Und plötzlich bin ich schwanger!

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von pepita77 15.11.10 - 23:42 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich muss mir mal meine Ängste von der Seele schreiben, denn meine Schwangerschaft hat mich schon sehr stark getroffen, obwohl ich mir immer Kinder gewünscht habe. Nur jetzt nicht.

Ich bin 24 Jahre als und mit meinem Freund (29 Jahre) erst 4 Monate zusammen. Wir lieben uns sehr und ich hab mich noch nie so wohl in einer Beziehung gefühlt. Wir sehen uns zwar nur am Wochenende, aber die sind immer ein Traum. Auch unsere ersten beiden Urlaubswochen daheim sind sehr harmonisch verlaufen.

Nun hab ich am 8.11. erfahren, dass ich schwanger bin. Ich mache NFP und dadurch hab ich meinen Freund schon vorher darauf angesprochen als meine Tage nicht einsetzten und die Temperatur oben blieb.

Er war ziemlich geschockt und danach erst mal aufgedreht. Ich war es nicht minder. Ich war mit den Nerven am Ende, als meine Tage nicht kamen.

Nach dem ersten Schock hat er sich erstmal um einen Finanzplan gekümmert. Ich bin Student und werde nächstes Jahr fertig. Ich schreibe im Februar meine Examensklausur und muss dann noch meine Diplomarbeit schreiben. Damit komme ich aber genau in die Geburt. Vorher schaff ich nicht. Leider hab ich durch meine Nebenjobs auch nur einen kleines zusätzliches Taschengeld.

Meine Angst ist, dass ich keine Arbeit finde, da ich direkt nach dem Studium in Elternzeit gehe. Das Baby kommt zeitlich total ungelegen. Mein Freund muss plötzlich eine Familie finanzieren und ich komme mir so lästig vor. Ich möchte nicht auf seine Kosten leben. Zudem hab ich Angst, ob wir uns auch immer noch verstehen, wenn wir zusammen leben. Das kommt nun alles Schlag auf Schlag. Für ihn ist es selbstverständlich, dass wir uns eine gemeinsame Wohnung suchen, nur wollte ich immer, dass wir das langfristig planen, wenn beide dazu bereit sind. Das Baby verändert nun alles.

Meinen Freunden möchte ich es erst mal nicht erzählen, weil sie sehr karrierebezogen sind. Ich hab Angst vor deren Vorwürfen und Geringschätzung. Wie kann mir, die sonst eine Vorbildwirkung hat, eine ungeplante Schwangerschaft passieren. Ich bin froh, dass diese Argumente nicht von meinen Eltern kamen. Sie haben mich nämlich derart erzogen. Erst die Arbeit, dann ein einigermaßen sicheres Einkommen, sich einen Namen in einer Firma gemacht haben und danach kann man über Kinder nachdenken. Ich wollte zumindest erstmal eigenes Geld verdienen. Das rückt nun bedrohlich in die Zukunft. Das mindert meine Freude auf das Baby enorm.

Ich merke, dass mein Freund sich langsam auf das Baby freut, denn er gibt mir nun Abschiedsküsse auf den Bauch. Das finde ich so süß. Seine Unterstützung ist wirklich bewundernswert, dennoch fühle ich mich irgendwie schlecht.

Beitrag von leya20 16.11.10 - 00:42 Uhr

Hallo :-)

Also deine Gedanken kann ich sehr gut nachvollziehen, aber ich kann dir nur den Tipp geben, den ich mir in deiner Situation zu Herzen genommen habe: Lass es auf dich zukommen!
Ich war 2006 gerade zwei Monate mit meinem Freund zusammen, als wir erfuhren, dass ich schwanger war. Ich stand kurz vor meinem Abi und habe noch zu Hause gelebt. Ich hab mich über die SS aber gefreut, trotz des Gedankens, dass das mit meinem Freund evtl. schief gehen könnte. Und so hab ich dann mein Abi gemacht, bin erst 1 Monat vor der Geburt der Kleinen richtig mit ihm zusammengezogen (wollte erstmal gucken wie die ersten Monate werden) und bis heute nicht wieder ausgezogen :-D Obwohl doch- wir sind gemeinsam umgezogen ;-)
Nach einem Jahr Babypause hab ich dann mein Studium begonnen und werde nächstes Jahr fertig sein. Wenn man will, geht das alles irgendwie.

Wegen eurer Beziehung würde ich mir einfach noch keine Sorgen machen, wie es sich entwickelt kann ja nur die Zeit zeigen. Es gibt Paare, die sich nach 10 Jahren Beziehung trennen, weil ein Kind alles verändert hat. Bei uns hab ich das sogar als Vorteil "ausgelegt"- wir haben uns miteinander verändert und waren nicht in unserer Beziehung eingefahren.
Und sein jetziges Verhalten klingt doch echt toll :-)

Langer Rede, kurzer Sinn: Was kommt, weißt du nie. Aber wenn du dich grundsätzlich für ein Kind bereit fühlst, wird bestimmt alles gut :-)

Ich wünsch dir alles Liebe für die kommende Zeit!
Lg, Claudia

Beitrag von amalka. 16.11.10 - 00:58 Uhr

oh mensch, Claudia, unendlichen RESPEKT! Was für eine schöne Geschichte um diese Uhrzeit!

Beitrag von leya20 16.11.10 - 12:12 Uhr

Danke #herzlich
Ja, zu der Uhrzeit, wenn ich noch was für die Uni machen muss, kann ich am besten schreiben :-D

Beitrag von amalka. 16.11.10 - 00:52 Uhr

Oh, vllt liege ich vollkommen daneben aber ich so einen Eindruck als würdest du aus einem sehr hohem Rost fallen...? sehr hohe Meinung über sich und andere von dir...es ist wirklich lieb gemeint...aber du bist in die Realität des Leben angelangt. als wäre dies ein Fluss, in dem es jetzt keine Regel gibt, an die du dich festklammern kannst und noch mehr, hier musst du alleine schwimmen...und da hilft dir dein tolles studium nicht..

Also du bist jung o.k., es passt nicht in deine Lebensplanung o.k. aber wer weiß denn aus der heutigen Sicht genau, waru mes gerade dir passieren sollte ?

Du hast angst vor einer Geringschätzung von wem`? Warum soll man weniger geschätzt werden, nur weil es einem passiert ist..soll man nicht eher dann noch mehr Schätzung erfahren, wenn man aus so einem Mist dann was draus macht ?!?!?!? Wie einfach ist zum Teil der Weg. Studium, karriere und dann irgendwann kinder..toll, ein Leben wie vorgeplannt...und wie anstregend ist ein Leben, was du jetzt vor dir haben könntest..mi Freund so kurz zusammen, Studium kurz vor dem ende...etc. etc.

Ich sag persönlihc für mich, dass ich inesbondere Menschen bewundere, die aus do einem mist etwas draus machen..und tortzdem bleibt mir bei deinem Beitrag ein Kloß im hals...mein gott ,wer soll dir Vorwürfe machen... was für in einer Umgebung lebst du denn ? wie oberflächlich klingelt es zumindest für mich..

so jetzt weg von dir, damit man nicht so überheblich klingt.. Ich entbinde in 6 Tage, habe eine ungeplannte Schwangerschaft hinter mir, die mich fast den Verstand kostete. ich musste so haet kämpfen (wie übrigens viele Frauen dieses forums) und habe dank diesen Erfahrungen viel erlebt und auch viel bekommen.

Mien Studium ist längst abgeschlossen. Es passt kaum in unsere Lebensplanung und bringt viele Probleme mit sich. Jo und wir haben diese Heruasforderung angenommen.

Wenn man schon so doof ist und nit aufpassen kann, dann trägt man hetzt die Folgen und unser leben wird halt auf den kopf gestellt..auch mit einigen negativas..

und du ? es existiert die Möglichkeit einer Unterbrechung des Studiums, es existieren Uni-kindergärten, selbst eins kennengelernt. Es existieren spezielle unterstzützungsformen für schwangere Mamis, die studieren (Stipendien)..du musst dich einfach informieren!!!
Die Welt von dir wird mit sicherheit anstregender aber du hast genug IQ bekommen, um das ganze zu bewältigen und gerade jetzt wird sich zeigen, wer wirklich dein freund ist, wenn du was gemacht hast, was in die planung der reichen, klugen und schönenni cht so reinpasst..

Nehme den gesamten Mut, halte den kopf immer hoch und kämpfe! Du hast einen Freund und wie es aussieht, steht er zu dir ? Es wirdn icht einfach sein aber du schaffst es!

Wir haben uns kennengelernt, nach 6 Wochen zusammengezogen und nach 4 monaten heirstsantrag und dsraus sind jetzt 10 Jahren Ehe geworden...d.h. auch so kurze geschichten können gut ausgehen..

ich halte dir die Daumen, dass du erwachsen und reif in die Sache reingehen kannst! hier hört man dir immer zu!

Viel Glück, A.

Beitrag von ippilala 16.11.10 - 01:54 Uhr

Du könntest auch länger studieren und deine Diplomarbeit später abgeben.
Meinst du denn der Finanzplan deines Freundes geht auf? Ihr habt ja dann noch Kindergeld und Elterngeld.
Da ihr ja beide Eltern werdet, habt ihr auch gemeinsam die Verantwortung zu tragen, du musst das nicht alleine können.
Komm dir nicht unnütz vor, während er arbeiten wird, hütest du doch das Kind, das ist auch jede Menge Areit. Du wirst doch nicht zuhause hocken und nichts tun. Und wenn du gut bist und er das Kind hütet, wenn er zuhause ist (deshalb ist es auch sehr sinnvoll, dass ihr wirklich zusammenzieht) schreibst du an deiner Diplomabeit. Wenn es alles klappt verlängerst du ein Semester. Vorrausgesetzt du gibst das Baby dann zur Betreuung ab, wenn du arbeitest.
Und auch wenn du länger zuhause bleibst, wirst du schon einen Job finden.
Was für einen Studiengang belegst du denn, dass du Angst hast nichts mehr zu bekommen, wenn du mal kurz aussetzt? Ein Diplom ist doch kein Hauptschulabschluss.

Wenn dich deine Freunde wirklich geringschätzen, nur weil du einen Karriereknick bekommst, dann sind das sicher nicht deine Freunde, Bekannte wäre da wohl eher eine Bezeichnung.

Also sag diesen Bekannten ruhig, dass du Mama wirst, wenn sie dann immer noch da sind, kannst du sie auch Freunde nennen.

Beitrag von flammerie07 16.11.10 - 08:35 Uhr

Hallo - ich möchte dir kurz mut zusprechen. ich war zwar zum zeitpunkt meiner (geplanten) SS schon 6 Jahre mit meinem jetzigen Mann zusammen, hatte aber mein studium auch noch nicht abgeschlossen. ich habe gearbeitet bis mein sohn geboren wurde, bin dann 2 jahre in elternzeit gegangen und habe mich um einen betreuungsplatz für meinen kurzen gekümmert. jetzt geht er zur tagesmutter und ich schreibe meine diplomarbeit. für die 2 jahre EZ konnte ich eine verlängerung der regelstudienzeit aufgrund von SS/Geburt bei der hochschule beantragen, so dass ich keine studiengebühren zahlen musste.

so werde ich bald fertig und kann dann direkt auf den arbeitsmarkt starten.(bzw. bin ich das schon - da ich schon arbeiten darf, auch wenn das diplom noch aussteht).

ihr schafft das - dein freund liebt dich und euer ungeborenes kind und das ist die hauptsache! alles andere findet sich!

lg
F.

Beitrag von pepita77 16.11.10 - 10:45 Uhr

Ich möchte euch allen für die Mut zusprechenden Worte bedanken. Ich bin gewillt zu kämpfen, denn das musste ich bisher auch schon. Das Kind wird für mich eine neue Erfahrung, obwohl ich schon in meinen Nebenjobs immer mit Kindern gearbeitet habe.

Und danke, dass ihr mir bei meinen Freunden Mut zugesprochen habt. So fällt es mir hoffentlich leichter, ihnen von meiner SS zu erzählen.

Beitrag von struffelchen 16.11.10 - 13:32 Uhr

Hallo..

Ich kann dich echt verstehen..
Ich steckte zwar nicht mitten im Studium, aber mir ging es ähnlich..
Als ich vin der SS erfuhr waren mein Freund und ich 7 Monate ein Paar..
Ich wohnte alleine und er noch bei Mutti...
Er war ja grad erst 6 Monate mit seiner Ausbildung fertig..

Für uns stand auch fest das wir auf jeden Fall Kinder möchten wenn ich eine Feste Arbeit habe, mein Vertrag war nämlich nur bis 31.12.2009 befristet...

Wir waren beide sehr aufgewühlt, dachten ernsthaft über einen Abbruch nach... Dann entschieden wir uns doch für den Kleinen..
Mein Vertrag wurde leider nicht verlängert und schwanger habe ich auch keine Arbeit gefunden..
Ich war seit 01.01.2010 zu Hause..
Trotzdem nahmen wir uns eine größere Wohnung, hatten Unterstützung von allen Seiten und freuten uns Monat für Monat immer mehr auf den Kleinen...
Es belastete uns zwar sehr das mein Freund uns alleine ernähren musste und es zum größten Teil jetzt im Erziehungsjahr immer noch muss, aber trotzdem bereuen wir es nicht eine Sekunde das wir uns für den Kleinen entschieden haben..

Mittlerweile ist der Kleine fast 4 Monate alt, wir 1 3/4 Jahre zusammen und lieben uns wie am ersten Tag..
Wenn wir uns gegen den Kleinen entschieden hätten, hätte das sicher alles kaputt gemacht.. Denn ich glaube das unsere Beziehung einen Abbruch nicht stand gehalten hätte...

reut euch auf euer Kind, lass dich auf deinen Freund ein und du wirst sehen das alles super laufen wird..
Du wirst es bei jedem einzelnen Tritt von deinem Kleinen in der Schwangerschaft und bei jedem Lachen nach der Geburt wissen das du dich richtig entschieden hast...

#liebdrueck

Lg Anja + #baby Stanley-Marcel

Beitrag von *** 16.11.10 - 16:49 Uhr

hallo pepita
es ist eine schwierige entscheidung, ob man in einer ungünstigen situation ein baby bekommen möchte oder nicht. aber all das, was du erzählst, klingt alles andere als unüberwindbar. klar, es wird stressig, finanziell vielleicht knapp, dein freundeskreis wird sich langsam verändern, falls du dich für das baby entscheidest. aber ein baby ist immer anstrengend, kostet immer viel geld und zeit. und trotzdem empfinden es die meisten eltern als sehr lohnenswert.
deine entscheidung sollte eine emotionale sein. möchtest du mutter dieses kindes werden, obwohl die rahmenbedingungen schwierig sind? und umgekehrt: könntest du damit leben, es nicht zu bekommen? das sind die entscheidenden fragen.
ich wurde nach 5 monaten beziehung schwanger. studium war zwar fertig, aber das meines freundes noch nicht. ich hatte viele bedenken. einige haben sich leider bestätigt. der vater meines sohnes und ich haben uns getrennt und es war teilweise eine sehr schwere zeit. trotzdem, der knilch ist jetzt 6 und ich möchte keine minute mit ihm missen. die zeit, in der die kleinen so beanspruchend sind, geht ja auch recht schnell vorbei – rückblickend.
jetzt bin ich seit fast 2 jahren in einer neuen beziehung und bin wieder schwanger. diesmal gewollt und geplant (bin ja auch ein altes huhn inzwischen, hab meinem freund gesagt "bald oder gar nicht";-)).
tja, und wie das so ist im leben, auch diesmal blieb die überraschung nicht aus. wir hatten uns sehr aufs baby gefreut, bei mir noch mit gewissen ängsten verbunden, ob es diesmal etwas easier geht als beim letzten kind. und siehe da, wir bekommen nicht eines, sondern gleich zwei.
uns bringt das enorm in die bredouille. wie viel werde ich mit 2 babies überhaupt noch arbeiten können? wie kriegen wir das finanziell hin, wenn wir 2 mal kita bezahlen müssen (kostet hier ein vermögen)? wo finden wir eine neue, bezahlbare wohnung? denn 4. etage ohne aufzug mit zwillingen, wie soll das bitte gehen?! ich kann also ein stückweit nachvollziehen, wie du dich fühlst. von meiner letzten schwangerschaft und auch von dieser, weil ich auch von der masse an veränderungen und schwierigkeiten, die sie mit sich bringt, etwas erschlagen bin. aber es wird gehen, es wird gehen müssen. zumindest für mich. und – wenn du das möchtest – klappt es auch bei dir. hast du familiären rückhalt? können die eltern betreuungsmässig (z.b. im urlaub) oder finanziell etwas unterstützen? gibt es eine kita an der uni? kannst du vielleicht dein studium ein halbes jahr verlängern und teilzeit studieren?
viel glück bei deiner entscheidung!
ks

Beitrag von aylin80 16.11.10 - 19:39 Uhr

Wenn du das Baby willst, schaffst du das auch. Dann verschiebt sich deien Lebensplanung halt etwas. Na und?
Allerdings würde mich interessieren, warum du in deiner Situation mit NFP verhütet hast.

Beitrag von marjatta 18.11.10 - 10:48 Uhr

Sorry, bin eher zufällig über Deinen Beitrag gestolpert und bin etwas überrascht, dass man sich so von der Meinung anderer abhängig machen kann.
Wenn Deine Partnerschaft doch funktioniert, und danach klingt es, wo ist dann das Problem? Es gibt viele Frauen, die ihre Kinder noch während des Studiums bekommen. Glaubst Du, Du hast es leichter, wenn Du Dir, wie Du schreibst, beruflich einen Namen gemacht hast? Mit Sicherheit nicht. In unserem Land gibt es keine Vorschusslorbeeren, nur weil man beruflich gesettled ist.

Materielle Werte sind sicherlich nicht ohne Bedeutung in unserer heutigen Zeit, aber ein Kind kann Dir niemand nehmen. Du kannst - egal welches Studium Du heute abschließt - sicher sein, dass es Arbeit geben wird. Das schon allein aus demografischen Gründen. Also, ob Du Dein Studium / Diplomarbeit nun ein halbes Jahr früher oder später abschließt, wird sich in dieser Hinsicht überhaupt nicht auswirken.

Und wenn die Menschen in Deinem Umfeld immer nur auf perfekte Lebensplanung schauen, können sie einem eigentlich nur Leid tun, denn sie können nicht an unvorhergesehenen Situationen wachsen. Du hast die Chance dazu. Wir wachsen nur mit den Aufgaben, die wir bekommen. Wenn alles nach Plan verläuft, ist der Raum zum Wachsen viel geringer. Und auch das persönliche Glück, eine Situation gemeistert zu haben, bleibt aus. Das ist eine Zufriedenheit, die im Perfektionismus nämlich untergeht.

Du hast einen Partner, der Dich unterstützt. Und finanziell wirst Du nicht unter der Brücke enden, dafür gibt es Elterngeld, Kindergeld, Wohngeld und andere Unterstützungen, überraschenderweise vielleicht sogar von Deinen Eltern. Du kannst die Elternzeit nutzen, Dein Diplom zu schreiben. Und im Anschluss kann Dein Kind in die Kita und Du kannst arbeiten gehen. Du wirst überrascht sein, was alles machbar ist. Und nur Dein Erfolg, Dein eigenes Leben mit seinen Unvorhersehbarkeiten gemeistert zu haben, wird Dich glücklich machen.

Hab Mut, Du musst Dich nicht schlecht fühlen. Es geht nicht um die Meinung der anderen, sondern um Deine eigene Meinung über Dich. Es macht Dich im Leben nicht glücklich, wenn Du nur den Erwartungshaltungen anderer entsprichst. Du mußt Dir selbst gerecht werden und Dich selbst akzeptieren. Unser Leben ist wie die Fahrt in einem Zug. Manche Menschen steigen in unser Abteil und an der nächsten Station wieder aus. Andere bleiben ein Leben lang.

Gruß
marjatta

Beitrag von sunnysunny 19.11.10 - 01:01 Uhr

Die Gefühle sind am Anfang ganz normal.
Diese kenne ich auch obwohl unser Baby geplant war.


Ich wurde Anfang des 3 LJ schwanger.
Allerdings war ich damals mit meinem Freund fast 5 Jahre zusammen.
Als ich es meiner Chefin sagte war sie nicht begeistert weil sie selber erst spät Mama gewurden ist.


Ich habe von Anfang an gesagt das ich meine Ausbildung zu ende mache und das habe ich gemacht und bestanden.
Ich hab ein gutes Verhältnis zu meinem Ausbildungsbetrieb und wenn ich jetzt mit meiner Maus immer mal vorbei gehe dann nimmt meine Chefin die kleine immer auf den Arm.