ZDF - Der Tote in der Mauer

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Beitrag von mel1983 16.11.10 - 03:15 Uhr

Hey ho,

da ich mir gerade mal wieder eine Nacht um die Ohren schlage und überhaupt nicht für Trash-TV zu haben bin, blieb ich bei der Wahl meiner - anfangs hoffte ich einschläfernden - Berieselung bei besagtem Film hängen.

Er war ganz nett gemacht, aber ich wusste in den ersten 5 Minuten des Films (er lief so 15 Minuten schon, als ich einschaltete), wer der Mörder ist.

Irgendwie schien das Absicht zu sein, denn solch hellseherische Fähigkeiten schreibe ich mir eigentlich nicht zu.

Der Film wurde über seine Länge (von - keine Ahnung - 1,5 Stunden oder so) auch noch recht verworren und interessant - doch wer der Mörder ist, stand halt fest, wenn gleich ich noch ab und zu wankte.

Ist dies eine Art stilistisches Mittel?
Ich bin verwundert und hätte wahrscheinlich, wenn meine Neugier über mein Richtigliegen nicht so groß gewesen wäre, direkt weggeschaltet.

Aber da, auch ein Punkt, der für ein "fesselndes" stilistisches Mittel sprechen würde.

Hmh, kann jemand was zu solchen "Aufmachungen" sagen?
Ist es Absicht?

LG Mel

Beitrag von spacebear 16.11.10 - 07:38 Uhr

Hallo,

ich kann Dir eigentlich auf Deine Frage auch keine Antwort geben...aber ich wusste auch schon recht früh wer der Mörder ist...aber nichtsdestotrotz fand ich den Film sehr gut.

Aber eine Frage hätt ich trotzdem:
ganz zum Schluss hat die Polizeibeamtin, als sie im Rollstuhl saß, noch "Dezember" gesagt... (wenn ich es richtig verstanden habe...??)

Was hat sie damit gemeint....?? Das hab ich nicht kapiert...

Aber vielleicht kannst Du es mir erklären...

DANKE...;-)

LG
michaela

Beitrag von 5element 16.11.10 - 08:14 Uhr

Weiß jemand wo man das nochmal schauen kann?
Habs leider verpasst

lg das 5element:-[

Beitrag von mel1983 16.11.10 - 14:28 Uhr

Hallo Michaela,

leider weiß ich genau das auch nicht.

Ich habe auch überlegt, ob es überhaupt Dezember heißt. Weiß ich leider auch nicht.

Grüße Mel

Beitrag von spacebear 16.11.10 - 20:38 Uhr

Hallo Mel,

na super... ob wir das noch rausfinden....:-(
interessiert hätts mich ja schon.... aber ich war mir auch nicht sicher, was sie genau gesagt hat....

na ja, vielleicht klärt uns ja doch noch jemand auf...;-)

LG
michaela

Beitrag von c.l.e.o. 16.11.10 - 08:25 Uhr

Hallo,
ich kann Dir hinsichtlich der Frage, ob es ein stilistisches Mittel ist auch keine Antwort geben. Aber mir ist das auch schon oft so gegangen. Gerade bei Filmen passiert es immer wieder, dass mir bestimmte Aufnahmen und Szenen zu auffällig sind und ich einen tieferen Sinn dahinter vermute. Meistens liege ich auch richtig damit. Da reicht eine längere Aufnahme eines Menschen im Hintergrund, um ihn verdächtig erscheinen zu lassen.
In dem Buch "Erbarmen" von Jussi Adler-Olsen kann ich mir gut vorstellen, dass es nicht ungewollt war, früh auf den Entführer zu schließen. Dennoch tut es der Spannung des Buches keinen Abbruch. Das war wirklich ein gelungener Krimi: Man hat eine Ahnung was dahinter steckt und dennoch wird man immer tiefer in den Sog reingezogen.

C.

Beitrag von danii1975 16.11.10 - 10:38 Uhr

Huhu,

ich bin da auch hängen geblieben und wusste auch, wer der Mörder ist.....

Eigendlich bin ich eher aufgrund des Drehortes dort hängen geblieben, da ich die gegend kenne.....bin in der Nähe aufgewachsen;-).....

LG

Beitrag von boncas 16.11.10 - 12:53 Uhr

Dieses "stilistische Mittel" ist doch in extremerer Form altbekannt.
So wurde z.B. in jeder Colombo-Folge gleich zu Beginn der Mord und der Mörder gezeigt. Die Spannung des Falles ergab sich aus den kleinen Feinheiten, die der Mörder bei diesem augenscheinlich perfekten Mord übersehen hatte und die Colombo heraussfand.

Heute geht man etwas subtiler vor und präsentiert dem Zuschauer recht früh einen durchaus möglichen Täter. Die Spannung des Falles bezieht sich dann eher daraus, dass der Zuschauer wissen will, ob sein kriminalistisches Gespür ihn getrogen hat oder nicht. Um die Enttäuschung beim Zuschauer nicht zu groß werden zu lassen, dürfen die Filmemacher allerdings nicht am Schluss aus dem Nichts plötzlich irgend ein Beweisstück hervorzaubern, das auf einen ganz anderen Täter hinweist und das den Fall dann aufklärt.

Beitrag von mel1983 16.11.10 - 14:42 Uhr

Hallo boncas,

nun, ich bin nicht so der Film- oder Serienfreak, deswegen ist mir die "extremere Form" überhaupt nicht geläufig.

Colombo sagt mir wohl was, aber da war ich zu jung.

Dein letzter Abschnitt bestätigt mich schon etwas darin, dass hier an die Neugier des Zuschauers "appelliert" wird :-)

Vielen Dank für deine Antwort.

Grüße

Beitrag von zeitblom 16.11.10 - 13:45 Uhr

Es gab ja zwei Moerder, und wenn Du dies gleich zu Beginn wusstest, dann hast Du meine Bewunderung.....

Ich fand ihn aber auch fad. Die Schauspieler, die die Kommisare spielen, kann ich eigentlich nicht ausstehen. Und das Plattdeutsch, das in dort zu erwarten waere, war nicht besonders ausgepraegt. Dennoch habe ich bis zum Ende ausgeharrt...vielleicht weil die truebe Stimmung in der norddeutschen Provinz letztlich gut eingefangen wurde.

Beitrag von mel1983 16.11.10 - 14:37 Uhr

Hallo,

direkt nach dem absenden ist mir bewusst geworden, dass ich "Klugscheißern" hier eine perfekte Steilvorlage gebe. Dennoch zeigen mir vorangegangene Antworten, dass man wissen kann, was ich meine. Ich meinte den Mörder des Tim Krüger.

Nichtsdestotrotz danke ich dir natürlich für deinen Beitrag und kann vor allem deinem letzten Satz zustimmen.

Grüße Mel

Beitrag von danii1975 17.11.10 - 09:54 Uhr

Hallo Zeitblom,

dieser Ort ist schön;-).....ich kenne das dort, war früher regelmässig dort unterwegs....
Man schimpft das dort auch Wümmewiesen;-).......weil der Fluss der da lang geht Wümme heisst, auch das Restaurant (wo die erst draussen sassen) ist im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel;-).....Und für Inliner ein Paradies.....
Und das Haus der Zwillingsbrüder liegt im Wald, den kenn ich auch, auch das Haus#rofl.

LG
Danii