehen.
Alle Untersuchungen ergaben das ich keinen Eisprung bekomme und meine Schilddrüse zu klein ist.Bei meinem Mann wurde festgestellt sehr schlechtes Spermiogramm.
Wie kann das sein dachten wir,Grad weil wir ja schon ein Kind hatten und wir ja auch in der zwischen Zeit 4 mal SS geworden sind.
Dann haben wir uns für eine Insemination entschieden aber es hat nicht geklappt.
In diesem Moment habe ich es aufgegeben und mich nicht mehr auf das SS werden konzentriert.Was soll ich sagen WUNDER geschehen....Schwanger gleich im Monat drauf.Unsere kleine kam gesund zur Welt.
Ich Persönlich denke auch das es in Gottes Hand liegt und bitte ihn uns dieses kleine Wunder nocheinmal zu schicken:-).

Ich wünsche dir alles Gute

lg michi

Beitrag von sylter-welle 16.11.10 - 07:32 Uhr

Guten Morgen,

ich möchte auch mit unserer kleinen Wunder-Geschichte beitragen.

Kinderwunsch 2005, werd nicht schwanger. Clomi, BS, alles hat nichts gebracht. Überweisung in die KIWU-Klinik. "Sie können nur mit ICSI schwanger werden".Voruntersuchungen, alles mitgemacht, 4 Tage bevor ich mit dem Spritzen beginnen sollte, festgestellt, dass ich schwanger bin. Im 13.ÜZ.
6 Monate nach der Entbindung: Übungsbeginn für Nr.2 Diesmal ohne Kiwu-Klinik, aber wieder Clomi, ES-auslösen..... Schwanger, wieder im 13.ÜZ. Missed Abort in der 10.SSW(mai 2009), für mich brach eine Welt zusammen.
3.Versuch Clomi, ES-auslösen, es tut sich nichts. Januar 2010 Kiwu-Klinik. Tägl. Spritzen, sieht wieder mal alles gut aus, wie immer negativ.

ICH KANN NICHT MEHR!!!

Mache einen Termin beim Psychologen aus, wir ziehen um. Mein Mann bereitet mich vorsichtig darauf vor, dass es wohl bei unserer Tochter bleiben wird. Irgendwie setz ich mich den ganzen Tag mit dem Gedanken auseinander, dass wir kein Baby mehr bekommen sollen.
14 Tage später bin ich schwanger, wieder im 13.ÜZ, zum 3.mal.

Jetzt bin ich in der 28.SSW, wir bekommen wieder ein kleines Mädchen und ich bin sehr glücklich.

Gruß Anke

Beitrag von froschmama2002 16.11.10 - 10:10 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist 2002 geboren .Komplikationslose Schwangerschaft.

Dannach hatte ich 2 FG.
Im November 2004 wurde ich schwanger und nahm bis zur 12. SSW Utrogest.
Meine Tochter kam dann im Oktober gesind und munter zur Welt.

Dann wude ich Ende 2006 schwanger und nahm wieder bis zur 12.SSW Utrogest. Mein Sohn kam im August 2007 gesund zur Welt.
Im Oktober 2009 wurde ich schwanger, nahm kien Utrogest und verlor mein Baby im Dezember 2009.

Im April 2010 wurde ich wieder schwanger und nahm bis zur 12.SSW Utrogest.
Ich bin jetzt in der 33 Schwangerschaftswoche.
Utrogest scheint bei mir geholfen zu haben:-)

Beitrag von chara 16.11.10 - 22:40 Uhr

Hi,

mein großer kam 2004 in der 31 ssw. zur Welt wegen Eklampsie. Kam per Not - Ks auf die Welt.
Das hat mich schon sehr geschockt, aber gedacht, gut ok kann passieren.

2006 haben wir wieder angefangen zu üben. Hat auch nach 9 ÜZ geklappt. Musste Aspirin 100 nehmen. Zich Untersuchungen durchführen lassen, Nackenfaltenmessung inkl. Fruchtwasseruntersuchung.
Leider kam aber meine Tochter in der 23 ssw. nach 48 STd. wehen still auf die Welt.

Für mich ist eine Welt zusammen gebrochen. Zudem meine Tochter am 3 Geburtstag meines Sohnes auf die Welt kam.

Mein Sohn kam am 19.02.2004 neun Wochen zu früh auf die Welt und meine Tochter kam am 19.02.2007 still auf die Welt. Seitdem gehen wir immer vormittags ans Grab unserer Tochter und nachmittag feiern wir Geburtstag.

Wollten eigentlich dann kein Nachwuchs mehr haben. Aber der Wunsch war ziemlich groß.

November 2009 wurde ich wieder Schwanger. Und ich war fix und alle mit den Nerven da der 19. 02 wieder dazwischen ist. Da ich ja eigentlich entwas Abergläubisch bin war ich nervlich total fertig. Zu diesem 19.02 muss dazu sagen, ich wollte eigentlich am 19.02.2004 heiraten. Doch mein Mann sagte das ihm dieser Tag nicht gefällt. Er mag lieber den 26.02. Mir war es eigentlich egal gewesen. Der 19.02 war halt der erste Termin der frei war.
Habe mir bewusst am 20.02 einen FA Termin gegen lassen um Sicher zu sein das alles ok ist.

Ich galt als Höchst Risikoschwanger. Musste von anfang an alle 2 Wochen zum Arzt. Alle vier wochen zum Doppler. Und ab der 30 ssw. dann wöchentlich.

Wir haben gleich von Anfang an gesagt wir wollen einen Kaiserschnitt, aus Angst das doch noch irgendwas schief gehen könnte.

Am 05.08.2009 kam dann unser kleiner Emilio auf die Welt. Die komplette Schwangerschaft verlief super. Ausser halt die Angst. Aber ich habe so eine tolle Familie die mir Mut zusprach und daran fest glaubten das diesmal alles gut wird. Und mein Frauenarzt war genau so toll, der mich immer dran genommen hat egal wann ich anrief und sich Zeit für mich nahm.

Es gibt doch Wunder, und ich wünsche jedem hier in diesem Forum ein kleines Gesundes Wunder.

Gebt die Hoffnung an euer Wunder nicht auf.

Lg Nikoleta mit #sonneschein Angelo (fast 7 Jahre) ganz fest an der Hand, #stern Mariella ganz tief in unserem #herzlich und klein #sonneschein Emilio ( 15 Monate ) ganz fest in unseren Armen