Wird ein Psychiater von der Krankenkasse übernommen?

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von goldie3311 16.11.10 - 10:35 Uhr

Hallo

Mir gehts momentan nicht so gut. Leide unter Angstzuständen. Jetzt bin ich am überlegen ob ich mal zu einem Psychiater gehe oder doch lieber zum Hausarzt. Weiß jemand was so ein Psychiater kostet oder wird der doch etwa von der Kasse übernommen?

Gruß goldie

Beitrag von xxchristinaxx 16.11.10 - 10:37 Uhr

Hallo,

soweit ich weiß geht man einfach zum Hausarzt. Der überweist einen dann überall hin.... auch zum Psychotherapeuten o.ä.!

LG
Tina

Beitrag von xxchristinaxx 16.11.10 - 10:49 Uhr

.... ach und wegen der Bezahlung: Wenn der Psychotherapeut der Meinung ist, dass es notwendig ist, zahlt auch die Kasse. Man muss natürlich einen Antrag stellen, aber das macht der Psychotherapeut dann schon für Dich.

Du gehst also einfach zum Hausarzt und holst Dir ne Überweisung. Dann rufst Du bei einem Psychologen an und machst einen ersten Termin.... alles Weitere siehst Du dann.

LG
Tina

Beitrag von picaza 16.11.10 - 10:51 Uhr

Hi,

Du kannst auch direkt zum Psychiater gehen. Das ist ein ganz normaler Facharzt, der auch von der Krankenkasse bezahlt wird.

Alles Gute! #herzlich

Beitrag von xxchristinaxx 16.11.10 - 19:04 Uhr

Ja stimmt. Ist auch besser weil Du sonst jedes Quartal wieder ne Überweisung brauchst...

LG
Tina

Beitrag von jindabyne 16.11.10 - 21:01 Uhr

Du kannst sowohl zum Psychiater als auch zum Psychotherapeuten. Beides zahlt die gesetzliche KK! Psychiater behandeln in der Regel mit Medikamenten, sie schicken Dich aber weiter zum Psychotherapeuten, wenn sie der Ansicht sind, dass Du langfristig eine Therapie (z.B. Verhaltenstherapie) brauchst.

Übrigens brauchst Du für eine Psychotherapie so oder so eine ärztliche Überweisung, ist also egal, ob Du zuerst zum Hausarzt oder Psychiater geht (wobei letztere oft längere Wartezeiten haben, Psychotherapeuten aber ebenso!!!). Die Überweisung kannst Du aber auch nachreichen, falls Du vorher schon einen geeigneten Psychotherapeuten gefunden hat.

Lg Steffi

Beitrag von daniko_79 17.11.10 - 08:37 Uhr

Hallo

also ich kann Dir das nur von uns Berichten ! Mein Mann wollte sich im Januar das Leben nehmen er hat es sich Gott sei Dank nochmal anders überlegt und hat sich dazu entschieden sich Hilfe zu holen . Er hat bei 4 Psychatern angerufen die mit der KK zusammen arbeiten und bei allen 4 hätte er erst einen Termin in 4-5 Monaten bekommen trotz der Selbstmordgedanken , war denen halt egal . Dann hat er bei einem Privaten Psychater angerufen der hat Ihn sofort dran genommen . Er ist seid Februar mit der KK am Streiten das die KK die Rechnungen übernimmt aber die stellen sich komplett Quer . Ich find das schade , kein Wunder das es so viele Selbstmörder gibt . Und bei den Rechnungen die er bekommt müsste er sich schon lange das Leben nehmen aber er hat es eingesehen das es kein Ausweg ist .. vielleicht für sich aber sicher nicht für seine Familie .
Die KK kosten einen Haufen Geld aber wenn man mal Hilfe braucht , dann sind sie nicht da .

Dani

Beitrag von jindabyne 17.11.10 - 13:12 Uhr

Ein Tipp fürs "nächste Mal": Wenn ein privater Psychotherapeut eine Approbation, jedoch keine Kassenzulasung (also keinen eigenen Sitz) hat, dann kann er bei der gesetzlichen KK versuchen, über ein Kostenerstattungsverfahren zumindest 25 Therapiestunden für einen Patienten bewilligt zu bekommen. Da lohnt es sich, bei der Kasse nachzuhaken, ob die das machen. Denn per Gestz ist die Kasse eigentlich VERPFLICHTET, eine Facharztbehandlung (auch psychologische Psychotherapeuten gelten als Fachärzte!!!) innerhalb von zwei Monaten zur Verfügung zu stellen (Stichwort "Versorgungsauftrag").

Das geht natürlich nicht im Nachhinein, sondern muss vor der Therapie bzw. vor Ablauf der probatorischen Sitzungen bewilligt werden.

Lg Steffi

Beitrag von daniko_79 17.11.10 - 19:01 Uhr

Hallo Steffi

mein Mann ist immer noch alle 4 Wochen in Behandlung und was denkst Du was sein Doc und er schon alles versucht haben . Es ging sogar schon an den Obersten der KK aber die zahlen nichts .

Dani

Beitrag von jindabyne 17.11.10 - 22:43 Uhr

Hallo Dani,

wollte ja nur helfen. Laufende Therapien zahlen Kassen meistens nicht, sondern nur, wenn sie es zuvor bewilligt haben. Private Kassen sind da übrigens nicht besser, die sträuben sich auch nach Möglichkeit und bauen Hindernisse auf, wo sie nur können... Falls der Therapeut keine Approbation hat, dann steht es nochmal schlechter, die Kosten übernommen zu kriegen.

Schade, dass psychische Erkrankungen immer noch nicht so "anerkannt" sind wie körperliche. Dabei können psychische Erkrankungen ebenso lebensbedrohlich sein...

Lg und alles Gute für Deinen Mann,
Steffi