Mein Sohn und meine Mutter

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von kirsten007 16.11.10 - 11:48 Uhr

Hallo zusammen,

ich bin gerade etwas in der "Zwisckmühle", denn mein 7-jähriger Sohn möchte gerne seine Oma kennenlernen, zu der ich aber seit ca. 15 Jahren GAR keinen Kontakt mehr habe und ihn auch zukünftig nicht will.

Wir würdet Ihr denn damit umgehen?

Ich bin ein Scheidungskind und mein Vater war in zweiter Ehe verheiratet. Zu seiner Frau sage ich "Mama" und wir haben ein sehr gutes und enges Verhältnis und mein Sohn nennt sie auch "Oma". Irgendwann vor ca. 3 Jahren meinte mein Kleiner, dass ich in dem Bauch von Oma V. war, was ich dann verneint habe.

Nun fragte er, ob wir denn meine "richtige" Mutter mal besuchen können, was ich verneint habe. Mein Bruder, der noch Kontakt hat, würde ihn sicher mal mitnehmen aber ich weiß nicht, was ich von dieser Sache halten soll. Ich freue mich über ein paar Meinungen / Ratschläge von Euch!

Dank & Gruß
Kirsten

Beitrag von lisasimpson 16.11.10 - 13:09 Uhr

welchen grund hättest du, deinem sohn seine wurzeln vorzuenthaklten, die er gerne kennenlernen ,öchte (daß er diesen wunsch überhaupot äußert zeigt übrigens, daß du offenbar sehr besonnen mit dem thema umgehen kannst - denn der wunsch ist völlig normal.
ihn zu verdrängen, weil man die eigene mama schützen will wäre aber zu erwarten.
daß er so klar seinen wunsch formulieren kann ist ein großer gewinn für ihn und ich würde ihn auf jeden fall darin bestärken


zu wissen wo wir herkommen und mit wem wir verbunden sind ist für uns menschen schon imemr eine entscheidende frage gewesen.

lisasimpson

Beitrag von king.with.deckchair 16.11.10 - 13:47 Uhr

Es soll dann aber doch Mütter geben, mit denen man aus gutem Grund keinen Kontakt mehr hat - und dann hilft auch so ein "Wurzeln kennenlernen"-Spruch nichts. In diesen Fällen muss man sein eigenes Kind auch durchaus nicht unbedingt "bestärken" an einem solchen Wunsch festzuhalten.

Beitrag von lisasimpson 16.11.10 - 13:54 Uhr

warum sollte ein Kind keinen Kontakt mehr zu seinen leiblichen eltern haben (wollen/ sollen/ dürfen?)?

lisasimpson

Beitrag von king.with.deckchair 16.11.10 - 14:03 Uhr

Sorry, aber #augen

Findest du diese Frage nicht ein bisschen naiv?

Gewalt, seelische Misshandlungen, psychische Erkrankungen wie Borderline (mit den entsprechenden Auswüchsen), bestehlen, lügen, üble Nachrede verbreiten...

Das sind schon sechs Gründe, warum ein Kind keinen Kontakt mehr zu seinen leiblichen Eltern haben möchte!

Beitrag von lisasimpson 16.11.10 - 14:09 Uhr

ich kenne kein kind, dem es gut getan hat, aus den von dir genannten gründen KEINEN kontakt zum leiblichen elternteil zu haben.

Ich hjabe nicht gesagt, daß jedes kind zwingend deshalb in die obhut des elternteils gehört/ es ihm gut täte.

ich habe jedoch sehr gute erfahrungen damit gemacht, die eltern als "menschen" mit ihrer eigenen geschichte kennenzulernen und akzeptieren zu lernen- entgegen der sonst möglicherweise entstehenden dämonisierung oder verherrlichung (meist im wechsel).
denn die eltern sind nun mal ein teil ihrer selsbt. ein kind, daß dermaßen "abgeschnitten" ist wird schwer mit diesem teil seiner geschichte abschließen können.

ganz abngesehen davon, daß wir heir von einer völlig anderen geschichte reden (ich hoffe, dsa ist dir klar)



lisasimpson

Beitrag von king.with.deckchair 16.11.10 - 14:11 Uhr

"ganz abngesehen davon, daß wir heir von einer völlig anderen geschichte reden (ich hoffe, dsa ist dir klar)"

Eben. Weil DU die Frage der TE null verstanden hast!

Bitte lies den Eingangsbeitrag der TE nochmal, ja?! Der Junge will seine leibliche GROSSmutter kennenlernen! Also die Mutter der TE! Nicht: seine leibliche Mutter (denn das ist die TE).

Beitrag von lisasimpson 16.11.10 - 14:16 Uhr

das hier ist meine antwort auf die frage der te-
wo siehst du da ein indiz für ein mißverständis?

"welchen grund hättest du, deinem sohn seine wurzeln vorzuenthaklten, die er gerne kennenlernen ,öchte (daß er diesen wunsch überhaupot äußert zeigt übrigens, daß du offenbar sehr besonnen mit dem thema umgehen kannst - denn der wunsch ist völlig normal.
ihn zu verdrängen, weil man die eigene mama schützen will wäre aber zu erwarten.
daß er so klar seinen wunsch formulieren kann ist ein großer gewinn für ihn und ich würde ihn auf jeden fall darin bestärken


zu wissen wo wir herkommen und mit wem wir verbunden sind ist für uns menschen schon immer eine entscheidende frage gewesen.

lisasimpson"

Beitrag von king.with.deckchair 16.11.10 - 14:13 Uhr

"(ich hoffe, dsa ist dir klar)"

Im Übrigen: Danke der Nachfrage, MIR ist das klar. Dir offenbar nicht.

Beitrag von king.with.deckchair 16.11.10 - 14:09 Uhr

Offenbar sitzt du übrigens einem Missverständnis auf: Der Sohn der TE möchte die MUTTER der TE besuchen, nicht seine eigene Mutter!

Und wenn ich z.B. aus wichtigen Gründen (siehe oben genannte Gründe z.B.) keinen Kontakt mehr zu MEINER Mutter habe, warum sollte ich meinem Kind dann den Kontakt zu MEINER Mutter ermöglichen?!

Beitrag von lisasimpson 16.11.10 - 14:14 Uhr

nein, keineswegs-
ich habe verstanden worumk es geht.
der sohn möchte wissen, wo seine wurzeln sind (seien oma kennenlernen)

die te möchte keinen kontakt (was ihr gute recht ist, selsbt zu entscheiden, mit wem sie kontakt möchte und mit wem nicht)
ob es hilfreich ist, daß sie ihrem sohn den natürliche nund berechntigten wunsch verwehrt habe ich erfragen wollen, indem ich konkret nachgefragt habe..

DU hast das thema auf "kind will mutter nicht MEHR kontaktieren"

lisasimpson

Beitrag von king.with.deckchair 16.11.10 - 14:23 Uhr

Alles, was ich zu bedenken gab, war, dass es auch von seiten der Mutter des Kindes durchaus einen "natürliche nund berechntigten" Wunsch geben kann, das Kind seine Oma NICHT kennen lernen zu lassen.

Im Übrigen deutet

"ich kenne kein kind, dem es gut getan hat, aus den von dir genannten gründen KEINEN kontakt zum leiblichen elternteil zu haben.

Ich hjabe nicht gesagt, daß jedes kind zwingend deshalb in die obhut des elternteils gehört/ es ihm gut täte."

sehr wohl darauf hin, dass du von einem Adoptivkind sprichst, welches seine leiblichen Eltern kennenlernen will und nicht von einem Enkel und der leiblichen Oma, nicht wahr?!

Beitrag von lisasimpson 16.11.10 - 14:34 Uhr

ich glaube wir haben hier ein großes Kommunikationsproblem.
ICH habe der te geantwortet, auf ihre frage.
Völlig unabhängig von ihrer Beziehung zu ihrer Mutter hat das Kind ein Interessen (und wie ich finde ein Recht darauf) die Oma kennenzulernen.

wenn die Te die sicherheit des kindes gewährleisten kann (durch den bruder?) fände ich das richtig und wichtig, diesen Kontakt zu ermöglichen.

die Te denkst ja offenbar darüber nach- hat das als option auch nicht ausgeschlossen.

so- nun kommst du und sagst mir, daß es sehr wohl kinder gibt ,die keinen kontakt zu ihren müttern wollen.
(ich konnte die frage zwar nich in den zusammenhang mit der frage der te bringen, habe dir aber darauf geantwortet. ich fand meine frage übrigens auch nicht als naiv oder "#augen")
so,- nun entpsinnt sich eine diskussion zwischen UNS, ob Kindern der kontakt zu leblichen eltern gut tuzt oder nicht- was mit dem thema der Te nichts zu tun hat (worauf wir beide hinweisen:)

also kann man sagen, daß es hier um zwei themen geht
1. das der TE., das ich beantwortet habe und du auch- und du hast es exakt so gemacht, wie ich es der TE geraten habe. ich finde das auch den richigen weg. JA; es kann sich rausstellen, daß das nicht klappt mit dem Kontakt- es kann aber auch anders sein.
einem Kind den kontakt zur Oma zu verwehren, nur weils vielleicht blöd werden könnte kann ich nicht als argument zählen lassen.

2. das thema Eltern und Kinder. Da bin ich gan zsicher der meinung ,daß es für Kinder wichtig ist zu wissen, wo sieh herkommen, wo ihre wurzeln liegen und manchmal ist es sehr heilsam zu erfahren, warum etwas in ihrer vergangenheit so udn nicht anders gelaufen ist, ihre eltern zu verstehen und so zu lernen sich und teile ihre selsbt zu akzeptieren, dnn sie sind und bleiben immer ein teil ihrer eltern.
diese zu mißachten bedeuet immer auch sich selbst zu mißachten.
auch wenn ELtern sich alles andere als fürsorglich gezeicht haben, ist es für Kinder heilsamer und beser möglich, diee nteil ruhen zu lassen (wen nsie dsa wollen), wenn sie damit ins reine kommen konnten, im beten fall ihren eltern verzeihen konnten.

lisasimpson


Beitrag von juniorette 16.11.10 - 15:03 Uhr

"Völlig unabhängig von ihrer Beziehung zu ihrer Mutter hat das Kind ein Interessen (und wie ich finde ein Recht darauf) die Oma kennenzulernen. "

Ist es dir eigentlich mal in den Sinn gekommen, dass es für ein Kind besser ist, seine Großeltern nicht kennen zu lernen, wenn diese - in welcher Art auch immer - einfach nur abartig sind?

Würdest du deine Kinder in Obhut eines verurteilten Vergewaltigers geben, nur weil dieser der Opa deiner Kinder ist und deine Kinder ein Recht darauf haben, ihre Wurzeln kennen zu lernen?

(Nein, meine Eltern waren keine Vergewaltiger, sie sind nur Experten auf dem Gebiet des Psychoterrors - ebenfalls nichts, was mein Kind live erleben muss.)

Ich stimme k.w.d. zu - dein "ein Kind hat ein Recht darauf, seine Wurzeln kennen zu lernen" ist schon recht naiv. An erster Stelle sollte immer das Kindeswohl stehen, und wenn eine Mutter 15 Jahre lang keinen Kontakt mehr zu ihrer eigenen Mutter hat, dann, weil ihr dieser nicht gut tut bzw. getan hat. Warum sollte man seinen Kindern diesem schädlichen Einfluss aussetzen?

LG.
J.

Beitrag von lisasimpson 16.11.10 - 17:08 Uhr

"Ich stimme k.w.d. zu - dein "ein Kind hat ein Recht darauf, seine Wurzeln kennen zu lernen" ist schon recht naiv. A"

wo hat sie ds geschrieben?

"Ist es dir eigentlich mal in den Sinn gekommen, dass es für ein Kind besser ist, seine Großeltern nicht kennen zu lernen, wenn diese - in welcher Art auch immer - einfach nur abartig sind? "

habe ja meinen standpunkt erklärt und begründet, warum ich auch in diesem fall davon ausgehe, daß ein kennenlernen sinnvoll ist- ist alles ausführlich nachzulesen

lisasimpson

Beitrag von king.with.deckchair 16.11.10 - 17:18 Uhr

"An erster Stelle sollte immer das Kindeswohl stehen, und wenn eine Mutter 15 Jahre lang keinen Kontakt mehr zu ihrer eigenen Mutter hat, dann, weil ihr dieser nicht gut tut bzw. getan hat. Warum sollte man seinen Kindern diesem schädlichen Einfluss aussetzen?"

Ganz genau!

#danke

Beitrag von king.with.deckchair 16.11.10 - 14:01 Uhr

Ich würde es lassen. Ich habe auch aus vielen – triftigen – Gründen keinen Kontakt mehr zu meiner Mutter. Ich hatte es dann auch mal über eine andere Verwandte ermöglicht, dass mein Sohn sie auf einer Familienfeier traf (er kannte sie allerdings auch vor dem Kontaktabbruch schon). Ende vom Lied war, dass sie unter anderem mit dem Verhalten weitermachte, was zum Kontaktabbruch geführt hatte: Mein Kind zunächst versuchte, gegen mich aufzuhetzen und als das Kind sich partout nicht zu bösen Äußerungen über mich bewegen ließ, „Ich sehe schon, du bist schon genauso dumm wie deine Mama.“ zu sagen. Und einiges weitere mehr.

Außerdem versuchte sie, über diese „Hintertür“ (mein Kind) wieder an mich heranzukommen – „Sag‘ deiner Mama, sie soll sich mal melden… Kinder, die ihre Mutter nicht sehen wollen, sind undankbar…“ usw. usf.

Ich würde dem Kind so offen wie möglich erklären, warum es keinen Kontakt gibt und warum du diesen auch in Zukunft nicht möchtest. Aus meiner persönlichen Erfahrung sage ich, dass es „Wurzeln“ gibt, die muss ein Kind nicht unbedingt kennenlernen. Vor allem, wenn man die Befürchtung haben muss, dass dort versucht wird, das Kind gegen einen aufzubringen oder einen selbst so wieder zum Kontakt zu bewegen. Fazit, bei mir zumindest: Es wurde versucht, dem Kind Schuldgefühle einzuimpfen, es wurde versucht, das Kind aufzuhetzen und es wurde versucht, über das Kind wieder an mich heranzukommen. Nur Schaden also.

Bei allem Verständnis für den Wunsch des Kindes, aber auch die Wünsche und Gefühle der Mutter (also deine Wünsche und Gefühle) gilt es zu respektieren.

LG
Ch.

Beitrag von juniorette 16.11.10 - 14:53 Uhr

Hallo,

ich habe mir jetzt nicht den ganzen Thread durchgelesen, antworte aber trotzdem:
solange ich die Möglichkeit habe, werde ich einen Kontakt zwischen meinen Erzeugern (Eltern sind es für mich schon seit vielen Jahren nicht mehr) und meinem Sohn verhindern.

Diese Leute sind mit ihrer eiskalten Art einfach nur eine wandelnde Kindeswohlgefährdung.

Wenn mein Sohn mal in einem Alter ist, in dem er ohne mich (und andere Aufsichtspersonen) 500 km mit dem Zug fahren kann, und er den dringenden Wunsch verspürt, meine Erzeuger kennen lernen zu wollen, habe ich wohl schlechte Karten, ihm das wirklich zu verbieten.

Aber bis dahin ist mein Sohn auch in einem Alter, in dem er auf sich selbst aufpassen kann, meine Warnungen vor meinen Eltern verstehen kann und selber einschätzen muss, ob er sich das antun will.

Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass mein Sohn jemals auf die Idee kommen wird, meine Erzeuger kennen lernen zu wollen. Bis jetzt hat er noch nie nach ihnen gefragt, und wenn er mal fragt, werde ich ihm sicher nichts Nettes über sie erzählen.

Wenn du deinen Sohn Kontakt aufnehmen lässt, hast du ja indirekt doch wieder Kontakt mit deiner Mutter, oder willst du deinem Sohn das Wort verbieten, wenn er bei dir dann anfängt von "Oma" zu erzählen? #kratz

LG,
J.

Beitrag von nane29 16.11.10 - 17:37 Uhr

Hallo Kirsten,

wenn deine Mutter in irgendeiner Form eine reale Gefahr für dein Kind darstellt, dann würde ich den Kontakt so lange nicht erlauben, bis die Gefahr entweder gebannt ist, oder das Kind alt genug ist, um sie selbst einschätzen und sich selbst schützen zu können.

Wenn deine Mutter KEINE Gefahr darstellt und du sie einfach "doof" findest (milde gesagt), dann würde ich deinem Kind über deinen Bruder den Kontakt erlauben.

Manchmal sind die blödesten Eltern die tollsten Großeltern. Mein Onkel hatte z.B. ein irgendwie gestörtes Verhältnis zu meiner Oma - sie musste ihre 2 Söhne im Krieg alleine durchbringen und das war für ihn wohl recht hart. Für mich war sie aber die liebevollste und tollste Oma der Welt.

Letztlich kann man dir aber die Frage nur dann gut beantworten, wenn man weiß, was das Problem ist mit deiner Mutter.

Liebe Grüße
Jana

Beitrag von alpenbaby711 16.11.10 - 18:11 Uhr

Also ich finde das dein Sohn letztendlich keine Probleme mit deiner Mutter hat und man ihn daher auch raushalten muss. Wenn er Kontakt will würde ich ihn ermöglichen. Aaaaaaaaaaaber wenn es triftige Gründe gibt für den Kontaktabbruch, z.B. Missbrauch, Vergewaltigung, Schläge und gewisse Sachen wovor du deinen Sohn schützen musst OK dann würde ich das auch tun. Meinen Sohn kennen meine Eltern auch nicht hab seit 7 Jahren keinen Kontakt mehr. Er hat zwar damit nichts zu tun aber ich weiß das meine Eltern damals meinen Cousin beeinflußt haben und das mit Absicht gegen seine Mutter immer schön hinten rum. Mein Vater hört brav auf Frauchen und es sind noch mehr Sachen gelaufen. DA halte ich meinen Sohn dann zurecht raus. Aber deine Situation kenn ich nicht.
Ela

Beitrag von tomama 16.11.10 - 22:30 Uhr

Hallo Kirsten,

ich denke, dass würde ich an Deiner Stelle davon abhängig machen, aus welchen Gründen ich den Kontakt nicht mehr hätte und ob ich mir berechtigte Sorgen machen würde, dass meinem Kind ähnliche Erfahrungen erwarten. Wenn ich das Kindeswohl gefährdet sehen würde, dann würde ich den Kontakt gar nicht erst zulassen (solche Wurzeln braucht mein Kind nicht).
Da Du solch ein Treffen aber nicht sofort kategorisch ablehnst und sogar drüber nachdenkst, kann es sich ja auch um Konflikte handeln, die sich einfach irgendwann dermassen aufgebauscht haben, dass dadurch die Fronten verhärtet sind. Dann würde ich mein Kind vielleicht doch seine Großmutter kennen lernen lassen. Aber das Problem ist natürlich, wenn Du sagst, dass Du Dir nie wieder einen Kontakt vorstellen könntest...was machst Du, wenn Dein Sohn seine Oma kennen lernt, am Ende sogar lieb gewinnt und dann unter eurem Streit leidet. Ich finde das ziemlich schwierig.
Letztendlich kann ich sowieso nicht nachvollziehen, wieso so ein Kontakt zur eigenen Mutter nicht mehr erwünscht ist, wenn nichts absolut unverzeihliches vorgefallen wäre. Wenn das "Vergehen" aber solch ein grosses Ausmass hätte, dann verstehe ich nicht, wieso Du überhaupt über ein Treffen nachdenkst...

lg Tomama

Beitrag von sanaundfinn 18.11.10 - 20:54 Uhr

Hallo Kirsten :-)

Du wirst schon wissen, warum du keinen Kontakt hast und nur du kannst wissen, ob du dein Kind konfrontieren kannst/solltest.

Ich hatte zwischendurch auch mal fast 2 Jahre keinen Kontakt zu meinem Vater.
Als er letztens zu meinem zweitgeborenen (auf der Taufe unserer jüngsten) sagte: "Du bist Opas Kind. Die anderen sind alle Schwuchteln!", da wusste ich wieder für einen kleinen Moment, warum wir mal keinen Kontakt hatten (sowas war natürlich nicht der einzige Grund damals)...

Manche Menschen kann man einfach nicht alleine mit seinen Kindern lassen...

Liebe Grüße,
Sana.