@ alle mit Steuerklasse V, Achtung!

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von giftzwerg01 16.11.10 - 07:32 Uhr

Guten Morgen!

Ich hatte neulich mal gepostet, dass das Finanzamt uns für das kommende Jahr eine Vorauszahlung in beträchtlicher Höhe aufgebrummt hat, obwohl wir 2009 mit einer Nachzahlung von 50,-- EUR rausgegangen sind und sich bei uns nichts ändert.

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=28&tid=2894771

Ich war jetzt beim Steuerberatungsbüro. Die Steuerberaterin hat mir erklärt, dass alle in Steuerklasse V ab diesem Jahr mehr vorauszahlen bzw. nachzahlen müssen, da wir ja durch das "Bürgerentlastungsgesetz" seit Anfang des Jahres mehr netto raushaben (bei mir waren es 47 EUR im Monat mehr). Das Gesetz sei totale Augenwischerei. Das, was man monatlich mehr hat, ziehen sie einem am Ende des Jahres wieder ab. Tolle Wurst!

Natürlich haben sie unsere Vorauszahlung dann noch großzügig aufgerundet, kostenlose Kredite seitens der Steuerzahler sind doch ne prima Angelegenheit! Dagegen werden wir jetzt Einspruch erheben. Aber die Hälfte (ca. 500 EUR) werden wir wohl tatsächlich nachzahlen müssen durch das neue Gesetz.

Na ja, ich wollte euch nur vorwarnen, damit ihr nicht aus alle Wolken fallt.

LG

Beitrag von hauke-haien 16.11.10 - 08:36 Uhr

Es wird niemand gezwungen, in Steuerklasse V zu gehen!

Beitrag von sini60 16.11.10 - 08:58 Uhr

Ich glaube du hast das Prinzip nicht verstanden?

Beitrag von nele27 16.11.10 - 14:19 Uhr

Naja, er hat doch Recht #kratz

Es steht doch jedem frei, die 4/4 zu nehmen und dann lieber monatlich mehr abzudrücken statt nachzuzahlen!

LG, Nele

Beitrag von hauke-haien 16.11.10 - 15:01 Uhr

Danke ;-)

Beitrag von maischnuppe 16.11.10 - 09:40 Uhr

Möchtest du drüber reden? Ich hätte grade Zeit#tasse#bla

Beitrag von zwiebelchen1977 16.11.10 - 09:28 Uhr

Hallo

So pauschal kannst du das nicht sagen. Es muss nicht jeder nachzahlen, der Steuerklasse 3/5 hat.

Bianca

Beitrag von sini60 16.11.10 - 09:41 Uhr

Er muss nur dann evtl. nicht nachzahlen, wenn er z.B. hohe Fahrtkosten zur Arbeit absetzen kann. Er zahlt dann zwar weniger Steuer aber die tatsächlchen Kosten stehen dagegen.

Beitrag von zwiebelchen1977 16.11.10 - 09:49 Uhr

Nun ja. Es gibt ja auch noch andere Dinge, die man absetzen kann( Kindergarten,KK, private Altersvorsorge, etc)

Bei uns würde sich die Kombi nicht lohnen.

Bianca

Beitrag von susannea 16.11.10 - 16:08 Uhr

Nicht nur davon hängt es ab sondern auch von der Höhe der Einkommen usw.
Also auch das ist Pauschal nicht so einfach zu sagen!

Beitrag von nakiki 16.11.10 - 09:42 Uhr

Hallo!

Euer Problem hat nichts mit dem neuem Gesetz zu tun, sondern mit euerer Wahl die Kombi III/V zu wählen!
Euer Steuerberaterbüro hat dies wohl nicht richtig hervorgehoben.

In der Kombi III/V habt ihr bisher jährlich 450 Euro zu wenig an Steuern gezahlt, daher die Vorauszahlung von 500 Euro und eure Erstattung von 50 Euro (mal ganz vereinfacht ausgedrückt).

Durch das Entlastungsgesetz haben sich die Freibeträge erhöht, daher zahlst du in V jetzt 47 Euro weniger Steuer. Da ihr vorher schon zu wenig gezahlt habt und jetzt jährlich nochmals über 500 Euro zu wenig zahlt, ergibt dies eine Vorauszahlung von 1.000 Euro!

Wenn ihr die Kombi IV/IV hättet, hättet ihr dies "Probleme" gar nicht.

Dass das Finanzamt keine kostenlose Kredite vergeben möchte, sollte doch aber auch klar sein. Daher müssen diejenigen, die mit der Kombi III/V eine Nachzahlung zu erwarten haben, im nächsten Jahr eine Vorauszahlung leisten. Wenn ihr dies vermeiden wollt, dann wechselt in IV/IV.

Das Problem ist die Steuerklasse V nicht das Gesetz, daher auch die Nachzahlung.

Gruß nakiki

Beitrag von nele27 16.11.10 - 09:55 Uhr

Genauso sieht es aus.

Um uns vor solchen Problemen zu schützen haben wir trotz meines Elterngeldbezugs die 4/4 ... ich bekomme lieber etwas zurück.

LG, Nele

Beitrag von vwpassat 16.11.10 - 11:41 Uhr

Ich würde an Eurer Stelle direkt zu 4/4 wechseln, dann müsst Ihr Euch über die "Augenwischerei" nicht aufregen.

Im Laufe des Jahres hat nämlich das Finanzamt Euch ein zinsloses Darlehen gewährt.

Beitrag von giftzwerg01 16.11.10 - 15:28 Uhr

Ich habe hier lediglich die Aussage unserer Steuerberaterin weitergegeben, für den Fall, dass andere sich beim Lohnsteuerjahresausgleich wundern/ ärgern.

Da wir die letzten Jahre immer eine Vorauszahlung machen mussten und dann etwas wiederbekommen habe, haben wir uns sicherlich nicht am Staat bereichert, keine Sorge.

Aber ich werde dem Finanzamt sicherlich nicht mehr im Voraus geben, als ich muss. Wer das möchte - bitteschön! Mein Geld bringt mir auf der Bank mehr Zinsen als beim Finanzamt.

VG