kind im kiga UNTERfordert. was tun?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von ~~~***~~~ 16.11.10 - 09:31 Uhr

guten morgen zusammen,

erstmal, JA ich weiß, es ist das falsche forum. aber mir ist es sehr wichtig hier anonym zu bleiben.

komme grad aus der kita und hatte wieder ein gespräch mit einer erzieherin meiner tochter.

meine tochter ist 4 J und 10 M alt. schon im sehr frühen alter zeigte sich, dass sie "anders" ist als andere kinder. nach etlichen gesprächen mit dem KA wurden wir ins SPZ überwiesen.
die behandlung im SPZ war im frühling diesen jahres beendet. ergebnis: IQ 135.
sind aber seit dem herbst wieder dort. brauche einfach rat dort.

lange rede kurzer sinn:

eigentlich würde sie ja erst 2012 als regelkind eingeschult werden. nun haben wir sie aber (auf anraten der erzieherinnen, KA und SPZ) für 2011 angemeldet.
die 3 verschiedenen kinderpsychologen im SPZ sowie der KA und die erzieherinnen und wir eltern sind uns aber alle einig, dass der KiGa nix mehr für unser kind ist und sie total UNTERfordert ist.
die schule gebinnt aber erst im sept.
im SPZ meinte ein psychologe, ich solle mich drum kümmern, ob sie nicht jetzt zum halbjahr in die schule (also 1. klasse) gehen soll.
aber das möchte ich nicht. dann wäre sie ja erst 5 J und 1 M. das ist mir zu früh.

in den KiGa geht sie nicht mehr gerne. sie langweiligt sich dort.
andererseits merken wir hier alle, dass sie förderung braucht.

was kann ich ihr denn noch bieten?
wir lesen sehr viel (auch bücher, die eigentlich garnicht für ihr alter sind), gehen viel ins museum, bibliothek, musikalische früherziehung.
ihr seepferdchen hat sie bereits gemacht.

habt ihr vorschläge?

mein mann z.b. ist lehrer. unteranderem für geschichte. von ihm will sie immer alles ganz genau wissen "wie es früher war" usw.
also wir versuchen schon ihre neugierde zu befridiegen.
aber gerne würde ich irgendeinen kurs oder so machen.


leicht überforderte grüße

Beitrag von schlumpfine2304 16.11.10 - 09:53 Uhr

hi

es gibt ja bekanntlicherweise schulen für begabte kinder. vielleicht gibt es ja auch kindergärten für begabte kinder?! ich würde das mal recherchieren.

lg a.

Beitrag von dasist blöd 16.11.10 - 09:55 Uhr

und wer soll das bezahlen?
Bei uns kostet eine hochbegabten schule 3000€ im monat

Beitrag von schlumpfine2304 16.11.10 - 09:58 Uhr

keine ahnung.

aber wenn ich die wahl zwischen einem kind habe, was aufgrund von unterforderung "durchdreht" und einer schule, die mich finanziell einiges kostet ... ich denke, ich würde irgendeine möglichkeit für mein kind finden (wollen)

ist natürlich immer schwer zu sagen, wenn man nicht drinsteckt.

aber ich hab z.b. viele bekannte, die legen für ein eventuelles studium ihrer kinder von geburt an geld weg ... das könnte dann in sowas fließen.

lg a.

Beitrag von ~~~***~~~ 16.11.10 - 10:01 Uhr

"ich denke, ich würde irgendeine möglichkeit für mein kind finden (wollen

klar, will ich ja auch. aber 3.000 € sprengt dann doch den monatlichen rahmen #schwitz

Beitrag von schlumpfine2304 16.11.10 - 10:05 Uhr

naja, recherche ist alles.

beispiel: meine freundin zahlte für einen u3-betreuungsplatz 125 eur.
ich zahlte in einem anderen bundesland erst 600 eur, dann 800 eur :-)

möglicherweise gibts ja förderungen?! ne art stipendium? keine ahnung. da musste man mal mit ämtern etc. sprechen.

Beitrag von sandmann1234 16.11.10 - 10:15 Uhr

dann würde ich das jahr bis das kind 3 ist lieber noch zu hause bleiben, bevor ich soviel geld für einen u3 platz bezahle.Je nach Job geht man dann ja umsonst arbeiten.

Beitrag von similia.similibus 16.11.10 - 10:45 Uhr

3000,00 € im Monat? #schock Das glaubst du doch wohl selber nicht? #kratz

Beitrag von silk.stockings 16.11.10 - 10:35 Uhr

>>im SPZ meinte ein psychologe, ich solle mich drum kümmern, ob sie nicht jetzt zum halbjahr in die schule (also 1. klasse) gehen soll. <<

Warum willst du das nicht?

>>aber gerne würde ich irgendeinen kurs oder so machen.<<

Dann mach das doch.

Weißt du, viele Vorschulkinder langweilen sich im letzten Kindergartenjahr. So lernen sie aber, mit ihrer Langeweile umzugehen.

Auch wenn deine Tochter hochbegabt ist, ist sie dennoch noch Kind. Ich würde sie nicht zu sehr fordern.

Beitrag von frieda05 16.11.10 - 10:40 Uhr

#augen...

ich hasse Themenverfehlungen, .... - ist hier bekannt. Empfehle für die Zukunft einfach einen zweiten Blaunick (ist nicht so schwer, daß Deine Tochter das machen, falls Du das nicht hinbekommst...;-))

Trotzdem zur Sache (seufz):

In der Ruhe liegt die Kraft. Meine Tochter war im zarten Alter von 3 Jahren in der Lage, die Rentenpolitik der Bundesregierung auseinander zu nehmen. Desweiteren interessierte sie sich für Vulkanologie und das alte Ägypten. Löcher im Bauch, wie verrückt. Viele sprachen von "Hochbegabung". Wir haben uns Tests in diese Richtung erspart.

Zur Zeit ist ihre Interessenlage deutlich anders. Ich möchte hier nicht ins Detail gehen.

Gib Deiner Tochter einfach Zeit. Wenn sie Input fordert, dann solltet Ihr das abdecken können. Gerade in dem Alter sind ganz viele Eltern und auch Experten der Meinung, Kinder über Gebühr fördern zu müssen. Das kann einem dann aber auch gerne Mal um die Beine schlagen.

GzG
Irmi



Beitrag von gh1954 16.11.10 - 11:00 Uhr

Bei so jungen Kindern ist die Feststellung des IQ noch nicht verlässlich.

>>>Gerade bei kleinen Kindern kann ein großer Entwicklungsvorsprung mit Hochbegabung verwechselt werden.<<<

>>>Ein IQ-Test für Kindergartenkinder ist also wohl nicht wirklich aussagekräftig.<<<

http://www.hochbegabung-hochbegabte.de/intelligenztest_fuer_kinder.htm

Beitrag von similia.similibus 16.11.10 - 11:14 Uhr

Genau so ist das. Bei meiner Tochter wurde auch im Grundschulalter ein IQ von 130 + getestet. Aber ich bin nicht der Meinung, dass sie hochgegabt ist. Sie lernt zwar leicht und ist eine gute Schülerin aber sie hat auch in manchen Bereichen ihre Probleme. Vor allem lernt sie so UNGERN. Alles was mit Schule und Lernen zu tun hat, ist nicht nur doof sondern saudoof und schlimmer. #schwitz Ich kämpfe ständig mit einer Schulunlust, die sich manchmal schon fast zur Schulverweigerung auswächst. #schwitz Ist zwar off topic aber sobald ich von IQ-Tests im Kindergarten- oder Grundschulalter lese, stellen sich mir die Haare auf. #schwitz

Beitrag von gh1954 16.11.10 - 11:20 Uhr

>>>Ist zwar off topic aber sobald ich von IQ-Tests im Kindergarten- oder Grundschulalter lese, stellen sich mir die Haare auf. <<<

Geht mir auch so. Ich verstehe die Motivation, die dahinter seht, nicht.

Beitrag von kaffetante 16.11.10 - 20:26 Uhr

>>Geht mir auch so. Ich verstehe die Motivation, die dahinter seht, nicht. <<

Und ich verstehe die Motivation hinter solchen unqualifizierten Postings nicht.

Dann scheint ihr kein Kind zu haben, das so anstrengend ist. Mein Sohn halte ich keineswegs für hochegabt. Aber wenn alle die Augen verdrehen, weil er zum Fragen ausholt, auf die keiner eine Antwort weiß, es sei denn ich hätte das studiert, dann könntet ihr solche Postings verstehen.

Wie gerne würden machne dieser Mütter ihre Kinder playmobilspielenderweise sehen, während die Kinder sich nur dafür interessieren aus welchem Material die Figuren sind, wer sie angemalt hat, ob sie wohl umweltverträglich sind und wie sie wohl recycled werden.

DANN wäre auch bei Euch ein solches Posting angesagt. Garantiert.

Beitrag von milka700 16.11.10 - 11:07 Uhr

Ein Kind ist ein Kind ist ein Kind...

Warum willst du ihr die wertvolle Zeit stehlen die sie jetzt noch zum spielen und "langweilen" hat?
Nahezu jedes Kind ist von Natur aus neugierig, intelligent und fragt Eltern Löcher in den Bauch. Es kommt halt darauf an, wie das Feedback ist, dann kann das Ganze in eine "Spirale" führen.
Aber euer Kind muss auch lernen, Grenzen gesetzt zu bekommen um spätere Misserlebnisse kompensieren zu können. Denn DIE wird es haben!

Beitrag von similia.similibus 16.11.10 - 11:14 Uhr

#pro

Beitrag von ohmama 17.11.10 - 09:58 Uhr

"Ein Kind ist ein Kind ist ein Kind... "


...würde ich vielleicht auch sagen, wenn ich es nicht besser wüsste.

Nicht jedes Kind ist gleich. Kinder wie die von der im Ausgangspost geschrieben wird fordern anders, wollen von sich aus lernen, sehen lernen nicht als lernen an.
Das kann ich sagen, weil ich verschiedene Kinder habe, verschiedene Lerntypen und dabei ist ein Kind das alles in sich aufsaugt, mit 4 flüssig lesen konnte, weil es sich selber Buchstaben, Zahlen und dann das Lesen selber beigebracht hat. Danach ging es immer rasanter. Landkarten werden studiert, Bücher (und da meine ich keine Bilder- oder Geschichtenbücher, sondern Sachbücher zu spezifischen Themen) werden gewälzt.

Ich mag es nicht schief angesehen zu werden und als Eislaufmutter betrachtet zu werden. Meine Kinder wurden zu den gleichen Voraussetzungen geboren und ich habe da mit Sicherheit keinen mehr gefordert/gefördert, als den anderen. Dennoch sind sie komplett unterschiedlich.

Meine Kinder langweilen sich auch mal und treffen sich vor allem mit Freunden. Das hat aber ncihts damit zu tun, wie wissbegierig sie sind oder wie spät oder früh sie eingeschult wurden.



Beitrag von otgi 16.11.10 - 11:26 Uhr

Hallo,
wenn Du Lust hast auf einen Austausch, schreib mir doch mal ueber PN.
GlG
Rebeka

Beitrag von janaliora 16.11.10 - 11:38 Uhr

Hallo,

Wenn deine Tochter das Seepferdchen hat, geht ihr dann auch regelmäßig schwimmen?

Wenn deine Tochter in der musikalischen Früherziehung war, lernt sie dann jetzt ein Instrument?

Also mir ist das bei meiner Tochter immer sehr wichtig das ihre Hobbys sich auch aufbauen. z.B. kommt sie jetzt bald in den Seepferdchenkurs. Das heißt für mich aber auch das ich dann regelmäßig mit ihr schwimmen gehe. Wenn der Kurs rum ist, werde ich sie in den nächsten Schwimmkurs anmelden usw.

Das haben wir auch bei der musikalischen Früherziehung so gemacht. Mit 2 Jahren ist sie mit mir in den musikalischen Kindergarten. Danach durfte sie mit 4 allein in die Früherziehung. Jetzt käme als nächste Stufe, das sie ein Instrument lernt. Ich merke aber, das sie daran keinen Spaß hätte. Also macht sie den Kurs noch bis zum Ende und erst dann kann sie in den Schwimmkurs .

Vielleicht wäre das auch etwas für deine Tochter? Und vielleicht findet sie dabei ja etwas was ihr wirklich Spass macht und wo sie dann richtig drin aufblüht?

Liebe Grüße

Beitrag von proanonym 16.11.10 - 13:14 Uhr

Hallo,

wir hatten eine ähnliche Situation. Ich hätte unseren Sohn nur nie eher einschulen lassen, weil er emotional noch nicht so weit war.

Unsere Lösung war eine internationale Schule. Die haben schon im Kindergarten höhere Ansprüche und gehen auf Begabungen ein. Zusätzlich ist natürlich die ständige englische Ansprache eine echte Herausforderung. Das hat uns über das letzte Kindergartenjahr hinweg gerettet.

Jetzt ist unser Sohn in der 1. Klasse. In Mathe und dem logischen Denken ist er allen anderen um Welten voraus und entwickelt sich im "Selbststudium" auch noch schneller als die anderen. Die Schule sagt aber: Wir müssen das leisten, diesem Kind gerecht zu werden. In Deutsch ist er auch sehr weit. Würde er das Englische nicht haben müsste man über ein Überspringen einer Klasse sprechen. So brauchen wir das nicht. :)

Wir lassen seinen IQ auch nicht testen. Er ist glücklich - mehr müssen wir nicht wissen. ;-)

LG Katrin

Beitrag von kat30 16.11.10 - 14:37 Uhr

Hallo!

Was tun? Nix - ihr tut schon genug. Lass sie sich auch mal langweilen - dann wird ihr selber schon was einfallen. Auch gut: Mit anderen Kindern spielen (als HBchen muss man auch mit den restlichen 98% der Welt auskommen ;-)), ansonsten Naturlexikon schnappen und raus gehen....

Kat

Beitrag von zahnweh 16.11.10 - 17:55 Uhr

hallo,

hier gibt es einen club: "Hochbegabung- Fluch oder Segen"

ist zwar nicht anonym, aber alleine bist du da mit deinen Fragen sicher nicht.
Darfst mich gerne auch direkt anschreiben. Habe einige Freunde, denen es ähnlich ging. Die Lebenswege gingen total unterschiedlich weiter. Hing auch stark davon ab, wie der Kindergarten oder das Umfeld mit dem Kind umgegangen ist.